Apple AirTags: Bluetooth-Tracker mit Ultrabreitband-Technologie im Ersteindruck

Apple hat am 20. April die lange erwarteten AirTags vorgestellt, die beim Wiederfinden von Gegenständen helfen sollen. Seit dem 23. April kann man die kleinen Helfer bei Apple bestellen, kurz darauf zog Amazon nach. Apple ist mit den AirTags nicht das erste Unternehmen, das Tracker entwickelt hat, mit denen man verlorene oder verlegte Gegenstände wiederfindet. Tile, Chipolo, Samsung und andere Unternehmen haben da bereits seit längerem Lösungen am Markt. Doch Apple hat den Konkurrenten etwas voraus.

Muss man bei Tile etwa selbst Nutzer der Tracker sein, um anderen beim Wiederfinden zu helfen, kann der Konzern aus Cupertino auf ein sehr großes „Find My“-Netzwerk zurückgreifen, in dem mehrere Hundert Millionen Apple-Geräte dabei unterstützen. Kurz vor der Vorstellung der AirTags öffnete Apple das Netzwerk auch für Zubehör-Hersteller, die nun Gegenstände dafür entwickeln können. Erste Lösungen von Chipolo, VanMoof oder Belkin gibt es bereits.

Aber kommen wir zu den AirTags, die habe ich nämlich vor mir liegen. Bei den Chips handelt es sich um Bluetooth-Tracker mit UWB-Technologie (die Ultrabreitbandtechnologie ermöglicht punktgenaue Ortung und soll den Fundort noch enger eingrenzen als etwa Bluetooth), die ihr an Gegenständen, wie beispielsweise Rucksäcken, befestigen könnt.

Ein AirTag ist etwas größer als ein Zwei-Euro-Stück (32 mm Durchmesser, 11 Gramm schwer) und besteht aus zwei Komponenten: einer Edelstahlplatte, die das Apple-Logo trägt, und einer Schale aus Kunststoff. Der AirTag ist nach IP67 zertifiziert, kann geöffnet werden und beinhaltet neben den Komponenten mit Bluetooth- und UWB-Chip einen Lautsprecher und eine CR2032-Knopfzelle. Die soll bis zu einem Jahr halten und kann durch den Nutzer ausgetauscht werden, Akkus gibt es auch, die nennen sich LIR2032 (falls wer auf der Suche ist). Bei der Bestellung der AirTags könnt ihr die kleinen Kerlchen auch personalisieren, wenn ihr möchtet. Ihr könnt dann auf die Rückseite entweder Emojis oder bis zu vier Buchstaben packen, für ganze Namen reicht es quasi nicht immer.

AirTags verfügen über eine Sicherheitsfunktion namens „Pairing Lock“ (Kopplungssperre), die vor Personen schützt, die euren verlorenen Gegenstand finden und ihm den AirTag entreißen könnten, um ihn als ihren eigenen zu verwenden. Man vergleicht Pairing Lock mit der Aktivierungssperre des iPhones. „Es bedeutet, dass, wenn Sie Ihren AirTag verlieren, jemand nicht einfach Ihren AirTag aufheben, ihn mit seinem Telefon neu koppeln und ihn weiter benutzen kann“, sagte Ron Huang von Apple. „Das hat sich für das iPhone als sehr wirkungsvoll erwiesen und wir denken, dass es das auch für AirTag sein wird.

AirTags sind nicht auf eine eigene Internetverbindung angewiesen. Stattdessen nutzen sie das besagte Find-My-Netzwerk mit fast einer Milliarde iOS-Geräten und Macs. Jeder AirTag sendet eine eindeutige, verschlüsselte Bluetooth-Kennung. Andere Apple-Geräte können diese erkennen und den Standort des AirTags direkt an das Apple-ID-Konto des Besitzers weiterleiten. Kurzform: Fremdes Gerät erkennt einen verlorenen AirTag, notiert anonym den Standort, sendet ihn ans Netzwerk und der Nutzer, der den Verlust erlitten hat, bekommt den Standort mitgeteilt.

Immer wenn man etwas trackt, hat der eine oder andere berechtigterweise auch Bedenken zum Thema Datenschutz. Könnte ich mit den Dingern jemanden verfolgen? Wenn Nutzer ein iPhone mit iOS 14.5 oder höher besitzen und jemand ihnen einen AirTag heimlich in die Tasche steckt, um Bewegungen zu verfolgen, wird das iPhone warnen, indem es ihnen eine Benachrichtigung „AirTag bei ihnen gefunden“ sendet.

