Chipolo Card Spot: Tracker fürs Portemonnaie für Apples „Wo ist?“-Netzwerk

Zum Tracken von Objekten hat Apple im vergangenen Frühjahr den AirTag vorgestellt. Jener erlaubt das Wiederfinden in Apples Crowdsourcing-Netzwerk „Find My“ (deutsch: „Wo ist?“). Heißt: Kommt es in die Nähe eines beliebigen Apple-Geräts, dann ist es in der Lage, darüber dem Besitzer seinen Standort mitzuteilen. Hierbei ist der AirTag selbst nicht wirklich praktisch und es bedarf zusätzlichen Halterungen oder Befestigungsmöglichkeiten. Da ist es schade, dass es bisher nur den Formfaktor „AirTag“ gibt, der zudem mit seiner Edelstahloberfläche wohl nur am ersten Tag ausschaut wie neu. Apple hat das „Wo ist?“- Netzwerk aber auch für Drittanbieter freigegeben. So lässt sich beispielsweise ein aktuelles Vanmoof-Bike wiederfinden oder die AirTag-Alternative Chipolo ONE Spot. Neu mit von der Partie: Ein Rucksack, der einen solchen Chip direkt verbaut hat – da ist man hier günstiger und variabler unterwegs, denn so ein Chip ist ja fix in einen neuen Rucksack geworfen.

Seitens Chipolo bietet man mit dem „Card Spot“ ab sofort auch ein weiteres Acessoire- eine dünne Karte fürs Portemonnaie. Jene ist 2,4 Millimeter dünn und dürfte entgegen einem im Geldbeutel platzierten AirTag kaum stören, denn einer Unterbringung in einem Kartenfach steht so nichts im Wege. Die Wasserbeständigkeit gibt der Hersteller mit einer IPX5-Zertifizierung an. Die Batterie des Trackers im Kartenformat soll bis zu 2 Jahre durchhalten. Zum Wiederfinden kann die Karte einen Ton von bis zu 105 dB abgeben. Das dürfte aus einem erheblichen Radius zu hören sein. Die Reichweite gibt man im Übrigen mit 60 Metern an.

Die Karte und somit die Geldbörse, in der jene verstaut ist, lässt sich wie eingangs beschrieben beim AirTag über das Find-My-Netzwerk aufspüren. Möglich, dass man so auch Apples eigenes Wallet aufpimpen kann, denn jenes merkt sich bekanntlich nur den Standort, wenn es sich vom Smartphone löst, hat aber selbst keine weiteren Tracking-Möglichkeiten verbaut. Das Apple-eigene Wallet fasst aber ohnehin nur drei Karten, da könnte es eng werden. Ihr könnt außerdem Benachrichtigungen erhalten, wenn ihr einen mit Card Spot ausgestatteten Geldbeutel – oder auch ein anderes Objekt – zurücklasst.

Die Vorbestellung ist ab sofort möglich, die Lieferung soll im Februar erfolgen. Der Kostenpunkt ist mit 35 Euro vergleichbar mit dem AirTag selbst. Für zwei Karten sind es „nur noch“ 60 Euro.

Zu den Kritikpunkten: Nach zwei Jahren Batterielaufzeit ist Schicht im Schacht. Die Card Spots sind ein „Wegwerf-Produkt“, können bei Recycling beim Hersteller aber mit 50 Prozent auf eine Neuanschaffung angerechnet werden. Obendrein verfügen sie – wie auch der Chipolo ONE Spot – nicht über eine Ortung per Ultrabreitband. Mit kompatiblen iPhones könnte hier, wie beim AirTag, eine genauere Ortung in der Nähe erfolgen. Ist aber leider hier eben nicht verbaut, möglich, dass man sonst nicht so kompakt unterwegs wäre.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Die Begeisterung hat von Satz zu Satz leider nachgelassen. Ohne wechselbaren Akku und U1 ein Ladenhüter meiner Einschätzung nach

  2. Hm, prinzipiell eine gute Idee. Trotzdem müsste sowas heutzutage aus meiner Sicht verboten werden. Ich frage mich immer wieder, wer auf die Idee kommt, derartige Wegwerfprodukte zu designen. Das hat mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit nix zu tun, auch nicht mit dem angebotenen Recyclingprogramm. Da hätte man besser noch ein paar Stunden Entwicklungszeit investiert, um kontaktloses Laden zu implementieren.

