Deutsche Telekom: Vorwürfe und Gerüchte über Drosselung der Breitbandanschlüsse

21. März 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Die Deutsche Telekom muss sich wieder einmal mit Gerüchten auseinandersetzen. Diese besagen, dass der Telekommunikationsanbieter seine Breitbandanschlüsse drosseln will, sofern ein gewisses Kontingent monatlich überschritten wird. Bei Twitter geht es gerade richtig zur Sache, ich bleibe erst einmal entspannt und sachlich. Ich habe bereits auch eine Anfrage an die Telekom gestellt. Nun zum Plott.

Deutsche Telekom

Einer Seite wurden von einer angeblichen Mitarbeiterin der Deutschen Telekom Informationen und Dokumente zugespielt. Diese internen Dokumente sollen, so der Betreiber der Webseite, auf ihn einen authentischen Eindruck machen. Und was steht drin in den Dokumenten? Wie im Mobilfunk sollen die Flatrate-Tarife der Deutschen Telekom nach Überschreiten eines Datenvolumens ausgebremst werden.

Die neue Geschwindigkeit nach Drosselung soll 384 KBit/s betragen, was für viele Tarife eine deutliche Verschlechterung der Konditionen bedeuten dürfte. Heißt: wer lädt bis der Arzt kommt, der muss mit Drosselung rechnen – und das schon im Wonnemonat Mai.

Die monatlichen Datenvolumen bevor eine Drosselung einsetzt, sollen sich wie folgt gestalten:

Tarif Datenvolumen
Call & Surf mit DSL 75 GByte
Entertain mit 16 MBit/s 75 GByte
Call & Surf mit VDSL 200 GByte
Entertain mit VDSL 200 GByte
Call & Surf mit Fiber 100 300 GByte
Entertain mit Fiber 100 300 GByte
Call & Surf mit Fiber 200 400 GByte
Entertain mit Fiber 200 400 GByte

Grund zur Panik, Grund zu einem Shitstorm? Nein, auf keinen Fall. Wie ich eingangs erwähnte: mehrere parallele Anfragen an die Deutsche Telekom laufen bereits, sodass eine Vorverurteilung erst einmal fehl am Platze ist. Warten wir ab, was die Deutsche Telekom mitteilt.

Ich kann es mir auf den ersten Blick nicht vorstellen, gerade weil die Telekom mit einer FON-Kooperation dafür sorgen will, dass wir unsere Kapazitäten für andere kostenlos freigeben. Es wäre ein Irrsinn, ein solches Programm zu promoten, sofern die Anschlüsse der FON-Nutzer einer Drosselung unterliegen würde. Dies würde das FON-Projekt sicherlich empfindlich stören.

Erinnert mich ein wenig an die Drosselung von Kabel Deutschland, die ja auch durch das Netz schwappte. Nach 10 GB Download via Filesharing-Ports am Tag soll Feierabend sein  - schlappe 100 KB/s tröpfeln dann durch die Leitung.

Sollte der Telekom-Plan aber Realität sein, dann wird es ein heißer Medien-Frühling für die Betreuer der jeweiligen Online-Accounts.

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103 Kommentare

Baschdi 21. März 2013 um 19:59 Uhr

Aussage T-Punk bei mir um die Ecke bei Call & Surf mit VDSL 200 GByte kann ich bestätigen. Wurd mir auf Nachfragen zugesgagt, dass das der Fall ist.

Samuel 21. März 2013 um 20:04 Uhr

Diese 200GB-Drossel bei VDSL ist aber was anderes, die gibts schon länger (steht z.B: auch in meinem 1,5 Jahre alten Vertrag drin), geht aber “nur bis 6 MBit/s runter und wird in der Praxis nicht angewandt. Die im Post diskutierte Drosselung wäre da wesentlich drastischer.

Baschdi 21. März 2013 um 20:06 Uhr

ja, das stimmt. Hier war ich etwas zu eifrig beim Überfliegen des Artikels. Die neue Drosselung wäre echt zu Viel des Guten. Ich dachte im ersten Moment, es ginge um eine generelle Drosselung. Die habe ich aber auch erst auf eindringliches Nachfragen im T-Punkt bestätigt bekommen. Drosselung gilt im Übrigen NICHT in Verbindung mit Entertain. Soll sich hier etwas ändern?

