Passwort- und Account-Sharing: Netflix zieht die Daumenschrauben an

Netflix kann man bisher günstig bis sehr günstig schauen, wenn man möchte. Auf der einen Seite gibt es die Möglichkeit, über ein anderes Land, beispielsweise die Türkei, ein Abo abzuschließen. Dieses ist zwar kürzlich teurer geworden, aber so ist das hierzulande 17.,99 Euro kostende Netflix-Abo für umgerechnet 5 Euro zu haben. Und diese Summe kann man sich ja sogar mit anderen Nutzern teilen, denen man seine Account-Daten gibt.

Dass Netflix stärker dagegen vorgehen will, ist kein Wunder und auch schon länger bekannt. In ersten Ländern kann man schon gegen eine Zuzahlung weitere Nutzer ins Boot holen. Mitglieder der Standard- und Premium-Tarife können dort bereits Unterkonten für bis zu zwei Personen hinzufügen, mit denen sie nicht zusammenwohnen – jede mit eigenem Profil, personalisierten Empfehlungen, Login und Passwort.

Behauptung: Das werden in Deutschland nicht nur 3 bis 4 Euro pro Profil sein. Netflix wird nun beginnen, diese Aktivitäten auf andere Länder auszuweiten, wie man während der Bekanntgabe der Quartalszahlen mit Blick auf die Zukunft äußerte.

„Während unsere Nutzungsbedingungen die Nutzung von Netflix auf einen Haushalt beschränken, erkennen wir an, dass dies eine Veränderung bei Mitgliedern ist, die ihr Konto auf breiterer Basis teilen“, schreibt Netflix. „Im Zuge der Einführung des bezahlten Teilens werden Mitglieder in vielen Ländern auch die Möglichkeit haben, extra zu zahlen, wenn sie Netflix mit Personen teilen möchten, mit denen sie nicht zusammenleben.

Da erwartet man auch, dass dadurch Kunden kündigen werden, letzten Endes will man mehr Gesamteinnahmen haben, das ist das einzige Ziel. Ist bei jedem Unternehmen so, man will keine sparsamen Fans, man will zahlende Kunden.

Aufgrund unserer Erfahrungen in Lateinamerika erwarten wir bei der Einführung der bezahlten Teilhabe in jedem Markt eine gewisse Abbruchreaktion, die das kurzfristige Mitgliederwachstum beeinträchtigt. Wenn die „Leihhaushalte“ jedoch beginnen, ihre eigenen eigenständigen Konten zu aktivieren und zusätzliche Mitgliedskonten hinzugefügt werden, erwarten wir eine Verbesserung der Gesamteinnahmen, was unser Ziel bei allen Tarif- und Preisänderungen ist.

Einen genauen Termin für die Ausweitung gibt es nicht, man spricht von Q1 dieses Jahr, sprich: bis April wird Netflix aktiv.

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101 Kommentare

  1. Dann sollte Netflix mal attraktive Abos anbieten. Disney, AppleTV+ machen es doch vor. Da gibt es keinen Unterschied in Sachen Qualität (SD, HD, FullHD, UHD)!
    Wenn dann das Abo nicht mehr als Disney+ kostet, dann OK. Ansonsten ciao. Das ist doch einer der Hauptgründe, warum man Accountsharing macht. Man möchte vernünftige Auflösung, aber nicht für 18€. Gut, die Türkei-Abos sind wirklich „Geiz ist Geil“-Mentalität, aber beim Sharing überwiegt das mit der Auflösung (zumindest bei den Leuten, die ich kenne).

    • Jupp, genau das. Hätte im Zweifel nichts dagegen, für ein „einfaches“ UHD-Abo max. 7,- € im Monat zu zahlen. Ich brauche nur einen Stream da ich alleine lebe und sonst niemanden hätte, mit dem ich meinen Account im Haushalt „teilen“ könnte bzw. der ggf. gleichzeitig mit mir einen Stream starten wollte.
      Aber dann bitte in der max. verfügbaren Qualität.

      • Exakt! aber dieses SD und HD 4Kunterscheide ist absurd. das Material liegt vor und da die Anbieter nicht für den Transfer der Daten zahlen ist es egal

        • Blacky Forest says:

          Das stimmt so nicht. Die Anbieter zahlen sehr wohl für die Anbindung der Rechenzentren.

