Fortnite fliegt aus dem App Store

Das ging flott. Epic hat bei seinem Spiel Fortnite angekündigt, die Gebühren, die an Google und Apple bei Verkäufen In-App fällig werden, zu umgehen. Wie? Das Unternehmen kündigte an, dass die V-bucks im Spiel, eine In-Game-Währung, permanent im Preis gesenkt worden sind – um 20 %. Auch andere Echtgeld-Zahlungen sind günstiger geworden.

Das gilt aber so nur für die PC- und Konsolenversionen. Im Apple App Store und Google Play Store bleibt es bei den alten Preisen… Es sei denn, die Spieler entscheiden sich für eine neue Möglichkeit zur „Direktzahlung“, welche sie zu einem externen Zahlungsschritt mit PayPal und Kreditkarte als Optionen leitet.

Cleverer Schachzug und ich denke mal, dass die Macher bei Epic wussten, dass Apples Entscheidung vermutlich sein wird, dass das Spiel aus dem Store fliegt. Immer wieder gab es Kritik von Epic an Googles und Apples Modell – nun kann man wieder weiter motzen und bekommt die PR dafür.

Update: Und nun will Epic klagen:

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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66 Kommentare

  1. Kleiner Fehler im letzten Absatz: „Googles uns Apples“

  2. Ich glaube das ist das erste Mal dass ich bei einer Überschrift in diesem Blog laut los lachen musste

  3. LOL. Jetzt noch TikTok <3

    • Buddhistischer Mönch says:

      Hey! Warum sollte man TikTok verbieten? Ich bin dort etwas aus der Schleife… Wenn es daran liegen sollte, dass chinesische Firmen ihre Daten an die (selbstverständlich menschenrechtfeindliche) chinesische Regierung sendet, verstehe ich nicht, warum man nur TikTok kritisiert… US-Amerikanische Firmen verkaufen ihre gesammelten Daten auch in alle Richtungen, auch an China.
      Deswegen wäre eine Erklärung nice! Danke!

      • TikTok nimmt es mit dem Datenschutz absolut nicht so genau, aber da sind sie in guter Gesellschaft mit vielen anderen Apps.

        • … was natürlich kein Grund ist, TikTok zu verbieten. … oder all die anderen Apps die es mit dem Datenschutz angeblich per se „nicht so genau“ nehmen.

          … was alles noch mal etwas ganz anderes ist als TikTok et al. aktiv zu blockieren. Das ist bloß Zensur und an sich schlecht.

      • therealThomas says:

        Wenn sich jemand von euch die Zeit (18 min) mal nehmen will, dann kann ich dieses sehr gute Video empfehlen, in dem auf die wirtschaftlichen, politischen und (datenschutz-)technischen Hintergründe rund um TikTok und andere populäre Apps eingegangen wird: https://youtu.be/34qpwtU9uoI

  4. Irgendwie fehlt doch in dem Beitrag der Teil mit dem Ausschluss aus dem App Store, oder?

  5. Das 65 seitige Schreiben ist doch nicht erst heute entstanden (Datum ist zwar der 13.08), jedoch würde ich eher behaupten, dass dies bereits länger vorbereitet und der Schritt von Epic eher Kalkül war um die öffentliche Meinung in ihrem Interesse zu lenken und dadurch Apple zusätzlichen Druck zu bescheren. Quasi das Thema in den Fokus rücken, damit mehr Rückhalt besteht.
    Nein, ich bin kein Fanboy, finde auch nicht alles klasse von Apple, aber wer sich mit Kommunikation und solchen Taktiken beschäftigt, kann darin durchaus Muster feststellen. Sowie es Caschy ebenfalls geschrieben hat.

    • Natürlich ist die Preissenkung und die Folgen ein Kalkül. Epic betreibt eine eigene Vertriebsplattform, die u.a. mit geringeren Provisionen lockt. Epic bereitet sich hier auf die Öffnung der Plattform und das etablieren eines eigenen iOS-Stores vor. Mich würde es auch nicht wundern wenn es in den nächsten Tagen einen EpicStore für Android gibt.