Christoph 21. März 2013 um 20:07 Uhr

75 GB wäre ja wohl ein Witz,
An meinem Rechner habe ich im Monat schon locker 100GB (gemessen).
Mit 6 anderen PCs im Haus gibt das ja gar nix. Ein paar Youtube Videos und die Leitung ist dicht…

Heiner Baltes 21. März 2013 um 20:07 Uhr

Ich kann mir gut vorstellen, dass das stimmt. Bei Vodafone arbeitet jedenfalls aktuell an einem vergleichbaren Projekt “LTE Throtteling & SpeedBuckets”, bei dem man “Power-Usern” die Bandbreite zunächst kappen und dann zusätzliches Volumen verkaufen will.

shad 21. März 2013 um 20:07 Uhr

Sind 200GB nicht ruckzuck futsch, wenn man z.B. Entertain nutzt, oder VOD ala Watchever, Lovefilm und Co.? Ist ja wohl ein Witz.

Samuel 21. März 2013 um 20:08 Uhr

Naja, bisher sind das nur Gerüchte, insofern ist abwarten mal die Beste Idee. Der Grund dafür, dass die Drossel mit Entertain wegfällt dürfte sein, dass in den DSLAMs wohl kaum unterschieden werden kann wo das Paket denn hingeht, das da gerade ankommt (Entertain oder DSL) und man dem Deutschen sein Fernsehen nicht wegnehmen will. Die Unterscheidung ist zwar per verschiedenen VLAN-Tags gelöst, aber ich weiß nicht ob so ein DSLAM Ahnung davon hat welche VLANs da gerade aktiv sind.

superfranz 21. März 2013 um 20:14 Uhr

sollten die sowas wirklich praktizieren, werde ich von meinem sonderkündigungsrecht gebrauch machen und diesen saftladen verlassen. bin seit 15 jahren telekom kunde aber derartige einschränkungen sind unter dem namen 16000 flatrate ein absoluter beschiss. an genannte 75 gb im monat kommt unser anschluß mit sicherheit ran. bei uns betreibt zwar keiner filsharing aber abends steht die leitung unter dampf. zwei teenager kommen schon alleine über 75 gb.

Dennis VItt 21. März 2013 um 20:17 Uhr

Jetzt mal ernsthaft: Normale Leitung 16 Mbits bei Telekom nach 75 GB im Monat schon gedrosselt? Das wären 2,5 GB am Tag..Ladet dann mal Updates für euer Device runter, hört bisschen Spotify oder guckt ein paar Youtube Videos.. Schöner Witz Telekom..

Ich habe bei meinem Surfverhalten im Monat etwa 150-200 GB auf der Uhr..

Phil 21. März 2013 um 20:21 Uhr

Entertain läuft über ein anderes ein andere VLAN als das Internet selbst, daher ist dies getrennt mess-/ und drosselbar….falls wirklich irgendwann gedrosselt werden sollte.
nur sind die Grenzen leider wirklich etwas lächerlich niedrig. Ein paar Backups durch die Gegend geschoben und man hat noch nem halben Monat nur noch eine Leitung, die nicht mal mehr die “Grundversorgung” erfüllt?! Naja…aber leider gibt es keine adäquate alternative zur Telekom…

Florian Niefünd 21. März 2013 um 20:21 Uhr

WENN es sich bewahrheiten würde währe das echt krass! und ich denke mal ein Wechselgrund.

Kolja 21. März 2013 um 20:21 Uhr

Was für eine Satire das dein Blog voll von Telekom Werbung ist, in diesem Moment. Danke Google.
Aber Schweine die TCom.

Max 21. März 2013 um 20:25 Uhr

ich hab noch nix von ner drosselung gemerkt bei meinem vdsl50 anschluss und ich hab weit mehr als 200gb traffic im monat….

Baschdi 21. März 2013 um 20:29 Uhr

Was mir der Verein damals (Stand Dezember 12) übrigens auch nicht sagen konnte, ob definitiv bei 200 GB schluss ist oder ob sich die Telekom sich das vorbehält, die Leitung zu drosseln. Den Punkt hab ich nämlich auch mal gehört. Aber wie auch Samuel schon erwähnt hat, gibt es die Drosselungsklausel schon immer.

Bjoern 21. März 2013 um 20:29 Uhr

Ich bin auch jahrelanger Telekomkunde, quasi seit 768 DSL dabei. Aktuell habe ich einen VDSL 25-Anschluss mit Entertain premium Tarif. Außerdem hängen 4 Rechner im Netzwerk sowie 3 Medienreceiver. Als 4 Personen-Haushalt kommen wir locker über 200 GB. Fast alle TV-Sender sind mittlerweile HD und der Internetanschluss wird ständig genutzt. Sollte die Telekom das wirklich durchziehen hat sie definitv einen Kunden weniger.

