Deutsche Telekom: auch Bestandskunden können von der Drosselung betroffen sein

29. April 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Die Deutsche Telekom ist fleißig beim Sammeln der Sympathiepunkte dabei. Fakten? Es wird gedrosselt, wenn ein bestimmtes Volumen erreicht ist. Voraussichtlich ab 2016. Für alle, die einen Vertrag ab 2. Mai 2013 abschließen. Altkunden sollen nicht betroffen sein. Wirklich nicht? Kollege Jens vom Pottblog hat immer recht gute Einblicke in das Leben und die Techniken der Telekom und hat einmal nachgefragt.

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Wer sich jetzt (also vor 2. Mai) entscheidet, bei der Deutschen Telekom einen Vertrag abzuschließen, der bekommt einen Vertrag basierend auf IP-Technologie, keinen Analog- oder ISDN-Anschluss. Wenn man in einem solchen Vertrag via DSL auch das Internet gebucht hat, dann hat man keine Drosselung in seinen AGB. Bisher nutzen laut Auskunft der Deutschen Telekom bereits eine Million der derzeit rund 12 Millionen Breitbandkunden die IP-Technologie. Die Telekom will nun aber alle anderen Kunden auch auf die IP-Technologie umstellen, siehe Heise oder auch Teltarif.

Dort heißt es unter anderem: „Die Telekom plant, alle Bestandskunden innerhalb der nächsten drei Jahre – also bis 2016 – auf IP-basierte Anschlüsse umzustellen.“ Nun der Plot: Der Wechsel der Basistechnologie setzt nach jetzigem Kenntnisstand einen neuen Vertrag voraus, der dann natürlich auch auf die neuen AGB aufsetzt. Und eben diese sehen seit Mai 2013 ja eine Drosselung voraus, wenn ein bestimmtes Volumen überschritten wird – oder man greift noch einmal in die Tasche, um Zusatz-Volumen zu kaufen.

 Eine Anfrage bei der Deutschen Telekom ergab diese Zeilen:

Das heißt im Endeffekt sind 11 Mio Breitbandkunden demnächst von der möglichen Drosselung betroffen, da die nicht IP-Kunden nach Telekom-Auskünften bis 2016 alle umgestellt werden. Diese bekommen nach meinen Informationen neue Verträge – die dann mit den neuen Regelungen ausgestattet wären. Oder irre ich mich da?

Als Antwort gab es folgende Aussage:

[…] von der Volumenbegrenzung ist bis 2016 faktisch niemand betroffen, weil wir sie bis dahin nicht technisch umsetzen werden. Und selbst wenn sie umgesetzt ist, werden die allermeisten Kunden davon nichts merken, weil die Inklusivvolumina ausreichen. Wenn das Volumen nicht reichen sollte, können die Kunden problemlos Highspeedvolumen nachbuchen – wie im Mobilfunk auch.

 Das liest sich für mich so, als ob da jemand ganz plump um den heißen Brei herumreden möchte. Jens teilt weiterhin mit:

In einer weiteren Anfrage hatte ich das ganze noch einmal explizit erfragt, aber auf die Frage, ob alle “nicht-IP-Nutzer” betroffen seien, auf die man eigentlich nur noch mit “Ja” oder “Nein” hätte antworten können, kam keine Antwort mehr…

Was man machen kann? Vielleicht noch heute oder morgen via Shop oder Hotline seinen Vertrag auf die neue Technologie umsetzen, sofern machbar. Andere, bessere Alternative, sofern man jetzt schon Bauchschmerzen hat, dass das Volumen nicht reicht: Anbieter wechseln. Befürchtung: andere werden nachziehen.

Chronologie der Ereignisse:

1. Gerüchte über die Drosselung erreichen das Netz

2. Deutsche Telekom äußert sich und relativiert

3. Deutsche Telekom gibt Drosselung bekannt

4. Mein Kommentar zur Telekom-Drosselung und Info zu Kabel Deutschland

5. Petition gegen die Drosselung wird ins Leben gerufen

6. Viprinet ist schockiert von den Plänen der Telekom

7. Telefon-Interview: Telekom verteidigt Drosselung

8. Telekom-Chef mit offenem Brief an Vizekanzler Rösler


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52 Kommentare

Hape 29. April 2013 um 09:23 Uhr

Dann bleibt einem ja leider nur noch die Möglichkeit des Wechsels …
Ich frage mich, ob ich es verpasst habe, oder ob es noch keine Zahlen gibt: Ist denn schon ein Preis für „Zusatzvolumen“ genannt worden? Sprich z.B: „Verdoppelung des Inklusiv-Highspeed-Volumens für 5 Euro“ oder sowas in der Art ?!?

