Synology: Neue kompakte Speicherlösung DS620slim veröffentlicht

Das Unternehmen Synology hat sein Portfolio an Speicherlösungen um drei neue Gerätschaften erweitert, wobei neben dem FS6400 (UVP 5.713,00 EUR zzgl. MwSt.) und dem SA3400 (UVP 5.047,00 EUR zzgl. MwSt.) wohl das neue DS620slim für einen UVP von 428 Euro (zzgl. MWSt.) die interessanteste Lösung für den normalen Anwender sein dürfte, die ab sofort erworben werden kann.

An Bord des NAS befindet sich dabei eine Intel Celeron J3355 2-Core-CPU und 2 GB DDR3L RAM (erweiterbar bis 6 GB), alles verbaut in einem besonders kompakten Gehäuse (121 x 151 x 175 mm) mit sechs Einschüben für 2,5″-SATA-HDDs oder -SSDs. Außerdem ermöglicht das DS620slim 4K-Videotranskodierung und kann flexibel in einer Reihe von RAID-Konfigurationen eingerichtet werden. Damit ließen sich laut Synology „maximal 30 TB Bruttokapazität oder besserer Schutz von Daten mit RAID 5/6/10 realisieren“.

Bezüglich der Verschlüsselungsleistung kommuniziert Synology einen sequenziellen Datendurchsatz von über 226 MB/s beim Lesen und 198 MB/s beim Schreiben von Daten. SSD-Caching wird ebenso unterstützt, außerdem sind zwei 1 GbE-LAN-Ports am Gerät verfügbar.

FS6400 und SA3400

  • FS6400:
    • hohe Leistung und Skalierbarkeit
    • zwei Intel® Xeon® Silver 8-Core-CPUs
    • über 240.000 iSCSI 4K Random Write IOPS
    • Flash-Server und ideal für virtualisierte und containerisierte Umgebungen
    • UVP: 5.713,00 EUR (zzgl. MwSt.)

  • SA3400:
    • hohe Skalierbarkeit für größere Unternehmen
    • erstes Modell der neuen SA-Serie, Nachfolger der RS18017xs+
    • 50 % höhere Leistung
    • 8-Core-CPU mit 2,1 Ghz und 16 GB ECC RDIMM RAM und skalierbar bis zu 1.536 TB
    • ideal für Videonachbearbeitung und großflächige Überwachungslösungen
    • UVP: 5.047,00 EUR (zzgl. MwSt.)

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Sebastian says:

    Und wieder eine kleine SSD-taugliche NAS von Synology die klasse wäre, wenn sie 2,5/5/10 Gbit unterstützen würde…

  2. Lieber Synology Produktmanager,

    Bitte erläutere mir für wen die DS620slim sein soll: Für einen Preis von über 500€ Brutto hätte ich erwartet, dass zumindest ein 2.5 GBit / 5 GBit Port verbaut ist, um so ein SSD NAS zu ermöglichen, dass nicht am Gigabit Limit krepiert. Keine Sorge, einen entsprechenden Switch hätte mein Budget schon noch hergegeben.

    Bei einer UVP von über 500€ Brutto greift doch jeder nur halbwegs interessierte Käufer eher zu der DS918+. Diese kostet im Netz ab etwa 510€, biete aber mit dem Intel J3455 die doppelte Anzahl an CPU Kernen sowie die doppelte Menge RAM ab Werk. Sowie die Möglichkeit der Erweiterung auf bis zu 9 Laufwerke und eines Schreib & Lesecaches per NVMe Laufwerk.

    Auch die Bestückung der DS918+ mit Festplatten lässt sich deutlich günstiger realisieren, da herkömmliche 3.5 Zoll Festplatten bedeutend günstiger zu haben sind als High-Capacity 2.5 Zoll Laufwerke welche die DS620 Slim benötigt. Letztlich bieten die Festplattenhalter der DS918+ sogar ab Werk, sprich ohne zusätzlichen Kostenaufwand die Möglichkeit, 2.5 Zoll Laufwerke zu montieren.