    • Denke es hilft letzlich aber vielen Entwicklern, sollte Epic hier etwas bewirken.
      Und es zeigt auch wie vorhersehbar Apples Entscheidungen aind.

      • therealThomas says:

        Naja, man muss kein großer Hellseher sein, um zu erraten, dass man aus dem Store fliegt, wenn man gegen die Bedingungen verstößt…

    • Wer vor so einem Schritt nicht bereits die Klage vorbereitet hat, sollte das zuständige Personal wechseln. Es wäre hochgradig dumm von einem Konzern auf so eine (sowieso höchstwahrscheinliche) Rraktion nicht vorbereitet zu sein. Das Muster nennt sich vorausgehende Risikoabschätzung und Maßnahmen zur Vermeidung selbiger. Apple wird gleiches auch bereits in der Hinterhand für diesen Fall haben, weil es nur eine Frage der Zeit war, bis jemand Epics Weg geht.

    • Natürlich ist sowas von langer Hand geplant worden, sicher über Monate, eher über Jahre.

  6. hahahaha, vielen Dank für den Lacher ab Abend.
    Wer hätte das erwarten können

  7. Nein.

    Doch!

    Oh…

  8. Auch wenn viele von Apples Entscheidungen in letzter Zeit sehr unmenschlich waren, bin ich in diesem Falle auf Apples Seite.

  9. Christian Koch says:

    Natürlich war das eine lang geplante Aktion von Epic und sie wussten, dass Apple sie rauswerfen würde. Epic hat nunmal einfach recht damit, dass Apples Zwang 30% an Apple abzudrücken, alleine der Bereicherung von Apple dient und unabhängige und vor allem auch kleinere Entwickler unnötig finanziell schadet. Unter Android gibt es diesen Zwang schließlich nicht und trotzdem macht Google mit seinem Store ein ordentliches Plus. Auch wenn hinter Epics Move bestimmt vor allem ein eigenes finanzielles Interesse steht, würden sie bei einem Erfolg vor allem auch kleineren unabhängigen Entwicklern sehr weiterhelfen. Ich feier Epic gerade einfach dafür und hoffe, dass sich noch viele weitere Unternehmen anschließen, um Apple zum Einlenken zu bewegen. Auf dem rechtlichen Weg werden sie aber vermutlichen keinen Erfolg haben, aber vielleicht bringt ja die EU oder die US-Regierung doch irgendwann plötzlich irgendwas auf den Weg…

    • Im Play Store müssen sie auch 30% an Google abdrücken. Deswegen sind sie jetzt ja auch aus dem Play Store geflogen.
      Finde die Gebühren zwar auch total überzogen, aber Apple/Google stellt nun mal die Basis zur Verfügung. Sie bestimmen die Regeln und wem es nicht passt, der kann sich eine andere Plattform suchen. Ich denke die werden noch eine Einigung finden und beide Seiten lassen sich dann feiern.

      • Es wird immer über 30% gesprochen….nach 12 Monaten sinkt der Satz auf 15% und da dürfte auch Epic mit Fortnite liegen. Die 30% sind nicht mehr als ein Gag, den Epic hier versucht ins Spiel zu bringen.

      • Christian Koch says:

        Mit der Begründung kann man das Kartellrecht ja direkt ganz abschaffen.

  10. Der ganzen Geschichte fehlt noch der Link zum Video von Epic/Fortnite, das episch den Apple Spot von 1984 gegen IBM parodiert… https://www.youtube.com/watch?v=N6B4glqJFz0

  11. Finde ich richtig gut. Hoffe mal, dass sie gewinnen und diese fast schon erpresserische Geldmacherei von Google und besonders Apple hat bald ein Ende. Einfach eine Frechheit was Entwickler und letztlich die Nutzer hier abdrücken sollen.

    • Träum weiter. Die Geschichte ist ein Promo-Stunt für die 12-jährige Zielgruppe. Der sorgfältig vorbereitete Clip macht es offensichtlich.

