Transistor: Internetradio mal ganz minimalistisch

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Transistor ist eine noch recht frische und unbekannte App, welche um die Gunst der Internetradio-Hörer buhlt. So kann die App Streams in den Formaten M3U und PLS abrufen und Stationen in Textdateien im externen Gerätespeicher vermerken. Open-Source-Freunde dürfte freuen, dass Transistor als freie Software unter der MIT-Open-Source-Lizenz veröffentlicht wurde. Dadurch steht auch der Quellcode für alle öffentlich bei GitHub zur Verfügung. Dort können sich also Interessierte an der Weiterentwicklung beteiligen und Bugs sowie Feature-Vorschläge mitteilen.

Neue Radiostationen könnt ihr in Transistor am einfachsten hinzufügen, indem ihr aus dem Web direkt die Streaming-Links (M3U bzw. PLS) übernehmt und in der App öffnet. Das geht auch per Copy und Paste. Getreu dem Namen erinnert die weitere Bedienung an alte Radios – die Playtaste gedrückt, geht es direkt los. Mit der nicht zu übersehenden Stopp-Taste endet der Radio-Spaß auf Wunsch. Radiostationen löschen / umbenennen könnt ihr über die Listen- aber auch in der Einzelansicht für Play und Stopp. Alternativ könnt ihr die Stationen bzw. ihre Namen auch über einen Dateibrowser verändern.

transistor app

Wie eingangs erwähnt, speichert Transistor die Radiostationen nicht in einer Datenbank, sondern als M3U-Textdateien. Das ist natürlich praktisch, da sie sich daher über einen stinknormalen Texteditor gesondert bearbeiten lassen. Der Standard-Dateipfad lautet laut den Entwicklern „/Android/data/org.y20k.transistor/Collection„. Transistor nutzt zusätzlich die Backup-Funktion von Android 6.0 und speichert die Radiostationen auch im Google-Konto. Dadurch bleiben die Stationen auch nach Deinstallation der App bzw. der Neuinstallation auf einem anderen mobilen Endgerät erhalten. Das gilt jedoch nur unter Android 6.0. Bei älteren Versionen des Betriebssystems müsst ihr den Ordner „Collection“ sichern.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten fehlen bei Transistor laut den Entwicklern ganz bewusst. Ziel war es, eine möglichst einfache und schnörkellose App zum Hören von Internetradiostationen anzubieten – nicht mehr und nicht weniger. Falls ihr Lust habt, die App mal anzutesten, findet ihr unten den Link. Ich habe die App selbst getestet und in der Tat ist hier das Motto „weniger ist mehr“. Radio einfügen, Play-Taste drücken und loslegen. Das kann die App und das macht sie mit schlichtem Design tadellos. Wer also auf Brimborium verzichten will, um einfach nur Musik zu hören, sollte sich Transistor mal anschauen.

Transistor Radio
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Entwickler: Y20K
Preis: Kostenlos
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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Keine Suchfunktion für Radiostationen sondern manuelles hinzufügen von URLs find ich etwas zu minimalistisch. Aber der fehlende Chromecast Support … nicht zu gebrauchen für mich. Bleibe bei Tune-In.

  2. Ist hier genau so. Ich such mir doch keine Stream-urls zusammen

  3. Das dachte ich auch!
    Aber diese riesige Auswahl ist vermutlich ein Grund wieso ich kein Webradio höre (30.000 Sender!)…
    Habe soeben ein paar Apps durchprobiert…es stimmt:
    Macht wirklich Spass der Transistor!
    Schön ist er nicht aber wenn man die URL’s selber zusammen suchen muss verhindert das dass man sich verzettelt sondern dann tatsächlich auch hört.
    An der Stelle vielleicht passend zum Thema Minimalistisch:
    Habe endlich einen Audio Player gefunden der meinen Bedürfnissen entspricht: mMusic

  4. Vergleich von TuneIn zu Transistor:

    – Kein Überangebot, sondern nur die Sender, die ich tatsächlich auch höre
    – keine Werbung, Open Source…
    – startet viel schneller als TuneIn
    – die Streams einmal von Hand rauszusuchen und einzufügen ist bei maximal 10 Sendern, die regelmäßig gehört werden, eigentlich kein Thema, kann aber „Nicht-Bastler“ abschrecken.
    -eben mal schnell was neues entdecken geht nicht!

    Fazit: Für meine Nutzung ein kleines, tolles Programm. Bereits seit einigen Tagen bei mir auf allen Androids im Einsatz. Es bekommt alle paar Tage ein Update spendiert, da merkt man, dass dran gearbeitet wird und es immer schneller startet und auch stabiler wird.

  5. Wer es noch minimalistischer mag, greift zu „Bats! M3u“. Einfach eine m3u ausählen und Radio hören 🙂

  6. Hab eh schon immer meine m3u Sammlung in der dropbox (bisher mit vlc)
    Hab mal alle in den Ordner collection kopiert, und es funzt. Startet schön.schnell und ist opensource. Guter Tip.

  7. Sowas hab ich immer gesucht, aber mir noch keine Mühe gegeben. Die großen Apps sind mir zu überladen und ich hab eh nur meine knapp 20 Radiosender die ich am pc auch in einer m3u hab.
    Danke 😉

  8. Genial. Deutlich schneller als die NDR Radio App

  9. Kennt jemand ne gute Übersicht wo man die stream URL’s bekommt?

  10. Ein feines Stück Software…

    @Nik
    http://www.stream-urls.de/webradio

  11. Kleines Manko hab ich gefunden, und zwar wird eine Benachrichtigung angezeigt wenn der Stream läuft, wenn man die wegwischt wird der gestoppt und eben auch wenn man über den „Alle entfernen“-Button die Benachrichtigung löscht – unschön.

  12. @Zwiefl Danke!

  13. Mir fehlt eine Funktion die es erlaubt den gerade abgespielten Songtitel in die Zwischenablage zu kopieren…

  14. Streams zuhauf gibt es hier: http://www.listenlive.eu/

  15. Cool! …und international? @Richard

  16. Hätt ich gern für iOS

  17. Hallo,
    leider funktioniert es bei mir überhaupt nicht.Die Adressen werden angeblich geladen und gepeichert, doch leider sind sie nicht auf der sd Karte vorhanden, daher auch keine Radiostationen verfügbar.

  18. Sehr cool! Nur schade dass es die App nicht für iOS gibt. Ich denke und hoffe mal, dass die App aber auch bald für IOS kommen sollte.

  19. Schade, dass Apps häufig nur für eine Plattform entwickelt werden..zumindestens zu Beginn. Hätte die App mal gerne ausprobiert aber da muss ich wohl noch etwas warten, bis eine IOS Version rauskommt.

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