Corona-Warn-App: Anlässlich der Infektionslage wird die Risikoberechnung angepasst

Die Infektionszahlen steigen ungebremst, Intensivbetten werden knapp. Anlässlich der verschärften Infektionslage passt das Projektteam rund um die Corona-Warn-App die Risikoberechnung weiter an. Zu den Projektteilnehmern gehören neben dem Robert Koch-Institut (RKI) und dem Fraunhofer-Institut auch die Deutsche Telekom und SAP. Bereits vor einigen Wochen hat man die Risikoberechnung an die mutierten Virusarten angepasst und man wolle auch künftig die Konfigurationsparameter stetig nachjustieren, um die Messungen zu verbessern.

Mit dem jüngsten, serverseitigen Update setzt man die Dauer einer kritischen Begegnung von 13 Minuten auf 9 Minuten herab. Aufgrund des serverseitigen Rollouts muss der Nutzer nichts weiter tun. Die veränderten Parameter bedeuten, dass nun auch kürzere Kontakte nach einem positiven, gemeldeten Testergebnis gewarnt werden. Musste eine Begegnung zwischen zwei Personen bislang 13 Minuten lang sein, um nach Positivtestung eine Warnung „Begegnung mit erhöhtem Risiko“ in Form einer Kachel auszulösen, so sind es nun mindestens 9 Minuten. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Risikowarnungen, so das Projektteam, um etwa 16 Prozent.

Zudem steht auch die Corona-Warn-App in Version 2 in den Startlöchern und dürfte in den kommenden Tagen erscheinen. Jene beinhaltet ein Check-In-Verfahren via QR-Code. Die Grundsätze sind hierbei ähnlich zur – unter anderem aufgrund Sicherheitslücken – verrufenen Luca-App: So kann man sich für Restaurants, Shops oder gar Veranstaltungen – als Alternative bzw. Ersatz zu einem Kontaktformular – anwesend melden, um im Infektionsfall informiert zu werden. Anders als die Luca-App kommt man hier aber ohne persönliche Daten aus. Folglich ist man wie bei der sonstigen Funktionalität der Corona-Warn-App zu eigenständigem Handeln aufgefordert, fährt aber eine wesentlich datensparsame Variante. Auch Schnelltest-Ergebnisse lassen sich künftig über die Corona-Warn-App melden, um andere Kontaktpersonen zu warnen. Jene Funktion, zu der man mit einigen Partnern zusammenarbeitet, soll noch in diesem Monat folgen.

In den vergangenen Monaten hatte man der Corona-Warn-App bereits einige Updates und neue Funktionen spendiert. Unter anderem bietet man inzwischen auch ein Kontakttagebuch innerhalb der App an, um über potenzielle Infektionsketten Buch zu führen. Übrigens: Wer wissen will, wie viele Personen in seiner direkten Umgebung mit der Corona-Warn-App unterwegs sind, der kann auf das Tool „Covid-Lens“ zurückgreifen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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