caschy 29. April 2013 um 09:26 Uhr

Gibt noch keinen Preis dafür.

vandango 29. April 2013 um 09:32 Uhr

Wechsel ist ja kein Problem: Wenn die Telekom die Anschlüsse umstellt und dadurch den bestehenden vertrag verletzt, kann man per sofort kündigen und muss nicht den neuen Vertrag akzeptieren.

Und auch wenn andere nachziehen wird es immer einen Anbieter geben, der es nicht tut. Ich hoffe zumindest dass 1&1 das nicht macht, kann mir aber leider vorstellen, dass die die ersten sein werden, die nachziehen.

Robin 29. April 2013 um 09:36 Uhr

Da ja 3% der User 30% des Gesamttraffics (=Kosten) verursachen, dürften ja die DSL-Preise ab 2016 um rund 30% sinken. Wenn man der Logik der T folgt.

Hat da schon mal jemand offiziell nachgefragt, ob dies aufgrund der massiven Kostensenkung ab 2016 der Fall sein wird?

pietersmedia 29. April 2013 um 09:36 Uhr

Im dritten Absatz steht übrigens:“und eben sehen…“ Ich vermute mal,da sollte „und eben diese“ hin,oder?

Ist mir nur gerade aufgefallen 🙂

eXeler0n 29. April 2013 um 09:36 Uhr

Ich habe zu Hause einen Telekomvertrag mit drei Nummern über ISDN. Im Keller ist ein Verteilerkasten, von welchem mehrere Leitungen durch das Haus liegen, so dass wir für jede Nummer zwei Telefondosen im Haus haben.
An einer Dose hängt der Router, eine Dose ist leer, die anderen vier belegt. Also
Nummer A – 1 Telefon/Dose leer
Nummer B – 2 Telefone
Nummer C – 1 Telefon/Router
Wie wäre das denn mit IP zu lösen? Der Router steht zentral im Haus und nicht da, wo die Telefone hin sollen. Sollen wir jetzt neue Kabel verlegen lassen? Und wie funktioniert das mit mehreren Telefonen (bitte nicht Basisstation + 2 Mobilteile)?

Welche Anbieter bieten noch ISDN an?

Markus 29. April 2013 um 09:36 Uhr

Ich bin aktuell noch mit einem Analogen Telefonanschluss unterwegs. Mir erschließt sich als Kunde nicht der Sinn in IP Telefonie. Für den Linken Riesen ist es natürlich billiger und einfacher.
Ich käme zwar aktuell mit den zugeteilten 75GB aus, aber die Tendenz der Onlinedienste steigt und ich nutze kein Entertain, weil die Telekom es bei mir nicht liefern kann.

Oliver B (@funnyoliver221) 29. April 2013 um 09:38 Uhr

Ich bin auch mal gespannt … in 2 Monaten ziehe ich bei meinen Eltern aus und dann brauche ich einen neuen Vertrag 🙁

tracheo 29. April 2013 um 09:38 Uhr

nun,als Unitymedia Kunde bin ich nicht an der Telefonleitung gebunden! ich denke das ist der nfang vom Ende der T-com 🙂

Manox 29. April 2013 um 09:42 Uhr

@eXeler0n: DECT sollte Dir dabei helfen. Als Router ala Fritzbox bzw. als reine Anlage gibt es die auch, damit kannst jede Nummer einem Gerät zuordnen.

capprice 29. April 2013 um 09:42 Uhr

Jo dann bin ich wohl auch nicht mehr lange Telekomkunde. Als wenn ich mir gefallen lasse meinen Vertrag ins negative verändern zu lassen. Ein Hoch aufs Sonderkündigungsrecht.

Jürgen 29. April 2013 um 09:43 Uhr

Ich glaube nicht, dass man es noch schafft einen Vertrag vor dem 02.05.13 zu ändern. Weil ich kann mir gut vorstellen, dass man da heute anruft und es wird dann erst zum 02.05.13 umgestellt zu den neuen Bedingungen.

Trau mich deswegen nicht das direkt zu ändern. Oder was meint ihr?