Diese Benachrichtigung erscheint nur, wenn euch ein AirTag folgt, der nicht mit eurer Apple ID oder einem anderen iPhone in ihrer Nähe gekoppelt ist. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit das iPhone nicht über AirTags benachrichtigt wird, die z. B. anderen Personen im selben Bus gehören, in dem man fährt. Wenn ausspionierte Nutzer auf die Benachrichtigung tippen, gelangen sie zur App „Wo ist?“, in der sie dem AirTag, der in ihren unfreiwilligen Besitz gelangt ist, mitteilen können, dass er einen Ton abgeben soll, damit sie ihn orten können.

Und wie schauts aus bei Android-Nutzern? Könnte ich jene wohl unbemerkt verfolgen? Nachdem ein AirTag eine bestimmte Zeit lang nicht mit dem gekoppelten Gerät verbunden war, gibt der AirTag automatisch einen Ton ab, der die Menschen in seiner Umgebung über seine Anwesenheit informiert. Im Moment muss der AirTag drei Tage lang außerhalb der Reichweite des gekoppelten Geräts sein, damit der Ton ertönt, aber Apple könnte diese Zeit in Zukunft durch ein Software-Update verlängern oder verkürzen.

Und wenn Nutzer einen fremden AirTag in ihrem Besitz finden, können sie ihn mit jedem NFC-fähigen Telefon scannen. Wenn sie auf die Benachrichtigung tippen, die im NFC-Lesegerät erscheint, gelangen sie auf eine Apple-Website mit Anweisungen, wie sie den AirTag und seine Ortungsfunktionen sofort deaktivieren können – indem sie einfach die Batterie entfernen.

Auf der gleichen Seite sehen Nutzer die eindeutige Seriennummer des AirTags, die auch auf dem AirTag selbst aufgedruckt ist. Obwohl sie nicht in der Lage wären, den Besitzer des AirTag anhand dieser Seriennummer herauszufinden, könnte Apple den Besitzer ermitteln, da die eindeutige Seriennummer des AirTags während der anfänglichen Einrichtung des Pair Locks mit einer Apple ID verknüpft wird. Aus dem Interview mit den Apple-Mitarbeitern:

„Wenn Sie besorgt sind, dass die Gefahr besteht, dass Sie verfolgt werden, könnten Sie sich an die Strafverfolgungsbehörden wenden“, merkt Drance an. „Wofür die [AirTag-]Seriennummer verwendet wird, ist, dass sie bei der Ersteinrichtung Ihres AirTags mit einer Apple ID gepaart wird, zusammen mit einigen zusätzlichen Informationen wie Ihrem Namen, Ihrer E-Mail-Adresse, Ihrem Geburtsdatum und ähnlichen Dingen, die [Apple] den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen könnte, wenn sie danach gefragt werden, mit den richtigen Befugnissen und Verfahren.“

Viel Theorie, doch wie steht es um die Praxis? Wie werden Sie eingerichtet und funktioniert das mit dem Wiederfinden? Auch wenn unser Text lang ist und vielleicht viel erklärt – im Prinzip braucht ihr nur die „Wo ist“-App:

Das Einrichten wird auf einem kleinen Papier beschrieben, welches im Lieferumfang enthalten ist. Müsste man eigentlich nicht lesen. Papier abziehen und somit dafür sorgen, dass der AirTag seine Batterie nutzt. Im Anschluss packt man ihn in die unmittelbare Nähe des iPhones – so ca. 2-3 cm. Das iPhone wird den AirTag erkennen und einrichten wollen. Er wird dabei mit eurer Apple-ID gekoppelt, einen Namen könnt ihr auch vergeben. Schon könntet ihr loslegen mit dem Selbsttest – und behauptet nicht, ihr würdet jenen Test nicht durchführen, des Spaßes halber! 🙂

Eure gekoppelten AirTags seht ihr am Mac, iPad oder iPhone in der „Wo ist?“-App im Reiter Objekte. Hier lassen sie sich auch umbenennen oder für Finder Mitteilungen hinterlegen, falls ihr euren AirTag verloren meldet und jemand diesen aufstöbert. Falls es sich um einen Schlüssel handelt, der abhandengekommen ist, könnt ihr auch direkt suchen. Das geht auf zwei Arten, nämlich akustisch über das „Ton abspielen“ oder die Schaltfläche „Suchen“. Hier wird aber nicht unendlich gesucht, stattdessen werden nur Gegenstände in unmittelbarer Nähe gezeigt.