        • Soso. Traffic kostet nichts. Das wäre mir neu, dass die Standleitung mit möglichst viel Durchsatz unmetered kostenlos vom Serverstandort gestellt wird.

          • IIRC stellen die dem Rechenzentrum kostenlos Caching-Infrastruktur nur für Netlifxkram hin. Wenn da dann eh schon die unterschiedlichen Qualitäten rumliegen, macht das ausliefern von meinetwegen 3 GB statt 1.5 GB dann auch nicht mehr so einen riesigen Unterschied, zumal eh die meisten mit 4K Wunsch aktuell den teuersten Tarif haben sollten?!

            Macht Tiktok sowas eigentlich auch, wo die doch – mir völlig rätselhaft übrigens – mittlerweile mehr Traffic verursachen wie YouTube?

    • Auf den Punkt.
      Ich lebe mit meiner Freundin zusammen und haben einen einzelnen 4K-Fernseher zuhause.
      Für eine halbwegs vernünftige Auflösung (HD) beginnen wir bei 13 Euro. Für 4K dürfen wir 18 Euro löhnen. Ein einzelner Fernseher im Basis-Abo sind wir auf SD-Qualität. So ein Schwachsinn. Kritisiere diese Methode seid Jahren und ja, du liegst richtig, das ist der Hauptgrund für uns das Passwort zu teilen.
      Bei 4K-Basis für 1 Gerät bis 10 Euro würden wir bleiben. Bei der aktuellen Struktur wäre ein Sharing-Ende genauso das Abo-Ende

  2. Joa, dann wird Netflix halt nicht weiterabonniert. Gibt eh kaum noch wirklich sehenswerte Serien, Filme schon gar nicht. Wenn dann doch mal was neues kommen sollte, wird halt für einen Monat Netflix abonniert. Ansonsten bin ich mit Prime Video, Apple TV+, Disney+ und Sky (inkl. Paramount+ und Discovery+) schon sehr gut bedient.

    • 😀 also wenn netflix „kaum noch was sehenswertes“ hat. Was hat dann Paramount und Discovery und apple tv+ dann? Lieber David, deine aussage ist wirklich, wie soll ich es sagen? Irreführend.

  3. Bis dahin ist es noch immer unklar, wie Netflix das technisch umsetzen möchte.

    • Meine Vermutung: Auf Verdacht sehen, wer sich ertappt fühlt. Falls sie den Leuten fälschlicherweise das Konto kündigen, könnten sie medial und rechtlich (zumindest in Europa) ganz schön auf die Schnauze fallen. Ob ich als Haushaltsmitglied Netflix auf der Arbeit, auf Reisen oder bei Freunden mit meinem eigene Profil schaue, aber zu Hause nur mit dem des Accountbesitzers, lässt sich nicht sinnvoll unterscheiden. Gerade wenn z.B. mein Handy auf einem anderen Profil als der Apple TV ist.

    • Eine Variante die wohl getestet wird ist folgende:
      Wenn etwas verdächtiges festgestellt wird wird eine Email an das Konto geschickt. Diese ist 15 min gültig und man gibt den darin enthaltenen Code ein.

      Ich habe das schon bei einem Spiel, sobald sich die IP ändert.

    • Fritz Mukula says:

      Naja, prinzipiell nicht schwierig. Sobald zwei Streams gleichzeitig laufen und das über unterschiedliche IPs geschieht, steht fest, dass es sich um Sharing außerhalb des eigenen Haushalts handelt, denn welcher Privathaushalt hat schon mehrere Internetanschlüsse? Viel interessanter wird es sein, wenn jemand (warum auch immer) auf seinem Smartphone im gleichen Haushalt nicht über WLAN streamt und damit auch eine andere IP hat.

      • Aber deswegen nicht zwingend von einer fremden Person.
        Wenn der Vater (oder die Mutter) gerade auf Montage in einer anderen Stadt ist, sollte man den Account doch trotzdem nutzen dürfen?

