Sonos wünscht sich Partnerschaften statt Konkurrenz zu Amazon, Google und Co.

Sonos wird mittlerweile von einem neuen CEO geführt: Patrick Spence hat von John MacFarlane das Zepter übernommen. Mittlerweile ist dann auch ein internes Memo durchgesickert, das zeigt, welche Strategie Spence für den unabhängigen Hersteller plant. So gerät Sonos aktuell stark unter Druck. Der Anbieter ist für seine drahtlosen Multiroom-Lautsprecher wohl am bekanntesten. In diesem Segment wildern aber mittlerweile immer mehr Anbieter. Zumal Amazon und Google ihre Produkte wie Echo und Home stark mit digitalen Assistenten aufpeppen. Da hat Sonos ein wenig gepennt und will nun wieder aufschließen: aber nicht durch aggressive Konkurrenz, sondern durch Zusammenarbeit.

Sonos wolle sich laut dem Memo von Patrick Spence nicht an einen einzelnen Partner binden, sondern mit möglichst vielen Anbietern kooperieren, So, wie man es quasi bei den Musik-Streaming-Plattformen handhabt, will man auch bei den digitalen Assistenten angehen. Die Integration von Amazon Alexa steht dabei bereits fest auf der Agenda – andere Dienste sollen folgen. Natürlich wird Sonos aber auch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen, denn die meisten Hersteller entscheiden sich für eine Sprachsteuerung und Exklusiv-Partnerschaften. Sonos wiederum hätte am liebsten Amazon, Google und Co. gleichermaßen an Bord.

 

In seinem Memo spricht der neue CEO auch an, dass Sonos sein Tempo beschleunigen müsse: Mehr Innovationen in kürzerer Zeit müssten das Ziel von Sonos sein, um Schritt zu halten. Der Markt entwickele sich für die Anbieter von Multiroom-Equipment und Sprachsteuerungen aktuell fantastisch, doch es gelte die Chancen auch zu ergreifen. Sonos müsse sich wieder als Pionier platzieren. Dabei ermuntert Spence die Mitarbeiter auch unfertige und gewagte Ideen mitzuteilen, damit man gemeinsam daran arbeiten könne.

Man darf gespannt sein, wie es nun bei Sonos weitergeht. CEO Patrick Spence scheint einen klaren Weg vor Augen zu haben, den der Hersteller beschreiten soll. Nun wird es daran gehen sich möglichst viele Partner zu sichern, damit die Ziele auch erreicht werden.

(via TheVerge)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Ich würde mir eine bessere Informationspolitik seitens Sonos wünschen. Wie die Alexa Skill Entwicklung, die nur manchen in der Beta von Sonos zugänglich gemacht wird. Ausserdem muss man die AGBs akzeptieren und darf nichts veröffentlichen bzw. in Blogs schreiben 😉

  2. @max: jeder kann uns anonym Screens schicken 😉

  3. Sprachsteuerung mag js schön und gut sein. Aber momentan hat nur die neue Play 5 ein Mikrofon. Der Rest nicht. Also entweder man bringt eine komplett neue Generation Lautsprecher mit Mikrofon oder man muss sich neben jeden Sonos eine Alexa stellen (was quatsch ist) hoffentlich wachen sie endlich auf. Ideen gibt es im hauseigenen Forum mehr als genug…

  4. Sehe ich genauso wie der CEO von Sonos

  5. Brauner Bär says:

    Oder sie sollen eine kleine Blackbox mit Mikrofon und zb. Bewegungsmelder usw. anbieten…

  6. Sonos in Kombination mit Alexa und ich würde es sofort kaufen.

  7. Sprachsteuerung funktioniert eher schlacht als recht. Mein Kumpel hat son Alexa Teil. Solange die Musik leise läuft ist alles klar. Bei lauter Musik brüllst du dir die Kehle aus dem Hals und das Teil reagiert nicht. Also hingehen, leiser machen und dann den neuen Befehl einsprechen….finde den Fehler ☺️

  8. Ich nutze selber seit ein paar Tagen den Amazon Echo Dot in Verbindung mit Sonos (über Eingang der Sonos Play 5) und bin begeistert. Bis jetzt habe ich nicht die Erfahrung gemacht, dass Alexa mich nicht versteht. Ich lass Sonos aber auch nicht auf volle Lautstärke laufen und höre auch nicht den ganzen Tag nur AC/DC oder Metallica. Mit normaler Lautstärke kann ich ohne Probleme mit der Sprachsteuerung Radio Sender auswählen oder Playlist über Spotify abspielen, mit Sprachbefehl „Alexa Lautstärke 1-10“ kann man Lautstärke regeln. Super finde ich auch, dass mit dem Befehl „Alexa mit iPhone verbinden“ eine Bluetooth-Verbindung mit meinem iPhone hergestellt wird und ich jetzt auch alle anderen Quellen wie z.B. Youtube usw. über alle Sonos Lautsprecher abgespielt werden kann. Ich bin begeistert von Alexa in Verbindung mit Sonos. 🙂

  9. @chinahorst : Für solche Fälle sollte eine zusätzliche Fernbedienung gar nicht erst nötig sein, oder aber, soweit sich das gar nicht ändern lässt (was ich grundsätzlich nachvollziehen kann) zum normalen Lieferumfang gehören. Alternativ wäre es schön, wenn die App die Sprachbefehle unterstützen würde, das geht beim FireTV ja auch.

    @spike26 :Um Probleme zu haben, musst Du den Echo gar nicht auf volle Lautstärke bringen, das geht schon im „oberen Mittelfeld“ los.

  10. Natürlich ist diese für solche Fälle nötig, wenn entweder die Lautstärke bis zum Anschlag „aufgedreht“ ist bzw. der Betreffende vielleicht ein „dünnes Stimmchen“ hat, der Kampf gegen Person gegen Echo-Lautsprecher somit aussichtslos ist. 😉 Für diese Eventualitäten ist diese Fernbedienung wohl gedacht. 😀 Insofern ist diese wohl in den meisten Fällen gar nicht nötig und würde dann in der Schublade verschwinden. Natürlich will Amazon aber auch Geld verdienen. Es wird aber niemand gezwungen, Geld dafür auszugeben.
    Jeder setzt andere Prioritäten und sieht andere Anwendungsmöglichkeiten. Ich sehe die Fernbedienung z.Bsp. in Verbindung mit Dot und einen Bluetooth-Audio-Receiver als interessant an bzw. in Verbindung mit der (baldigen) nativen Unterstützung von SONOS.
    Was den fireTV betrifft, ich hoffe doch, dass auch endlich Alexa für diesen hier bei uns ausgerollt wird.

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