Epic: Zugang zum Apple-Developer-Programm soll geschlossen werden

Die meisten unserer Leser haben es mitbekommen. Epic suchte einen Weg, um keine prozentualen Abgaben an Apple oder Google aus Verkäufen in den Stores der beiden Unternehmen leisten zu müssen. Ein Verstoß gegen Richtlinien, der für den Rausschmiss des populären Spiels Fortnite aus dem Play Store von Google sowie dem App Store von Apple sorgte. Das Unternehmen Epic teilte direkt mit, dass man den Klageweg beschreiten werde. Eine gütliche Einigung scheint momentan zumindest mit Apple in noch weitere Ferne gerückt zu sein – Apple hat nicht nur Fortnite aus dem App Store entfernt, sondern (laut Aussagen von Epic) auch darüber informiert, dass man am Freitag, dem 28. August, alle Entwicklerkonten kündigen und Epic von den iOS- und Mac-Entwicklungstools ausschließen werde, wenn weiterhin gegen die Regeln verstoßen wird. Mal schauen was noch passiert in diesem Fall. Apple teilte nach dem Rausschmiss von Fortnite mit, dass man sich mit Epic den Fall gemeinsam anschauen wolle – es sieht derzeit nicht danach aus, als ob dies so einfach wäre. Epic bittet nun das Gericht, Apple daran zu hindern, „nachteilige Maßnahmen“ gegen das Unternehmen zu ergreifen, einschließlich der Beschränkung, Aussetzung oder Beendigung des Zugangs von Epic zum Apple Developer Programm. Dürfte vermutlich quasi unmöglich sein, da Epic ja sicher auch die Unreal Engine pflegen muss – auf die zahlreiche Entwickler setzen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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60 Kommentare

  1. „Apple hat nicht nur Fortnite aus dem App Store entfernt, sondern (laut Aussagen von Epic) auch darüber informiert, dass man am Freitag, dem 28. August, alle Entwicklerkonten kündigen und Epic von den iOS- und Mac-Entwicklungstools ausschließen werde, wenn weiterhin gegen die Regeln verstoßen wird.“

    Wie soll das funktionieren? Wenn das Spiel aus dem App Store entfernt wurde, kann Epic ja nicht gegen die Regeln verstoßen. Also entweder ist das eine leere Drohung von Apple, oder die Situation wird nicht korrekt wiedergegeben. Der eingebettete Tweet von Epic enthält auch nicht den „wenn weiterhin gegen die Regeln verstoßen wird“ Teil, Wo kommt diese Aussage her?

  2. Verstehe ich als einziger eigentlich diese Diskussion nicht? Am Ende streiten zwei Konzerne darüber, ob die eine oder die andere Seite die Milliarden USD einsteckt. Weder Google/Apple noch die Entwickler „verdienen“ schlecht oder sehe ich das falsch?

  3. Apple ist Null Kompromissbereit. Epic sollte auf den Account verzichten, wenn die es finanziell hinbekommen. Apple verhält sich wie ein beleidigtes Kind. Gab es mit Apple und Amazon nicht auch Mal einen Deal? Wie lange war Amazon Prime auf Apple TV nicht verfügbar? Epic sollte hart bleiben. Wenn Apple die Kunden wegen dem Spiel abspringen werden die schon wieder Kompromissbereit. Fortnite hat derzeit 350 Millionen Spieler, das ist eine ganze Menge.

    • Die zuvor aufgestellten verbindlichen Regeln durchzusetzen bedeutet für Dich, sich wie ein beleidigtes Kind zu verhalten? Der Staat verhält sich demnach auch wie ein beleidigtes Kind, wenn ein Richter einen Mörder ins Gefängnis steckt?

    • 350 Mio. registrierte Nutzer. Die Frage ist, wie viele davon noch wirklich spielen. Das Spiel ist ja seit längerem auf dem absteigend Ast. Apple und Google sollten da hart bleiben und Epic mal in die Schranken weisen. Epic sitzt definitiv am kürzeren Hebel.

      • Kürzer Hebel? Apples und Googles Provision erfüllt alle Belange der Wucher-Gesetze.