  4. Teile mir ein türkisches Abo mit der Familie. Die 5€ im Monat gehen klar auch wenn ich selber es nicht wirklich benutze. Sollte das mit dem Teilen nicht mehr funktionieren werde ich kündigen und nur wenn ich mal was schauen möchte monatsweise buchen. Vielleicht dann aber auch einfach meinen Piratenhut wieder aufziehen. Dürfte dann auch wenig Mehraufwand sein.
    Ich denke das werden viele so handhaben.

    • Na da hat aber einer die Marktwirtschaft richtig gut verstanden. Ich hoffe deine Arbeitsleistung wird im gleichen Maße honoriert.

      • Globalisierung ist keine Einbahnstraße.

      • Wenn ich dann auch so große Steuerschlupflöcher wie diese großen Unternehmen bekomme können wir uns über Marktwirtschaft gerne nochmal unterhalten.

      • Am Ende des Tages ist es schlicht eine Frage von Kosten und Nutzen.
        Ich habe aktuell nahezu alle Streaming Anbieter über geteilte Abos abonniert auch wenn ich diese kaum nutze. Disney Plus kann ich mich zum Beispiel nicht mal dran erinnern wann ich die App das letzte Mal geöffnet hatte.

        Aber für die paar Euro wird das mitlaufen gelassen, vielleicht will ich ja mal spontan was schauen bei dem Anbieter.

        Wenn es nun diese günstige Möglichkeit nicht mehr geben sollte werden die Abos gekündigt, das lohnt sich einfach nicht zum Vollpreis bei der seltenen Nutzung.

    • Wow, Accountsharing mit türkischem Account. Geiz ist Geil.
      Dann viel Spaß mit deinem Piratenhut.

      • Mach ich auch, top! Wieso sich wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen?

      • Mach ich auch so.
        Netflix via Türkei
        Youtube Music via Indien
        Spotify via Brasilien

        Die Globalisierung darf doch auch für die kleinen Fische mal ein Vorteil sein…

        • Globasierung sollte mal langsam als Schulfach eingeführt werden. Globasierung gibt es spätestens
          seit der „Entdeckung“ der Amerikas durch Columbus und ich bin mir relativ sicher, als Deutscher
          bzw Europäer hat man seitdem recht gut davon profitiert – auch die kleinen Fische.
          Ich denke 50€ für selbst ausgewählte „Kultur“ bzw Unterhaltung sollte für jeden Normalverdiener machbar sein: da sind ein Musikanbieter, ein Leseabo, ein bis zwei Videoanbieter locker drin.

  5. Top Strategie bei sinkenden Abo Zahlen, Leuten vor das Schienbein zu treten, vor allem am Ende einer Pandemie

  6. Haushalt, unter einem Dach…und für Leute die dann beispielsweise öfter Mal in Deutschland unterwegs sind, Geschäftsreise?! Haushalt definiert einen relativ kleinen Kreis, schließt sogar Verwandtschaft aus. Das wird sicherlich dazu führen, dass wieder mehr der interessanten Serien oder Filme illegal geladen werden oder halt vermehrt die Konten im Ausland erstellt werden. interessant wird jedenfalls wie Netflix das abgleichen vornimmt. wenn es einem ständig den Account wegen fremden IP sperrt werden die Kunden vielleicht auch entnervt kündigen.

    • Auf Geschäftsreise nimmt man normalerweise sein Mobilgerät zum Schauen, das werden sie nicht kontrollieren (können), sondern erstmal TVs oder Streaming-Boxen. Und wenn man die unbedingt mitnehmen will, kann man sich immer noch über ein VPN nach Hause verbinden. Den VPN-Zugang könnte man sogar guten Freunden geben… :-).

    • Bedank dich bei den Leuten wie hier in der Diskussion: Wenn viele betrügen, dann werden die Regeln härter, und dann fallen Leute unter’n Tisch, die gar nicht betrügen.

      Stichwort: Kaltes Büffet. Klappt halt solange, bis drei oder vier Homer Simpsons auftauchen. Zack, gibt’s wieder nur eine Wurst pro Person. Das scheint ja jetzt unsere schöne neue Gesellschaft zu sein: Schwarz arbeiten, Müll aus dem Autofenster, Privatkram von der Steuer absetzen, Urlaub ist Dienstreise, Ferienwohnung ist Dienstzimmer, Impfzertifikat aus dem Internet, wie-schlau-ich-doch-bin.

