Wirtschaftsminister Reinhard Meyer fordert generelles Widerrufsrecht beim Kauf von Apps

14. März 2014 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von: caschy

Pünktlich zum morgigen  Weltverbrauchertags hat der in Schleswig-Holstein für den technischen Verbraucherschutz zuständige Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ein generelles Widerrufsrecht beim Kauf von Apps für das Smartphone gefordert.

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„Wer sich eine App herunterlädt, die die Versprechungen oder Erwartungen nicht annähernd erfüllt, der hat bislang kaum eine Möglichkeit, die Anwendung nach dem Kauf wieder zurückzugeben“, so Meyer in einer heute herausgegebenen Mitteilung des Ministeriums. Die im Mai in Warnemünde stattfindende Verbraucherschutzministerkonferenz wird sich deshalb mit dem Thema befassen und eine entsprechende Gesetzesinitiative auf Bundesebene anstreben.

15 Minuten Rückgaberecht, wie sie zum Beispiel der Google Play Store anbietet, reichen dem Minister allerdings nicht, er fordert ein vollwertiges Widerrufsrecht, „denn leider gehen mit den vielen Vorteilen unserer digitalen, smarten Welt bislang auch einige Nachteile einher“.

Laut dem Branchenverband BITKOM besitzen 40 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahren ein Smartphone. Bei den 14 bis 29-Jährigen sind es sogar fast zwei Drittel (60 Prozent). Der Markt wächst rasant, was dieses Thema zu einem Schwerpunkt der Länderarbeitsgemeinschaft für Verbraucherschutz und der kommenden Verbraucherschutzministerkonferenz mache.

Wie Meyer weiter sagte, wachse der digitale Markt rasant, weshalb das Thema auch einen besonderen Schwerpunkt der Länderarbeitsgemeinschaft für Verbraucherschutz und der kommenden Verbraucherschutzministerkonferenz bilde. Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist der Datenschutz: “ (…) Ebenso sollte bereits bei der Installation von Programmen grundsätzlich eine Abfrage der Nutzerinnen und Nutzer erfolgen, ob sie mit Verarbeitung und Weitergabe ihrer Daten oder anderer Inhalte wie Fotos einverstanden sind. Statt seitenlanger und unverständlicher allgemeiner Bedingungen sollen standardisierte Symbole Zustimmung oder Ablehnung vereinfachen“.

Die Forderungen sind nicht neu,  bereits Mitte 2013 forderte man in Hessen Ähnliches, der Branchenverband BITKOM tat das Ganze als illusorisch ab.



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Über den Autor: caschy

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