Das können gut und gerne 10 Meter sein, ist eine Wand oder Etage dazwischen, dann gibt’s auch eher keine Verbindung. Dann habt ihr vielleicht nur den letzten Standort eures Schlüssels im Haus und müsstet euch auf die Schatzsuche begeben, sofern ihr auch keinen Ton hört. Funktionierte in meinem Test 1a, inklusive der Richtungsangabe. Wichtig: Die Präzisionsortung erfordert ein iPhone 11 oder höher, da hier UWB herangezogen wird.

AirTag, bzw. das Produkt daran verloren? Dann kann man es in der „Wo ist?“-App als verloren melden. Ist das Produkt also wirklich weg und nicht in der unmittelbaren Nähe, dann kann man sich auch beim Fund benachrichtigen lassen. Meldet man einen AirTag als verloren, dann kann man, wie bereits erwähnt, seine Nummer angeben, damit euch der Finder kontaktieren kann. Das funktionierte im Test wunderbar, auch mit einem NFC-fähigen Android-Smartphone.

Hält man das Smartphone an den Tag, so öffnet sich eine Apple-Webseite, die über den Status informiert. Ist der Tag als verloren gemeldet, dann sieht man seine Seriennummer und die Rufnummer, sofern vom „Verlierer“ angegeben. Was aber, wenn ich meiner Frau das Auto gebe und sie über ein paar Tage weg ist. Würde der AirTag Alarm schlagen? Ja, allerdings kann man bei Dingen aus der Familiengruppe einen Alarm komplett verwerfen und bei Freunden ohne Familien-Sharing könnte man zumindest über ein Wochenende oder so die Warnungen / Mitteilungen verwerfen. Interessant ist aber: Derzeit wird davon gesprochen, dass sich AirTags akustisch melden, wenn sie vom Besitzer getrennt werden und eine andere Person in sein Zuhause, wichtige Orte oder eben langfristig verfolgen. Dann gibt’s eine Info auf dem iPhone. Wer aber kein iPhone hat, der wird den AirTag erst nach ca. 3 Tagen hören. Das könnten man als lange empfinden aus Trackingsicht. Mal schauen, ob man hier seitens Apple noch justiert. Vermutlich Fragen, die bisher auch kein anderer Hersteller richtig beantworten konnte: Wie schmal ist der Grat zwischen „ich verleihe“ einen Schlüssel vs. ich tracke jemanden?

An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf das Support-Dokument verweisen.

Folgende Themen werden dort behandelt:

Wie gehe ich vor, wenn ich ein AirTag finde oder eine Benachrichtigung erhalte, dass sich ein AirTag in meiner Nähe befindet?

Wenn du ein AirTag oder ein verloren gegangenes Objekt mit einem daran befestigten AirTag findest.

Wenn die Nachricht „Ein AirTag bewegt sich mit dir“ angezeigt wird.

Wenn ein AirTag einen Ton abspielt.

Noch was aus dem Ersteindruck? Das Gehäuse ist staub- und wasserdicht nach IP 67. Ja, ihr werdet vermutlich Kratzer sehen. Nein, ein AirTag ist nicht für Haustiere oder Menschen gedacht. 16 Stück kann man auf seiner Apple ID anmelden. Der AirTag hat kein Loch, Apple und Dritt-Anbieter haben Zubehör im Angebot (und werden sich dumm und dusselig verdienen). Man kann auch Siri fragen: „Wo ist mein Schlüssel“. Dann erklingt der Ton. Was cool wäre: Dinge als besonders wichtig zu deklarieren. Portemonnaie vergessen? Brttttt – Benachrichtigung, wenn ich aus der Nähe bin. Am Ende des Ersteindrucks bleibt: Faszinierend einfach einzurichten und zu benutzen. Das ist sicherlich eines der Hauptkriterien für viele Nutzer – nebst Privacy und riesigem Netzwerk Lautstärke? Wenn es leise im Haus ist, kann man sie hören, ist aber eben kein riesiges Gebimmel: hier die Höprobe.