    • Das bereitstellen einer weltumspannenden Infrastruktur mit entsprechendem Personal und laufenden Kosten hat also grundsätzlich zu geringen Gebühren oder am besten kostenlos zu sein?
      Ist es eine Frechheit Geld dafür zu verlangen wenn jemand sein Produkt über diese Infrastruktur vertreiben will?
      Schonmal überlegt was eine Werbeminute im Fernsehen dem Auftraggeber kostet?
      Ist es also auch eine Frechheit das ein Sender Geld für die Ausstrahlung verlangt?

      Jeder Store ist ein Geld gegen Leistung Geschäft und die erstmaligen 30% der Standard.

      Und bevor jetzt etwas kommt das man keine Alternativen zum Store hat, wieso entwickelt Epic dann nicht eigene Smartphones mit eigenem Store?

      Ich wage mal eine Prognose, wenn der Epic Store eine entsprechende Marktmacht hat, werden aus 12% Provision ganz schnell 20% und vielleicht auch 30%.
      Das Geblubbert um faire 12% ist nur Marketing um die Reichweite zu generieren. Die Firma will und muss Geld verdienen und wenn sie die Möglichkeiten haben, werden sie genau so viel Geld nehmen wie alle anderen Player.

      • SuperDaniel says:

        Welche Infrastruktur nutzen Sie denn? Dafür das man ein paar MB aus dem Store lädt und den Rest dann eh von einem Fremdserver den werder Apple oder Google betrieben, wieso sollte man dann dafür soviel abdrücken, wer meint er müsse mit Apple oder Google zahlen soll das gerne gegen Gebühr machen können, aber wer das nicht braucht warum soll der dann dafür zahlen?

        • Ist die Frage ernst gemeint? Die Cloud ist Magic und Smartphones wachsen auf Bäumen?
          Der Betrieb eines Servers der die paar MB bereit hält, kostet Geld, die Mitarbeiter die den Server betreiben, wollen Lohn, die Kommune wo der Server steht, will seine Steuern, der Anbieter der Internet Verbindung dieses Servers will Geld sehen, der Programmierer eines Stores will bezahlt werden…
          Warum soll irgendeiner kostenlos arbeiten für die paar MB?
          Wer seine Software über einen Store vertreiben und die Reichweite nutzen will, zahlt eben dafür.

          Wer das nicht will, muss eben eigene Smartphones mit dem eigenen Store verkaufen.

          • So ist es. Im TV läuft doch eigentlich auch alles von alleine…ich mein die Rechner werden doch von Steom betrieben und keiner muss eigentlich was tun!? Warum zahlen die Firmen für Werbung? Neben Betriebkosten etc. vor allem weil sie Reichweite bekommen, die sie sonst nicht hätten.

            Apple und Google könnten ja auch einfach Pauschalgebühren unabhängig von den Verkäufen für alle Teilnehmer verlangen. Will vermutlich eher kein Entwickler.

            • Statt dass ihr beide spottet wie zwei aufgescheuchte Clowns hättet ihr ja mal auf seinen Einwand eingehen können.

              App Store Infrastrukturkosten gehen, verglichen an den Margen, gegen Null. Das was da bezahlt wird ist der Zugang und die Öffentlichkeit. Beides im Grunde Netzwerkeffekte.

              • ### Das was da bezahlt wird ist der Zugang und die Öffentlichkeit. Beides im Grunde Netzwerkeffekte. ###

                Nichts anderes habe ich auch gesagt. Das ist halt die Realität, auch wenn sie manchen nicht schmeckt. Und verlangt wird so viel, wie verlangt werden kann. Das wird schon genau kalkuliert und „Sweetspots“ ermittelt. Ist ja nicht so, dass es sich um gemeinnützige Unternehmen handelt, oder irgendein Margen-Versprechen von 1% geleistet wurde, um die Welt fairer zu machen.

                eBay nimmt auch auch unverhältnismäßig hohe Gebühren – für mich ein no-go, anderen vollkommen egal, so lange sie ihr Zeug verkaufen. Und das sind _viel_ mehr, als die, die es wie ich ablehnen – Kompromiss aus so und so viel Prozent an Kundschaft verlieren und wirtschaftlich dennoch bestens mit dem Rest zu fahren eben.