      Wenn dann der VPN-basierte „türkische“ Account gesperrt wird, weil deutsche Mitarbeiter nach deutschem Tarif bezahlt werden wollen — Geheule. Leidtragende: Leute, die viel Reisen.

  7. Ich kann’s nicht mehr hören. Ich zahle ordentlich, was ich nutze. Und ihr Schnorrer geht zu dritt auf eine Eintrittskarte rein, werdet erwischt und dann auch noch pampig. Wegen Leuten wie euch werden die Regeln überall strenger und schädigen Unschuldige.

    Was ist daran so schwer? Drei Leute, drei Eintrittskarten!

    • In welcher Form wirst du denn geschädigt?

      • Alle zahlen mehr, weil Wenige zu wenig zahlen.
        Aber diese Logik ist manchen Leuten anscheinend zu hoch….

        • Dem ist nicht so, niemand zahlt deswegen mehr.

          • Was für ein UNFUG.

            Netflix zahlt Traffic, Netflix zahlt selber Lizenzen nach Anzahl der Views, Netflix zahlt Server, Gehälter, Verwaltung.

            Das muss doch in einen SCHÄDEL MAL REINGEHEN, ob Netflix exakt die gleiche Firma wäre mit 2 Kunden oder mit 2 Milliarden Kunden, und dass dazwischen ja wohl irgendwas anders wird — und ob das noch funktionieren würde, wenn alle ihren VPN-Account in Bananaland erstellen und anschliessend auf alle Buddies verteilen!

            Der Preis leitet sich von den Einnahmen und Kosten ab, und ihr verursacht weniger Einnahmen und mehr Kosten!

            • Aber ich zahle doch ganz normale Account Gebühren. Sind etwa alle türkischen Accounts zu günstig und durch die edlen Europäer querfinanziert? Wäre es für Netflix besser wenn ich gar keinen Account hätte? Also anstatt wenig zu zahlen, gar nichts mehr zu zahlen?

    • Netflix hat das doch ursprünglich sogar beworben. Und die Preise sind auch massiv gestiegen. Muss man nicht gutheißen, aber dass es da eine relevante Nutzergruppe gibt, wundert mich nicht. „schädigen Unschuldige“ macht Netflix schon ganz allein. Und auch du musst es ja nicht nutzen, ist ein freier Markt.

      • „Netflix hat das doch ursprünglich sogar beworben. “

        Wie lange wollte ihr euch eigentlich noch auf dieses Argument beziehen? Nur weil es vor Jahren mal beworben wurde, heißt das nicht das es immer noch so ist. Die AGBs sind angepasst worden. Es ist Vergangenheit und den neuen AGBs hast du durch Weiternutzung zugestimmt. Akzeptiere es oder kündige, fertig aus! Alles andere ist Vertragsbruch und strafbar. Das manche das einfach nicht kapieren wollen ist für mich unerklärlich. Aber wehe sie brauchen das Recht dann mal auf ihrer Seite…

    • Drei Leute drei Eintrittskarten, oder drei Leute eine Eintrittskarte mit VIP Zugang. Hmm, schon blöd. Das hat auch mit schnorren nichts zu tun (außer dieser VPN Rotz).
      Man bekommt als Single User nur SD. Was soll das? Bei Disney bekomme ich gleich UHD und Dolby Atmos.
      Aber hey, alles Schnorrer. Nein, Netflix hat sein Abomodell nicht verstanden.

      • pommesmatte says:

        Bei Disney bekommst du „nicht gleich 4K und Atmos“, sondern Disney hat einfach gar keine Accountstufen sondern nur das, was bei Netflix der größten entspricht. Auch da zahlst du für 4K und 4 Streams, beschwerst dich nur nicht, weils kein billigeres Angebot gibt und das Ganze auch insgesamt billiger ist, als Netflix.

    • Du meinst die Eintrittskarte auf der je nach Stufe drauf steht, bis maximal vier Teilnehmer? Zumal Netflix damals auch damit geworben hat das Abo zu teilen. Persönlich bin ich schon lange von Netflix weg, kann aber gut verstehen das sich Leute aufregen, dass das Angebot immer geringer wird und die Kosten gleichzeitig steigen

    • Wenn 3 Leute vorm TV sitzen muss auch nur einer zahlen.

