BITKOM zur Diskussion über ein Rückgaberecht bei App-Käufen

18. Mai 2013 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Anfang Mai machte Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich von sich reden. Sie forderte: Rückgaberecht von Apps oder das Vorhandensein von Demo-Software. Puttrich brachte folgenden Vergleich: „Ein Rücksenderecht gibt es für jedes Kleidungsstück, eine App muss ich aber behalten, sobald ich sie heruntergeladen habe. Ob sie mir gefällt oder nicht“. Nun schaltet sich der Branchenverband BITKOM in die Diskussion über ein Rückgaberecht bei App-Käufen ein.

Bezahl-Apps

Zu dieser Diskussion sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Apps sind in Deutschland sehr erfolgreich und haben sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Mit dem Kauf von Apps wurden 2012 in Deutschland 430 Millionen Euro umgesetzt, mehr als doppelt so viel wie 2011. Das zeigt: Die Smartphone- und Tablet-Besitzer schätzen die App-Stores und die Möglichkeit, dort unkompliziert und sicher einzukaufen.

Für ein gesetzliches Rückgaberecht von Apps gibt es keinen Bedarf. Das wäre eine realitätsferne Überregulierung, von der vor allem Start-ups und innovative Einzelkämpfer betroffen wären, die die App-Economy voranbringen. Von sehr vielen Apps gibt es bereits heute schon kostenlose, oft werbefinanzierte Test- oder Light-Versionen, mit denen sich der Nutzer ein Bild vom Funktionsumfang machen und entscheiden kann, ob er die – ohnehin meist sehr preisgünstige – Vollversion kaufen will. Damit ist der Kunde deutlich besser gestellt als bei vielen anderen Produkten.

Dazu kommt, dass der App-Markt schon heute außergewöhnlich nutzerfreundlich und transparent ist. So kann der Kunde vor dem Kauf Screenshots oder Zahlen über die Anzahl der Downloads ansehen und vor allem Nutzerbewertungen lesen, die verhindern, dass man die Katze im Sack kauft. In vielen App-Stores gibt es bereits heute die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis innerhalb einer kurzen Frist eine bezahlte App wieder zurückzugeben. Längere Fristen, etwa 14 Tage oder mehr, würden zu großen Problemen führen.

Was sagt ihr dazu: sind die jetzt vorhandenen Modelle ausreichend oder sollten Entwickler gezwungen werden, Demo-Versionen zur Verfügung zu stellen?


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Quelle: BITKOM |

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