Deniz 21. März 2013 um 20:30 Uhr

Leute könnt ihr mal aufhören die Telekom zu beleidigen ohne definitiv zu wissen was los ist!?

Michael (@mipapo) 21. März 2013 um 20:33 Uhr

Von einer Drosselung (16 Mbit – Entertain) habe ich bisher auch noch nichts gemerkt.
Gerade mal nachgesehen, im letzten Monat gingen 157,79 über die Leitung mit VOD, Backup von Bildern, Alltagstraffic und weiteren Downloads.

Bisher aber von keiner Drosselung etwas mitbekommen. Und das würde man der Nutzung von Entertain bzw. VOD Diensten schnell merken.

Stumpf 21. März 2013 um 20:36 Uhr

Selbstverständlich wird das umgesetzt. Die derzeitige Situation ist für die Überwachungsdienste unseres Staates nicht mehr tragbar. :)

DancingBallmer 21. März 2013 um 20:42 Uhr

Die Sache ist ja nicht neu, da ging schon mal was durch die Presse (versteckter Drosselungspassus in den Verträgen). Bin als mein alter Vertrag auslief damals extra zu Entertain gewechselt, da es dort in den Verträgen keine mögliche Drosselung gab. Hatte mich deswegen auch extra nochmal mit dem Telekom-Mitarbeiter unterhalten, der mir das bestätigt hat (keine Drosselung möglich). Rein rechtlich sind die alten Entertain-Verträge sicher und es darf nicht gedrosselt werden. Beim Rest (Call & Surf) war es bis jetzt halt abhängig von der Telekom, rein rechtlich könntesie hier je nach Vertrag drosseln.

Meine Vermutung: Die oberen Angaben sind Überlegungen der Telekom bezüglich neuer Vertragsabschlüße. Sollte es so kommen und mein Vertrag läuft aus, würde ich meinen Vertrag sehr wahrscheinlich nicht mehr verlängern.

meany 21. März 2013 um 20:48 Uhr

Geil, die 75 GB (16 Mbit/s Entertain) würde an meinem Hauptrechner gerade mal ne Woche reichen. Dazu kämen dann noch Entertain (zwei Receiver), zwei weitere Rechner und gut zehn mobile Geräte der Familie. :D

DancingBallmer 21. März 2013 um 20:50 Uhr

So, die derzeigien Leistungsbeschreibungen samt Drosselungsinformationen:
Call & Surf: http://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/40569.pdf
Entertain: http://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/40926.pdf

Entertain 16/25/50 sind derzeit noch ohne Drosselung .

Stain 21. März 2013 um 20:57 Uhr

Dürfte die Telekom überhaupt so etwas nachträglich einführen ? Oder würde das erstmal nur für neu Verträge gelten ?

Wenn ersteres hätte man nicht ein Sonderkündigungsrecht ?

Weil 75GB wäre für mich Horror …. Habe im Monat ca.400GB Traffic

Tom77 21. März 2013 um 21:05 Uhr

@Stain: Da jetzt auf VoIP umgestellt und die alten Verträge zwangsgekündigt werden, sollte man immer das Kleingedruckte lesen.

Aber warum diese Beschränkung? Geiz? Oder rechnet sich das ganze nicht mehr.
Dann sollte man doch wirklich so ehrlich sein und wieder Volumentarife einführen.
Denn mit 384k wird der Anschluss schlicht unbrauchbar und denn man dann keine Möglichkeit hat, mehr Volumen zu buchen, dann ist das besonders übel.
Und für viele sicher ein Kündigungsgrund.

DancingBallmer 21. März 2013 um 21:05 Uhr

@Stain
Bin kein Jurist, aber meines Erachtens und nach Rücksprache damals mit der Telekom kann sie es nicht. In der Leistungsbeschreibung steht dazu:

“Die zu Vertragsbeginn vereinbarte Variante ist bis zum Ende der
Mindestvertragslaufzeit bzw. der automatischen Verlängerung fest
vereinbart. ”

Heißt: Es gilt was in der Leistungsbeschreibung gilt bei Vertragsabschluß. Erst wenn der Vertrag ausläuft und sich automatisch verlängert (wenn man nicht kündigt) können solche Änderungen aktiv werden.