Tobias 29. April 2013 um 09:46 Uhr

Ich hab mal bei Kabel BW nachgefragt wie viel das Verlegen eines Hausanschlusses kostet, da in der Straße eine Leitung liegt. Wen es klappt heißt es adieu Telekom – nie wieder langsames DSL.

AgentlemansRant 29. April 2013 um 10:01 Uhr

ich bin beim Kabelanbieter. Aber da wird doch auch irgendwann gedrosselt. die warten ab wie es bei der telekom läuft und ziehen nach. telekom ist platzhirsch. die paar leute die kündigen kratzt die doch nich. alle anderen drosseln nich. die haben ihre kapazitäten wahrscheinlich eh nich ausgeschöpft und hoffen auf kundenzuwachs. sobald sie können drosseln die auch. wenn man sich mal anguckt was einem beim handy an volumen geboten wird peitscht mich der ekel. immer dieses gerede „für whatsapp und emails reichts“. lächerlich! alleine die bilder,videos die ich bei whatsapp kriege und dann noch anhänge an mails fressen das volumen schon auf.ich finde die bundesregierung muss entsprechende gesetze erlassen um mal druck zu machen. 80millionen menschen. europas größte volkswirtschaft. und eine infrastruktur in der telekommunikation wie ein agrarland. und wenn 1live schon drosselungsexpertisen erstellt die so aussehen dass man die praktikantin 6stds vor den rechner setzt wirds noch stumpfer. „ich hab gesurft, youtube angeguckt, mir skyfall und X untergeladen und war schon bei 8gb.als ich dann noch sim city runtergeladen hab, mit 10gb…also da reichen 75gb ja niemals aus.und ich war noch alleine zu haus. was is denn mit den anderen 3 aus meiner wg…“
warum schafft man es eigtl nicht tarife auf den kunden zu zuschneiden? pooling verträge funktionieren nicht. die telekom könnte ja anbieten stadt 75gb im monat einfach sagen der kunde bekommt 1200gb im jahr. 100gb pro monat. dann drosselt man. allerdings sollte ich nur 60 benutzen dann werden mir 40gb für den rest des jahres gutgeschrieben. das is doch technisch sehr einfach umzusetzen. ich fürchte mich auch bei dem gedanken dass wenn man gb in kosten umsetzt später die mehrheit sehr darauf achtet nicht bis zur drosselung zu surfen und die telekom plötzlich weniger datenverkehr handeln muss aber das selbe geld bekommt. wo ist eigentlich eine unabhängige instanz die mal zusammenfassend den status quo in unserem land analysiert und mal wichtige punkte festlegt um unsere inetzqualität zusteigern? dank der drosselung sieht man wenigstens mal wieder dass qualität nicht nur an geschwindigkeit gemessen wird.

Just Me 29. April 2013 um 10:07 Uhr

Ein Teil der aktuellen Verträge beinhalten aber auch schon eine Klausel zur Drosselung ab einem bestimmten Volumen, von daher bringt es zum Teil überhaupt nichts jetzt noch schnell einen „alten“ Vertrag abzuschließen. Hier ein Auszug aus dem aktuellen Kleingedruckten von einem Entertainanschluss:
„Ab einem übertragenen Datenvolumen (ausgenommen Entertain Fernsehen und Video on Demand) von 300 GB in einem Monat wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs bei Entertain für den Rest des Monats auf 3 MBit/s für den Down- und Upstream begrenzt.“
Einziger Vorteil, man wird nicht auf unbrauchbare 384kbit/s gedrosselt aber auch jetzt mit den Altverträgen dürfte man schon gedrosselt werden.

Bei Call & Surf Comfort VDSL sind auch schon Drosseln eingebaut:
„Ab einem übertragenen Datenvolumen von 100 GB (bei VDSL 50 ab 200 GB) in einem Monat wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs für den Rest des Monats auf max. 6.016 KBit/s für den Downstream und 576 KBit/s für den Upstream begrenzt.“

Also man hat auch schon als Bestandskunde solche Klauseln von daher wird man schon genug Leute drosseln dürfen wenn es ernst wird 🙂

Frank Koehntopp (@koehntopp) 29. April 2013 um 10:13 Uhr

Ab Oktober bin ich dann beim lokalen Glasfaseranbieter, der explizit Drosselung ausschliesst 😉

ole1210 29. April 2013 um 10:17 Uhr

Da bin ich ja auf die ganzen Dörfer gespannt, die nur mit DSL-Light versorgt sind. Wie will die Telekom da wohl eine IP-Telefonie bis 2016 realisieren?!?!

