Windows 10 für Raspberry Pi 2 angekündigt

2. Februar 2015 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von: caschy

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Gute Kunde für Bastler: erst heute wurde der Raspberry Pi 2 vorgestellt. Der überaus erfolgreiche Mini-PC kommt bei vielen Menschen in ganz unterschiedlichen Szenerien zum Einsatz. Auch Microsoft möchte da eine Rolle spielen und hat aus diesem Grunde schon einmal angekündigt, dass es Windows 10 für den Raspberry Pi 2 geben wird.

Das Betriebssystem wird dabei kostenlos über das Windows Developer Program for IoT (IoT = Internet of Things) verfügbar sein. Man sehe die Maker-Community als inspirierende Quelle für smarte, connected Devices und man freue sich, Teil dieser Community zu sein.

Bereits im letzten Jahr hatte sich Microsoft in diesem Bereich aufgestellt, hier unterstützte man über das Windows Developer Program for IoT den Intel Galileo. In den kommenden Monaten möchte Microsoft weitere Neuerungen zu Windows 10 auf dem Raspberry Pi 2 mitteilen.

Der Raspberry Pi 2 Model Model B verfügt über einen Broadcom BCM2836 Prozessor (ein Quad-Core), welcher mit 900 MHz taktet. Ebenfalls sind 1 GB RAM verbaut. In der Summe soll sich der kleine PC bei bestimmten Aufgaben sechs Mal schneller zeigen, als sein Vorgänger.



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33 Kommentare

HerrTaschenbier (@HerrTaschenbier) 2. Februar 2015 um 10:38 Uhr

Oh Gott, gleich bestellen sonst ist er auf Jahre ausverkauft… Windows RT 2.0 ? Man kann logischerweise immernoch keinen x86 Code auf ARM ausführen.. also nur Metro apps

capprice 2. Februar 2015 um 10:50 Uhr

Was ist denn daaaaaaa loooooossss mit Microsoft? Finde ich super 😀

namerp 2. Februar 2015 um 10:57 Uhr

@HerrTaschenbier

ich hab mir mal lieber auch gleich einen bestellt, das schreit ja förmlich nach Ausverkauft für Monate 🙁

Alexander 2. Februar 2015 um 11:09 Uhr

Weiß nicht, was an Windows darauf so toll sein soll. Klar, ein weiteres OS für den kleinen Rechenzwerg, aber gerade für Bastelprojekte sind die Linux-Distributionen doch perfekt.

Martin 2. Februar 2015 um 11:13 Uhr

Lol, wer hätte gedacht das die sich dazu herablassen ? 😀 Die müssen ja Panik haben…

Jens 2. Februar 2015 um 11:15 Uhr

Würde da dann auch soetwas wie VirtualDub + Divx zum Schneiden von Videos drauf laufen? Ist das einzige was unter Linux nicht so richtig gut funktioniert.

…ich vermute aber mal eher nicht, da der RPi immer noch mit Arm Prozessor läuft und es ein speziell angepasstets Windows sein wird, richtig?

stefan 2. Februar 2015 um 11:19 Uhr

Klingt eher nach Marketing Stunt. Ich wüsste nicht was Windows auf dem Pi für Vorteile haben soll. Andererseits irgendwem wird schon was lustiges dafür einfallen 🙂

XYZ1 2. Februar 2015 um 11:22 Uhr

Solange es keinen „Bluescreen“ gibt ^^

iKnow 2. Februar 2015 um 11:27 Uhr

Ziemlich günstige Konsole!
xBox 360 Gamepad anschließen… und Spaß haben! ;D

Mit Onedrive + Office auch ein ziemlich günstiges, stromsparendes
Datengrab und Officrerechner für einfache Aufgaben

Und falls es kein WinRT wird: iTunes…

Trial&Error 2. Februar 2015 um 11:30 Uhr

Hey, nen Bluescreen auf dem Pi ist doch auch mal was nettes. Solange dann nicht (wie beim Windows Phone) nach einer Diskette gefrat wird xD

Naja mal Spaß bei Seite. Selbst mit Windows RT dürft das dann der günstigste Thin Client der Welt sein, der flüssige remote Arbeiten (inklusieve ruckelfreien Videos) ermöglicht. Das ganze auch noch zentral per AD managebar …
Wenn es soweit ist werde ich mir das mal angucken. Wenn M$ dann keine Einschränkungen für den kommerziellen Sektor drauflegt, kann ich mir das durachaus als UTC Lösung vorstellen.