Preis: Einerpack 35 Euro, Viererpack 119 Euro. Auf Wunsch mit kostenloser (!) GRavur bei Apple. Wohl meist zwingend erforderlich: Ein entsprechender Anhänger. Preisempfinden: Fair für das Gebotene, zudem ohne Abo. Ein verlorener Schlüssel oder das Kuscheltier des Kindes wiegen schwerer. Letzten Endes müsst ihr euch die Chancen eurer Schusseligkeit durchrechnen – und ob ihr so etwas wie AirTags braucht. Oder wollt. Haben ist bekanntlich besser als brauchen. Achtet mal drauf, wie viele ihr seht, wenn mal wieder Urlaub mit vielen Menschen machen möglich ist, ohne sich und andere zu gefährden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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64 Kommentare

  1. Also ist das iPhone xr raus? Heftig, hast du ne Ahnung warum wieso weshalb?

  2. danke, hat mir gefallen den beitrag. habe mir auch welche bestellt gehabt, muss aber noch bis ende mai warten

  3. Einsatzbereich, mal überlegen: Schlüsselbund, Portemonnaie… Aber sonst? Iphone & Co finden sich von alleine.

    • Kuscheltier, Rucksack, Fahrrad, … Ich glaube, die Zeit bringt da noch ein paar mehr Einsatzzwecke.

      • NanoPolymer says:

        Also sein Fahrrad oder Rucksack zu verlegen so das man ihn nicht schnell findet muss man erst mal schaffen. Und vor Diebstahl schützen die Dinger eben nicht.

    • Mir würde da noch mein Rucksack einfallen, den verlege ich sogar häufiger als meinen Schlüssel und mein Portemonnaie, obwohl er größer ist… 😉 Im Urlaub noch einen in den Koffer. Aber das war es dann auch schon.

    • Peter Brülls says:

      Schlüsselbund.

      Autoschlüssel.

      Rucksack.

      Kartentasche.

      Genau vier.

  4. Danke für den ausführlichen Beitrag. Fand die Vorstellung vergangene Woche nett gemacht, das Video mit der Couch regte die Familie zum Lachen an. Nur, wir haben keine Verwendung dafür, das wäre rausgeworfenes Geld und ich muss echt nicht alles von Apple haben. Scheinbar scheint es aber einen Markt dafür zu geben.

  5. Apple watch ist mein Portemonnaie und mein Handy finde ich mit der Watch.
    Aber für den Koffer am Flughafen vieleicht eine interessante Idee.

    • Das warten am Gepäckband wird zukünftig total entspannt sein…
      Einfach warten bis der Koffer sich nähert, dann perfekt getimed aufstehen und gezielt den Koffer vom Band schnappen… 😉

      • Peter Brülls says:

        Ist auch jetzt schon entspannt. Bevor nicht mindestens die Hälfte der Leute ihr Zeug haben, gucke ich da gar nicht erst hin.

        Ebenso beim aussteigen aus dem Zug.

      • Das habe ich schon bisher entspannt mit einer Bluetooth Lösung (Voltkraft Kofferwaage und ein BT Koffergurt) gemacht. Das macht wirklich Spaß, das iPhone hat Alarm geschlagen, sobald der Koffer in Funkreichweite war. Leider nur bei geöffneter App. Ich habe dann Wunderfind dafür geplant, aber dank Corona nie in der Praxis getestet. Ich hoffe, Apple baut noch ein, dass es einen Alarm gibt, wenn der Koffer in die Nähe kommt, dann nutze ich auch den Airtag dafür.

  6. Da hätte ich Fragen:

    Wenn der Airtag länger als 3 Tage zu Hause liegt, während ich im Urlaub bin, gibt er keinen Ton ab, weil er nicht bewegt und keinem gefolgt ist. Richtig?

    Wenn ich fliege und den Airtag in mein Reisegepäck lege und dieses aufgebe: Würde es dann z.B. einen Flughafenmitarbeiter, der ein iPhone bei sich trägt und über einen begrenzten Zeitraum mein Gepäck bewegt, warnen?

    • Ich glaube dafür gibt es den Modus „Verloren“.
      Erst wenn der Modus aktiviert wird, bekommt man entsprechend Meldungen.

    • Zusatzfrage, wenn erlaubt… Dürfen die Tags dann überhaupt mit in den Flieger? Ich mein wegen dem senden und so?

