Samsung stellt neue Frame TVs für Design-Fetischisten vor

Auf der CES 2017 hatte ich am Stand von Samsung bereits die nun „Frame TV“ getauften Fernseher begutachtet. Es handelt sich um Bildschirme, die im Design besonders unauffällig wirken. Deswegen hängte man die Frame TVs dann auch am Messestand zwischen normale Bilderrahmen und fragte nichtsahnende Besucher, ob sie den versteckten Fernseher erkennen. Es waren aber zwei TVs zwischen die Bilder bugsiert, mindestens einer war nur mit genauem Mustern der Reflexionen auszumachen. In Paris hat Samsung die neuen Frame TV nun jedenfalls erneut vorgeführt – geizt aber weiterhin mit Einzelheiten.

Auch die neuen QLED zeigte Samsung übrigens auf dem Event in Paris erneut, was ich aber hier nicht nochmals rekapitulieren möchte. Habt ihr Interesse an den neuen High-End-TVs? Dann lest am besten einmal meine Beiträge zum First-Look-Event, zum Technical Briefing auf der CES und zum Roundtable mit Michael Zöller, Samsungs Leiter der europäischen Visual-Display-Sparte. Kürzlich hatte Samsung außerdem die Preise der QLED-Geräte verraten.

Die Frame TVs stellen jedenfalls ein Experiment Samsung dar: Sie sollen verhindern, dass eine hässliche, schwarze Wand – so sehen TVs nunmal üblicherweise ausgeschaltet aus – das Wohn- oder Schlafzimmer verunstaltet. Stattdessen sind die Frame TVs darauf ausgelegt auch im Ruhezustand bzw. „Kunstmodus“ ein Bild anzuzeigen – quasi wie ein digitaler Bilderrahmen. Das Design haben die Südkoreaner entsprechend angepasst.

Im Kunstmodus können die Frame TVs verschiedenste Motive anzeigen – aus unterschiedlichen Kategorien wie Landschaftsbildern, Architektur, Tierwelt, Action oder Zeichnungen könnt ihr als Besitzer auswählen. Alternativ könnt ihr aber auch ein eigenes Bild auf den TV hieven und anzeigen lassen. Samsung will auch auswechselbare Rahmen und einen separat erhältlichen Staffelei-Ständer offerieren. Wie die QLED nutzen auch die Frame TV neben dem Stromkabel nur ein dünnes, transparentes Kabel, das zur One-Connect-Box führt. Auch kommt Samsungs neue Wandhalterung zum Einsatz, welche eine Anbringung mit deutlich geringerem Abstand zur Wand als bei herkömmlichen VESA-Halterungen erlaubt.

Leider schweigt sich Samsung noch vollständig zu den technischen Daten und Preisen der Frame TV aus. Ich vermute, jene werden dann auch eher weniger beeindruckend ausfallen als das Design, da man vermutlich Kompromisse eingehen musste, um den stromsparenden Kunstmodus zu realisieren. Letzten Endes stellen die Samsung Frame TVs, so meine Interpretation, eine Alternative zu den QLED dar, die Design anstatt der Bildqualität komplett als Fokus setzt. Erinnert mich an das Konzept einer TVs und Lautsprecher von Bang & Olufsen, die ja gerne von Hi-Fi-Enthusiasten als „Möbel mit Zusatzfunktion“ bezeichnet werden.

(via Samsung)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Gefällt mir! Ihr habe eh noch nicht verstanden, wieso man einen sehr teueren 4k HDR Fernseher kaufen sollte… Gutes aussehen im Zimmer gepaart mit einfacher Bedienung, schneller Software und Integration aller relevanten Mediatheken ist mir wesentlich wichtiger als die Mega Technologie…

  2. schick aber sehen sehr klein aus!?

  3. Messewände mit versteckten Kabeln sind schon toll, nutz ich auch gern. Mal schauen, was mein Beton im Haus dazu sagt

  4. @SteveF
    Bekannte hat nachträglich Leerrohre legen lassen, damit es ähnlich wie o.g. aussieht.

  5. Maxell Philips says:

    Träume werden wahr. Es hat lange gedauert, bis jemand die naheliegende Idee zumindest als Prototyp umgesetzt hat. Prima. Habenwollen.

  6. @SteveF
    Alles eine Frage des Aufwandes, den man betreibt. Sollte prinzipiell in jeder Wand möglich sein. Auch in Beton. Schlitz klopfen, Leerrohr rein und wieder zuspachteln, schleifen, tapezieren/streichen. Bringt natürlich ne komplette Wohnzimmerrenovierung mit sich. Aber wenn man eh zufällig renovieren will, kann man das ja mal mit ins Auge fassen.

  7. Für den gemütlichen Kinoabend scheinen die Dinger nicht gemacht, da kann man auf high-class Features verzichten. Aber als Info-Display bei Bedarf oder die Nebenbei-Berieselung für Leute die das mögen bestimmt brauchbar. Ich finde das Design ziemlich schick.

  8. Verstehe ich das richtig – es ist vorgesehen, dass die Fernseher immer an sind und sie haben eine Halterung die nicht dem üblichen Standard entspricht?
    Mag ja schick aussehen, aber dafür noch ein Gerät das immer läuft. Wie viel Strom verbrauchen die Geräte denn im Ruhemodus?

  9. @stefan
    Mit Bewegungssensor und die schalten sich ein wenn jemand den Raum betritt. Wenn das bis zu Ende gedacht und umgesetzt wird, kann das eine geile Nummer werden. Ich schätze das wird aber sau teuer das ganze

  10. @sunworker: Haben die einen Bewegungssensor oder wäre das nur dein Vorschlag? Zum anderen wie hell sind die Displays denn dann im Dunkeln im Ruhemodus?
    (Und ja, ich halte das für unsinnige Spielerei – aber wer es mag…)

  11. Mein Digitaler Bilderrahmen von Samsung war schon damals ein Fehlkauf. Das hier ist dasselbe in groß.

  12. @stefan
    ne das war nur eine Idee. Die erste Version wird wohl eher ohne solche Ideen kommen. Aber in 1-2 Jahren 😉

    Also ich denke das ist der Hit. Es gibt Menschen die hängen sich sehr teure Gemälde ins Wohnzimmer, da ist ein solches Display -das wie ein gerahmtes Bild aussieht- mit einem Chagall drin schon günstiger.

    Und am nächsten Tag hat man einen Picasso an der Wand, gefolgt von einem Kandinsky am übernächsten Tag.

    Das ist ja auch eher weniger für Normalsterbliche gedacht… vielleicht eher für Fussballprofis mit künstlerischen Anspruch und zuviel Kohle 😉

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