        Würdest du es korrekt finden, wenn alle Banken pro Überweisung 30% haben wollen? Die EU schreibt bei Kreditkarten ein Limit von unter 1% vor und auf ein ähnliches Niveau muss hier die Provision für eine Transaktion sinken.

        • Du kannst Deine Apps ja auch selbst vermarkten. Fraglich allerdings, ob Du davon dann noch leben kannst……
          Das Apple und Google ihre Plattformen nicht umsonst anbieten, ist ja nun so neu nicht.
          Immerhin hat Epic die Bedingungen ja mal akzeptiert. Und führt sich jetzt auf wie ein kleines, beleidigtes Kind, das zornig mit dem Fuß aufstampft, weil es seinen Willen nicht bekommt.

          • Nein, du kannst iOS Apps nicht selbst „vermakten“.

            Bei Android geht das – bei iOS sperrt Apple den Käfig zu.

            Ja, Nerds können Apples Sicherheitsmechanismen austricksen und Apps von außerhalb des Apple Stores installieren….. aber Otto Normaluser nicht

            Du kannst also deine eigene teure Marketing- und Shopabteilung selbst bezahlen und somit nicht bei Apple schmarotzen…. bringt aber nix, weil deine Kunden die Apps nicht nutzen / installieren können….

  4. Krümelmonster says:

    Epic scheint in die Pubertät gekommen zu sein.

  5. Klasse Apple soll ruhig weiter eskalieren, wird sich bestimmt sehr Positiv auf die laufenden Kartellverhandlungen auswirken.
    Geht ja nicht nur um das Spiel, Spotify ist ja in einen ähnlichen Situation.

    • Keiner zwingt einen, seine App für iOS zu publizieren. Wenn doch, spielst du nach deren Regeln, so einfach.

      • Stichwort Missbrauch der marktbeherrschende Stellung. Als App-Entwickler bist du gezwungen nach den Spielregeln der beiden großen Stores zu Spielregeln und da musst du dann zwangsweise auch möglicherweise illegale AGB akzeptieren. Und 30% Anteil für eine Geldüberweisung ist unverhältnismäßig hoch und würde z.B. bei einer Bank als Wucher angesehen.

        Kleine Entwickler werden durch solche Einschüchterungsversuche, wie den hier beschriebenen, davon abgehalten gegen diese AGB vorzugehen. Ich wünsche hier Epic einen langen Atem.

  6. Die ganze Aktion wirkt auch deswegen lächerlich, weil sehr viele Befürworter von Epic auf Twitter kaum ein einziges Wort richtig schreiben können. Also hetzen die quasi 8 jährige Kinder auf Apple.xD

  7. Apple Developer Program License Agreement

    11.2 Termination
    This Agreement and all rights and licenses granted by Apple hereunder and any services provided hereunder will terminate, effective immediately upon notice from Apple:
    (a) if You or any of Your Authorized Developers fail to comply with any term of this Agreement other than those set forth below in this Section 11.2 and fail to cure such breach within 30 days after becoming aware of or receiving notice of such breach;

    Epic hat demnach bis zum 12. September Zeit, den Vertrag, den man unterschrieben hat, auch zu erfüllen. Epic sollte noch eine zweite Klage einreichen.

  8. Der Staat muss endlich Regeln aufstellen. Appstore-Zwang und Root-Verweigerung sind schlicht kriminell.

    • Ja unbedingt.

      Und der Staat sollte unbedingt gegen Vermieter vorgehen. Mietzahlungszwang und Hausregeln für Mieter aufstellen ist schlicht kriminell.

      • Der Staat setzt Mietpreisbremsen gegen Wucher ein und viele Vermieter sind schon mit manchen Hausregeln gescheitert, weil diese sich auch ans Gesetz halten müssen.

        Marketing und Hosting wird auch für Gratis-Apps fällig, hier reichen aber anscheint die 99 Dollar pro Jahr aus. Die einzige Erweiterung ist die Abwicklung der Zahlung und da sind 30%-Anteil eben zu hoch, wenn man sich ähnliche System anschaut. Schaue dir Kreditkarten an, die agieren ähnlich wie das Store-Payment. Sie wickeln eine Zahlung zwischen zwei Parteien ab und mehr ist z.B. das Buchen eines In-App-Kaufs nicht.