      • therealThomas says:

        Klar. Hat sich schon mal jemandem wegen eingeschalteten Geräten bei Start und Landung beschwert? 😉

        • Peter Brülls says:

          „Klar. Hat sich schon mal jemandem wegen eingeschalteten Geräten bei Start und Landung beschwert? “

          Nein. Wenn’s schief geht, ist ja keiner mehr da der sich beschweren kann. 🙂

  7. Pairing lock für AirPods wären super.

  8. Wer jemanden tracken will, wird sicherlich so schlau sein und den Lautsprecher vorher zerstören. Damit wären Androidnutzer schonmal dezent verfolgbar. Und Familienangehörige lassen sich ja ohnehin unauffällig tracken. A) im Familienaccount oder B) weil der Chip ja täglich wieder heim kommt. Und ein Auto lässt sich auch perfekt tracken. Nicht lückenlos, aber immer dann, wenn ein iPhonebesitzer vorbeiläuft oder drinsitzt.

    • Die sind auch jetzt schon dezent mit jedem 5€ GPS Sender trackbar. Inklusive Aufzeichnungen der Routen und Alarme beim Verlassen einer Zone. Die Airtags sind viel teurer, können weniger und man muss noch schauen, dass sich der Apple-Account oder das Handy nicht zum Besitzer zurückführen lässt. Von daher nicht wirklich ein großes Risiko.

      • Peter Brülls says:

        Wo gibt es einen 5 € GPS sender?

        • Alibaba 1-5$ plus Versand.

        • Zwar kein GPS-Sender aber ein GPS-Empfänger mit GPRS-Modul. A9G Pudding Board, unter 3 Dollar bei Aliexpress.

          • Und damit kann man sofort loslegen? Wohl eher nicht! Das ist eine Bastellösung, die wohl für viele Leute nicht infrage kommt. Aber eine bezahlbare Alternative dürfte der Movetrack von Alcatel sein, den gab es schon für unter zehn Euro. Einziges Manko ist ja auch die verhältnismäßig kurze Akkulaufzeit.

      • Kannst du diese Tracker ohne Probleme im nächsten Elektronikladen kaufen?
        Alleine die Einfachheit des Erwerbs wird viele Ehepartner zum Missbrauch der Technik verleiten.

        • Jemand Anders says:

          und die lange akku laufzeit… die meisten gps tracker halten, wenn es hoch kommt, eine woche, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen.

          • Peter Brülls says:

            „die meisten gps tracker halten, wenn es hoch kommt, eine woche, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen.“

            Das reicht aber für den Fall häuslichen Missbrauchs, der der dominieren dürfte, völlig aus.

            • Sehe ich auch so, die Airtags sind für diesen Einsatz Zweck eher ungeeignet. Dann eher so etwas wie Curve oder Movetrack. Wer es darauf anlegt, wird sicher andere Lösungen finden, die dafür sogar besser geeignet sind. Ich glaube Apple wollte nur jede Kritik bereits im Keim ersticken. Was ich ausdrücklich begrüße.

        • Ja, die kann man auch einfach im Laden kaufen oder bei EBay oder Amazon. Dann vielleicht für 25€.

  9. ?? wenn ich das Ding an ein Bike machen. Das Bike wird geklaut und steht in ner Garage/Keller. Dann fängt der nach 3 Tagen an zu piepen und der Dieb findet den Tracker und zerstört Ihn. Ohne das ein Handy in der Nähe war auch sinnfrei.

    Und um Portemonaie, Kind oder so zu finden sind mit 33€ (ohne Hülle) dann wirklich zu teuer ^^

    • Peter Brülls says:

      Wo gibt es einen 5 € GPS sender?

    • Peter Brülls says:

      Es ist kein Diebstahl Schutz.

      Gerade das Beispiel mit dem Rad verstehe ich gar nicht. Da schließt man eine Neupreisversicherung ab, nimmt ein fettes Schloss und gut ist’s.

      • Exakt. Das erste was ein Dieb also demnächst machen wird ist, den AirTag zu suchen und wegzuwerfen. Bei einer Tasche noch ganz einfach, in einem Auto wird das schon ganz schön Zeit kosten.

