Instagram: Nutzer erhalten mehr Kontrolle über das Kommentarsystem

Instagram geht weiter gegen Mobbing und Hass in seinem Netzwerk vor und kündigt daher ein paar weitere Neuerungen an, mit denen wir Nutzer noch mehr Kontrolle darüber bekommen sollen, was unter unseren Beiträgen kommentiert wird und welche Profile überhaupt in der Lage sein sollen, uns in ihren Beiträgen zu erwähnen. Als erste Neuerung soll es nun wohl bald möglich sein, mehrere Kommentare auf einmal zu markieren und zu löschen. Ebenso dürfen dann auch gleich mehrere Profile auf einmal ausgewählt werden, um anschließend blockiert zu werden. Hier habe man vor allem Accounts mit größeren Follower-Zahlen im Blick, aber auch kleinere Accounts werden sicher hin und wieder von der Funktion Gebrauch machen.

Bis zu 25 Kommentare sollen sich so vorerst auf einmal löschen lassen. In Zukunft soll es zudem möglich werden, dass man ein paar einzelne Kommentare als Profilbesitzer oben anpinnen darf. Vermutlich wird es schon bald die ersten Berichte geben, dass das reihenweise Löschen von Kommentaren auch negative Aspekte mit sich bringe, gerade wenn sich Account-Betreiber von angeblichen Newsseiten und dergleichen so ihren Kittel weiß halten können, weil negatives Feedback direkt gelöscht werden kann.  Unliebsame Meinungen kann man so draußen halten.

Dennoch finde ich es gut, dass man im Falle von Beleidigungen oder Hasskommentaren nicht erst ein Ticket beim Support eröffnen muss, sondern direkt selbst tätig werden darf.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Vielleicht sollte Insta selbst mal etwas gegen die Porno Bots unternehmen, die ständig nach ihrer Unterwäsche fragen. Warum soll ich als Seitenbetreiber das löschen übernehmen?

    • Richtig, ich sehe das auch sehr kritisch, dass einfach so unliebsame Kommentare gelöscht werden können. Das überprüft ja keiner mehr ob das Löschen rechtens war (SPAM, Hass) etc. oder eine unbequeme Kritik.

  2. Finde das Kommentarsystem bei Instagram generell total furchtbar. Das ist ja schon bei Facebook nicht auszuhalten, aber Instagram toppt das nochmal.

  3. Diese „Safe Space“ Kultur ist in der Realitaet mehr schlecht als gut. Mobbing wird immer einen Weg finden, ein Schutz davor funktioniert also nicht. Das einzige was funktioniert, ist die Abhaertung und das Staerken des eigenen Selbstbewusstseins. Wenn das Ziel von Mobbing-Attacken abgehaertet ist, dann verpuffen diese wirkungslos und hoeren von selbst auf.

    • Ich erlebe immer wieder, dass Kinder allen Alters den Weg ua. via Instagram zur Selbstverwirklichung wählen um Altersgenossen auf das Übelste zu mobben. Facebook, Whatsapp sind da eher weniger in Nutzung, Instagram dominiert deutlich. Rote Haare, lange Beine oder -ganz profan- Pickel im Gesicht, bieten sich unter sehr viel weiteren Angriffspunkten jederzeit an. Auch der soziale Status der Eltern wird gern zum Anlass genommen. Hier zuvorderst auf ein zu stärkendes Sebstbewusstsein zu setzen, erscheint mir als deutlich zu wenig, die wenigsten sind abgehärtet.

      Mir taugt da eher eine „Instagram ab 18“ Lösung mit Altersnachweis sinnvoller.

      • Ab 18 hoert sich zwar gut an, aber dann ist ganz schnell die naechste App anstelle von Instagram da. Viel besser waere es einfach das ganze durchlaufen zu lassen. Wenn Beleidigungen zu oft verwendet werden verlieren diese schlicht an beleidigendem Wert.
        A*rschl*och und H***nsohn sind doch z.B. mittlerweile so ueberstrapaziert dass sie einfach nur noch laecherlich sind und keine Wirkung mehr entfalten.

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