USB-C-Kabel: Neue Logos gegen die Verwirrung

Vermutlich wird es bald besser mit USB-C-Kabeln. Eigentlich eine schöne Schnittstelle. Nur ein Anschluss – aber 100 Möglichkeiten, die kaum ein Mensch durchblicken kann. Das USB Implementers Forum (USB-IF), die Organisation zur Unterstützung, Förderung und Verbreitung der USB-Technologie, hat heute neue Stromversorgungslogos für zertifizierte USB-Type-C -Kabel bekannt gemacht, die den Verbrauchern die Stromversorgungsmöglichkeiten von USB-C-Kabeln deutlich machen sollen. Zertifizierte USB-Typ-C-Kabel werden nun mit Logos versehen, die Folgendes hervorheben: Unterstützung für 60W oder 240W Leistung gemäß der kürzlich veröffentlichten USB Power Delivery (USB PD) 3.1-Spezifikation. Außerdem wurden die „Certified USB4“-Logos aktualisiert, um das Branding im gesamten Programm zu vereinheitlichen und den Verbrauchern eine einfache Möglichkeit zu bieten, die Leistung und Leistungsfähigkeiten von zertifizierten USB-Kabeln, Hosts, Geräten und Ladegeräten zu erkennen.

 

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Wo wollen die den ganzen Quatsch denn hin Lasern?

    • Auf einer Steckerseite die Eigenschaften im Klartext, man braucht ggf. eine Brille zum Lesen, aber es ginge eben, auf die andere Seite einen QR-Code mit den Eigenschaften (direkt hinterlegt, nicht über eine Webseite, die in kurzer Zeit schon nicht mehr aktuell ist).

      Alternativ ein kleines Schildchen, ähnlich wie die Zettelchen in Klamotten. Wer’s nicht braucht, kann es abtrennen.

      Oder als weitere Alternative einfach auf’s Kabel drucken, macht man bei Elektrokabeln ja auch.

    • Frage ich mich auch. Es wird noch unübersichtlicher dadurch.
      Der einzige einfache Schritt wäre gewesen ab USB4 einfach nur noch einen Standard zu unterstützen. Immer vollen Speed und Ladeleistung. Alle anderen 1000 verschiedenen und billigere Standards soll bei USB3.xy bleiben.
      Jetzt geht das Chaos bei USB4 weiter.
      Wie schön waren die Zeiten bei USB2.0, immer 480Mbps und 0.5A Stromübertragung.

      • > billigere Standards soll bei USB3.xy bleiben

        Genau das ist passiert. USB4 soll die Situation ein wenig vereinfachen. Wenn man etwas technikaffin ist, dann ist das auch nicht so schwer. USB4 macht folgendes zur Pflicht:

        * USB4 Daten bei 20 Gb/s (optional 40 Gb/s)
        * USB 3.2 bei 10 Gb/s (optional 20 Gb/s)
        * USB 1 und 2 bei 480 Mb/s
        * DisplayPort und Alternate Mode (HDMI, MHL)
        * USB PD bei min. 5 V / 1,5 A (7,5 W, optional jetzt bis 240 W)

        Optional sind PCIe, Thunderbolt Alt Mode und USB-C Alt Mode, weil das eh kaum einer benutzt oder redundant wäre.

        Es macht keinen Sinn, alles mit der höchsten Datenrate auszustatten oder überall Bauteile zu nehmen, die bis 240W vertragen. Wichtig ist nur, das es korrekt implementiert ist, und nicht so:
        https://arstechnica.com/gadgets/2019/07/raspberry-pi-4-uses-incorrect-usb-c-design-wont-work-with-some-chargers/

        So einfach läßt sich das alles nicht unter einen Hut bringen, aber das Ganze ist immer noch 100mal besser als das hier:
        https://i.imgur.com/vAcDe9V.jpg

  2. Richard Rosner says:

    Immerhin. Jetzt müssen sie es nur noch schaffen, dass man auf den ersten Blick sieht, was es alles kann, da bei USB ungefähr alles optional ist. Deswegen wird Thunderbolt auch noch lange bestehen bleiben als Bezeichnung. Auch wenn es eigentlich inzwischen Teil von USB ist, schreibt Thunderbolt deutlich mehr vor als USB.

  3. Das macht’s jetzt irgendwie nicht besser. Mit jeder weiteren Änderung und Bezeichnung fahren sie den Karren immer noch mehr in den Dreck.
    Hätte im Voraus viel besser überlegt und klare Spezifikation vorgegeben hätte sollen.

