Amazon plant angeblich eine Premium-Variante des Echo-Lautsprechers

artikel_echoDer smarte Lautsprecher Amazon Echo mit der Sprachsteuerung Alexa ist in Deutschland noch gar nicht so lange auf dem Markt. Dennoch soll Amazon angeblich bereits an einer Premium-Variante tüfteln, welche dann auch einen Bildschirm integrieren könnte. Damit wolle Amazon sich noch weiter von der Konkurrenz durch beispielsweise Google und Apple absetzen. So hat Google ja mit Home einen ziemlich direkten Rivalen für den Amazon Echo vorgestellt und spannt hier seinen eigenen Assistant ein. Allerdings klingen die Behauptungen, dass Amazon für den Premium-Echo einen Touchscreen mit 7 Zoll Diagonale einspannen wolle, in meinen Augen schon arg bombastisch.

Damit würde Amazon sich dann wohl vom aktuellen, zylindrischen Design komplett verabschieden müssen. An sich wäre die Idee einen Screen zu integrieren ja ansonsten nachvollziehbar. Dadurch ließen sich beispielsweise Informationen zum Wetter oder Terminen aus dem Kalender deutlich schneller ansehen und bearbeiten. Der Bildschirm solle laut Angaben von Bloomberg angeblich so geneigt sein, dass er von Menschen aus dem Stehen heraus direkt wahrgenommen werde. Somit könnte man quasi im Vorübergehen einen Blick darauf schmeißen. Außerdem wolle Amazon auch höherwertige Lautsprecher integrieren, um den Sound aufzupolieren. Ankündigen könnte Amazon seine Premium-Version des Echo bereits im ersten Quartal 2017.

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Amazon hatte in der Vergangenheit mit Hardware durchaus so seine Probleme, wie der Flop des Fire Phone gezeigt hat. Allerdings sind die E-Book-Reader und Tablets des Unternehmens sehr beliebt. Auch der Echo entwickelte sich zu einem Überraschungshit und wurde seit 2014 allein in den USA ca. 5 Mio. mal verkauft. Die Premium-Version könnte hier nachlegen und soll wohl eine angepasste Version des Fire OS nutzen, das auch Amazons Tablets antreibt. Trotzdem soll die Sprachsteuerung Alexa weiterhin im Fokus liegen. Zudem teste Amazon ein Feature, das es erlauben könnte, z. B. Fotos und andere Inhalte auf den Startbildschirm zu pinnen – quasi wie eine digitale Version von Kühlschrankmagneten.

Wie der Preis der neuen Echo-Version ausfallen könnte, ist offen. Aufgrund der vermeintlichen Ausstattung mit besseren Lautsprechern und einem Bildschirm sowie der Bezeichnung „Premium“ dürfte der Preis sicherlich deutlich über dem aktuellen Modell spielen. Der reguläre Amazon Echo kostet in Deutschland 179,99 Euro. Amazon selbst enthält sich natürlich zum vermeintlichen Premium-Ableger des Echo eines Kommentars.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ZfCfTYZJWtI

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Amazon sollte sich lieber mal um den Lieferfail der aktuellen Echo’s kümmern, statt weiter zu planen. Obwohl zur ersten Stunde bestellt, warte ich immer noch. Und Tag für Tag nimmt eigentlich das Interesse ab…

  2. Marcel, hör auf zu jammern. Bestell ein Sixpack in UK so wie ich und gut ist.

  3. @marcel du hast eine Einladung angefordert. Dies ist keine verbindliche Bestellung. Jeder Interessent bekommt früher oder später eine Einladung. Ich habe auch eine Einladung angefordert und konnte meinen Echo schon bestellen. Der Echo wurde per Prime am nächsten Tag zugestellt. Es kann hier nicht von einem lieferfail gesprochen werden. Das Gerät befindet sich im Beta Stadium und Amazon möchte möglichst viele unterschiedliche Meinungen zu dem Gerät erhalten. Warum du jetzt gemobbt wirst und keinen bekommst kann ich dir nicht sagen. Vielleicht passt du aktuell nicht in die Zielgruppe von amazon. Sie werden schon Kriterien haben nach denen sie es entscheiden. Sicher wird hier nach dem Alter und der Region geschaut um einen Überblick über Gesamtdeutschland zu erhalten. Alexa soll ja irgendwann jeden verstehen, egal wie alt oder außergewöhnlich sein Dialekt ist. Gedulde dich einfach noch ein wenig. Je später die Einladung kommt, desto ausgereifter wird die Erkennung sein und du wirst nicht enttäuscht, weil sie dich nicht versteht. 🙂

  4. Deliberation says:

    Die E-Mail von Amazon war sicher für viele frustrierend, in der Stand, die Einladung wird kommen, dies könne aber noch mehrere Monate dauern. Das ist eine echte Steigerung von Handwerker-Terminen: „komme Donnerstag zwischen 9 und 19 Uhr.“. 😉

    Das mit dem Touchscreen wäre eine echte Sensation, wurden solche Anzeigetafeln aus allen Geräten verbannt. Siehe Sonos.