Übrigens, falls es noch keinem aufgefallen ist, bis auf die neuen Beschränkungen für Entertain 16/25/50 ist nichts neu, d.h. für die anderen Verträge sind die Drosselungsinformationen schon länger drin. Das geisterte aber schon damals durch die Presse, weswegen ich jetzt ein bißchen über den Aufshrei hier verwundert bin.

null 21. März 2013 um 21:10 Uhr

Bei Primacom wird bereits ab 40 GB die Geschwindigkeit halbiert. Danach noch mal bei 60 GB und zum Schluss bei 80 GB.
So hat man beim Einsteigertarif anfangs 6 Mbit/s wovon nach 80 GB nur noch umgerechnet 90 KB/s übrig bleiben.

educky 21. März 2013 um 21:21 Uhr

komisch das es genau vor einem Jahr war, nicht das sich da jemand bei der “neuen Quelle” beim Datum vertan hat ;)

Gerrit 21. März 2013 um 21:21 Uhr

Wie Caschy sagt: Erstmal abwarten, da die Anfragen laufen!
Was mir einzig und alleine sorgen macht: Ich wohne in einer WG. Sprich das Limit würde definitiv erreicht werden und danach nur 384kbit/s zu erhalten wäre ein Genickbruch!

JMK 21. März 2013 um 21:25 Uhr

Beim Entertain-Tarif drosseln? Wie soll das funktionieren? Ist der Tarif doch explizit dafür gemacht Videos online zu streamen.

Paradoxus 21. März 2013 um 21:26 Uhr

Bedankt euch lieber bei Vater Staat & seinen unfähigen VertreternInnen. Dass Deutschland in Europa hinsichtlich der Breitbandanschlüsse nicht einmal mehr im Mittelfeld liegt, hat schon seine Gründe. Und die liegen nicht nur beim eh nicht verwerflichen Profitstreben des Ex-Staatskonzerns, sondern schlicht darin, dass es sich nicht lohnt in Infrastruktur zu investieren, wenn man den Kunden so oder so abzocken kann. Hier in Brandenburg gilt ja schon DSL-1000 als “Breitband” und mit DSL-6000 ist aktuell im Wohngebiet die Fahnenstange erreicht. Immerhin, KDeutschland hat kürzlich ausgebaut, dafür hat die Kommune ihnen zugesichert, dass Sat-Schüsseln baurechtlich verboten sind, via Grundbucheinträgen, die T-Com dagegen will mehr speed nur noch “DSL” über LTE anbieten, da wird aber auch ab 10 GB gedrosselt. Solche Monopolstrukturen wären einigermaßen einfach zu vernichten, wenn die öffentliche Hand es vorschriebe bei jeder Tiefbaumaßnahme (Abwasser, Wasser, Strom etc.) auch Leerrohre bzw. gleich anständige Glasfaser zu dann zu errichtenden Kabelverzweigern zu verlegen (bisher vermietet sie den Platz ja auch an Post, TCom oder KD).

Aber um On-Topic zu bleiben: Was, aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht, ist verwerflich am Drosseln? Die T-Com nutzt die Brandbreite zB besser, um IPTV oder FON zu pushen, das bringt mehr Kohle als YouTube und -Porn ;-) So lange es keine Gesetze zur Netzneutralität gibt bzw. die Info-Infrastruktur Unternehmen überlassen wird … .

Mority 21. März 2013 um 21:26 Uhr

Boah cool.
384 KBit/s
Das wäre ja eine Verdoppelung der Geschwindigkeit.
Dann würde ich Tag und Nacht sinnlose Dateien ziehen, damit dann nach ein paar Tagen das Internet schneller wird ;)

Thomas 21. März 2013 um 21:28 Uhr

bin in diesen Monat bei 474,01 GB… also weit das doppelte als die 200GB , ich habe VDSL 50 bei Telekom :)

Georg S. 21. März 2013 um 21:39 Uhr

Bei den Glasfaser Tarifen (Fiber) ist die Drosselung schon seit dem Start dieser fester Bestandteil so das ich durchaus davon ausgehe das hier etwas dran sein könnte. Die Drosselung auf 384 KBit/s ist aber eine Schweinerei, wenn sie wenigstens auf ein noch nutzbares Tempo wie 20.000KBit/s oder auch noch 10.000KBit/s (bei Glasfaser und VDSL) drosseln würden wäre es ja noch vertretbar.
Ich lade über mein 100.000KBit/s Leitung bei KabelBW normalerweise zwischen 100GB und 200GB im Monat aber wenn ich einmal in einem Monat etwas mehr lade will ich nicht gleich wieder auf das Steinzeit Tempo gedrosselt werden.