    • RegularReader says:

      Die AirTags sind ja zum Wiederfinden von Objekten, die man verliert und kein Schutz vor Diebstahl, auch wenn man auch hier eine Chance hat den Standort zu erhalten.
      Finde Fahrrad trotzdem sinnvoll. Sollten mal wieder Großveranstaltungen möglich sein und man stellt sein Fahrrad in einer riesigen Masse an Fahrrädern ab, kann man es leicht wiederfinden. 😀

  10. Finde ich eine super Sache!
    vorallem dass die Dingr Wasserdicht sind. Werde meinen Blindenführhund so einen ans Halsband hängen falls er einmal im Freilauf mit einem anderen Hund davonläuft.

  11. therealThomas says:

    Was ich mich frage: im Clip, wo der Herr seinen Schlüssel in den Tiefen des Sofas findet, ist auch eine Fernbedienung zu sehen, die offensichtlich ebenfalls verloren wurde.
    Warum unterstützt die neue ATV Remote kein Find My?

    • nooblucker says:

      Wenn man heute schon alles bringt hat man nichts mehr für die 3. Generation und man sollte erstmal den iPod der da drinnen ist Tracken können. Leute da liegt noch eine CD!

  12. „…Wenn ausspionierte Nutzer auf die Benachrichtigung tippen, gelangen sie zur App „Wo ist?“, in der sie dem AirTag, der in ihren unfreiwilligen Besitz gelangt ist, mitteilen können, dass er einen Ton abgeben soll, damit sie ihn orten können…“

    Klassische Situation: Ich steige aus der Bahn aus und vergesse dort unter dem Sitz meinen Rucksack, an dem mein AirTag hängt. Ein paar Meter vor mir sitzt jemand mit einem entsprechenden iPhone und wird nun gewarnt, dass er „verfolgt“ wird und kann meinen Rucksack orten und in Ruhe ausräumen. Oder habe ich hier einen Denkfehler?
    Sorry, ich glaube nicht immer an das Gute im Menschen.

    • Peter Brülls says:

      Ich lese gerade auf Golem, dass man erst dann von Verfolgung gewarnt wird, wenn man zu Hause eingetroffen ist.

      Sprich, solange sich der gekoppelte Besitzer in der Nähe befindet, werden dessen AirTags vom eigenen iPhone komplett ignoriert.

      Erst wenn die „herrenlos“ werden, behält das eigene iPhone sie als „verdächtig“ im Auge und warnt dann, wenn sie einem nach Hause verfolgen.

      Das ergibt für mich Sinn, sieht nach einer passablen Güterabwägung aus.

      • Gut, dass du es nicht in meinem Text lesen konntest 😉 Interessant ist aber: Derzeit wird davon gesprochen, dass sich AirTags akustisch melden, wenn sie vom Besitzer getrennt werden und eine andere Person in sein Zuhause, wichtige Orte oder eben langfristig verfolgen.

        • Peter Brülls says:

          Ich habe Deinen Text gar nicht gelesen, bin nur wegen der Kommentare hier. Bei Golem war’s halt eine Überschrift, die sprang in’s Auge.

          Letztlich ist mir das auch erst mal wurscht, ich plane kein Tracking noch befürchte ich eins, aber ich werde mir mal wohl einen iPhone-Kollegen suchen und ihm eins mit Erlaubnis „unterschieben“ und gucken was passiert.

          Auch wenn ich damit nur reproduziere was andere schon geschrieben haben. 🙂

    • nooblucker says:

      Nein, die Meldung würde er erst bekommen wenn er Zuhause ist und den Rucksack mitgenommen hat.

  13. DAS wäre auch MIR sehr wichtig:

    „… Was cool wäre: Dinge als besonders wichtig zu deklarieren. Portemonnaie vergessen? Brttttt – Benachrichtigung, wenn ich aus der Nähe bin…“

  14. Die Aitags sind schon eine super Sache, könnte mir vorstellen das man das ähnlich auch unter Android implementieren kann, das Framework steckt ja schon drin, dank Corona Warn App und Bluetooth LE.

    • Peter Brülls says:

      Natürlich kann man das auch unter Android tun. Damit ist aber sinnvoll ist, sollte jedes Android mitspielen. Wäre dann super, noch bessere Abdeckung.

      Nur: Jeder der Hersteller will seinen eigenen Tracker verkaufen. Apple ja auch, die Öffnung haben sie m. E. nur gemacht, um Tile bei der zu erwartenden Klage den Wind aus den Segeln zu nehmen.