      • Es sitzen aber nicht 3 Leute vor’m TV. Meine Tochter guckt grad „Wednesday“, und ich wollte Rick Gervais gucken, kann aber nicht. Das habe ich bezahlt, dann passt das so, muss ich halt Sudoku spielen.

    • RegularReader says:

      Die Netflix Abos passen nicht auf das Beispiel. Wenn ich als Einzelperson 4k sehen möchte, zahle ich alleine dafür dass 4 gleichzeitig gucken können. Das ist einfach hohl. Wer dumme Angebote macht muss sich nicht wundern wenn sie dann auch entsprechend genutzt werden.

      • Du hast bestimmt ein Einsitzauto, eine Einzimmerwohnung, ein Einzelset vom Geschirr. Sonst würdest du ja dafür zahlen, dass 4 gleichzeitig mitfahren, mitwohnen, mitessen können.

    • Sohnkarlsruhe says:

      Deine Haltung ist einerseits löblich, andererseits aber auch sehr naiv. Netflix ist ein Aktien Unternehmen. Nehmen wir mal an alle würden lmit einem eigenen Account schauen. Nach nur kurze Zeit würde Netflix trotzdem Preise erhöhen, da sie den Aktienkurs nach oben bringen möchten dass sie von den Aktionären gezwungen werden zu wachsen. So einfach ist das

    • pommesmatte says:

      Nein, vier Leute, eine Eintrittskarte.

      Lies mal die AGB.
      Seit ein paar Jahren hat Netflix die vier Leute nur (technisch und logisch völlig unbegründet) auf einen „Haushalt“ beschränkt.

    • Genau! Und die regelmäßigen Netflix-Preiserhöhungen trotz starkem Kunden-Zuwachs ist auch die Schuld der teilenden Nutzer und hat nichts damit zu tun, dass die Aktionäre von der Entwicklung begeistert werden sollen. Netflix macht Milliarden-Gewinne, aber durch die aktuelle Marktsättigung, steigende Konkurrenz und (m. E.) in letzter Zeit eher mittelmäßige Qualität locken halt nicht viele Neukunden. So werden erst mal diejenigen, die den Account geteilt haben, als böse hingestellt – und man hofft, die anderen Haushalte dann als Neukunden zu gewinnen.

      Sollte das Vorhaben von Netflix allerdings in die Hose gehen, weil es kaum einer einsieht, den hohen 4K-Preis für einen einzigen Haushalt zu zahlen und auch kein Bock auf SD-Qualität hat, könnte ich mir gut vorstellen, dass – auch durch den Druck der Konkurrenz – eines Tages auch bessere Qualität im Basis-Paket existieren könnte. Dann könnten die armen Opfer vielleicht sogar noch durch die Schnorrer profitieren.

      Als ich 2015 das Abo abgeschlossen habe (und seit 2017 teile), gab es m. W. diese Beschränkung auf einen Haushalt nicht. Der Netflix-Post auf Twitter von 2017 ist immer noch Verfügbar: https://twitter.com/netflix/status/840276073040371712 – dass sich diese Bedingungen geändert haben, hat Netflix nie mitgeteilt. Es gab nur E-Mails von Preiserhöhungen, die laut LG Berlin sogar unwirksam waren – bei einer älteren Preiserhöhung wurde das sogar vom BGH bestätigt.

      • verstrahlter says:

        Mann Du machst hier ja ne Thermik; versuchst einfach mit Fakten und Argumenten das Weltbild von wahren Gläubigen zu erschüttern.

        Wenn ich in Zeiten von Energiemangel lebte, in der Konzerne alleine Gesetze machen und wegen Leuten wie Dir ihre Mitarbeiter – die hierzulande fleißig produzieren – schon nicht mehr bezahlen können … würde mich das bestimmt massiv verwirren.

        Aber zum Glück ist nichts passiert, weil wir nicht die sind, an deren Lippen Gutmenschschafe nun mal so hängen, während sie deren Lehren unreflektiert nachbeten.
        Ist also gerade so nochmal gutgegangen.