        • Du kannst Deine Apps auch selbst vermarkten……es zwingt Dich niemand, die Stores von Google und Apple zu nutzen.
          Wenn Du sie nutzt, musst Du halt die Regeln akzeptieren. Ist ganz einfach.

        • > Sie wickeln eine Zahlung zwischen zwei Parteien ab

          Bisschen mehr. Kreditkartenfirmen betreiben keinen Marktplatz, und haben auch nicht mit Risiko und finanziellem Aufwand ein neuartiges Gerät entworfen und für dieses den Marktplatz geschaffen, auf dem man Geld verdienen kann. Zahlungsdienstleister kommen am Ende ins Spiel, nachdem sich jemand entschieden hat, überhaupt erstmal Geld auszugeben.

          • Das wird bei den AppStores alles durch die Entwicklergebühr beglichen! Dieses trifft nämlich auch auf die Gratis-Apps zu und dort reichen die 99 Dollar pro Jahr.

    • irrtum,
      für mich ist das Sicherheit! Ich habe keinen Bock auf ein völlig offenes System. Und wenn sich epiuc nicht an Regeln halten will. gut, die braucht niemand

    • Du forderst, dass jeder Hersteller die von ihm entwickelten Geräte bedingungslos für andere öffnen muss? Ich habe da erhebliche Zweifel, dass das in Zukunft für Verbraucher, Hersteller und Entwickler auch nur einen Vorteil bringt.

  9. Was will epic eigentlich an Provisionen wenn man in deren Store Kram verkauft?

    • Ich glaub 15%, also mit Abstand am wenigsten von den etablierten Stores …
      aber anders hätten Sie auf dem Markt wahrscheinlich auch keine Chance gehabt.

      • 12.
        und als bonus wenn man Unreal oder Unity oder welche engine auch immer von denen war, dann sind die Lizenzkosten dafür damit auch gleich abgegolten oder so war es iirc.

  10. Verstehe hier die Diskussion absolut nicht.
    Epic war mit den Bedingungen von Apple und Google einverstanden.
    Durch Apple und Google wurde Fortnite doch überhaupt erst die Bühne geboten um so groß zu werden.
    Typischer Fall von Gier frisst Hirn.
    Hoffe Apple und Google bleiben standhaft.

    • Wobei Epic bei Nintendo, Microsoft oder Sony … 30% in den jeweiligen Stores zahlen muss. Habe aber noch nichts von Klagen gehört oder? Das ist halt ein Marketing-Stunt, da Fortnite eh über den Zenit ist, haben sie es dafür geopfert.

  11. Ergänzung zu meinem Kommentar

    Ich meine ich gehe ja auch nicht in einem Sterne-Restaurant für mehrere hundert Euro essen und sage dann beim Bringen der Rechnung Ich zahle jetzt nur die Hälfte der auf der Karte angegebenen Preise.
    Also hier sehe ich ausnahmslos Google und Apple im Recht.

    • Der Unterschied liegt doch in der marktbeherrschenden Rolle, die Apple und Google mit ihren Plattformen ausüben. Es gibt da für Entwickler schlicht keine Wahlfreiheit.

      Um auf Dein Beispiel zurückzukommen: Dir steht es frei, in ein anderes Restaurant zu gehen. Das geht bei iOS-Geräten gar nicht und bei Android-Geräten nur eingeschränkt (unbekannt für >90% der Benutzer).

      • Apple hat keine Plattform, da Apple ihr OS nicht an Dritte lizenziert. Apple verkauft Geräte mit einem eigenen OS. Auf welcher Basis willst du sie zwingen, dass zu öffnen? Dann könntest du eher verlangen, dass sie die Installation von Android ermöglichen müssen, damit die Geräte weiter Betrieben werden können… (interessanter Gedanke nebenbei)

        • Natürlich ist iOS eine Plattform auf der Apps von Dritten auf Basis eines SDKs entwickelt werden können.

          Es geht hier aber doch um die Monopolstellung mit der Apple seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt. Dafür gibt es Gesetze und Kartellbehörden, die das zu untersuchen haben.