Tom 2. Februar 2015 um 11:47 Uhr

Ich sehe nur den Vorteil, dass es dann wohl Silverlight geben wird und die ganzen VoD Dienste funktionieren werden.

stefan 2. Februar 2015 um 11:53 Uhr

@Tom: Oh ja. Silverlight – sprich DRM – auf dem Pi. Das ist wirklich Fortschritt. 😉

shx 2. Februar 2015 um 11:56 Uhr

@stefan/Alexander
Sämtlicher Visual X Code lässt sich idR ohne jegliche Anpassungen für Windows RT kompilieren.
Zumal die Mehrheit der heute programmierten Anwendungen auf Dotnet aufbauen – der Kram lässt sich auch ohne die Source zu kennen schnell auf Windows RT bringen.

@Trial&Error
Um ein kommerziell erfolgreicher Thinclient zu werden brauchst du kein Windows – sondern Hardwareunterstützung für die DaaS-Lösung deiner Wahl. Ohne zusätzlichen Chip eignet sich das was im RasPi2 drin sein soll nicht mal ansatzweise als Thinclient.

@iKnow
Das wird Windows RT – definitiv.

iFuchs 2. Februar 2015 um 12:14 Uhr

Raspberry Pi als 24h Internet- & Spotifyrechner? Endlich kann man einen Computer ohne schlechtes Gewissen wegen d. hohen Stromverbrauchs laufen lassen…

John 2. Februar 2015 um 12:17 Uhr

Ich glaube die meisten checken nicht, dass das ’ne ARM-CPU ist. Das ist damit die gleiche Situation wie Windows RT. Es laufen nur speziell kompilierte (Desktop-)Software oder eben die Apps aus dem „Metro“-Store.

gnorb 2. Februar 2015 um 12:36 Uhr

Ein essentieller Vorteil für mich ist, dass mit Visual Studio meine gewohnte Entwicklungsumgebung voll unterstützt wird

Trial&Error 2. Februar 2015 um 12:39 Uhr

@shx
Wo genau ist der Unterschied zwischen einem Pi und einem x86 basierendem ThinClient (mal vom Prozessor abgesehen)?
Ich installiere auf beiden ein Windows (einmal Embeddet und einmal RT). Ich hänge die Dinger in die Domäne und richte sie so ein, dass sie sich nach einem erfolgreichen Login mit einem hinterlegten Server verbinden.

Leider sind meine Igel Systeme nicht Windows 8 Embeddet fähig (laufen mit Win7 Embeddet). Und im Vergleich zu einem Android-Stick mit der Windows Remote Desktop App sind die Dinger unerträglich langsam.

Ich hoffe, dass das Win10 für den Pi die alten Igel ablösen kann und ich endlich eine bessere Audio- und Videounterstützung (wie unter Android) mit den Vorteilen der Managebarkeit meiner bisherigen Umgebung bekomme.

Wenn ich mir das zu einfach vorstelle, würde ich mich über eine Aufklärung freuen!

shx 2. Februar 2015 um 13:08 Uhr

@Trial&Error
Server ohne Beschleunigerkarte? Lang nicht mehr gesehen.
Ein halbwegs aktueller Igel sollte eigentlich nicht von einem handelsüblichen Androidstick überholt werden.
Was den Pi angeht: Der ist auch in der neuen Ausführung recht schwachbrüstig – könnte allerdings gehen. Wenn du dich für DaaS ohne Hardware(en/de)coder interessierst, bin ich allerdings nicht der richtige Ansprechpartner.

@John
Plus alles was auf .NET aufsetzt – nachdem man den Bytecode rausgezuzelt und neu verpackt hat (was der Windows Store bei besagten Metro-Apps übrigens automatisch macht, ansonsten würde davon wohl auch nur recht wenig auf RT laufen).
Achja, Metro-Apps kann man jetzt in ein Fenster einsperren – womit die Tatsache, dass es sich um eine Metro-App handelt gleich erträglicher wird.

Simon Pück 2. Februar 2015 um 13:25 Uhr

1gb RAM und Windows das rennt bestimmt wie blöd

Niranda 2. Februar 2015 um 13:36 Uhr

Surface rt bekommt keinen support, aber der Pi, wo niemand Windows brauch…

John 2. Februar 2015 um 14:18 Uhr

@shx: Jo, schon klar. Selber schreiben ist ja auch kein Problem. Aber viele nicht-technikaffine Nutzer werden sich dann das Ding kaufen und dann ploppen die Threads und Fragen auf frei nach dem Motto: Why won’t W10 run {insert random software/game} on my RP2?!?