  15. @Caschy, welche Höhe in mm haben die AirTags? Ich habe ein Slim-Walltet mit Münzeinschub als Portemonnaie, würde das AirTag dort rein passen? Ein zwei Euro-Stück passt dort rein, dann wird es von der Höhe aber schon eng.

    • nooblucker says:

      8 mm (sie fragen wir googeln) – https://www.apple.com/de/airtag/ – also bedeutend dicker als ein 2 EUR Stück mit 2,2 mm

      • Danke. Genau auf der Seite war ich auch, habe aber beim rauf und runter scrollen nicht gesehen, dass die technischen Daten „eingeklappt“ waren und hatte es daher übersehen…

    • Peter Brülls says:

      Verstehe nicht, wieso man das nicht eben bei Apple auf der Website nachschlägt. 31,9 mm ø, 8,00 mm Dicke. 11 g Gewicht. Knapp 4 zwei Euro-Münzen dick.

      Slim Wallets sind halt nicht für münzen gemacht Habe in meinem auch nur noch ein 10-Euro-Stück als letzte Reserve.

      Wobei das insofern gelogen ist, weil ich seit Jahresanfang oder so gar keine Geldbörse mehr mitnehme.

  16. Ich fände es super, wenn die App während des Ortens die Töne vom Bewegungsmelder aus Alien abspielen könnte 🙂

  17. Apple hindert die Leute daran einen gefundenen Airtag einfach selber zu benutzen, aber nicht das teure Zubehör. Schlüsselbund mit Airtag gefunden? Alles in den Müll, bis auf den teuren Schlüsselanhänger, den kann der Finder selber gut gebrauchen.

    • Gibt auch billiges Zubehör von Dritten.

    • Peter Brülls says:

      Ja, wo, 3 €, da freut sich der Dieb und macht ein Fass auf.

    • Man kann schon alles schlecht reden…
      Was sollte Apple tun? Ösen anbringen? Sehen schlecht aus und brechen aus.

      • Peter Brülls says:

        Gefühlt jeder 2. Clickbait Artikel zur Zeit:

        „Warum AirTags nicht besser sind als XY.“

        Pro:
        1) Riesiges Netzwerk
        2) 1 Jahr Laufzeit mit CR2032
        3) Anonym und Trackingschutz

        Con:
        1) Kein USB-C
        2) Nicht für Android
        3) Hat kein Loch

        • Also ich habe wirklich fast jede am Markt verfügbare Lösung (Tile, Chipolo, Baseus und viele andere) mal getestet, mehr als eine Spielerei war es so gut wie nie. Meistens war die Software so grottenschlecht, dass sie sich mit der Zeit selbst beendet hat, was bei einem Trecker eher kontraproduktiv ist. Von der Ortungsfunktion will ich noch gar nicht reden, die war dank Bluetooth unterirdisch. Oder die Teile waren so empfindlich, dass sie hardwaremäßig innerhalb kürzester Zeit defekt waren. Ich bin mir sicher, das hat Apple deutlich besser gelöst. Übrigens auch Tile hat eine Aktivierungs-Sperre, wie ich leidvoll feststellen musste, als ich einen anscheinend Bereits registrierten Key Smart (nutzt Tile) im Fachhandel erworben habe, der sich nicht aktivieren ließ, weil er bereits mit einem Benutzerkonto verknüpft war. Und wenn ich mir die Preise von Tile und Konsorten ansähe, so stelle ich fest dass Apple hier ein Schnäppchen liefert.

      • Ich bin nur realistisch. Ein Airtag-Schlüsselanhänger kostet bei Apple 39 Euro. Da wird es ’ne Menge Leute geben, die den gerne gratis mitnehmen. Beim Tile Pro z.B. ist die Öse in einem Metallrahmen eingearbeitet, das ist das Letzte, das an diesem Ding kaputt geht. Es wäre kein Problem gewesen, dass auch am Airtag so zu machen, nur kann man dann kein Zubehör verkaufen.

        • Peter Brülls says:

          Dafür ist der Tile dann halt größer. Außerdem: ja und? Die Klientel, die Schlüsselanhänger klaut,

        • Also ich hatte hier einen Anhänger bei dem ist just die ganze Metallöse ausgebrochen, da das Plastik deutlich weicher als die Öse war…
          Und Tile ist ja soooo billig…

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