ProtonMail goes Tor: Mehr Nutzer-Sicherheit dank Onion-Site

ProtonMail versteht sich als ein Maildienst für Anwender, die Wert auf Privatsphäre und Sicherheit durch Verschlüsselung legen. Nun startet zusätzlich zur bisherigen Website protonmail.com eine neue Instanz in den Tiefen des Tor-Netzwerks, die noch mehr Garantie für Sicherheit der privaten Daten und vor allem noch weniger Möglichkeit für Zensur durch Dritte bieten soll. Mit über zwei Millionen Nutzern gelte ProtonMail schon heute zum größten Mailanbieter für sicher verschlüsselten Mailverkehr. Aufgrund der vorherrschenden weltweiten Idee einiger – wenn nicht sogar aller – Regierungen, dass die Privatsphäre des Einzelnen im Netz nichts verloren hätte, sehe man sich gezwungen, noch einen Schritt weiter zu gehen.

Zwar gilt auch Tor nicht als das ultimativ sichere Netzwerk, dennoch erlaubt die spezielle Struktur dahinter ein wesentlich bessere Anonymität als im üblichen Internet. Somit möchte man bei ProtonMail nun hier eine Alternative anbieten für all diejenigen Nutzer, denen selbst protonmail.com noch zu unsicher ist.

 

„Starting today, it is also possible to connect to ProtonMail directly through the Tor network using our new onion site. In order to use our onion site, you need to first set up Tor on your computer. Instructions for using ProtonMail encrypted email with Tor can be found here. After Tor is properly set up, ProtonMail’s onion site can be visited at the following URL:

https://protonirockerxow.onion

We would like to give a special thanks to Roger Dingledine and the Tor Project for creating the Tor software and also providing insightful comments and suggestions regarding ProtonMail’s onion site implementation.“

Natürlich ist es vor allem die fehlende Geschwindigkeit innerhalb von Tor, die viele Anwender aus diesem fernhält. Sogenannte Onion-Links laden teilweise minutenlang, bis sich endlich die gewünschte Seite öffnet. Nichtsdestotrotz ist vor allem die hier gebotene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Grund genug, sich das Ganze mal genauer anzuschauen.

Weitere technische Details und Erläuterungen zum Projekt findet Ihr in der Quelle.

(Danke an Chris!)

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Cool! Man darf dann nur nicht den Fehler machen, seine Emails plötzlich aus dem „normalen“ Internet abzurufen.

  2. Danke für den Hinweis.
    Hat mich mal wieder an meine ProtonMail-Adresse erinnert. Zusammen mit Tor funktioniert die WebMail-Adresse immer noch. Ist allerdings ein WebMailer, daran sollte man denken.

  3. „Aufgrund der vorherrschenden weltweiten Idee einiger – wenn nicht sogar aller – Regierungen, dass die Privatsphäre des Einzelnen im Netz nichts verloren hätte,…“
    Mittlerweile scheint es in der Schreiberlingen-Welt wirklich schon „normal“ bzw. politisch korrekt zu sein, ALLEN Regierungen böses zu unterstellen. Zu unterscheiden bzw. Beweggründe zu hinterfragen, darf man wohl nicht mehr erwarten.

  4. @At
    Vielleicht ist man einfach nur realistisch.

  5. protonmail ist zwar momentan sicherer als die kostenlosen Accounts von Google und Shittysoft etc, aber das, was das Produkt verspricht, kann es wg Designfehlern nicht halten. Ich nutze protonmail als bezahltes Account auf dem Smartphone. Die einwandfrei funktionierende App ist auch beim kostenlosen Account werbefrei.

  6. @At
    Für dich als Einzelnen gilt das Strafgesetzbuch. Spionierst du Daten aus dann bekommst du Probleme. Ausser du arbeitest bei BND oder Verfassungsschutz, dann darfst du all das straflos machen. Mit dieser Aussage werden aktiv Mitarbeiter beworben. Was die dann machen sollen und dürfen wird zBsp. hier erklärt: https://netzpolitik.org/2016/projekt-aniski-wie-der-bnd-mit-150-millionen-euro-messenger-wie-whatsapp-entschluesseln-will/

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