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Amazon Echo Dot 2020 ausprobiert: Tolles Upgrade, aber eben auch teurer

Amazon hat kürzlich die mittlerweile vierte Generation seiner smarten Lautsprecher der Echo-Serie mit Alexa-Unterstützung vorgestellt. Mit dabei sind natürlich auch wieder die kleinen Vertreter der Serie, die Echo Dots. Ich benutze bewusst die Mehrzahl, denn den Dot gibt es bekanntlich nicht mehr nur noch in der einfachen Ausführung, sondern inzwischen auch mit einer kleinen Anzeige unter der Stoffummantelung, die für die Anzeige der Uhrzeit, Wecker und Timer genutzt wird und die Temperatur anzeigen kann, wenn man danach fragt. Ich habe sowohl das Modell mit als auch ohne Uhr daheim ausprobiert und mit dem Echo Dot der dritten Generation verglichen.

Den “einfachen” Echo Dot der vierten Generation gibt es schon jetzt für knapp 58 Euro zu kaufen. Das Modell mit LED-Display soll dann am 5. November 2020 für rund 68 Euro verfügbar werden.

Wie wir bei dem Event sehen konnten, ist Amazon weg vom Puck und hat den Dot nun ebenfalls in das neue kugelförmige Design verpackt, in dem auch der neue Amazon Echo daherkommt. Zehn Zentimeter Durchmesser misst die smarte Kugel und schmiegt sich meinem persönlichen Empfinden nach nun noch besser ins Zuhause – aber das ist natürlich je nach Einrichtung ganz unterschiedlich zu betrachten.

Den neuen Dot gibt es in den Farben Weiß und Schwarz, wobei das Weiß eher etwas gräulich wirkt. Charcoal ist leider keine Option mehr, was sehr schade ist.

Das Dualband-WLAN des neuen Dots unterstützt die Standards Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac in jeweils 2,4 und 5 GHz, ad-hoc- und P2P-Netzwerke werden nicht unterstützt. Wie sein Vorgänger, so setzt auch der Dot der vierten Generation auf einen 41-mm-Lautsprecher. Dieser ist nun allerdings nach vorne ausgerichtet, was sich beim Klang bemerkbar macht. Dolby Audio oder Dolby Atmos werden vom kleinen Ableger des Amazon Echo aber nicht unterstützt.

Die Einrichtung erfolgt weiterhin ganz simpel über die Alexa-App auf dem Smartphone (iOS und Android). Der Dot lässt sich hervorragend mit den anderen Generationen und Systemen der Echo-Serie kombinieren, sodass auch hier wieder Multiroom-Support gewährleistet ist. Der LED-Ring, der bei der Spracheingabe und bei Antworten von Alexa blau aufleuchtet, ist nun nach unten gewandert und soll so vor allem auf reflektierenden Oberflächen für noch mehr Aufsehen sorgen. Das wird sicherlich nicht bei jedem Nutzer unbedingt gewünscht sein. Ich wollte nur rechtzeitig darauf aufmerksam machen.

Die Knöpfe zur manuellen Bedienung (Leiser, Lauter, Mikrofon an/aus, Aktionstaste) des Geräts sind gummiert, lassen sich komfortabel und leichtgängig drücken und befinden sich rautenförmig angeordnet auf der Oberseite der Geräte. Auf der Rückseite findet ihr neben dem Stromanschluss einen Ausgang für 3,5-mm-Klinke. Sonstige Specs? Aber gern:

  • Abmessungen: 100 x 100 x 89 mm
  • Gewicht: 338 Gramm
  • WLAN: Dualband-WLAN unterstützt Netzwerke der Standards 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz). Unterstützt keine Verbindungen zu ad-hoc- (oder Peer-to-Peer-) WLAN-Netzen.
  • Bluetooth: Unterstützt Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) für Audiostreaming von Mobilgeräten auf Echo Dot oder von Echo Dot auf Ihren Bluetooth-Lautsprecher. Audio/Video Remote Control Profile (AVRCP) zur Sprachsteuerung von verbundenen Mobilgeräten. Hands-free-Sprachsteuerung wird auf Mac OS X-Geräten nicht unterstützt. Bluetooth-Lautsprecher mit PIN-Eingabe werden nicht unterstützt.
  • Audio: 41-mm-Lautsprecher; 3,5-mm-Stereoaudioausgang für externe Lautsprecher (Audiokabel nicht inbegriffen)
  • Display: LED-Display
  • Lieferumfang: außer dem Echo Dot noch ein Netzteil (15 W) und eine Kurzanleitung

Ich hielt es zuerst für eine gute Idee, den neuen Dot mit Display als hübsche Uhr mit Lautsprecher neben mir am Bett stehen zu haben, bin aber anscheinend doch zu empfindlich gewesen, wenn es um Lichtquellen beim Einschlafen geht. Das Display regelt die Helligkeit optional adaptiv runter, blendet also in der Nacht nicht. Dennoch hat es mich noch immer sehr gestört, weshalb der Gute nun in der Küche stehen darf.

Ich mag einfach nicht jeden Abend sagen müssen “Alexa schalte das Display aus!” – zumal das Gerät mit aktiver Anzeige auch in der Küche sehr gut genutzt werden kann. Tagsüber lässt sich jenes gut ablesen, auf Wunsch regelt ihr in der App oder per Sprachkommando die Helligkeit stufenweise von 1 bis 10 ganz nach eurem Geschmack. Stellt ihr einen Wecker, so zeigt das Display dies auch an, neben der Uhrzeit ist dann ein kleiner Punkt zu finden.

Im direkten Vergleich mit meinem Dot der dritten Generation ist der Klang der neuen Generation dann doch noch einmal um einiges verbessert worden. Die Bässe wirken satter, der gesamte Sound ist klarer und vor allem auch lauter als bisher. Wer es noch besser mag, der legt sich zwei der neuen Dots zu, denn diese lassen sich als Stereo-Paar pairen.

Zudem lassen sich die beiden dann auch direkt mit eurem Fire TV Stick 4K verbinden und dann als Raumklang-Lautsprecher verwenden. Der nach vorne ausgerichtete Klang hat genügend Volumen, einen kleineren Raum ausreichend auszufüllen, ohne wirklich an Intensität zu verlieren.

Würde ich zur vierten Generation der Echo Dots greifen, wenn ich schon das Vorgängermodell daheim verwende? Vermutlich nicht, denn dafür sind auch die Echo Dots der dritten Generation noch gut genug, als dass ich mindestens 58 Euro für einen einzelnen der neuen Lautsprecher ausgeben würde. Im Stereo-Modus sind die neuen Dots dann aber schon ein Argument, das muss man sich live einfach mal geben, wenn das im Laden dann möglich sein sollte. Optisch haben die kleinen Kugeln bei mir eh gewonnen. Ich war nie ein großer Fan der Puck-Form.

In diesem Artikel sind Amazon-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Hatte einer von euch schon mal Gelegenheit, einen Soundcheck mit dieser neuen Generation (auch mit dem großen Echo) und dem Echo Plus 1. Gen. zu machen? Ich habe lange daran festgehalten, weil ich die bisher klanglich am besten fand (abgesehen vom Studio, aber die haben ihren Platz bei mir schon neben dem TV gefunden), aber ich überlege, die zu tauschen, aber eben auch nur, wenn es eine deutliche Verbesserung gibt.

  2. Ich weiß, Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber meiner Meinung nach sind die Echos von diesem Jahr echt sowas von hässlich.

    • Der helle und pumpend blinkende Echo Dot 4 LED-Ring, der bei der Spracheingabe und bei Antworten von Alexa blau aufleuchtet, stört mich. Hoffentlich kann man ihn übermalen.

