Samsung will 2020 bis zu 6 Mio. faltbare Smartphones verkaufen

Das erste faltbare Smartphone von Samsung, das Galaxy Fold, hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Erst gab es Probleme mit der Fertigung, dann musste man den Launch verschieben und den richtigen Umgang erklären, bevor es dann endlich nach monatelangen Verschiebungen doch noch breiter auf den Markt kommen durfte. All das scheint die Südkoreaner aber nicht entmutigt zu haben. 2020 wolle Samsung laut aktuellen Meldungen nämlich bis zu 6 Mio. faltbare Smartphones absetzen.

Das Samsung Galaxy Fold soll bisher ca. 500.000 mal über die Ladentheke gewandert sein. Bedenkt man den hohen Preis des Smartphones und dass es sich eben um die erste Generation derartiger, faltbarer Smartphones handelt, dann ist das durchaus beachtlich. Ob Samsung dieses Volumen 2020 aber tatsächlich um mehr als das Zehnfache steigern kann? Das halte ich für fraglich, aber ich kenne natürlich auch die Pläne des Unternehmens für die nächsten Generationen nicht.

Die Analysten von IHS Markit hatten mit etwas mehr Vorsicht für 2020 prognostiziert, dass rund 3 Mio. faltbare Smartphones verkauft werden könnten. Die Marktforscher von DSCC waren optimistischer und gingen von 4 bis 5 Mio. Einheiten aus. Samsung scheint da nochmals euphorischer zu sein. Bis 2021 rechnet man aktuell insgesamt damit, dass faltbare Smartphones für einen Markt stehen könnten, der jährlich mehr als 10 Mio. verkaufte Einheiten hergeben dürfte.

Angeblich soll Samsung sogar abwägen neben faltbaren Smartphones auch Notebooks mit faltbaren Displays auf den Markt zu bringen. Wie da genau die Anwendungsszarien aussehen könnten, ist aber momentan noch offen. Schließlich klappt man ein Notebook ja von Haus aus zusammen. Vielleicht könnte man das Display dann so falten, dass es auch zum Teil bei zusammengeklapptem Zustand sichtbar sein könnte?

Mobilfunkbetreiber blicken übrigens eher skeptisch auf den Markt für faltbare Smartphones. Sie nehmen an, dass viele Early Adopter durch Neugier zum Galaxy Fold getrieben worden seien. Es bleibe aber fraglich, ob diese Produktgruppe in den nächsten Jahren tatsächlich derart abheben könnte. Zumal die Massenproduktion der faltbaren Geräte, das zeigt ja auch die Geschichte des Samsung Galaxy Fold, deutlich komplexer ist als bei traditionellen Smartphones. Nun denn, mal sehen, was 2020 da für einen Nachfolger des Galaxy Fold zu bringen wird.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Wenn der Trend bei denen so weiter geht, dass jeden Tag zig „verschiedene“ Telefone auf den Markt geworfen werden, die dann nie richtig mit Updates versorgt werden, so dass man alsbald ein neues braucht, dann ist diese Zahl schon realistisch…

    • Was redest Du für einen Blödsinn?
      Samsung sind mittlerweile bei den Flaggschiffen mit die schnellsten, wenn es um Sicherheitspatches geht, die sie auch volle 3 Jahre (oder sogar länger) ausliefern. Das S7 hat gerade den Oktober Patch erhalten.
      Die Major Updates kommen auch zuverlässig dauern nur länger. Aber wenn kümmert das? Stock Android bietet jedes Jahr so wenig Neues und das Meiste davon haben die Samsung Geräte sowieso schon, weil Google sich bei den Herstellern bedient.
      Zumal es sich hier um eine ganz neue Klasse handelt, die es vorher nicht gab. Bei Den Flaggschiffen hat sich nichts am Zyklus geändert, nur die Mittelklasse wurde breit aufgestellt.
      Ich habe also keine Ahnung wie Du auf diese Exklusivmeinung kommst.

  2. Das glaube ich absolut nicht, nicht für den Preis.

  3. Das Prinzip an sich ist in meinen Augen ganz klar die Zukunft.

    Aber es werden noch einige Jahre ins Land gehen bis die Technik wirklich soweit ist, dass man die Geräte kompakt und massentauglich konstruieren kann, und die Preise dafür in entsprechende Regionen sinken.

  4. Ich hab ein Smartphone, das muss man erst gar nicht auffalten…das ist toll!

  5. Lange nicht so gelacht… 6 Mio? In tausend kalten Wintern NICHT!
    Und die 500k auch nur weil: „Sie nehmen an, dass viele Early Adopter durch Neugier zum Galaxy Fold getrieben worden seien. Es bleibe aber fraglich, ob diese Produktgruppe in den nächsten Jahren tatsächlich derart abheben könnte.“

  6. Die Asiaten kaufen das vielleicht wie nix. Das schaffen die vielleicht sogar allein.

    Für mich sehe ich außer einem coolen Gadget bei dem Gerät keinen Mehrwert. Für was könnte man das Ding produktiv verwenden? Mir fällt nichts ein.

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