CCleaner: Update soll Kritikpunkte ansprechen

Der CCleaner kam zu Recht in die Kritik. Das millionenfach installierte Werkzeug fing irgendwann an, aggressiver Telemetriedaten zu erfassen und blieb bei einigen Nutzern immer im Hintergrund aktiv. Schon letzten Monat versprach man, dass man transparenter arbeiten werde. Mit der nun erschienenen Version 5.4.6 des CCleaners gibt es nun deshalb auch Änderungen.

Die “Smart-Cleaning”-Funktion und die Übertragung anonymer Daten zur Produktverbesserung lassen sich jetzt separat kontrollieren (zuvor ließen sich beide über die „Active-Monitoring“-Box ein- und ausstellen). Ebenso ist eine Infoseite für Nutzer nun via Link im Produkt abrufbar. Darin wird erklärt, welche Daten CCleaner aus welchem Grund sammelt und wofür CCleaner diese nutzt.

Mit der Smart-Cleaning-Funktion kann der Nutzer sein System automatisch optimieren oder sich erinnern lassen, wenn sich überflüssige Dateien auf dem Computer angesammelt haben. In der neuen Version sind die einzelnen Funktionen transparenter dargestellt – so heißt die bisherige Funktion „System Monitoring“ nun „Tell me when there are junk files to clean“ oder „Browser Monitoring” nun „Enable automatic browser cleaning“.

Diese Erklärungen wird es im zweiten Schritt auch auf Deutsch geben. Sind Smart-Cleaning-Funktionen deaktiviert, bleiben diese weiterhin deaktiviert, wenn das Programm geschlossen und dann wieder geöffnet wird. Die neue Version enthält zudem eine “Minimize-to-System-Tray”-Option und frühere Funktionen zur verkleinerten Darstellung des Programms, sowie eine „Exit“-Option im Tray-Icon-Menü, die den Hintergrundprozess stoppt.

Laut der Macher kann der CCleaner Daten zur Nutzung des Programms sammeln; das Programm sammelt aber keine Daten über die Interaktionen mit anderen Computerprogrammen oder persönliche Daten. Diese Daten sind anonym und werden nur aggregiert zu statistischen Auswertungen gesammelt.

Ob das nun allerdings das Vertrauen der Nutzer stärkt, sei dahingestellt. Nutzer, die aus irgendwelchen Gründen auf das 2017 von Avast übernommene Werkzeug zurückgreifen, werden die Neuerungen sicherlich begrüßen. Alternativen gibt es natürlich, beispielsweise der komplette Verzicht auf solche Werkzeuge oder auch Bleachbit.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Finde unverständlich, warum diese Snakeoil-Software hier so ausdauernd durchgefeatured wird.

    • Wenn ich hier Dinge thematisiere – beispielsweise die schlechte Vorgehensweise beim CCleaner, dann berichte ich auch über den Verlauf. Das ist eine Berichterstattung und kein „Feature“.

    • das ist nun mal der sinn solch einer webseite. besonders wenn sowas so negativ endet wünsche ich mir schon das man auch bis zum ende dran bleibt.

      ansonsten kann ich auch bild lesen …

    • finde ich nicht. Es gibt ne Menge Leute, die solche Software einsetzen und sollten auch dazu relevante Themen kennen. Und wer hier im Blog mitliest, kann sich sicherlich so seine eigene Meinung bilden.
      Totschweigen dieser Tools hilft sicher am wenigsten.

  2. Könnte die Berichterstattung bitte darauf hinweisen, dass hier die Windows-Version der Software besprochen wird?

  3. Immer wieder toll wie Nutzer solcher Software hingestellt werden. Ich hatte auch damit meine Cache und Temp Dateien gelöscht. Nachdem unverschämten Update flog es von der Platte. Nutze seither BleachBit und bin damit sehr zufrieden.
    Jeder der meint man braucht sowas nicht soll ruhig sein. Alles Geschmacksache und tut den Supernerds hier auch nicht weh.