Fabian 29. April 2013 um 10:20 Uhr

Der Vertrag bei der Telekom kann noch geändert werden, wenn man die Umstellung auf IP-Telefonie noch vor dem 2.05 in Auftrag gibt, werde ich nachher mal veranlassen für unseren Anschluss.

Hannes 29. April 2013 um 10:21 Uhr

Würden sich die evtl. mitziehenden Mitbewerber nicht selber ins Bein schiessen? Die Telekom schließt ja ihre Premium-Dienste vom DL-Volumen aus. Damit können die Mitbewerber ja irgendwie nicht dienen.

TomGausM 29. April 2013 um 10:27 Uhr

Nicht nur das diese Telekomgebaren einfach am Kunden und dessen Anforderungen vorbeigeht – der Masse der Kunden können sie ja noch nicht mal vollständige 16Mbit/sec Anbindungen anbieten und das schon aufgrund technischer Unterentwicklung der Telekom in den vergangenen Jahren.
Somit ist deren Bandbreite / Volumenstaffelung alleine schon ein Witz über den keiner lacht.
Und ich bezweifle ganz stark das die Telekom es schafft alleine bis 2016 – flächendeckend – diese Bandbreiten technisch möglich anzubieten.

haichen 29. April 2013 um 10:58 Uhr

Die Petition auf change.org liegt jetzt bei über 103 000 Petenten. Das scheint die Telekom nicht zu interessieren. Selbst katholische Bischöfe sind da empfindlicher. Die Teleom versteht sich wohl immer noch als Behörde alten Stils.

peterli 29. April 2013 um 11:14 Uhr

Hier kommen nur DSL 6k RAM an, da stelle ich sicher nicht auf IP Telefonie um.

J2C 29. April 2013 um 11:27 Uhr

@peterli Du wirst ganz sicher umgestellt _werden_. Telefonie in der bisherigen Form läuft aus, da gibt es anscheinend schon nichts mehr zu rütteln. Und alleine dadurch spart die Telekom angeblich einiges an Geld.

Und um es wirklich jedem verständlich zu machen (vor allem denjenigen, die ja, wie sagen, niemals an der Volumengrenze auch nur kratzen würden):

Es wird NICHTS billiger, nein, auf keinen Fall!

Es wird nur sicherlich teurer. Es geht um gar nichts anderes, als sich die Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen zu schaffen, ob das nun für vermeintliche Investitionen im Breitbandausbau (wo eigentlich und wie ist Breitband noch definiert) oder für waghalsige Übernahmeaktionen in Lampukistan ist.

Und wenn die Drosselkom auch nur den Hauch einer Chance sieht, die Netzneutralität auszuhebeln (wirbelt im Moment noch zu viel Staub auf und lässt sich wohl technisch noch nicht so einfach realisieren), dann wird es auch Zubuchoptionen geben: Youtube-Paket (1 GB Volumen inklusive) usw. usf.

Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, zu Markforschungsumfragen genau zu solchen Volumentarifen teilzunehmen und hatte mir da schon gedacht, dass kann doch nicht wahr sein, sowas überhaupt in Erwägung zu ziehen. Aber: Entweder haben genug Hirntote das noch befürwortet… oder, was wahrscheinlicher ist, die Drosselkom pfeift auf die Ergebnisse. Kunden… pfff… die kriegen das vor den Latz geknallt, und gut ist.

Carola Wüst 29. April 2013 um 12:13 Uhr

Wo sehe ich denn, was für einen Anschlußtyp ich aktuell habe? Hab mich grad mal im Kundencenter bei der Telekom eingeloggt und sehe da nur das hier: http://prntscr.com/12nnns

J2C 29. April 2013 um 12:15 Uhr

@Carola Wüst das sollte noch ein VDSL-Anschluss mit separatem Telefonanschluss sein, sonst müsste da IP in der Bezeichnung stehen. Zumindest bei normalem DSL ist das so… wenn sich da nicht wieder was geändert hat.

Blackdev 29. April 2013 um 12:44 Uhr

Was ist mit den Kunden die keinen DSL-Anschluss von der Telekom bekommen können??? Werden die etwa auch auf IP umgestellt??? Wenn ja wie???