    Sofern man nicht unbedingt ~5 CM in Tiefe, Höhe und Breite sparen muss und dafür bereit ist einen massiven, versteckten Aufpreis, in Form schlechterer Ausstattung (J3355 vs. J3455, 2 GB vs. 4 GB, kein NVMe Cache vs. R/W NVMe Cache) zu zahlen, verstehe ich nicht, wieso man zur DS620 Slim greifen sollte.

    Ich hoffe das Synology sehr bald einen Nachfolger der DS 918+ herausbringt, der auch dem Consumer endlich mehr als 1 GBit bietet. LACP schön und gut, aber das nutzt dem einzelnen Nutzer/Client doch recht wenig. Ich für meinen Fall hätte als Hobby-Video-Editor durchaus Anwendungszwecke für das, was 2.5 GBit/5 GBit/10 GBit zu bieten haben. Lässt Synology sich zu viel Zeit, wird man am Ende gegenüber QNAP, XPenology oder FreeNAS etc. Servern das Nachsehen haben.

    • Wieso „Lieber Synology Produktmanager“? So einen Menschen gibt es bei Synology nicht. Es gibt nur einen, der Alt-Bestände von CPUs und Speicher günstig aufkauft und dann den Technikern sagt: „Baut mal irgendwas daraus!“
      Wer nicht bei Intel nachsehen will: J3355 wurde im 3. Quartal 2016 (!) vorgestellt.

      • Dein Motto lautet Hauptsache etwas gesagt…?

        Der YouTuber iDomix hat erst vor kurzem dem Synology HQ eine Besuch abgestattet und dabei auch Interviews mit dem Zuständigen Personen geführt. Diese glauben tatsächlich, dass die Nutzer 10 GBit (noch) nicht wollen.

        Die Ressourcen ein entsprechendes Produkt herzustellen hätte man bei Synology sicherlich. Ob ein resultierendes Produkt dann auch konkurrenzfähig wäre steht sicherlich auf einem anderen Blatt. Aber es wäre ein Anfang ü.

        • Wenn man nicht wollen mit „nicht benötigen“ ersetzt, dann würde ich der Aussage sogar zustimmen.

          Welche Privatmensch hat bitte eine vollständige 10 GBit Verkabelung zuhause? Professionelle Kunden sind nicht Zielgruppe der Konsumerprodukte.

          • Brauchst du doch gar nicht. Es reicht vollkommen, wenn z.B. der PC mit dem Foto/Video Edits bearbeitet werden sowie das NAS 10 GBit beherrschen. Dafür reicht dann auch ein sehr erschwinglicher Switch wie z.B. der Asus XG-U2008 (2 mal 10 GBe, ab 172€) oder Netgear XS508M (8 mal 10 GBe, ab 333€). Dazu noch einen günstigen Intel 10 GBe NIC aus der Bucht und zack, unter 250€ hast du zumindest zwischen dem Haupt-PC und dem NAS eine 10 GBit Verbindung (Cat 6 Verkablung oder besser vorausgesetzt).

            In meiner DS918+ laufen aktuell 4 ST12000VN0008 als SHR1. Laut Datenblatt schafft eine dieser Platten bereits 210 MB/s, wird also bereits durch den Gigabit NIC ausgebremst – dieser effektive RAID 5 hängt da erst recht im Gigabit Limit der DS918+. Und hätte ich die Wahl, so hätte ich mich bewusst für die DS918+ mit 10GBe und dafür ohne NVMe Cache entschieden. Nur gibt es die Option leider nicht.

            • Für mich klingt das, als ob du die Daten mit dem PC auf dem NAS bearbeitest?
              Wenn ich das richtig verstanden habe, musst du zugeben, ist dein Anwendungsszenario auch sehr speziell. Weshalb die Frage gestattet sei: Warum?