    • Ne, Schlangenöl ist genauso wenig Geschmackssache wie Viren und Spam.

      • deine mutti ist keine geschmackssache

      • @Anon:
        Dein Kommentar ist absolut realitätsfern, da Viren einen Schaden anrichten, eine Temp-Dateien-Löschung und Browser-Cache-Löschung hingegen nicht, von daher hinkt der Vergleich gewaltig. Man kann durchaus darüber diskutieren ob es sinnvoll ist oder nicht, aber dennoch richtet es kein Schaden an. Das würde ich nur bestätigen wenn es um irgendwelche „Registry-Tuning-Maßnahmen“ geht.

    • Ich musste wegen solchem Müll als Jugendlicher schon dutzende fremder Systeme neu aufsetzen. Das tut schon weh… und irgendwie auch sonst, wenn ich sehe wie jemand sowas installiert oder dafür Geld zahlt. Ein wenig. ;-D

    • RegularReader says:

      Genau, immer schön alles löschen, damit das System danach wieder beschäftigt ist alles neu zu erstellen -.-

  4. Das ganze zeigt ja die Einstellung des Unternehmens und das wirkt sich sicher auch auf alle anderen Produkte aus.

    Bei mir wäre ja der Hersteller (Avast), der solche Praktiken durchführt, komplett unten durch – auch für alle anderen Produkte.

    Windows kann das meiste eh selbst, und in der Registry rumwüten ist Irrsinn wenn man sich nicht auskennt. Ein Bekannter von mir optimiert ständig sein System mit allen möglich Tools aus teilweise dubiosen Quellen. So alle paar Wochen kann er dann das System komplett neu aufsetzen.

    Temporäre Dateien automatisch löschen bei Windows 10
    https://www.windows-faq.de/2017/01/27/temporaere-dateien-automatisch-loeschen-bei-windows-10/

  5. schön, dass die Slim Version direkt angeboten wird und nicht wie üblich mit zeitlicher Verzögerung
    https://www.ccleaner.com/ccleaner/builds

  6. Ach Gott, dann einfach eine aeltere Version nutzen oder CCleaner per Firewall den Ausgang blockieren. Warum die Aufregung? Ist doch easy, oder?

  7. Warum sollte man den Machern dieser Software trauen? Im Grunde genommen sind diese ganzen „Cleaner“ doch überflüssig. Was sie machen, kann man auch mit „Bordmitteln“ bewerkstelligen. Und manche Sachen die sie machen, sollten sie besser nicht machen… z.B. das System ruinieren. Kurz und gut – Software die die Welt nicht braucht.

  8. Ein paar nützliche Funktionen hat der ccleaner aber schon. Ich nutze die portable Version, um nach einer Windows Neuinstallation die ganzen unnötigen MS Apps runterzuwerfen. Die lassen sich schnell und unkompliziert mit dem ccleaner deinstallieren.

  9. Unter Windows gibt’s die sehr gute und effektive Datenträgerbereinigung. Die ist bereits dabei und funktioniert zuverlässig. CCleaner habe ich damals unter Windows auch ’ne Zeit lang gerne eingesetzt, bis mir eben einfiel, dass es ja Onboard-Lösungen gibt.

    BleachBit, CCleaner usw. braucht man eigentlich nicht. Den Browsercache kann man selbst leeren. Den Papierkorb auch.

    Auch unter Linux würde ich solche Tools niemals benutzen. Debian/Ubuntu/Mint bieten die Möglichkeit, alte Kernel und verwaiste Libraries per „sudo apt autoremove“ zu entfernen. Im Home-Verzeichnis kann man die Ordner mit .[Programmname] in der Regel löschen, wenn das entsprechende Programm nicht mehr installiert ist.

    Die Berichterstattung find ich aber gut und wichtig: Man vergisst als Anwender zu gerne mal, dass diese Cleaner-Tools komplette Administratorrechte haben und wirklich alles durchsuchen können. Sollte man wirklich immer dran denken

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