  5. Marco & Matze:

    Ok, es war eine Einladung die ich angefordert habe und keine Bestellung, trotzdem zur ersten Stunde nachdem man es konnte.

    Und gerade das man scheinbar die Käufer herauspickt war (und ist) von Amazon nicht klar kommuniziert. Ebenso wenig dass es dann noch Monate dauern soll. Ich weiß bis heute nicht, wann ich mit einem Echo zu rechnen habe, nicht einmal ungefähr.

    Insgeheim wünsche ich mir ja, dass Google mit Home nun etwas schneller in die Pötte kommt und Amazon dann auf seine Echo’s sitzen bleibt, weil man den Marktstart meiner Meinung nach gewaltig vergeigt hat.

  6. Echo (Dot) ist gut wie er ist und (aktuell) gefühlt Google Home überlegen. Ein teureres Gerät oder eines der nächsten Generation würde ggf. Sinn machen wenn man es anderswo tiefer integriert. FireOS eignet sich für Tablet (für 50 Euro) oder Stick (für 30 Euro) – Das Problem war der Preis des Phones. Ein Phone was ähnliche Preise wie die Tablets gehabt hätte – und ähnliche Multiuser Familienmodi (glaub das FP hatte das nich wie bei den Tablets) wäre nicht gefloppt. Hardware in dem Segment gibts durchaus für 8GB/16GB

  7. Wie kann etwas „gefühlt“ überlegen sein wenn das eine – in dem Fall Google Home nicht mal auf dem Markt ist ?

    Amazon hat meiner Meinung eine große Schwäche : Das Verhältnis zwischen Hardware,Software und Benutzerführung ( UI, UX ) stimmen nicht überein.

    Dafür haut man gern im Marketing ein wenig zuviel raus – keine Amazon Hardware mehr bei mir. War von dem „FireTv-Stick“ enttäuscht. Wer denkt sich solch eine UI aus?

  8. @Micheal: Deswegen wohl auch das „gefühlt“.
    Und wie kommst du zu solch einer allgemeinen Aussage?
    Wie schafft man es bitte Probleme mit dem UI von Fire TV zu haben?

  9. Unsinniger Hype. Wenn man den Echo ein paar Tage hat merkt man, dass die fehlenden Skills die Nützlichkeit doch stark einschränken. Im Gegensatz zu Siri, welche ich wirklich als Assistentin im Auto (Mails vorlesen, diktieren) und im Bett (nicht was ihr denkt, sondern Wecker stellen oder Erinnerungen anlegen) einsetze, ist Alexa lediglich beim Lichteinschalten und Musikhören nützlich. Selbst die Witze, die Alexa kennt, sind nach zwei Wochen alle gehört. Und wenn ich RadioEins hören will, versteht Alexa zwar RadioEins, spielt aber Power Radio ab. Nerv!!!

    Auch wenn sich über die Einladungs-Aktion von Amazon viele berechtigt geärgert haben. Das war eine sinnlose Aktion mit mieser Kommunikation. Es war aber richtig, den Marktstart noch nicht breit zu starten. Ohne sinnvolle Skills ist das alles noch zu sehr Beta.

  10. besucherpete says:

    Wenn man mal ehrlich ist, trifft es „in Deutschland noch gar nicht so lange auf dem Markt“ nicht wirklich, denn im Grunde ist das Teil hier noch gar nicht auf dem Markt. Es wurden ja nicht nicht mal alle Einladungen verschickt, wieviele Geräte tatsächlich ausgeliefert wurden, weiß auch kein Mensch. Und solange das Ding nicht für jeden Verfügbar ist, kann man m.E. auch nicht von „auf dem Markt“ sprechen. Umwege über das Ausland gibt es immer, das ist aber kein Argument. Insofern denke ich auch, dass Amazon erstmal die aktuellen Bestellungen bzw. Anfragen abarbeiten sollte, bevor man einen Nachfolger auf den Markt wirft – oder diesen gleich den „Bestellern der ersten Stunde“ anbieten, durchaus auch als eine Art Entschädigung für diese Art des Marketings, die ich zumindest so von Amazon niemals für möglich gehalten hätte.

    @Matze: Es wäre eben deutlich besser nachzuvollziehen, wenn man wenigstens etwas über die Auswahlkriterien wüsste. Das mit den Dialekten ist ja auch nur eine Vermutung ohne konkrete Stellungnahme seitens Amazon, ganz abgesehen davon, dass ich nicht der Meinung bin, dass man das auch damit noch fördern sollte.

  11. Ein Display brauche ich nicht bei Echo.
    Hauptgedanke ist ja doch die Sprachsteuerung. Das macht ein Display eigentlich obsolet imo.

  12. @Tidi Wie soll ich dazu kommen ? Ausprobiert, als scheiße empfunden – Meinung ende 🙂 🙂 Ich empfinde halt den Umgang mit Google Produkten als flüssiger, was Amazon nicht drauf hat.

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