Megabox: Kim Schmitz will wieder angreifen – und hat Spotify im Visier

Es gibt so Leute, die tun echt eine Menge dafür, dass sie irgendwie wieder auf die Beine fallen, egal in was sie sich vorher rein geritten haben. Kann sein, dass Megaupload-Macher Kim Schmitz so jemand ist. Er hat immer wieder einen neuen Pfeil im Köcher, wenn es darum geht, mit einer Idee wieder bergeweise Geld zu schaufeln.

Schon vor Monaten kündigte Schmitz mit Megabox einen Dienst an, der nicht nur Spotify und ähnlichen Diensten, sondern auch der Musikindustrie generell ziemlich in den Hintern treten sollte. Er wollte mit Megabox einen Musikdienst etablieren, in dem Künstler ihre eigenen Tracks in die Cloud schießen und dort dann selbst ihre Musik vermarkten können. Das Stückchen Zucker, mit dem Schmitz auch etablierte Acts ködern wollte: 90 Prozent der Einnahmen verbleiben beim Künstler und dank geschalteter Werbung sollen die Musiker sogar auf Einnahmen zählen dürfen, wenn sie ihre Songs kostenlos zur Verfügung stellen. Wäre für etablierte Künstler ebenso spannend wie für Neulinge.

Vermutlich könnt ihr euch denken, wie begeistert die Industrie bei einem Plan ist, der sie selbst komplett aushebelt und obsolet macht bzw zu Randfiguren degradiert. Die Verschwörungs-Theoretiker unter uns können jetzt auch gern ein Komplott wittern, welches dann zur Schließung von Megaupload geführt haben könnte.

Lange Rede, kurzer Sinn: sieht nicht so aus, als will KimDotcom alles andere als klein beigeben, was seine Megabox-Idee angeht. Über Twitter hat er obiges Bild gepostet und dazu folgenden Text:

The major Record Labels thought Megabox is dead. Artists rejoice. It is coming and it will unchain you.

Warten wir mal ab, wie die Kim Schmitz-Story weiter geht. Ein solcher Dienst klingt jedenfalls spannend und unterschätzen sollte man dieses pfiffige Kerlchen niemals.

Quelle: Tweaktown

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18 Kommentare

  1. Der macht aus allem Geld, finde den Dienst gut so, schauen wir mal was draus wird. 🙂

  2. Ich bekomme zwar jedes Mal Lust wenn ich Herrn Schmitz sehe, ihm einen Napf mit Eicheln und Kartoffelresten hinzustellen, aber man muß ihm lassen, er gibt nicht auf.

    Und die Idee ist garnicht mal schlecht…

  3. Fände es auch gut, wenn 90% des Geldes mal direkt beim Urheber landen. Der alte Verwertungssaurier soll sich endlich mal eine Teergrube suchen und die GEMA direkt mitnehmen.

  4. Jerome Meier says:

    Hauptsache MEGA… 😀

  5. Es geht hierbei um Künstler ohne Vertrag, wie soll das mit Spotify konkurieren?!

  6. ich sehe da auch eher ähnlichkeiten zu zb beatport. da kann auch jeder seine eigene musik für wie viel auch immer vertreiben. einzig das kostenlose lieder auch geld bringen können ist neu.

  7. „Ein solcher Dienst klingt jedenfalls spannend und unterschätzen sollte man dieses pfiffige Kerlchen niemals.“
    Unsinn, diesen Dienst gab es schon viele male und gibt es in abgewandelten Formen. Aus meiner Sicht ist sichergestellt dass es kein Erfolg werden kann.
    Musiker gehen zu CDBaby und sind somit in allen Diensten von CD, Amazon, über iTunes bis Spotify vertreten und zahlen dafür 9% ihrer Einnahmen an CDBaby. Das ist schonmal besser und funktioniert wunderbar seit 1997 (ja 1997) … und es gibt gute Konkurenten.
    …tja- und in diesem Fall ist Schmitz einfach nur spät drann und hat schlechtere Konditionen – keinen Service etc…
    PS: Musikeinnahmen durch Werbung sind ebenfalls keine Neuigkeit!

  8. Bei aller Begeisterung für dieses „pfiffige Kerlchen“ sollte man aber nicht vergessen, dass er mehrfach wegen Insiderhandels sowie Betrugs, Datenausspähung und Computermanipulation verurteilt wurde.

    Ich finde die Idee nicht schlecht, wenn Musiker 90% an ihrer Musik verdienen. Normal bei den großen Labels ist es ja meist nur irgendwas von 7-15%. Mal sehen was da kommt.

    Jedoch sehe ich, wieso jetzt Spotify und Co dadurch angegriffen werden? Kann mir das jemand genauer erklären? Ich sehe das eher als Angriff auf die großen Labels.

  9. Ich gehe mal nicht davon aus, dass bei dieser Plattform der Uploader dahingehend geprüft wird, ob er auch die Rechte am Stück hat. Klingt für mich wie ein MegaVideo für mp3’s – es wird ein paar Promis geben, die im Header auftauchen werden und die große Menge wird dann über illegale Uploads kommen…

  10. Man vertausche das G mit dem M und aus MEGA wird GEMA. Kein Zufall 🙂 MEGA(box) wird die GEMA ablösen.

  11. Ronny Seipt says:

    Ich finde, der Kim ist sowas wie ein Held. Ich ziehe vor dem Mann meinen Hut und wünsche ihm viel Glück bei dem was ihm noch bevor steht. Egal ob positiv oder negativ. Wenn er jemals wieder nach Deutschland zurück kehrt, sollte er in die Politik wechseln. Ich würde ihn und Seine megageilen Ideen sofort wählen 😉

  12. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Dienst ein Erfolg wird.
    Ihr sagt zwar, dass es schon einige solcher Dienste gibt. Von denen habe ich aber noch nichts gehört im gegensatz zu MegaBox, was noch nichteinmal veröffentlicht wurde.
    Ihr vergesst, dass dieser Mann schon einige große Konkurrenten (Rapidshare u.ä.) hatte und trotzdem ganz oben mit dabei war!

  13. Jaja, die böse Plattenindustrie. Und wer schießt den unabhängigen Acts die Kohle für das Studio, die Instrumente und den Produzenten vor? Kim Schmitz? Wer macht das Marketing, wer organisiert Interviews, wer kümmert sich um eine Tour, wer regelt das Rechtliche?

    Im Übrigen erbärmlich, wie Leute hier einen Kriminellen anhimmeln. Kim Schmitz ist kein Robin Hood…

  14. Cool, da lade ich dann mal meine selbstkomponierte Mucke hoch 😉

  15. Ideen muss man haben! Ich bin gespannt, was dir Kim noch so alles bringen wird!

  16. Christoph says:

    Bei aller Begeisterung für dieses “pfiffige Kerlchen” sollte man aber nicht vergessen, dass er eigentlich nur die Ideen anderer als seine eigenen verkauft.

    Er selbst ist eher der Verkäufer, denn der Inventor, der er gerne wäre. Aber solange alle glauben, es wäre seine Idee, was solls.

    Ich hab sowieso den Verdacht, dass man den irgendwann mit durchgeschnittener Kehle in irgendeiner Seitenstrasse finden wird… (jetzt nachdem das Verfahren wohl geplatzt ist)

  17. @Cristoph:

    Bis auf das mit der Kehle traf das auch auf Steve Jobs zu, dennoch ist er zum Idol geworden.

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