sYndrom 21. März 2013 um 21:46 Uhr

Da zahlt man 50€ monatlich für VDSL50 und wird auf DSL Light (48KB/s) gedrosselt – LOL!
Die Telekom ist doch der teuerste Provider, wenn die so stark drosseln, wäre das ein KO-Kriterium. Wir Deutschen sind doch sowieso schon mit schrecklich langsamen Leitungen geplagt – muss man da wirklich auch noch drosseln?

NeNeNe 21. März 2013 um 21:46 Uhr

Scheint echt eine Internet-Krankheit zu sein. Man jammert über etwas, eine Firma ohne von dieser bisher eine Stellungsnahme gelesen zu haben. Was waren es doch noch für Zeiten, als Menschen angewartet haben und sich nach verschiedenen Informationen eine Meinung gebildet haben. Ist leider lang her… heute bildet man sich ja eine Meinung an Hand von Gerüchten…

Klaus 21. März 2013 um 21:49 Uhr

Ich kann es mir auf den ersten Blick nicht vorstellen, gerade weil die Telekom mit einer FON-Kooperation dafür sorgen will, dass wir unsere Kapazitäten für andere kostenlos freigeben.

Also ob das für diese Konzerne ein Hinderungsgrund währe.

Tom77 21. März 2013 um 21:53 Uhr

@Paradoxus: Was daran verwerflich ist? Einmal, dass es als “Flatrate” verkauft wird und das man keine Wahl hat und zusätzliches Volumen nachkaufen kann.
Wenn die Kalkulation nicht mehr aufgeht, dann muss unbegrenztes Volumen halt teurerer werden. Es gibt sicher Kunden, die bereit sind auch mehr zu Zahlen.
Aber wo ist das Angebot für diese Zielgruppe?

oldirtyDirty 21. März 2013 um 21:56 Uhr

Lustig… ich habe gerade eben mit der Telekom telefoniert und eine Störung gemeldet, dass mein Internet plötzlich nur noch mit 978kbit läuft, wo eigentlich das 6-fache auf der Uhr stehen sollte. Da hieß es allerdings es sei morgen behoben.
Ca. 100-150GB Volumen könnte bei mir im vergangenen Monat hinkommen

zhet 21. März 2013 um 21:59 Uhr

Wenn ich das hier so lese, frage ich mich, ob man statt Punkten in Flensburg oder Bußgeldern nicht lieber mit Bandbreiten-Reduzierung bestrafen sollte – das scheint ja wirklich ein existenzielles Problem zu sein… aber was weiss ich mit meinen 50-70GB im Monat schon ;-)

hajuro 21. März 2013 um 22:02 Uhr

Meine fritz box vermeldet ca. 104 GB im letzten Monat. Entertain wird scheinbar nicht gezählt da anders VLAN und ansonsten Home Office, Streamingdienste. Da bleibe ich ganz entspannt mit meinem VDSL 50 inkl. Entertain ;-)

Dominik 21. März 2013 um 22:12 Uhr

Wer mehr als 400GB im Monat auf der Uhr hat sollte ernsthaft mal nachdenken, ob das noch normal ist. Das ist NICHT normal für einen Privathaushalt.

Daniel G. 21. März 2013 um 22:38 Uhr

@ Dominik, warum sollte das nicht normal sein? Da kommt so schnell was zusammen – Wir sind hier 3 Leute und verbrauchen ca. 400-500 GB und das ist ohne Filesharing.

Dominik 21. März 2013 um 22:46 Uhr

@ Daniel – wie geht das? Rund um die Uhr nur HD- Filme reinziehen, oder wie?

Bernd 21. März 2013 um 22:54 Uhr

“Wer mehr als 400GB im Monat auf der Uhr hat sollte ernsthaft mal nachdenken, ob das noch normal ist. Das ist NICHT normal für einen Privathaushalt.”

Immer diese (sorry) dummen Argumente. Was geht es Dich an, was ein privater Haushalt verbraucht? Was soll das?
Es gibt Familien, wo der Vater Hobbyfotograph ist und die 3 Kinder gerne Netflix bis zum Umfallen nutzen. Und selbst wenn es “etwas Böses” sein sollte. Es geht niemanden etwas an. Wenn es Flat heißt, sollte es auch eine Flat sein.