        Erinnert mich immer fatal an die Typen, die sich tierisch freuen übrig zu bleiben während die Abteilung um sie rum immer weiter verkleinert wird. Irgendwann sitzen sie ganz alleine da; Arbeit ist nicht weniger geworden, dafür gibts keinerlei Unterstützung mehr; und auch alberne Feindbilder sind dann schon ominös zerplatzt. Stelle ich mir schon blöd vor, regelmäßig die ganze Show zu verpassen und dann immer erst aufzuwachen, nachdem es bereits viel zu spät ist. Aber das ist dann halt das Los des ´Mitdemstromnichtschwimmers´, die cleveren helfen sich gegenseitig spätestens vor dem Wasserfall noch rechtzeitig rauszuklettern.

        Ich zahle nen 5er und nutze es kaum. Bestimmt bringt es der undankbaren Bande mehr, wenn ich die nicht weiter querfinanziere. Es wird laufen wie bei Reimporten um die ganze Welt und dem Modell ´einer arbeitet, fünf Andere machen einen auf Subunternehmer´. Jeder noch Beteiligte wird dann ganz bestimmt völlig legal mehr Geld zur Verfügung haben, dadurch wird dann auch Alles viel billiger.
        Ist ja so, Geld vermehrt sich ja für einige magisch und Nebenwirkungsfrei, wenn man den Trick mit Illusion und Hirnwäsche stabil draufhat.

        Zu behaupten, dass Unternehmen einfach nur unfassbar gierig sind und versuchen zur Verschleierung ganz verlogen gegeneinander auszuspielen … ist aber jawohl definitiv pöhse Blasphemie! ;oÞ

    • Ich nutze Netflix so wenig, teilweise 3 Monate am Stück garnicht. Nie im Leben würde ich dafür 5€+ ausgeben, daher lieber account sharing. Wenn Netflix meint es wäre besser für sie wenn ich alle 6 Monate mal für nen Monat bezahle, oder komplett kündige, dann wünsche ich ihnen viel Glück, sie werden es brauchen.

  8. Nur zu macht mal, schaut ruhig zu wie meine Exit-Strategie funktioniert.

  9. Für mich stellt sich die Frage nach dem WIE. Wie wollen Sie denn überprüfen ob jemand zu meinem Haushalt gehört oder nicht. Ich hab schon ne andere IP, wenn ich mobil unterwegs bin, oder vielleicht in der Mittagspause am Arbeitsplatz schaue, oder im Gartenhaus oder im Hotel oder in der Ferienwohnung oder oder oder…

  10. Ich bin immer noch gespannt, wie sie das Erkennen des Missbrauchs sicher bewerkstelligen wollen. Allein die IP-Adresse wäre hierfür untauglich: ich habe in letzter Zeit ein paar Mal via Laptop (mit jeweils vorab gelöschten Cookies) von zu Hause zugegriffen und dabei natürlich immer Warn-Meldungen von Netflix erhalten, dass jemand neu eingeloggt sei. Die Ortsangaben dazu reichen durch ganz BW sowie Teile Bayerns. Das kann also kein Kriterium sein, zu ermitteln, ob die Zugriffe aus einem Haushalt stammen.

    • Der Client kann ja durch die Geräte-ID feststellen, auf was für einem Gerät er läuft. Bei stationären Geräten wie TVs oder Streaming-Boxen braucht Netflix dann nur zu prüfen, ob die alle von der gleichen öffentlichen IP-Adresse kommen. Bei Mogilgeräten funktioniert das nicht, wenn sie nicht im WLAN sind, da werden sie es vermutlich auch nicht prüfen.

      • Haben die Apps auf Windows, Android und iOS alle „Geräte-IDs“, über die sie eindeutig identifizierbar sind? Und wie ich schon schrieb (und @masc hier ebenfalls): wenn mein Laptop, mein Smartphone, mein Tablet und mein Fire-TV-Stick am TV alle via WLAN ins Netz gehen, wird es mit der IP schwierig.

      • Ich habe auf Geschäftsreisen und im Urlaub immer meinen FireTV-Stick für die TVs im Hotel-Zimmer dabei. Einstecken, mit dem Hotel-WLAN verbinden, schauen. Darf ich das dann künftig nicht mehr parallel zu meiner Frau oder meinen Kindern zu Hause?