              • Und für Zugang und Öffentlichkeit mussten die Store Anbieter in Vorleistung gehen und die Infrastruktur erstmal aufbauen und etablieren.
                Insofern gehen die Kosten nicht gegen Null, sondern müssen erstmal die Investitionskosten hereinholen und dann noch Gewinne erwirtschaften.
                Denn damit Zugang und Öffentlichkeit auch weiterhin vorhanden ist, muss wiederum investiert werden, also neue Geräte entwickelt und so weiter.
                Ein ganz normaler Wirtschaftskreislauf eben.

      • Es geht hier um die Zahlungsabwicklung, trotz Vorhandensein, darf Epic nicht seine eigene Infrastruktur nutzen und muss die Infrastruktur mit Wucheranteilen von Apple benutzen.

        Es gibt rechtliche Deckel für die Abwicklung von Zahlungen. Eine Kreditkarte darf nur unter 1% als Gebühr nehmen. Hier sind 30% deutlich zu hoch für den geringen Aufwand.

        Als Entwickler muss man für den Zugang an den Apple-Marktplatz übrigens auch eine jährliche Gebühr von 100 Dollar zahlen. Das sind die Kosten, die auch Gratis-Apps bezahlen, also sollte man dieses als die Infrastrukturkosten ansehen können.

      • Apple und Google sollen gerne eine Provision kassieren. Aber nicht in der Höhe. Gleiches gilt übrigens auch für Amazon: Wer dort Ware verkauft muss diese bei Amazon selber einstellen, kaufen, lagern, verpacken, versenden, evtl. zurücknehmen, Kundenanfragen beantworten und darf „um die (hust) Infrastruktur nutzen zu dürfen“ durchschnittlich 6-45(!!!!!) % Verkaufsprovision zahlen.

        Ich hoffe die Gerichte in Amerika, der EU und anderswo machen sich die Mühe und gucken mal wie teuer die „Infrastruktur“ ist und ob die Unternehmen Ihre Marktstellung nicht ausnutzen und ggf. weniger Geld (ich fände 5% fair) nehmen müssen.

    • Du zahlst aber keinen Euro weniger wenn Apple oder Google auf 1% runter gehen würde.
      Hier streiten drei Milliardäre darum wer das meiste Geld, das sie den Kids aus der Tasche gezogen haben, behalten darf.
      Apple hat an dem Game 360 Millionen verdient und Epic 1,2 Milliarden.
      https://www.businessinsider.com/apple-made-360-million-from-fortnite-in-app-purchases-2020-8?r=DE&IR=T
      Die Firmen sind alle gierig, für den User ändert sich da nichts.

  12. gilt da nicht so was wie Haus recht? Ich muss mir doch nicht vorschreiben lassen welche Apps ich in meinem Laden anbiete und mit wem ich Geschäfte mache oder?

    • Ab einer gewissen Größe kannst du nicht mehr selber entscheiden. Und da greifen dann Wettbewerbsgesetze, bezüglich Wucher oder Ausnutzung der Marktposition.

      Der AppStore ist mit Abstand der größte mobile Marktplatz, nach Umsatz, als Entwickler musst du einfach dort vertreten sein.

  13. Fortnite ist jetzt auch aus dem Play Store geflogen.

  14. Finde es schwer sich hier auf eine Seite zu stellen.

    Fortnite an sich interessiert mich nicht die Bohne und das Gebühren fällig werden über die Stores ist auch logisch und absolut in Ordnung.
    Denke damit hat auch Epic im Prinzip kein Problem, aber die Höhe der Gebühren ist halt sehr heftig und diese könnten bzw. sollten definitiv niedriger sein.

