Samsung stellt neue Frame TVs für Design-Fetischisten vor

15. März 2017 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Auf der CES 2017 hatte ich am Stand von Samsung bereits die nun „Frame TV“ getauften Fernseher begutachtet. Es handelt sich um Bildschirme, die im Design besonders unauffällig wirken. Deswegen hängte man die Frame TVs dann auch am Messestand zwischen normale Bilderrahmen und fragte nichtsahnende Besucher, ob sie den versteckten Fernseher erkennen. Es waren aber zwei TVs zwischen die Bilder bugsiert, mindestens einer war nur mit genauem Mustern der Reflexionen auszumachen. In Paris hat Samsung die neuen Frame TV nun jedenfalls erneut vorgeführt – geizt aber weiterhin mit Einzelheiten.

Auch die neuen QLED zeigte Samsung übrigens auf dem Event in Paris erneut, was ich aber hier nicht nochmals rekapitulieren möchte. Habt ihr Interesse an den neuen High-End-TVs? Dann lest am besten einmal meine Beiträge zum First-Look-Event, zum Technical Briefing auf der CES und zum Roundtable mit Michael Zöller, Samsungs Leiter der europäischen Visual-Display-Sparte. Kürzlich hatte Samsung außerdem die Preise der QLED-Geräte verraten.

Die Frame TVs stellen jedenfalls ein Experiment Samsung dar: Sie sollen verhindern, dass eine hässliche, schwarze Wand – so sehen TVs nunmal üblicherweise ausgeschaltet aus – das Wohn- oder Schlafzimmer verunstaltet. Stattdessen sind die Frame TVs darauf ausgelegt auch im Ruhezustand bzw. „Kunstmodus“ ein Bild anzuzeigen – quasi wie ein digitaler Bilderrahmen. Das Design haben die Südkoreaner entsprechend angepasst.

Im Kunstmodus können die Frame TVs verschiedenste Motive anzeigen – aus unterschiedlichen Kategorien wie Landschaftsbildern, Architektur, Tierwelt, Action oder Zeichnungen könnt ihr als Besitzer auswählen. Alternativ könnt ihr aber auch ein eigenes Bild auf den TV hieven und anzeigen lassen. Samsung will auch auswechselbare Rahmen und einen separat erhältlichen Staffelei-Ständer offerieren. Wie die QLED nutzen auch die Frame TV neben dem Stromkabel nur ein dünnes, transparentes Kabel, das zur One-Connect-Box führt. Auch kommt Samsungs neue Wandhalterung zum Einsatz, welche eine Anbringung mit deutlich geringerem Abstand zur Wand als bei herkömmlichen VESA-Halterungen erlaubt.

Leider schweigt sich Samsung noch vollständig zu den technischen Daten und Preisen der Frame TV aus. Ich vermute, jene werden dann auch eher weniger beeindruckend ausfallen als das Design, da man vermutlich Kompromisse eingehen musste, um den stromsparenden Kunstmodus zu realisieren. Letzten Endes stellen die Samsung Frame TVs, so meine Interpretation, eine Alternative zu den QLED dar, die Design anstatt der Bildqualität komplett als Fokus setzt. Erinnert mich an das Konzept einer TVs und Lautsprecher von Bang & Olufsen, die ja gerne von Hi-Fi-Enthusiasten als „Möbel mit Zusatzfunktion“ bezeichnet werden.

(via Samsung)


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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