        • Korrekt, geht nicht mehr. Aber du kannst es am iPhone schauen und per AirPlay zum Hotel-TV streamen. So mache ich das immer. Habe mich kein Hotel erlebt, das kein AirPlay hatte und zuletzt war ich echt in so nem richtig günstigen Bahnhofs-B&B für 2 Nächte.

          • Haha, ne das würde dann natürlich auch nicht mehr gehen! Du kannst AirPlay nur nutzen, wenn beide Geräte im selben WLAN sind, d.h. Du hast schon mal keine Mobilfunk-IP mehr, sondern eine DSL- oder Kabel-IP. Und das iPhone reicht die Video-Daten ja nicht durch, sondern vermittelt nur den Stream, d.h. vermutlich wird dann trotzdem die Geräte-ID des TVs zurückgeliefert. Und ganz ehrlich: Wenn das wirklich noch gehen würde, aber FireTV u.ä. nicht mehr, dann würden eben alle Account-Sharer AirPlay verwenden. Also entweder blockieren sie es ganz oder gar nicht.

    • Och, die IP Adresse geht bis Frankfurt. Und wohne nicht ansatzweise in Frankfurt.
      Spotify hat das doch glaub auch aufgegeben mit der IP Sache.
      Wahrscheinlich wird man sehen, dass es unterschiedliche IP Adressen gibt, wenn man gleichzeitig schaut.

    • Die IP-Adresse reicht völlig aus.
      Wenn du 2 gleichzeitige Streams schaust mit unterschiedlichen IPs, geht Netflix vom teilen des Accounts aus. Das wird in den meisten fällen auch stimmen wird.

      • pommesmatte says:

        Wieso sollte das stimmen?

        Du verstehst das Problem nicht, Teilen mit dem Haushalt ist ja eben erlaubt und du kannst an IP-Adressen eben nicht sehen, ob der Nutzer zum Haushalt gehört oder nicht (unterwegs, im Hotel, in der Zweitwohnung). Wir haben hier regelmäßig zwei oder mehr Streams von verschiedenen Orten.

      • Ein Mann ist auf Geschäftsreise und guckt im Hotel abends Netflix. Seine Frau ist daheim und guckt abends zur gleichen Zeit Netflix. Schon hat man zwei gleichzeitige Streams mit unterschiedlichen IPs, die nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. „In den meisten Fällen“ stimmt es also schon mal nicht. Und Geschäftsreisen gehen immer mal woanders hin, da können sich in zwei, drei Monaten IP-Adressen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands und der Welt ansammeln. Wie will Netflix da einen Missbrauch nachweisen?

  11. MeinNametutnichtszurSache says:

    Ich habe jetzt für mich das aktive Abo-Hopping eingeführt. Ein Grund sind die Preiserhöhungen. Der für mich relevante Grund ist: Das wöchentliche Veröffentlichen. Beispiel Bad Batch: Da muss ich jetzt wahrscheinlich 16 (sechzehn) Wochen warten, bis ich das einfach nur durchschauen kann. Also wird gekündigt, gewartet und dann in Ruhe geschaut. Disney bekommt also 1x anstatt 3x Geld von mir. Und Jahresabo mach ich schlicht nicht mehr.

    Ganz simpel. Ich lese auch nicht gleichzeitig 7 Bücher und lese jeden Tag nur ein einzelnes Kapitel pro Buch, weil die Kapitel nur wöchentlich erscheinen. Wenn ich Zeit habe, will ich ggf. auch drei lesen können.

    • Ich habe jetzt für mich das aktive Abo-Sharing eingeführt. Ein Grund sind die Preiserhöhungen.

      Ganz simpel. Ich schaue wann ich Zeit und Lust habe und warte nicht bis ich eine Staffel am Stück schauen kann.

    • RegularReader says:

      So sieht es auch, nur noch abschließen wenn man es braucht. Und Netflix hat kein Abo für Einzelpersonen, wenn das Sharing also nicht mehr geht ist das restliche Angebot groß genug, um komplett darauf zu verzichten. Ich zahle alleine sicherlich keine 18€ um 4k sehen zu können.