Ich finde diese Frage echt schlimm. Genaus solche Leute fragen auch immer “Warum brauchen wir denn DSL schneller als 50Mbit/s?”. Das geht Dich nichts an! Gib einfach her.

Dominik 21. März 2013 um 22:57 Uhr

@Bernd – interessiert mich nicht, was du mit deinem Anschluss machst. Aber genau wegen solchen Typen wie dir denken Konzerne über eine Drosselung von Leitungen nach.

Marc 21. März 2013 um 22:59 Uhr

Halte ich für BS… ich habe mal schnell nachgeguckt, diesen Monat gingen bisher 85 GB über die Leitung (habe diesen Piratebay-Torrent eifrig geseedet).
Außerdem würde mit 384kbit vermutlich Entertain-IPTV nicht mehr wirklich Spass machen?!

Georg S. 21. März 2013 um 23:19 Uhr

@Dominik Das kommt darauf an wie groß die Familie ist. Ich habe 4 Geschwister und würden alle Familienmitglieder das Netz nutzen wäre das durchaus erreichbar. Aber meine Mutter und meine kleinen Brüder sind nicht im Netz unterwegs und meine große Schwester ist vor ein paar Monaten ausgezogen so das nur ich, meine Kleien Schwester und mein Vater das Netz wirklich nutzen aber auch da kommt man manchmal auf 200GB da könnte es durchaus sein das ich in einem, Monat in dem etwas mehr Traffic anfällt auch auf 300 bis 400GB komme.
Gerade in den Glasfaser Tarifen mit Gigantischen Abload-Raten ist es verlockend ein Root-Server als NAS Ersatz zu verwenden und dann sind die 400GB ziemlich schnell nicht mehr so viel.

elknipso 21. März 2013 um 23:37 Uhr

Zum einen würde die angegeben Geschwindigkeit auf die gedrosselt würde den Anschluss praktisch unbrauchbar machen, und zum anderen sind die Grenzwerte ein Witz. Die erreicht man ganz locker, wenn man einen wirklich schnellen Anschluss auch ernsthaft nutzt.

Eine Drosselung ab sagen wir 1.000 GB (also 1 TB) würde ich mir noch gefallen lassen, dann aber bitte auf ein Niveau, dass der Anschluss noch halbwegs brauchbar ist (also maximal 6.000 KB/s drosseln).

Oder aber wenn die Telekom das wirklich durchziehen will, darf in keinem Wort ein solcher Tarif mehr als “Flatrate” bezeichnet werden, sondern er müsste als das bezeichnet werden was er dann wäre. Nicht mehr und nicht weniger als ein Volumentarif, und keine Flatrate.

elknipso 21. März 2013 um 23:46 Uhr

@Dominik
400 GB und mehr hat man ganz schnell. Du musst bedenken, wenn Du eine wirklich schnelle Leitung hast nutzt Du sie auch entsprechend. Besonders wenn man einen wirklich brauchbaren schnellen Upload hat kann man damit auch regelmäßig Backups erstellen und dann ist 400 GB im Monat noch sehr überschaubar und alles andere als viel.

Dominik 22. März 2013 um 00:04 Uhr

@elknipso – keine Frage, Onlinebackups können umfangreich sein. Aber die produzieren doch nicht Monat für Monat diesen hohen Traffic. 400GB und mehr an “Entertainment” kann keiner ernsthaft konsumieren.

LinuxMcBook 22. März 2013 um 00:17 Uhr

Naja FON-WLAN könnte ja genau so wie Entertain über eine anderen VLAN-ID laufen und somit von der Drosselung ausgenommen sein.
Natürlich hat die Telekom bis jetzt keine VDSL-Anschlüsse nach 200 GB im Monat gedrosselt, anders als bei Kabel Deutschland wo ja wirklich gedrosselt wird.

Wenn in den Dokumenten aber Mai drin steht, dann könnte die Drosselung tatsächlich dann aktiv werden.
Für meine Eltern habe ich letztes Jahr extra noch einen 16Mbit Vertrag abgeschlossen und bewusst auf VDSL verzichtet, weil da damals noch nichts von einer Drosselung in den AGB stand.

Naja ist ja auch nicht weiter schlimm, solange es noch gute Anbieter gibt, die nicht Drosseln, wie zum Beispiel easybell.


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