Klar ist es für die Telekom günstiger IP-Anschlüsse zu schalten. Dadurch fällt schon die jetzt noch nötige Versorgung der Anschlussleitungen mit Notstrom aus den Vermittlungsstellen weg und auch die Hardware die, momentan für die Umsetzung von VOIP auf POTS (Plain old telefony system) oder ISDN, in diesen benötigt wird.
In den Ortvermittlungsstellen gibt es nur noch VOIP Anschlüsse, welche mittels Hardware auf POTS oder ISDN umgewandelt werden und dann über die zweiadrige Leitung zum Kunden gehen.

Damit wandern die Kosten für die Telefonie-Hardware und die Wartung, Pflege dieser in die Hand des Kunden. Zusätzlich muss der Kunde aber auch noch den Strom für diese Geräte bereitstellen. Hinzukommt, das ein Telefonieren bei einem örtlichen Stromausfall selbst mit einem Schnurtelefon ohne ein Netzteil nicht mehr möglich ist.

Insgesamt kann man es nur auf einen Nenner bringen, Telefonieren wird teurer, unzuverlässiger und unsicherer und das alles bei steigenden Kosten für den Kunden.

Insgesamt denke ich, das die Telekom IP-Telefonie nicht einfach so einführen kann, den es müssten Millionen von Kunden (Kunden mit uralten T-Net Anschlüssen [nur Telefon]) mit ein Mal mit zusätzlicher Hardware versorgt werden, die momentan noch nicht mal auf dem Endkundenmarkt ist. Hinzukommt noch das die Telekom sich bis jetzt nicht getraut hat diese alten Veträge zu kündigen, auch wenn sie in der Grundgebür teilweise um einiges günstiger sind als die aktuellen Tarife der Telekom, wenn es um einen reinen analogen Anschluss ohne Internet geht.
Allein diese Bestandskunden Bilden aus meiner Sicht für die Telekom einen wichtigen Einnahmefaktor den man sich verscherzen sollte.

Zu meinen Eingangsfragen: Es wäre schon verwunderlich, wenn die Telekom wirklich alle Flecken auf der DSL-Karte nur für die IP-Anschlüsse schließen würde. Das wären dann schon sehr erhebliche Investitionen in die Infrastruktur.

Ich empfehle abwarten und Tee trinken, und überschnellt handeln.

tanalahy 29. April 2013 um 12:45 Uhr

Habe meinen analogen Call & Surf Basic Tarif nach langem Zögern auf IP-basiert umgestellt, weil die Küngingswellen von analogen Anschlüssen der #Drosselkom schon laufen und sicher zum Ausdünnen der Altverträge genutzt werden. Die vielen Nachteile der IP-basierten Technik werden dabei nur von einem beschleunigtem DSL Anschluss „bis zu“ 16 MBit zum selben Preis ausgeglichen.

J2C 29. April 2013 um 12:57 Uhr

@Blackdev ich denke die Drosselkom wird die Kosten für eine etwaige Umstellung schon mit spitzem Bleistift kalkuliert haben. Nicht umsonst sind die Dämpfungsgrenzen wohl auch immer wieder angepasst worden, RAM wurde nach langem Zögern eingeführt, Annex-J auch, so dass sich die Verfügbarkeit zumindest von VOIP schon weitreichend realisieren lassen würde. Wo nicht mehr per Kupferader, dann halt zur Not per LTE.

Die Kosten für die Hardware? Der Kunde kann doch dann ein schickes, zuverlässiges Speedport-Gerät von der Drosselkom mieten. War ja früher bei der Bundespost mit dem Telefon auch nicht anders! 😉

Und wo dann wirklich immer noch kein VOIP geht, wird die Telekom wohl oder übel die VST halt nicht auf VOIP umrüsten. Aber bis dahin vergeht ja auch noch einige Zeit.

Der Zeitpunkt mit der geplanten Umstellung auf VOIP und Drosselung 2016 überschneidet sich nicht unbedingt nur zufällig.

Peter 29. April 2013 um 13:26 Uhr

Ich sehe ja auch als Hauptproblem dabei, das DSL nicht überall verfügbar ist. Um telefonieren nur noch übers Internet zu ermöglichen, wird eine Bandbreite ähnlich DSL 2000 benötigt.

Eins ist aber auch sicher, keiner von uns wird die technische Weiterentwicklung aufhalten können. Telefonieren übers Internet wird Standard werden.