DanielF 2. Februar 2015 um 14:42 Uhr

@Simon Pück es wird bestimmt flüssiger laufen als aktuell raspbian weil das hält man echt nicht aus wie langsam da der desktop ist und das normale win10 hab ich auf nem rechner mit 1GB RAM laufen und lief echt super (hab allerdings noch die alte tech preview und nicht die neue) und wenn win10 dann noch extra für den pi angepasst wird dann kann ich mir gut vorstellen dass das echt gut läuft

Ja das „Problem“ mit dem ARM Prozessor. Das muss einem natürlich schon klar sein, dass man da nicht normale Windows Programme drauf laufen lassen kann außer sie sind extra für ARM kompiliert. Aber ich find es halt spannend, weil man dann schnell was in Visual Studio schreiben kann draufladen kann und läuft. In raspbian geht das halt bei mir persönlich nicht so schnell also ist schon immer ein kleiner Kampf bis mans hinbekommt. Ich denk mal da bin ich auch nicht allein. Wenn mans in Linux/Unix richtig drauf hat dann bringt Win10 wahrscheinlich relativ wenig außer vlt besserer Hardware Support also zumindest könnte ich mir das gut vorstellen.

No 2. Februar 2015 um 16:51 Uhr

…meine Raspberry Pi Roboter sind mit Linux vollauf zufrieden und streben keinen Wechsel an 😉
http://www.RoboSpatium.de

Mehr Rechenpower dürfte auch den Desktopmodus unter Raspbian oder Ubuntu beflügeln. Der Vorteil der Debian-Derivate liegt in dem nahezu unerschöpflichen Vorrat an verfügbaren Programmen. Windows (RT?) muss in diesem Bereich erstmal aufholen…

Janina 2. Februar 2015 um 21:27 Uhr

IoT = Console only… keine graphische Benutzeroberfläche.

Florian 3. Februar 2015 um 00:43 Uhr

Ich sehe hier vor allem für Consumer eine super Lösung und damit viele neue Pi-Nutzer. Zumindest wenn Microsoft eine Final auch auf einfachem Wege bereitstellt. Schaue ich mal zu den ganzen Normalos, also einfach nur Anwendern, benutzen die ihren PC fürs Surfen, Musikhören, etwas Bildbearbeitung und Office. Das alles wäre auf diesem 35€-Gerät (+ 20 für ne brauchbare Speicherkarte) mit W10 problemlos möglich. Das Totschlagatgument W10 und nur ein GB RAM zieht hier auch nicht, mit schnellen Speicherkarten ist das Auslagern kein wirkliches Problem mehr.

Lars 3. Februar 2015 um 12:02 Uhr

Ganz wichtiger Hinweis: Es ist nicht das Desktop Windows 10 sondern Windows 10 for IoT (Internet of Things). Der Funktionsumfang ist meines Wissens noch nicht bekannt, aber Kommandozeile hört sich schon nach einer guten Mutmaßung an (gibt es ja bereits als Modus für Windows Server). Und 1 GB Speicher reicht locker für ein entsprechend angepasstes System – das sieht man an den Windows Phone 8.1 Smartphones, die auf dem gleichen Kernel wie Windows 8.1 aufsetzen, aber auch mit 512 MB Speicher locker laufen (und da ist dann auch noch eine GUI mit dabei).

Griffel 3. Februar 2015 um 17:28 Uhr

Einfach nur nice 😀 Dann kann ich mir einen Kleine Office PC machen 😀

No 3. Februar 2015 um 17:31 Uhr

Es wird kein Desktop Windows werden, sondern lediglich ein minimalst-OS mit dem man den Raspberry über einen anderen Windows-Rechner ansprechen (Programmieren) kann.

DanielF 3. Februar 2015 um 20:25 Uhr

Also das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, dass es keine normale Windows 10 GUI haben wird. Ich stells mir ungefähr wie Windows 8/8.1 fürs Surface RT vor (nur halt mit Windows 10). Alles andere hätte ja keinen Sinn, weil alle beliebten Betriebssysteme für den RPi unterstützen eine Desktop Oberfläche. Dazu kommt noch, dass der RPi über eine verhältnismäßig starke Grafikkarte verfügt mit der erst XBMC bzw jetzt ja Kodi möglich wird. Also man wird ihn bestimmt auch nur im Konsolenmodus betreiben können aber Desktop wird 100 pro auch möglich sein. Alles andere wäre ziemlich sinnlos weil ja Debian über viel mehr Software verfügt und wieviel Software gibt es schon für die Eingabeaufforderung von Windows?

Janina 3. Februar 2015 um 20:57 Uhr

Was Windows IoT ist, ist eigentlich schon bekannt – das ist kein Windows Desktop Light. Man sollte nicht erwarten, daß da Word drauf läuft. 😉
http://www.microsoft.com/en-us.....hings.aspx

Abakus 6. Februar 2015 um 00:16 Uhr

MS nennt gerade alles Windows 10… und wird damit wahrscheinlich noch mehr Verwirrung stiften, als mit Windows RT. Weil auf dem Pi2 wird natürlich kein volles Desktopwindows laufen.


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