    Allerdings sollten Apple und Google eher auch mal die Apps und Games raus schmeißen welche abartige Preise für InApp Käufe haben.
    Vor allem wenn es sich um solch typische „Sucht“ Spiele handelt. Aber das ist ein anderes Thema und sowohl Apple als auch Google verdienen natürlich grade dann bzw. bei diesen Games auch richtig mit und daher wird natürlich nur allzu gerne darüber hinweg gesehen……..

    • Apps sollten rausgeworfen werden, wenn dir ihre Preise zu hoch sind?

      Das ist aber doch eine sehr schlechte Einstellung, oder? Gibt es da nicht notwendigerweise Meinungsunterschiede, welche Dienstleistungen welche Preise rechtfertigen?

      Das scheint mir ein Rezept das garantiert, die Welt zu verschlechtern.

      • „Gibt es da nicht notwendigerweise Meinungsunterschiede, welche Dienstleistungen welche Preise rechtfertigen?“

        Oh ja. Und deswegen ist es ja auch meine Meinung 😉

        Muss und wird natürlich nicht die Meinung anderer sein.

        Das dies auch die letzte Möglichkeit sein sollte ist klar. Und natürlich kann man wie bei allem sagen „dann nutze und/oder kauf es nicht“, keine Frage. Aber es gibt halt Menschen die schneller von irgendwas abhängig sind und wie bei Drogen oder in der Spielhalle ihr letztes Geld bzw. sogar das Geld anderer verbraten. Könnte man nun natürlich auf alle Apps/Spiele beziehen, aber das es Spiele/Apps gibt die dies durch ganz gezielte „Tricks“ versuchen extrem auszunutzen ist ja auch nicht ganz unbekannt.

        • Stichwort Sucht & Agency:

          Da hast du vollkommen Recht. Und das Problem wird m.M.n. auch noch eine Weile größer.

          Ich glaube, dass kultivierte Selbstbeherrschung und die bewusste Evaluation des eigenen Umgangs mit Technologie bald eine Schlüsselkompetenz unabhängiger Bürger sein wird.

          Und es ist meiner Meinung nach höchste Zeit, diese veränderten Anforderungen beispielsweise auch in schulischen Lehrplänen abzubilden.

      • Das nennt sich Kapitalismus und ist das derzeitig dominierende Wirtschaftssystem. Einer bietet eine Leistung an und dir als Kunden ist es überlassen das Angebot anzunehmen oder eben nicht.
        Warum sollte sich ein Anbieter unter Wert verkaufen, nur weil der Kunde es nicht als fair empfindet?
        Gewinnmaximierung ist die Grundvoraussetzung um ein Geschäft zu betreiben.

        Und Ja, der Kapitalismus verschlechtert Prinzipbedingt die Welt. Es gibt aber halt keine wirkliche Alternative derzeit.
        Der Lockdown hat ja gezeigt, wenn die Leute eine Zeitlang nur das kaufen was sie wirklich brauchen, geht die Wirtschaft vor die Hunde.

  15. Man muss diesen Stores den Kampf ansagen. Bestes Beispiel ist ja wohl auch gerade Huawei bei Google Play, denen die Amerikaner den Store entzogen haben. Außerdem kopiert Apple zügellos erfolgreiche Geschäftsmodelle der Konkurrenz und stellt die eigenen Dienste um ein vielfaches besser. (News+, Music+, Tv+ und als nächstes ein Fit Abo)

    Warum ich diese Dienste so kritisch sehe? Apple hat sich Music Streaming und TV Flats jahrelang verweigert. Man hätte in den letzten Jahren nun Bundles und mit den Entwicklern, die das iPhone überhaupt erst groß gemacht haben zusammenarbeiten können. Stattdessen entscheidet man sich Jahr um Jahr ein weiteres Service Geschäft zu attackieren. Arcade nenne ich hier bewusst nicht, weil das etwas innovatives und neues ist.

    • Du und jeder andere Kunde hat die einfache Möglichkeit eben nichts aus den Stores zu kaufen. Dann werden die Anbieter auch ihre Geschäftsmodelle überarbeiten.
      Das funktioniert auch mit jeder anderen Ware und Dienstleistung.

