Bundesverkehrsminister Dobrindt will mit autonomen Fahrzeugen richtig Gas geben

Bundesverkehrsminister Dobrindt scheint recht angetan von selbstfahrenden Fahrzeugen. Erst neulich gab er bekannt, dass ein Teil der Autobahn A9 zur Teststrecke für solche Fahrzeuge ausgebaut werden soll. Jetzt meldet er sich wieder zu Wort und lässt verlauten, dass er bis zur internationalen Automobilausstellung im September erste Eckpunkte vorlegen will, um das automatisierte Fahren in Deutschland weiter voranzutreiben.

Datenautobahn

Selbst fahrende Autos bedürfen zahlreicher neuer Regeln für das Verkehrs- und Haftungsrecht, die es abzustecken gilt. Dobrindt will Deutschland an der Spitze der Entwicklung autonomer Fahrzeuge sehen, setzt sich deshalb so stark für die neuen Technologien ein. „Unser Ziel muss es sein, auch beim automatisierten Fahren an der Weltspitze zu bleiben,“ sagte er gegenüber der Welt am Sonntag. Wird sicher spannend, ob dies auch so klappt, wie sich der Minister das vorstellt. Wünschenswert wäre es allemal, allerdings ist Deutschland auch nicht unbedingt bekannt für seinen lockeren Umgang mit Neuem, egal ob es sich um ein selbst fahrendes Auto oder andere Bereiche handelt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. eine Autobahn reicht da nicht wirklich, so weit ist Google Car schon lange… Es braucht eine Test Stadt, denn in der Stadt ist es richtig schwer und braucht viele Tests.

  2. schön zu sehen, dass sich der Herr wenigstens damit beschäftigt..
    jetzt muss nur noch etwas Gescheides dabei rauskommen 🙂

  3. Finde ich super, wenigstens mal ein Thema, das nicht komplett verschlafen wird. 🙂

  4. Wenn Deutsche Minister richtig Gas geben kommt dabei hitorisch betrachtet eher nichts Gutes raus.

    lel

  5. @Stephan: Die Japaner und Amis haben gut 20 Jahre Vorsprung. Das ist schon ziemlich verschlafen.

  6. @Iruwen

    Wann kapieren die Leute das das NICHT lustig ist? Irgendwann ist auch mal gut. Über den Propheten darf man nicht lachen, aber dem Deutschen wird ewig dieser sch*** angelastet.

  7. „Eckpunkte“. So richtig schön unverbindlich.

  8. @XYZ1: wieso nicht? Über den GröFaZ durfte man doch auch nicht lachen.
    Insofern sind die beiden sich sehr ähnlich (oder zumindestens dass, was daraus wurde).

  9. Der Dobrindt ist ein reiner Ankündigungsminister! Was hat der schon erfolgreich so umgesetzt, was er angekündigt hat???

    Beurteilt Politiker nicht daran was sie wollen, sondern an dem was sie wirklich gemacht haben!!!

  10. @Knut: Absolut richtig. Nur kann man daraus dann auch leider folgern dass eigentlich der letzte gute Politiker am Samstag verstorben ist (von Weizäcker). Alle anderen produzieren nur heiße Luft oder „bestenfalls“ Gesetzte die dann das BVG wieder kassiert.

  11. @FreeHander

    Warum es nicht lustig ist? Weil die heutige Generation schon lange nichts mehr dafür kann was damals passiert ist. Logisch ist es LEIDER ein Teil unserer Geschichte aber muss man uns das wann immer es gerade irgendwie passt Vorwerfen?

  12. Appropos Thema. Wenn ich während einer Autobahnfahrt eines Tages wirklich mal ein Buch lesen kann mag das ja was bringen. Wobei sich da ja gerade Deutschland ohne Tempolimit am ehesten ein Bein stellt. Wenn auf der linken Spur sowieso die höchst zulässige Geschwindigkeit von 120 bis 130 km/h gefahren wird kommen die Boardrechener sicherlich noch am ehesten fehlerfrei zu Recht.
    Bis die Teile (voll oder leer) durch die Stadt fahren können wird es ja noch ein Weilchen dauern. Mein Tip dazu:
    http://forschergeist.de/podcast/fg003-autonomer-verkehr/

  13. Finde den Pegida-Sympathisanten: Round won. Butthurt Level: over 9000.

  14. Ich glaube ja, das wird sich zumindest in Deutschland auf Jahrzehnte hinaus nicht durchsetzen. Ist aber gut für die deutschen Autobauer, damit sie mitziehen können. Das Autofahren macht uns halt so viel Spaß, weil wir eingreifen können. Das erklärt auch, warum sich das Automatikgetriebe nicht wirklich durchgesetzt hat. Eigentlich ist Selbstschalten völlig unsinnig, aber viele wollen das halt machen. Sollen sie.

  15. enderwiggin24 says:

    „allerdings ist Deutschland auch nicht unbedingt bekannt für seinen lockeren Umgang mit Neuem“
    naja, es hat sich ja keiner beschwert, dass Deutschland keinen lockeren Umgang mit dem Fracking pflegt ;D
    jede Haltung hat Vor- und Nachteile. USA ist beim Fracking spitze, was das in deren Landschaften und Natur anrichten wird, lassen wir uns einfach in 10 oder 20 Jahren dann zeigen. Oder Atomkraft.
    Oder Kohleabbau.
    oder oder oder…

  16. enderwiggin24 says:

    achso, ich vergass noch:
    TTIP, das transatlantische Abkommen, da sind wir Deutschen ja angeblich auch die zögerlichsten unter denen, die mti den USA unterschreiben sollen 😀

  17. @enderwiggin24: Aber Fracking, Atomkraft und Kohlenutzung machen doch die Energie so schön günstig! Und mit TTIP werden wir alle reich. Und Google Now ist sooooo praktisch, lass die Firma doch deine Mails lesen, wenn sie sowas Tolles draus macht. Jetzt mal Schluss mit dem ganzen Nachdenken! Im Bus in die Zukunft sitzen Nörgler und Skeptiker eh nicht am Steuer. Smartphone an und einsteigen! *Ironie aus*

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