Mike 29. April 2013 um 13:27 Uhr

betrifft das eigentlich auch alle Business Anschlüsse ? Dort kann ich mir das nicht leisten auf 400 kb/s gedrosselt zu werden. Aber is 2016 hab ich noch genug Zeit zu einem richtigen Internetprovider zu wechseln.

Holger 29. April 2013 um 13:38 Uhr

@Mike
schau halt in die Leistungbeschreibungen

http://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/40930.pdf
Leistungsbeschreibung, Festnetz-Anschlüsse (Geschäftskunden) Seite 4

Ab 100 GB übertragenes Datenvolumen pro Monat,
Begrenzung für Rest des Monats auf 6 016 kbit/s

So der aktueller Stand (wie auch bei den Privatkunden) bei VDSL, Da weiß ich aber nicht ob sich das ebenfalls nächsten Monat ändert. Fakt ist: auch jetzt schon mit Drossel.

napfelsaft 29. April 2013 um 13:41 Uhr

Also wir haben jetzt seit fast zwei Jahren einen IP Anschluss der Telekom. Läuft mit einer Fritzbox 7390 super. Ich kann was die Technik und Qualität der Gespräche angeht absolut gar nicht meckern.
Es kostete damals einfach keine Anschlußgebühr und wir haben uns das gespart. Ich kann auch keinen Qualitätsunterschied zu ISDN ausmachen.

Was die Telekom Drosselungstechnisch macht ist ein riesiger Rückschritt. Ich habe jetzt den VDSL Auftrag widerrufen und warte momentan noch auf die Bestätigung.

Nicht nochmal 24 Monate binden. Da hock ich lieber auf meinem alten 16Mbit Vertrag ohne Drosselungsklausel mit vollem IP Anschluß. Aber auch hier wird die Telekom eine Möglichkeit finden die Klausel in die Verträge zu kriegen. Aber sollte der Bestandsvertrag geändert werden müssen dann „hallo liebes Sonderkündigunsrecht“ 🙂

Ich schau mir das ganze jetzt noch die nächsten zwei Monate an. Dann überleg ich ob ich den Vertrag in die 12 Monatige Verlängerung laufen lasse oder doch wechsle und mein Geld lieber der Konkurrenz zuschiebe. Auch mal schauen was die Konkurrenz so treibt…

Zum Thema DSL Lite und Ausbau: Meine Eltern hatten bis vor kurzem DSL-Lite mit 768k. In dem Dorf gab es maximal 2Mbit je nachdem an welcher Seite man gewohnt hatte. Hier hat die Telekom einen Verteiler recht Zentral gesetzt. Das ganze dauerte ca 12 bis 16 Monate und jetzt surfen sie dort mit VDSL 50. Das geht also schneller als man manchmal denkt.

Grüße

Karo 29. April 2013 um 13:46 Uhr

Diese ganzen Kommentare von Leuten die ihre Verträge noch ändern/kündigen wollen sind so unterhaltsam wie unsinnig.
Die Dauer der T-Com DSL Verträge ist 24 Monate. Sprich bis 2016 wird man noch mindestens einmal ne VVL haben. Und selbst wenn man jetzt nochmal in einen Tarif wechselt in dem man aktuell seine Ruhe hätte wird man den Vertrag 2016 garantiert nicht mehr haben. Denn T-Com kann sich am ende der 24 Monate auch entscheiden ob sie der Vertrag gekündigt wird oder nicht.
Meine Prognose ist, dass im Jahre 2016 niemand mit einem Telekom Vertrag die Volumenbegrenzung nicht in seinen Unterlagen stehen hat. Dafür werden die sorgen. Womit das alles blinder und vor allem dummer Aktionismus ist.
Wenn die Telekom mit der Nummer durchkommt werden ALLE anderen nachziehen.
Wie das ganze verhindern kann erschließt sich mir nicht.

J2C 29. April 2013 um 13:49 Uhr

@Karo nichts machen und stillschweigen ist sicherlich die bessere Lösung?