      • Nicht jede Veränderung in einem Markt kann notwendigerweise durch Konsumentenentscheidungen herbeigeführt werden.

        Ist eine beliebte forschungsfrage, übrigens 😀

  16. Faszinierend wie viele Leute hier Apple verteidigen, obwohl diese ja ganz klar Ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen.
    Findet ihr das Kartellrecht dann auch fasch? Sollte es abgeschafft werden, so dass alle Unternehmen machen können was sie wollen?

    Fakt ist, Apple beherrscht den Markt für iOS-Apps, und hierbei spielt es rechtlich betrachtet keine Rolle das es auch Android gibt, es geht um den iOS-Markt. Und Fakt ist, dass ein Unternehmen welches eine marktbeherrschende Stellung hat, diese nicht missbrauchen darf! Für die Zahlungsabwicklung bis zu 10x mehr Geld zu verlangen als marktüblich ist Missbrauch.

    Hier wird das schön erklärt:
    https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/App-Store-Monopol-Epic-Games-verklagt-neben-Apple-auch-Google/Apple-hat-ohne-Zweifel-eine-marktbeherrschende-Stellung-im-Markt-fuer-iOS-App/thread-6459220/

    Aber ich vermute, die meisten begreifen das gar nicht und sehen nur Ihre geliebte Firma (Apple) angegriffen und möchten diese verteidigen.

    • Google hat’s auch getan btw. Und ich verteidige weder den einen, noch den anderen. Aber ich gehe davon aus, dass die Kosten dann Richtung Kunde verlagert werden, denn ganz sicher wirst du nichts von den Vergünstigungen sehen, sollten beide dazu gezwungen werden – Epic & Co. haben eben so wie Apple und google Interesse daran, ihren Gewinn zu maximieren und NICHT dir einen Gefallen zu tun 😉

      • Im aktuellen Fall würde es 20% Rabatt für den Kunden geben 😉

        Aber ich spiele weder dieses Spiel, noch geht es hier um Preise, welche ja jeder Anbieter frei festlegen kann.

        Bei Google finde ich persönlich die Entscheidung sogar nicht ganz so verwerflich wie bei Apple. Epic kann seine Spiele und sogar seinen eigenen App Store, relativ unproblematisch vermarkten. Soweit ich weis haben sie das bereits zuvor schon so gemacht, wollten aber von der Reichweite des Play Stores profitieren. Hier ist eine Abgabe – auch wenn 30% sehr hoch erscheinen – durchaus gerechtfertigt. Bei Apple hingegen gibt es KEINE praktikable Möglichkeit für sowas.

        Epic verklagt Google vorallem da diese anderen Herstellern untersagen den Epic Store (ähnlich wie den Samsung Galaxy Store) von Werk auf auf neuen Geräten vorinstalliert auszuliefern.

        • Natürlich gibt es die 20% – es brauchte ja ein Zugpferd für die Öffentlichkeit und vor allem Solidarität von den aktiven Spielern. Ist die mal gewonnen, geht’s die Wege, die man zur Maximierung gehen wollte/muss (Lootboxen, andere Extrakosten/Abos etc.).
          Es gibt unzählige Beispiele für Firmen, die mit Preisen gelockt haben, nur um sie später anzuheben, sobald die Kundschaft steht. Nichts anderes tut Epic gerade (vor allem in ihrem Epic Store mit der Schenkung von teilweise Blockbuster-Games).

          Und Kosten Richtung Kunde meinte ich so, dass Apple, Google, oder wer auch immer zu irgendwelchen Kompromissen gezwungen wird, die Preise dann einfach anderweitig (bei uns) reinholt (kosten für Hardware etwas anheben, oder für andere Services etc.) – Win für Epic, grob Nullrechnung für die Betreiber, Lose für Käufer.

    • Danke für den Link, das war sehr ausführlich, aber arch sehr interessant.

    • Fast der gesamte Kommentar fällt mit der Tatsache, dass man Apps auch über den Browser ausliefern kann.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Web_App

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