              Dein PC scheint zum Bearbeiten der Videos offensichtlich ausreichend leistungsstark zu sein. Was hält dich davon ab, statt >500,-€ für ein NAS auszugeben, das Geld in einen Rechner mit deinen Anforderung genügendem Speicherplatz zu investieren. Evtl. bleibt dann noch Geld für ein günstigeres NAS über, was du als Backup/Datengrab nutzen kannst.

              Ich bearbeite zwar keine Videos, und zu Hause mache ich das auch nicht gegen Entlohnung sondern aus eigenem Interesse, aber ich programmiere am Rechner und sichere lediglich aufs NAS, wenn es nicht eh in der Cloud liegt. Ok, ab und zu ist es mal praktisch, für ein paar PHP Anwendungen den Webdienst der DS nutzen zu können, um etwas realere Bedingungen als mit XAMPP zu haben. Das ist nur die Ausnahme.

              • Warum keine 1618+ 10gbe Karte. Ist nur ‚etwas‘ teurer und bietet alles, was du möchtest…

                • Etwas teurer? Da haben wir dann unterschiedliche Definitionen von „etwas“.

                  DS 918+ Idealo: 509,99€
                  DS 1618+ Idealo: 789,99€
                  E10G15-F1 Idealo: 180,70€

                  Also 509,99€ vs. 970,69€ ist für mich effektiv der doppelte Preis. Zumal die DS 918+ im September 2017 veröffentlicht wurden (Kaufbeleg meiner aus Oktober 2017), die DS 1618+ im Mai 2018 (wo die Preise nochmals höher waren als jetzt). Somit hatte ich nicht die Wahl.

              • Nun, wir haben unterschiedliche Anforderungsprofile. (Öffentliche/“kostenlose“) Cloud käme für mich nie in Frage, einfach weil mir meine Daten dafür zu wertvoll sind.

                Meine Daten liegen auf meinem NAS, da ich meinen Speicher gerne zentralisiert und synchronisiert habe (1 Ort an dem die Daten gespeichert sind bedeutet, dass sie immer aktuell sind). Auch kann so z.B. meine Partnerin fix ein Projekt ansehen (LR Katalog/Premier Pro Projekt), ohne das ich die Daten rendern/exportieren muss, bzw. sie eine Unmenge an Projektdateien auf Ihren PC kopieren muss.

                Zudem kann ich nur auf dem NAS halbwegs Datensicherheit garantieren (SHR, Offsite BackUp und USV Versorgung), was bei einer Bearbeitung direkt auf dem PC nur massiv weitere Kosten verursacht. Alleine eine USV, welche einen PC, der unter Volllast ~600 Watt verbraucht, versorgen kann, kostet einiges an Geld. Dazu sämtliche SSDs als RAID 1 nur um es dann hinterher wieder übers LAN kopieren zu müssen…?! Klingt für mich nach doppelter und dreifacher Arbeit, zumal es bei einigen mobilen Geräten, wie etwa meinem Laptop (X1C6) in Ermangelung eines zweiten SSD Platzes nicht möglich wäre.

                Letztlich: Wer beschwert sich sonst hier auf der Webseite, wenn Hersteller mehr Leistung fürs selbe Geld bieten? Wer würde sagen „Mensch, die DS620 Slim ist super und ich würde sie auch kaufen, hätte sie doch bloß einen 1 Gigabit Anschluss statt des 10 Gigabit Anschlusses“. Nur weil du keinen Nutzen sehen kannst heißt das ja nicht, dass er für andere nicht von Nutzen wäre, bzw. das über 500€ für ein 6 Bay NAS mit Gigabit Speed und J3355 Dual-Core in 2019 ein guter Preis sind, oder?

  3. Mich nervt es extrem das die Boxen nur am GBit Limit rum eiern. Wenn es wenigstens eins Nachrüst Möglichkeit gäbe.

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