    Aber wahrscheinlich machen sie bei USB D, E, F bzw 5, 6, 7, etc die gleichen Fehler wieder

  4. Es hätte von Anfang an keine Verwirrung gegeben, wenn die Idioten dort nicht so einen Müll abgezogen hätten, indem man rückwirkend sowas wie USB3.0 in USB3.1 und dann 3.2 umbenannt hätte, was vorne und hinten keinerlei Sinn gemacht hat.

  5. Ein Kabel-Standard mit „Universal“ im Namen braucht 7 (sieben) verschiedene Logos.
    Genau mein Humor.

    • Das sind 7 (sieben) Logos, die zusätzlich noch kommen.
      Es gibt bereits mehrere Logos für USB-C.

    • Richard Rosner says:

      Das universell bezieht sich nur auf den Stecker. Ansonsten nur darauf, dass hypothetisch alles drüber laufen kann. Außer bei USB 4 Hubs, die müssen ich meine ich alles können. USB 2.0-4.0 inklusive Thunderbolt 4, USB PD bis 100 W. Ich meine auch mindestens DP über USB, ob HDMI auch und Audio bin ich mir nicht sicher. Entsprechend werden die auch auf lange Zeit sündhaft teuer sein, schon alleine weil meine ich USB 2.0, USB ab 3.0 sowie Thunderbolt bereits jeweils unterschiedliche Schaltungen brauchen, weil sie zu verschieden sind. Und ich glaube es gibt noch keinen Chipsatz, der das alles zusammen kann.

    • Immer wenn sie es besser machen wollen xD

  6. Stimme den anderen Kommentaren hier zu. Das macht es nicht wirklich viel besser. Es gibt noch viel zu viele Zusatzfunktionen (z. b. Kann Bild übertragen werden?), die immer noch nicht erkennbar sind. Der „Standard“ ist komplett aus dem Ruder gelaufen meiner Meinung nach.

    Ist jetzt auch wahrscheinlich sehr schwierig da noch Mal nachzuziehen.

    • Richard Rosner says:

      glaube ich nicht. Man darf einfach nicht so viel optional machen. Thunderbolt macht es vor. Spezifikationen für TB 4 laut Wikipedia:

      Thunderbolt:
      40-Gbit/s-Thunderbolt-4 – gleiche Geschwindigkeit wie Thunderbolt 3
      4 PCI-Express-3.0-Lanes (= 32 Gbit/s), beispielsweise für externe Grafikkarte (eGPU)
      Thunderbolt-Netzwerk – 10-Gbit/s-Ethernet zwischen Computern

      USB – kompatibel mit vorhandenen USB-Geräten und -Kabeln:
      Basierend auf USB 4 (10 Gbit/s) mit allen Funktionen Pflicht
      USB-C-Steckverbinder und Kabel (klein, rotationssymmetrisch)

      DisplayPort – kompatibel mit vorhandenen DisplayPort-Geräten und -Kabeln:
      8 DisplayPort-1.2-Lanes (HBR2 (High Bitrate) und MST (Multi-Stream Transport))
      unterstützt zwei 4K-Displays (4096 × 2160 30bpp @ 60 Hz) und neu nun einen 8K-Display (7680 × 4320).
      verbindet DVI-, HDMI- und VGA-Displays über Adapter

      Stromversorgung (basiert auf USB Power Delivery):
      bis zu einer Leistung von 100 Watt
      15 Watt für vom Bus versorgte Geräte

      HUB Support statt nur Durchschleifen. Rückwärtskompatibel.
      geringste Latenz für PCI-Express-Audioaufnahme

      Einzig die Stromversorgung mit mehr als 100 W müsste extra ausgewiesen werden. USB Audio ist durch die Verpflichtung zu USB 4 mit allen Funktionen abgedeckt. Heißt also, man könnte den gesamten Funktionsumfang mit zwei Symbolen abdecken. Das Problem: ist extrem teuer, wenn jedes Gerät und jedes Kabel alles können muss. Und bei Smartphones vermutlich noch längere Zeit nicht umsetzbar, mir denn selbst AMD wird erst über USB 4 überhaupt Thunderbolt unterstützen, ob sie dann Thunderbolt 4 erfüllen werden ist fraglich, bei Smartphones wird es sicher noch deutlich länger dauern.

  7. es gibt in der donglehölle ein ganz spezielles plätzchen für die damen und herren vom usb-if.

    ein standard der nichts vorschreibt um es allen herstellern recht zu machen ist kein standard sondern ein reines marketing tool.

    wahrscheinlich werden wir automatische osd-anzeigen brauchen die bei jedem steckvorgang dem anwender zeigen was kabel und angeschloßene geräte tatsächlich wollen und können.

  8. Die Logos sind doch viel zu komplex, um sie auf ein Kabel und neben einem Port auf dem Rechne4 zu drucken.

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