Julian 29. April 2013 um 14:07 Uhr

@exeler0n: Schau mal bei Vodafone, dort gibt’s noch ISDN, heißt dort glaube ich „Komfort-Anschluss Classic“

Mike 29. April 2013 um 14:08 Uhr

@Holger. Danke für die Info. War mir wirklich nicht klar und ich hab schon ein paar DSL Business/VDSL bei denen.

napfelsaft 29. April 2013 um 14:44 Uhr

@Karo

Wenn sie es wirklich durchdrücken sollten und nicht einknicken, dann kommt es bis 2016 definitiv für alle. Sollte der Vertrag von Seiten der Telekom nicht mehr verlängert werden oder wollen sie dich in einen neuen Vertrag drängen so muss auch die Telekom dies schriftlich ankündigen. Ist dann eben Zeit zum wechseln.

Die Telekom wird dadurch Kunden verlieren. Wenn nicht jetzt dann spätestens wenn sie auch die Bestandskunden umstellen wollen.

friddes 29. April 2013 um 14:51 Uhr

Wechselt doch einfach. Wartet nicht zu lange. Der Mensch ist vergesslich. Vielleicht deshalb der lange Zeitraum „bis 2016″…? Und wechselt häufiger!

Dirk 29. April 2013 um 16:57 Uhr

Wenn niemand kündigt wird die Telekom es durchdrücken und alle anderen Provider ziehen nach. Fällt sie auf die Nase werden die Anbieter aufpassen. Wichtig ist die Information welche der anderen Anbieter keine solchen Klauseln versteckt haben und dann ist Wechseln angesagt. Unitymedia ist vor einiger Zeit noch während der Restlaufzeit des alten Vertrages kostenfrei gewesen und konnte sofort parallel genutzt werden, sogar über den beworbenen Zeitraum von 3 Monaten hinaus.

Sascha Bürk 29. April 2013 um 19:18 Uhr

Ich glaube: Es ist völlig egal, zu welchem Anbieter man wechselt. ALLE werden nachziehen…

Nino Peperoni 29. April 2013 um 21:52 Uhr

Ich habe bei 1&1 den 16.000er-Vertrag mit vier Telefonnummern, von denen ich eigentlich nur zwei nutze. Wieviele Telefonnummern bieten die anderen Provider an?

T.betrug 30. April 2013 um 07:33 Uhr

Lest mal kurz hier
Dass erklärt euch etwas besser wie die T Leute euch abzocken und Betrieb werden

http://blog.fefe.de/?ts=af86c272

http://www.basicthinking.de/bl.....en-mussen/

Ralph 30. April 2013 um 09:46 Uhr

Es muss in der Überschrift nicht „können“ sondern „werden“ heißen!

Berni Zimmer 8. Mai 2013 um 16:03 Uhr

nun,als Unitymedia Kunde bin ich nicht an der Telefonleitung gebunden! ich denke das ist der nfang vom Ende der T-com

Das war in meinen Augen schon immer eins Saftladen gewesen und immer mit ihren billigen ausreden.

Ich kann jeden nur arten die Telekom zu verlassen

Berni Zimmer 8. Mai 2013 um 16:09 Uhr

es werden nicht alle nach ziehen nur die Anbieter vielleicht die ihre Leitung über die t-com besitzen.

Es werden nicht alle mitziehen große firmen machen schulden in Milliarden und geht es ihnen schlecht soll der Kunde bluten das kann nur die t-com sein .

das viele denken es gibt es nur die Telekom das ist schon lange vorbei es gibt viel bessere Tarife und günstiger

nun,als Unitymedia Kunde bin ich nicht an der Telefonleitung gebunden! ich denke das ist der nfang vom Ende der T-com ein glück Unitymedia hat ein top Services auch die Technik wenn was ist ruck zuck bei einen Zuhause ist ist ohne was zu zahlen.

arno bokelmann 22. Juli 2013 um 21:00 Uhr

Habe auf IP gewechselt wurde meine VDSL 50 auf 16 herab gesetzt mache jetzt über 3 Wochen mit Telekom rum Mitarbeiter Fehler Beschwert Reklamiert keine Chance muß nochmal 7 Tage warten zusammen 16 Tage und das bei 2 Media Re. jetzt kommt’s bei VDSL 50 aufbuchen ab 200 GB Drosselung auf. 2 Mebit für den Rest des Monats
17.07.13 bin Bestandtskunde seit Jahren und 50000 Leitung seit fast 2 Jahren .
Telekommitarbeiter Fehler gemacht Kunde muß es ausbaden , das ist ein Fall für S onderkundigung habe vorher gefragt deshalb neeiin das Betrifft Sie nicht tschüss Telekom
ab.




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