  12. Wen das Geld juckt und sich dran stört einfach via HomeVPN weiter teilen.
    Finde nur Netflix immer mehr uninteressant, da sie für mich nicht mehr so geile Serien produzieren.

    • Netflix ist zwar nicht günstig, aber immer noch besser als der Zwangsfinanzierte Öffentlich Rechtliche Rundfunk. Das Geld, das ich dafür Zahlen muss, Ärgert mich viel mehr.

    • Das setzt aber dann auch einen entsprechenden Upload im HomeVPN voraus oder? Wenn da dann drei, vier oder fünf Leute 4K streamen wollen wird es vermutlich eng.

      • pommesmatte says:

        Da Netflix 4K komplett totkompriniert (teilweise unter 10 Mbit/s) gehts sogar, aber ja: Entsprechender Upload und VPN-Durchsatz ist natürlich notwendig.

        VPN von ner Fritzbox kannste dafür z.B. knicken, mit dem Wireguard Update könnte es vllt. klappen.

  13. Zum Vollpreis lohnt sich das Netflix Abo schlicht nicht bei immer stärkerer Fragmentierung der Inhalte auf unzählige Anbieter.

  14. Ob das die richtige Strategie ist? Ich hatte lange Zeit einen Account und hab ihn mit jemandem aus der Familie geteilt. Als die Teuerung kam hab ich nochmal über das Kosten/Nutzen-Verhältnis nachgedacht und gekündigt. Nun hat Netflix kein Abo mehr statt ein Abo für zwei Zuschauer.
    Der Preis für sowas sollte so gestaltet sein, das man rein aus Faulheit selbst bei längerer Nicht- oder Wenigbenutzung nicht kündigt… mMn. Damit kriegt man Massen an Abos und im Endeffekt auch mehr Einnahmen. Aber gut, müssen sie selber wissen. Bin ja mal gespannt wie es weitergeht auf dem Streamingmarkt…

  15. Meine Freundin und ich führen seit nun 9 Jahren eine glückliche Fernbeziehung, aus beruflich/privaten Gründen geht es nicht anders. Natürlich teilen wir uns (zeitweise, sind keine Dauerkunden) einen Netflix Account. Aber wir wohnen halt nicht „unter einem Dach“.
    Es gibt mehrere Arten des Zusammenlebens….

    Vermutlich wollen die irgendwann eine Heiratsurkunde und eine Bestätigung, das man auch wirklich unter der gleichen Adresse gemeldet ist…. 🙂

    • André Westphal says:

      Letzten Endes führt ihr dann ja getrennte Haushalte – würde so auch in jeder Statistik so erfasst werden. Da finde ich schon „normal“, dass das nicht zusammengerechnet wird.

      • Ja ist wohl so.
        Letztendlich ist es aber auch egal, weil wir alle Streaming-Dienste auslaufen lassen.
        Wir gucken eh meistens linearen TV oder die Konsole läuft….

    • RegluarReader says:

      Die AGB sprechen auch nicht von Personen die zusammenleben, sondern von Personen im selben Haushalt.

    • Das sind zwei Haushalte. Das sieht das Finanzamt so, ihr zahlt zwei mal Grundgebühr für Gas, Wasser, Abwasser und Strom, zwei mal Rundfunkgebühr, zwei mal Miete oder Grundsteuer. Aus welchem Grund sollte Netflix, die ihr Abo an Haushalte richten, das anders machen?

      • Der Unterschied ist, das ich auf Netflix verzichten kann….
        Wer halt nicht flexibel und kundenfreundlich ist wird eben nicht gebucht….fertig.

        Solche Unternehmen (genauso wie Provider) haben sich MIR anzupassen, wenn die mich als Kunden wollen. Alternativen gibts ja schließlich genug.

  16. port_shepstone says:

    Für mich ist da der Preis/Leistung-Faktor auch nicht mehr interessant. Ich nutze das Angebot einfach nicht in dem Umfang. Für zwei Serien und drei Filme im Jahr ist mir das zu viel Geld. Teile mein Passwort mit meiner Mutter in einem anderen Haushalt, die aber noch weniger schaut als ich. Ist schade das Netflix da nicht attraktiver agieren kann oder will, aber ist halt auch nicht die Wohlfahrt.

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