Cloud Station: raus aus der Cloud, rein in die Cloud

23. September 2013 Kategorie: Backup & Security, Hardware, Software & Co, geschrieben von: caschy

Das doch tendenziell eher ruhige Wochenende habe ich genutzt um aus der Cloud auszuziehen und in die Cloud einzuziehen. Seit Jahren verrichtet hier ein NAS von Synology seinen Dienst. In den Jahren sind immer mehr Funktionen dazu gekommen, DS Photo und DS Video stellte ich bereits gestern vor. Synology bietet mit der Cloud Station einen Dienst an, den ich hier schon einmal vorstellte.

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Will man es grob umschreiben, dann könnte man dies wohl am besten mit der Dropbox vergleichen. Allerdings liegen hier die Daten nicht in der Cloud, sondern auf dem eigenen NAS. Zu welcher Lösung man greift, dürfte Geschmacksache sein. Für die große Cloud könnte die Ausfallsicherheit sprechen. Brennt die Bude ab, sind die Daten auf dem NAS unter Umständen weg, in der Cloud dürfte dies nicht so schnell passieren.

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Wer hier pro „Internet-Cloud“ entscheidet, kann sich alternativ auch überlegen, ob er sein komplettes NAS in die Cloud sichert, ist mittels Software ja auch möglich, hier gibt es zum Beispiel Hi-Drive oder rsync-Lösungen, um Inhalte auf externe Server zu bringen. Ich griff zur Synology-Lösung, da ich in nur in wenigen Fällen Zugriff aus dem Internet benötige.

Zu 99,9 Prozent benötige ich Dateien, die entweder lokal oder im Netzwerk liegen. Auf dem Synology NAS liegen nun Dinge wie häufig benötigte Ordner, die Foto-Library oder iTunes. Der Cloud Station Manager synchronisiert auf Wunsch frei definierbare Ordner (selektive Synchronisation) auf die jeweils von mir eingesetzten Rechner.

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Sicher, die Daten liegen weiterhin doppelt vor, werden aber auf dem NAS synchronisiert, sodass der Datenbestand überall identisch ist. Es war eine einfache Überlegung. Zwar kostet der Cloudspeicher heute kaum noch Geld, doch wo der Up- oder Download knapp ist, wird Zeit verschwendet.

Meine Daten synchronisieren im heimischen Netzwerk einfach flotter, als wenn ich den Umweg über die Cloud gehe. Hierbei ist es übrigens egal, ob man zu einem Synology NAS greift, oder zu einer anderen Speicherlösung im Netzwerk. Synology bietet hier zwar bequeme Software, doch bekanntlich gibt es Dutzende Lösungen für Windows oder OS X, die auf lokaler Basis arbeiten und Veränderungen in Remote- oder lokalen Ordnern überwachen und die jeweiligen Änderungen vornehmen.

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Auf dem NAS musste ich nur den jeweiligen Dienst aktivieren und Benutzer einrichten. Diese bekommen ein eigenes Home-Verzeichnis, über welches sie sich mittels Freigabe oder Software verbinden können. Alle hier abgelegten Dateien lassen sich auf Wunsch auf den lokalen Rechner synchronisieren, eine nicht gerade unbequeme Lösung. Klar, Dateien lassen sich mit anderen schneller teilen, wenn sie eh bei Dropbox, Google Drive und Co sind – doch wie häufig mache ich das? Ich musste abwägen, was für mich die bequemere Lösung ist – und jene ist die Synchronisation aus dem lokalen Netzwerk. Keine Entscheidung aufgrund irgendwelcher NSA-Diskussionen – doch wer mag, der kann auch diesen Aspekt betrachten.



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Über den Autor: caschy

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