Zusammenarbeit: Microsoft Teams geht global an den Start

Bisher war es nur in einer Vorschauversion nutzbar, nun lässt Microsoft die Katze generell für alle Nutzer der Office 365-Lösung im Business-Bereich aus dem Sack. Microsoft Teams. Quasi der große Rundumschlag, mit dem man Nutzer vom Mitbewerber Slack abholen will – gemeinsames Abarbeiten von Projekten ist das Ziel. Vier Schwerpunkte bietet Microsoft Teams, einen Chat, einen Hub für die Zusammenarbeit, Anpassbarkeit auf einzelne Teams und die Sicherheit des Ganzen. Laut Microsoft haben seit der Preview mehr als 50.000 Organisationen damit begonnen, Microsoft Teams zur gemeinsamen Arbeit zu nutzen.Vorausgesetzt wird das Business- oder das Enterprise-Abo, was für viele vielleicht schade ist. Mit Teams erreicht Microsoft auch ohne ein Angebot für Privatanwender 85 Millionen monatlich aktive Nutzer. Dass ein solches Angebot aber auch durchaus für Privatanwender geeignet wäre, zeigt Slack. Die haben zwar „nur“ 4 Millionen Nutzer täglich, davon aber auch 1,25 Millionen zahlende.

Die vier großen Punkte hat Microsoft noch einmal mit der globalen Verfügung des Business-Werkzeugs hervorgehoben:

  • Chat für Teams: Die Threaded Chats lassen alle Teammitglieder jederzeit wissen, worum es eigentlich geht, die einzelnen Konversationsstränge werden übersichtlich dargestellt. Auch private Unterhaltungen, die nicht von jedem Teammitglied einsehbar sind, sind möglich. Für mehr Spaß bei der Arbeit gibt es zudem Sticker, GIFs, Emojis und Memes.
  • Teamwork-Hub: Hier findet man die Schnittstelle zu anderen Office 365-Produkten. Man kann direkt über Microsoft Teams an Dokumenten zusammenarbeiten, Videochats ausführen oder auch Sprachanrufe tätigen. Über den Microsoft Graph kann man zudem direkt auf relevante Informationen zurückgreifen und diese natürlich auch nutzen.
  • Anpassbarkeit: Jedes Team arbeitet anders, Microsoft Teams ist deshalb anpassbar. Über Tabs können verschiedene Kanäle erstellt werden, die dann immer direkten Zugriff auf alle relevanten Inhalte zu einem Thema bereitstellen. Die Tabs können mit Office 365-Diensten wie OneNote oder SharePoint verknüpft werden, aber auch andere Anbieter wie ZenDesk werden noch folgen. GitHub- und Twitter-Benachrichtigungen lassen sich ebenfalls integrieren.
  • Sicherheit: Sicherheit spielt im Business-Umfeld eine vielleicht noch größere Rolle als beim privaten Gebrauch. Microsoft setzt hier auf zu jederzeit verschlüsselte Daten und Multifaktor-Authentifizierung. Microsoft unterstützt auch diverse Datenschutz-Standards, sodass man als Unternehmen Microsoft Teams auch rechtlich einwandfrei nutzen kann.

Die Anwendung läuft auf Windows-, Mac-, Android- und iOS-Geräten sowie auf Web-Plattformen.

Statement Microosft

„Jedes Team ist anders“, sagt Alain Genevaux, Leiter der Office Business Group bei Microsoft Deutschland. „Teammitglieder arbeiten an unterschiedlichen Orten, manchmal über die ganze Welt verteilt. Sie haben oft verschiedenste kulturelle Hintergründe, kommen aus mehreren Generationen und pflegen individuelle Arbeitsweisen. Aus diesem Grund kann es nicht das eine Werkzeug für alle geben“, so Genevaux weiter. „Das ist der Gedanke hinter Microsoft Teams: Es ist eine flexible Lösung und ein universeller Baukasten für Zusammenarbeit und Kommunikation. Als Mitglied der Office-Familie hält Teams zudem Kontakt zu allen wichtigen Produktivitätswerkzeugen wie Skype for Business, SharePoint oder OneNote.“


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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

4 Kommentare

  1. SharePain als Produktivitätswerkzeug zu bezeichnen, ich brech ab 🙂

  2. Ich weiß nur für unser Unternehmen bzgl SharePoint auch nichts anzufangen. Wir haben ein paar Netzwerklaufwerke mit denen man viel schneller auf Daten zugreifen kann als wenn alles in der Cloud liegt.
    Microsoft Teams klingt jedoch sehr interessant. Das werde ich mir Mal genauer ansehen.

  3. @andi
    das ist ja wohl auch eher für firmen gedacht, die denzentral arbeiten bzw deren mitarbeiter ständig unterwegs sind bzw im homeoffice arbeiten.
    ich habe sogar schon für eine größere firma gearbeitet, die komplett mit google apps for work gearbeitet hat… die würden sich wohl jetzt für diese microsoft lösung entscheiden.

  4. Slack ist aber kostenlos?
    Wäre Teams in Windows integriert und mit Pay-Modulen erweiterbar wäre es sinnvoller…

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