          • Ja, es ist eine Plattform für Apple-Geräte! Nur für Apple-Geräte, nicht für kompatible Geräte oder so, sowas gibt es nicht. Das ist keine Plattform für unterschiedliche Märkte. Es ist eigentlich nicht einmal ein Markt, sondern der einzige Distributionskanal. Also kann Apple auch keine m^arktbeherschende Stellung haben. Das ist im Softwarebereich nicht unüblich, das nur über bestimmte Distributoren vertrieben werden kann. Apple hat für ihre Geräte festgelegt, dass Software nur über diesen einen Kanal vertrieben werden kann – das ist m.E. legitim, da ich jederzeit vergleichbare andere Geräte erwerben kann, für die andere Bedingungen gelten.

            • Der springende Punkt steckt in Deinem letzten Satz: es gibt eben keinen Wettbewerb mehr auf dem Smartphone-Markt. Es gibt dort nur iOS für Apple-Geräte und Android.

              Keiner wird sich an strikten Regeln stören, wenn es um Security, Datenschutz, Design-Richtlinien oder die Verwendung einer bestimmten minimalen SDK-Version geht.

              Bei der Provision und dem Zwang, diese nutzen zu müssen, wird aber eben die Situation ausgenutzt, dass es keinen Wettbewerb gibt.

              Das Kartellrecht ist hier sehr streng, schau Dir mal den Automobil- oder Energiesektor an. Auch sowas wie damals die Urteile zum Internet Explorer unter Windows gab es schon.

              • Ich verstehe deine Position – ich glaube aber nicht, dass hier das Kartellrecht von einem Duopol ausgehen wird. Im Fall von Google ist es tatsächlich schwerer, weil sie Dritthersteller beeinflussen (ohne Play ist ein Smartphone wenig Wert) als bei Apple, die nur ihrer eigenen Geräte betrachten. Würde Apple das OS anderen Herstellern zur Verfügung stellen, wäre ihr Problem größer. Und dann kommt eine weiter Frage: warum müssen die Hersteller Epic den Zugang gewähren? Wenn Samsung entscheidet, dass auf ihren Smartphones keine Games von Epic laufen (und sie das deutlich vor dem Kauf sagen) hast du erstmal kein kartellrechtliches Problem, da ihr Anteil zu klein am Smartphonemarkt ist. Wenn Apple das sagt, betrifft das zwar 100% des iMarktes, aber eben nur 20% des Smartphone-Marktes. Wenn sich Google und Apple absprechen, um Epic aus dem Markt zu halte, dann hast du ein solches Problem. Haben sie aber wohl nicht, oder? Apple sollte meiner Meinung nach neben den 30% auch ein anderes Modell anbieten (feste Zahlung pro Jahr oder Staffeln nach Downloads wie Steam), aber den Ansatz von Epic kann ich hier nicht nachvollziehe.

  12. Ich verstehe diese „man hat ja eingewilligt und muss deshalb die Regeln (Gebühren) einhalten“ Kommentare überhaupt nicht.
    Apple schafft ein Marktplatz und möchte für seine Dienstleistungen (Verkaufen, Prüfen) Geld, soweit so gut. Aber 30% Gebühr für etwas wo es keine Alternative gibt ? Das ist dreist.
    Man stelle sich vor
    – der Flughafen nimmt 30% Sicherheits- und Abfertigungsgebühr
    – die Bank nimmt für eine 100€ Überweisung 130€
    – die Post nimmt 2,-€ pro Brief
    – die Wasserwerke 0,15€/Liter
    usw.
    Der Aufschrei wäre riesig: „Warum so teuer?“ , „Kosten und Leistung stehen in keinem Verhältnis“ usw.
    Aber Apple und Co. dürfen den Anbietern (und damit den Kunden, denn wir zahlen das ja mit) 30% für ??? abknöpfen ?
    Für die teure Infrastruktur?
    War die bestimmt. Ganz am Anfang. Inzwischen gibt es hunderte Firmen die Dir den Bumms für einen Bruchteil zur Verfügung stellen. Seid ihr alle Apple Aktionäre oder warum verteidigt ihr diese Wuchergebühren so vehement ?