    • Ich bin da teilweise Deiner Meinung. Wobei es für mich auch ein Pfandprogramm tun würde und die Verpflichtung, die Ressourcen rückzugewinnen.

      Ich befürchte bei einer Laufzeit von zwei Jahren erlebt die Karte mit Qi-Ladefähigkeit in ihrem Leben eine, höchstens zwei zusätzliche Ladungen beim Kunden. Da ist ein funktionierender Recyclingkreislauf vermutlich sinnvoller also noch mehr Elektronik die nur verbaut wird um sie einmal zu nutzen.

      In diesem Zusammenhang denke ich an die hunderten LED-Solar-Gartenlampen mit wechselbaren AAAA oder CR2032. Die Hälfte hat einen Wasserschaden oder blinde Solar-Panels bevor der Akku fertig ist und ein großer Teil der Dinger wandert in den Restmüll.

      Ich würde deshalb grundsätzlich Pfandverpflichtung für alles was Batterien hat bevorzugen.

  3. „Die Karten sind ein Wegwerfprodukt“…und haben sich dadurch für mich schon disqualiziert! Habe seit einem halben Jahr einen AirTag für 22.- Euro im Portemonnaie, (4 für 88.-) und kann da die Batterie nach einem Jagr für ein paar Cent selbst tauschen. Trägt auch nich so dick auf, wie manche behaupten. Hat mir schon einmal gut geholfen meine Jacke inkl. Knete wieder zu finden. ;O)

  4. Leider wieder nur gefühlt 50%.
    Ja „Find My“, aber keine UWB Ortung, was gerade bei einem Portemonnaie sehr sinnvoll wäre. Noch dazu dick wie 3 Karten, was es für die meisten Slim-Wallets, wo nur 3-6 Karten rein passen, unbrauchbar macht.

  5. „Die Card Spots sind ein „Wegwerf-Produkt“ – damit haben die sich direkt bei mir disqualifiziert, ich unterstütze so einen Elektronikschrott-Produzenten nicht.

  6. Überschrift und Bild gesehen: Hammer, muss ich haben.

    Weitergelesen: Super, über 100dB Krach, wenn man sie sucht. Die Karte entlarvt jeden Dieb.

    Weitergelesen: Hmm, ist die dicker wie normale Karten?

    Weitergelesen: Hmm, Wegwerfprodukt? Nein -> Danke.

    Weitergelesen: Hmm, U1 Ortung? Nein -> Danke.

    Fazit: Nichts für mich. Wegwerfen im Jahr 2022?

  7. Ich hätte auch direkt zugeschlagen, bis ich zum letzten Satz kam. Was zur Hölle?

    Dann bleibe ich doch beim unpraktischen AirTag im Geldbeutel.

  8. Warum wird dann im ersten Absatz von zwei Jahren Akkulaufzeit geschrieben und unten dann nicht Wechselbar und nicht aufladbar? Dann ist es doch eine Batterie und kein Akku…

  9. Ich begrüße solche Beiträge hier im Blog immer wieder, sonst würde ich vieles wohl gar nicht mitbekommen. Aber immer wieder stört mich auch, dass das, was zumindest mich neben dem Artikel selbst natürlich am meisten interessiert, in aller Regel erst ganz am Ende zu finden ist, nämlich der Preis. Oft genug hat sich das dann nämlich damit auch schon erledigt …

    • +1
      Nicht, dass der Preis das Hauptargument ist (vs. Preiswürdigkeit), aber man hat doch so eine Vorstellung, was man ausgeben möchte.
      Bevor ich Hardware/Software auch nur anteste will ich immer wissen, was der Spass kosten soll (ob ich also Zeit investiere).

      Langer Rede kurzer Sinn:
      Auch ich wünschte mir den Preis im Titel oder Anriss.

      Auf der anderen Seite lebt ein (insb. ein werbebasierter) Blog von Clicks/Seitenaufrufen und man kann es dem Betreiber nicht unbedingt verübeln, Selbige generieren zu wollen.
      STRG-F „Euro“ hilft ja idR…

  10. Diese Ultrabreitbandtechnik ist auch nur unnötiger Schnickschnack. Ob ich jetzt so nen coolen Pfeil habe oder das Ding einfach klingeln lasse. Das klingeln hilft mir meine ich tausend mal mehr.

    • Würde ich so nicht behaupten. AirTag im Geldbeutel, Geldbeutel in der dicken Winterjacke, am besten noch mit der Pudelmütze zusammen. Da hörst du NICHTS.

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