LG OLED R: Aufrollbarer OLED-TV soll bescheidene Verkaufszahlen aufweisen

LG soll nicht nur sein Smartphone mit aufrollbarem OLED-Bildschirm angeblich einstellen, auch im OLED-Bereich gibt es einen Anlass zum Grübeln: So habe sich der aufrollbare OLED-TV des Unternehmens, der LG OLED R, in Südkorea gerade einmal zehnmal verkauft. Wesentlich dürfte das wohl auch auf den Verkaufspreis zurückzuführen sein, der umgerechnet bei ca. 74.500 Euro steht.

LG selbst will die geringen Verkaufszahlen weder bestätigen noch dementieren und enthält sich einer Aussage. Analysten mahnen jedoch, dass man den Erfolg des Produkts nicht nur an den Verkaufszahlen bemessen sollte. So handele es sich hier für LG um ein Prestigeobjekt, das dem Hersteller viel Aufmerksamkeit eingebracht habe. Zumal nie zu erwarten gewesen sei, dass mit diesem OLED-Fernseher eine breite Masse erreicht werden könnte.

Ob der LG OLED R international vielleicht reißenden Absatz erfahren hat, bleibt zudem offen. Fraglich ist jedoch, ob es da noch weitere Ableger in naher Zukunft geben könnte. Vermutlich wird man es seitens LG da doch bei dem einen Modell belassen.

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12 Kommentare

  1. Was erwarten die bei dem Preis ? Und über Sinn und Zweck dieses Geräts kann man auch streiten.

    • Den Sinn verstehe ich auch nicht so ganz. Auf der anderen Seite gehöre ich auch zu den Leuten, die durchaus offen zugeben können, dass der Fernseher der Fixpunkt des Wohnzimmers ist. Bei anderen Leuten mag das anders sein, die könnten sich dann darüber freuen, dass der Fernseher quasi unsichtbar wird.

      • André Westphal says:

        Die Idee ist super – viele Hersteller versuchen ja vom „schwarzen Loch“ im Wohnzimmer wegzukommen – Samsungs The Frame sollen den TV ja im Grunde auch unsichtbarer machen. Wäre so ein aufrollbarer OLED erschwinglich und die Bildqualität / Haltbarkeit identisch zu normalen Modellen, wäre das definitiv ein interessantes Gerät.

        • Schlussendlich tauscht man das „schwarze Loch“ aber nur gegen ein anderes „Loch“ ein, schließlich muss der ausgerollte Bildschirm ja auch irgendwo untergebracht werden. Man kann natürlich mehr als 70.000 EUR ausgeben, nur um einen Fernseher unten am Bett aufzustellen (siehe Bild oben), ob das aber ein echter Anwendungsfall ist, sei dahingestellt. Und wenn der Bildschirm an der Wand ausgerollt wird, hat hat man halt ein „weißes Loch“ (oder welche Farbe die Wand auch immer hat), um den Platz für den ausgerollten Bildschirm zur Verfügung zu stellen. Und in beiden Fällen benötigt man trotzdem noch den Platz, um das Basisgerät aufzustellen.
          Technisch sicher interessant und faszinierend, aber für das Geld würde ich mir lieber eine Wand vollständig mit Bildschirmen ausfüllen und darauf tagsüber eine Tapete (oder was auch immer) anzeigen lassen 🙂

          • Das mit dem „Loch“ sehe ich jetzt eher nicht so dramatisch. Man hätte ja definitiv den Vorteil, dass man den Fernseher vor ein Bild oder sogar vor ein Regal stellen könnte.
            Und deine Idee mit dem wandfüllenden Bildschirm würde natürlich andere Probleme mit sich bringen: Stromverbrauch, Abwärme, empfindliche Oberfläche und vielleicht noch mehr.

            • Die Bildschirmwand war mich ganz ernst gemeint, war eher der Hinweis, dass ein solches Ungetüm weit billiger wäre, als der eine Fernseher. Als größten Nachteil würde ich da auch sehen, dass dann gar nichts mehr vor die Wand gestellt werden kann.
              Ich sehe das „Loch“ auch nicht dramatisch, deshalb meine ich ja, dass das kein wirkliches Argument sein kann. Sollte der Fernseher vor einem Bild stehen, kannst du auch einen „The Frame“ kaufen, wenn dahinter ein Regal sein sollte, muss das ganze Basisgerät *davor* platziert werden und das steht dann auch ohne einem ausgerollten Bildschirm im Weg. Man kann sich sicher einen Anwendungsfall konstruieren, aber für den Preis muss da – zumindest aus meiner Sicht – mehr Substanz dahinter stehen (sofern man nicht Jeff Bezos heißt und das aus der Portokasse bezahlten kann :-))

  2. „Fernseher für $87,000 verkauft sich schlecht.“ – „Nein!“ – „Doch!“ – „Oh!“

    • Naja so fängt das immer an was meinst was Anfang 2000 ein 40 Zoll LCD gekostet hat und die 10 Stück werden auch nicht bei irgendwelchen Privat Personen rumstehen sondern irgendwo im Gewerblichen Bereich wo die Leute sich schon Gedanken gemacht haben wie sie den Preis wieder reinbekommen. Der Weg ist ja der richtige, ich könnte dir auf anhieb 5 Leute nennen die gerne sowas hätten alleine um das TV Gerät aus dem Mittelpunkt im Wohnzimmer zu ziehen weil so eine Kiste mit ihrer Präsenz verleitet dann doch die Familie eher zum schauen anstatt mal was zusammen zu spielen.

      • Verstehe ich nicht. Zum Spielen mit der Playstation brauchst du doch den Fernseher …

      • Im Ernst: glaubst du wirklich, dass ein nicht ausgerollter Bildschirm eines mehr als 70.000 EUR teuren Fernsehers den Reflex unterdrückt, diesen nicht einschalten zu wollen? Und wer soviel Geld ausgibt, wird das Basisgerät wohl kaum in einer Ecke platzieren, sondern eine zentrale Stelle wählen, sodass man bei ausgerolltem Bildschirm auch gut sehen kann. Einen gewerblichen Bereich, bei dem das Geld wieder „eingespielt“ werden kann, kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Wo soll da der Vorteil im Vergleich zu einem normalen Fernseher sein (den ein 40″ LCD Bildschirm damals im Vergleich zur Röhre definitiv hatte).
        Es ist schon ein geiles Gerät, aber sicher nur ein Nischengerät für superreiche.

      • Er kann zum Beispiel auch vor dem Fenster oder im Wintergarten stehen und nur abends wenn man mal fernsehschauen mag und es draußen nichts mehr zu sehen gibt wird er ausgefahren. Im Wohnzimmer will ich eigentlich gar keine sichtbare Technik haben. Das ist sonst so eine Arbeitsatmosphäre…

      • „was meinst was Anfang 2000 ein 40 Zoll LCD gekostet hat“

        Da muss man nichts „meinen“, das kann man nachgucken. Im Jahr 2000 waren Fernseher in dieser Größe noch fest in Plasma-Hand. Die ersten tatsächlich auch erwerbbaren 40-Zoll-LCD-Fernseher (bzw. Panels) kamen 2003 von NEC-Mitsubishi (LCD4000) und Samsung (Syncmaster 403T). Von den Unternehmen selbst genannter Kostenpunkt zur Markteinführung: irrsinnige $6000 bis $8000.

        Nicht falsch verstehen, man kann alles an Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit diskutieren. Aber dass die OLED-Rollflimmerkiste einen wahnwitzigen Preis aufruft, ist schwierig wegzureden.

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