Monopolist für digitale PlayStation-Spiele: Spieler streben Sammelklage gegen Sony an

Wie Bloomberg berichtet, soll gegen Sony eine Sammelklage aus den Reihen der Spielerschaft angestrebt werden. Im Detail beklagen die Spieler die Monopolstellung des Unternehmens in Bezug auf den Verkauf von PlayStation-Titeln in digitaler Form, sprich: über den hauseigenen Store. Das Unternehmen erlaubt es Drittanbietern wie Amazon, Best Buy und Co. nicht mehr, Downloadcodes für digitale PlayStation-Spiele zu vertreiben und verkauft diese stattdessen zu einem oftmals viel zu hohen Preis im eigenen Store.

Im wettbewerbsfähigen Einzelhandel seien die Preise der jeweiligen Spiele deutlich niedriger angesetzt und in einem wettbewerbsfähigen Handel für digitale Inhalte müsste Sony auch andere Preise verlangen. Als Monopolist mit eigenem Store kann sich das Unternehmen die Preise gestalten, wie es möchte. Laut der Klage zahlen die Leute am Ende bis zu 175 % mehr für herunterladbare Spiele als für die gleichen Spiele in physischer Form. Eine Stellungnahme zur angestrebten Sammelklage gibt es von Sony noch nicht, zudem heißt es auch noch nicht, dass die Klage am Ende auch wirklich eingereicht wird.

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8 Kommentare

  1. Richtig so, guter Zeitpunkt um auf der Apple-Klage-Welle mitzureiten.

  2. Deswegen weiterhin beim Händler Spieledisks kaufen.

  3. Hat das wirklich Aussicht auf Erfolg (nein, ich kenne mich da rechtlich nicht aus und für Google ist das wohl ein zu komplexes Thema)? In meiner Vorstellung kann Sony das doch gestalten, wie es will? Es gibt ja genug Alternativen (Xbox, Switch) – zumindest bei Spielen, die es auch plattformübergreifend gibt, muss ein Spieler ja nicht auf Sony zurückgreifen? Die Leute machen es ja mit und reißen ihnen die PS aus der Hand. Also so im ersten Gedanken hätte ich jetzt nicht vermutet, dass Sony da eine Monopolstellung hätte.

    • Sony hat ein Monopol für Spiele auf dem Playstation System. Genauso wie Google ein Monopol in der Google Suche hat und daher nicht einfach einfach andere gegenüber den eigenen Diensten benachteiligen darf. Hier spielt es auch keine Rolle ob es mit Bing und Co. noch andere Anbieter gibt.

  4. Fakt ist leider das die Digitalen Games oft teuer sind als die Disc Version

  5. Trebuchet says:

    Wie bei Apple: vollkommen richtig. Hoffe diese Walled Garden-Strukturen werden endlich Mal aufgebrochen.

  6. Als Endkunde kann ich ja selber entscheiden ob ich mich an einen Anbieter binden will oder nicht. Mich würde hier mehr die Lage der Entwickler interessieren oder auch der Händler, die Disk Versionen verkaufen. Wo verdient der Entwickler/Publisher anteilig mehr ? Im PS Store oder beim Verkauf im Einzelhandel ?
    Ob man Apple/Sony etc. vorschreiben kann oder sollte wieviel die vom Verkauf behalten dürfen finde ich fraglich. Aber der Verkauf von Downloadcodes über Fremdplattformen sollte möglich sein.

  7. Markus K says:

    Na, wenn das mal nicht nach hinten los geht. Bin eigentlich froh darüber, dass es dort genau einen Store gibt. Auf so ein Chaos wie beim PC, wo man drölfzig Launcher mit dazugehörigen Accounts braucht, kann ich gerne verzichten.

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