    • Ja glaubst du denn ernsthaft, wenn Apple die 30% nicht mehr nimmt kommen die direkt beim Kunden an? Epic hat kein Problem mit dem Preis, die werden immer der höchst möglichen nehmen. Die haben nur einen interessanten Weg gewählt, mit Apple über eine neue Verteilung zu „reden“

      • Weiter denken, es gibt nicht nur so Riesen wie Epic, denen die 350 Mio. an Abgaben weniger wehtun. Kleine Entwickler profitieren von der Senkung, sie können Angestellte bezahlen, sie können mehr Zeit für die App opfern und die Qualität verbessern usw..
        Deshalb hoffe ich auch, dass es keinen Hinterzimmerdeal wie bei Amazon gibt, sondern das die Gebühren vor Gericht ordentlich gedeckelt werden.

      • nicht unbedingt, aber gerade den kleineren kommt es ja auch zu gute

      • Also ich würde einem Entwickler die +2x% mehr Umsatz ehr gönnen, als dem reichsten Unternehmen der Welt.

  13. wie lustig, Apple schreibt es selber noch, dass sie kein Geld bekommen und es gebilligt ist und nennt Fortnite sogar als Beispiel (Abschnitt „Verschiedene Plattformen“). Noch nicht mal das Icon haben sie weggenommen, klärt sich also alles wieder 😉

    https://www.apple.com/de/ios/app-store/principles-practices/

    • naja die aussage stimmt ja, wenn man fortnite inhalte auf anderen Plattformen kauft, kann man diese konsumieren.

      problem: sobald man in der app was kaufen will will apple halt gebühren.

      „Apple erhält nur eine Gebühr, wenn etwas direkt in der App auf dem Apple Gerät verkauft wird. Apple erhält keine Gebühr von Verkäufen auf anderen Platt­formen, die danach in der App genutzt werden“

  14. Leider haben vor allem kleine Entwickler sehr große Probleme mit Apples 30%.Wenn man Apps zu einem Preis anbieten will, den Benutzer noch zu zahlen bereit sind (Geiz ist ja so geil), kann man die 30% nicht einfach oben „aufschlagen“. Und: Apple verbietet es Apps teurer anzubieten als auf anderen Plattformen! D.h. du kannst z.B. keine Androidversion anbieten die 30% billiger ist (selbst wenn sie nicht über den Play Store kommt). Dazu kommt das Applebenutzer die lukrativste Nutzergruppe ist, obwohl Apple nur 13% Marktanteil hat wird im AppStore ein viel größerer Umsatz gemacht. D.h. wenn man mit seinen Apps auch nur ein bischen Geld verdienen will, kommt man am AppStore realistisch gesehen kaum vorbei. Für Epic mag das ganze nur eine Marketingaktion sein, für die kleinen Entwickler ist es das nicht.

    • Zitat: Leider haben vor allem kleine Entwickler sehr große Probleme mit Apples 30%.

      Kleine Entwickler bekommen Zugang zu Millionen/Millarden zahlungswilligen Kunden.

  15. Bei den ganzen Diskussion versteh ich eins nicht: die 30% bestanden von Anfang an (2008…) und alle hatten sich damals lustig gemacht, dass man mit solchen Summen keine Entwickler an Land zieht. Jetzt ist es einer der lukrativste Märkte, Tausende Entwickler sind reich geworden, es gibt mittlerweile die eine oder andere Anpassung (nach einem Jahr auf 15%) und auf einmal nutzt Apple (oder Google) seine Marktbeherrschende Rolle aus? Wäre das eigentlich nicht der Fall wenn sie etwas verändert hätten, sagen wir mal auf 35% Gebühren erhöht?

  16. Bei Android ist das ja egal dann packen die das einfach in den Galaxy Store oder einen anderen vom Handy Hersteller Store rein. Bei iOS ist das etwas anders und schwieriger, ich finde die Unternehmen verhalten sich alle wie kleine Kinder, statt aufeinander zuzugehen wird mit Anwalt und Klage gedroht. Alle 3 Parteien sind voneinander abhängig.

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