  3. Spannend wäre auch zu wissen ob im 5ghz netz auch die höheren Kanäle nun benutzt werden können… Sonst war ja alles über 52 nicht möglich…

  4. Vom Sound ist der Echo besser als der Vorgänger der ist auch gerade in der Werbung bei Amazon wegen Media Markt usw..^^
    auch braucht man kein extra Hub mehr.

  5. Schade daß man seit jahren nicht wie bei den Google-Audio-Pucks alternativ zur galvanischen Klinke einen optischen TosLink-Ausgang anbietet . Viele Multimedia-Speaker haben tosLink-eingänge und einen besseren DAC als die echos , dann kann man aus einer kleinen Kugel z. B. mit einem Pärchen aktiver Nuberts , habe hier die A 125 am PC , ne sehr gut klingende sprachgesteuerte Streaming-Anlage mit echtem Stereo machen.

  6. Dirk der allerechte says:

    Ich habe damals den 3er dot bekommen für ein Euro, Ich habe den immer genutzt auf Reisen, so eine runde Kugel kann ich nicht einfach in die so genannte Technik Tasche packen, daran hat man natürlich nicht gedacht. Sonst liegt das Ding bei mir eh nur im Schrank ich hab noch ein Echo Show 2 den werde ich tauschen gegen den neuen Echo Show mit Verfolgungsmonitor ))) schade dass die Displayfläche bei beiden gleich geblieben ist hätte mir gewünscht dir neue hätte eine größere

  7. Hab mir Mal einen kugelförmigen Sony Bluetooth Lautsprecher gekauft.
    Der rollte immer weg wenn man ihn ungünstig berührte.
    Fürchte das beim neuen Echo Dot auch.

    • Der hat einen flachen Boden, kann somit nicht einfach wegrollen und wenn mit die Berührung schon arg heftig sein.

      Wir haben auch einen Dot mit Uhr im Schlafzimmer, der eigentlich als Wecker gedacht war, aber irgentwie sagt mit die Weckfunktion nicht so zu, es ist nervig, mit Musik gewecket zu werden, die dann direkt auf die eingestellte Lautstärke geht.

      Unser DAB-Radio regelt bei der Weckfunktion die Lautstärke von 0 bis zum eingestellten Wert hoch, das ist tausend mal angenehmer.
      Wenn das bei den Echos mal ordentlich funktioniert, währe der wieder eine Alternativ.

  8. „Ich mag einfach nicht jeden Abend sagen müssen “Alexa schalte das Display aus!” “

    Eine Möglichkeit wäre das Im Rahmen einer Routine zu erledigen wenn man Alexa auch zum wecken nutzt. Kommt natürlich auf die persönlichen Gewohnheiten an.

    • So eine Routine währe gut „Schlafen gehen“ , „Haus verlassen“, – aber ich habe mich damit auch noch nicht so richtig beschäftigt

  9. Kann man den neuen Dot mit Doppelklebeband an die Wand kleben? Da ging mit dem 2er gut, der 3. war leider gummiert… ich habe das mit einer passenden Wandhalterung lösen müssen.

    • Ich würde – ohne es nun austesten zu wollen – behaupten, dass der neue Dot dafür zu schwer sein wird, zumal er ja nun auch noch kipplastiger als der flache Vorgänger ausfällt. Also nein, ich würde es nicht darauf ankommen lassen und dann lieber auf eine Wandhalterung setzen.

  10. Gummierte Tasten. Vermutlich lösen die sich dann nach 2-3 Jahren auf und fangen an zu kleben.
    Bisher habe ich mit gummierten Oberflächen immer schlechte Erfahrungen gemacht, ich denke da an klebrige Mäuse von Microsoft und Logitech…

  11. Bin auch ein „an die Wand Hänger“. In der Küche hängt bei uns ein Dot 3 unter dem Schrank. Dort ist es trocken und er ist nicht im Weg.
    Der Vorteil, klein und verschieden Aufsteller zu sein, entfällt ja fast gänzlich bei dem neuen Design.
    Den Echo 2 im Wohnzimmer durfte ich auch nicht ersetzen…die Form fiel durch den Ehefrauen-Check

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