Dyson v15 Detect im Test – Laser oder nicht Laser, das ist hier die Frage

Dyson tut gerade viel, um sein Produkt-Line-up aufzubessern. Den Omni-Glide, der speziell für Hartboden konzipiert wurde, konnte ich euch ja bereits vorstellen. Nun kommt ein weiteres Gerät hinzu, das Dyson bis an die Zähne mit Tech bewaffnet hat. Heute soll es um den Dyson v15 Detect gehen, der mit einer Laserdüse um die Ecke kommt und damit Licht ins Dunkel eures Bodens bringen soll.

Aber öffnen wir erst einmal den Karton und gucken mal was sich darin versteckt, denn Dyson legt neben dem Sauger und der Laserdüse – hört auf den Namen Slim Fluffy Laser mit Stauberkennung – auch eine Torque-Drive-Bodendüse, einen Flex-Adapter, eine Extra-Soft-Bürste, eine Wandhalterung, eine Extra-Hart-Bürste, eine Fugendüse, eine Kombi-Zubehördüse eine Halterung für das Saugrohr und ein Ladegerät bei. Und dann gibt es da noch die Haardüse, auf die ich zuerst kurz eingehen möchte.

Warum? Weil die dem einen oder anderen sehr helfen wird. Vor allem, wenn man einen Haushalt mit Personen mit langen Haaren und Katzen/Hunden zu Hause hat, liegen hier und da immer Haare herum. Die bisher von Dyson eingesetzte Tangle-Free-Düse hat genau wie andere Düsen das Problem, dass sich Haare in den Bürsten verfangen. Irgendwann muss man ran und mit Schere oder Messer die Bürste von Haaren befreien.

Kann nun nicht mehr passieren. Die Haardüse ist konisch und wie eine Schraube. Saugt ihr Haare damit ein werden die nicht mehr aufgewickelt, sondern durch die Schraube zum Saugrohr transportiert und dort abgeführt. Kann man mit 1 Meter langem Geschenkband ausprobieren, da wickelt sich nichts mehr auf. Finde ich super.

Vom Design her hat Dyson wenig geändert. Warum auch, denn der v11, v11 Pro und v11 Outsize haben ja hervorragend funktioniert. Einzig der Omni-Glide fällt aus der Reihe, denn dort wurde das komplette Produkt auf Links gedreht und die Komponenten in eine Linie geschoben, damit man den Sauger flach auf den Boden legen kann. Funktioniert hier nicht, denn man hat die bekannte Anordnung von Düse, Rohr, Behälter, Zyklonen, Motor und Filter. Dafür kommt der v15 Detect mit anderen Gimmicks daher.

Fangen wir unten bei der Düse an, denn die hat wie gesagt nun einen Laser an Bord. Dieser wurde in verschiedenen Entwicklungszyklen erst in der Farbe und dann im Winkel variiert. Herausgekommen ist ein grüner Laser – damit soll der Staub auf dem Boden wohl am besten erkannt werden – der so in einem Winkel auf den Boden scheint, dass der Staub am besten erkannt wird. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut und man erkennt Partikel, die man ansonsten hätte liegen lassen. Dyson hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Boden also besonders sauberzumachen, gesetzt den Fall ihr schaut auch hin. Saugen muss man schließlich noch allein.

Der Motor des Dyson v15 Detect wurde im Vergleich zum V11 noch einmal optimiert und kommt mit etwas mehr Saugleistung daher (240 AW statt bisher 220 AW). Die eigentliche Technik sitzt aber auch im Kopf. Dort finden wir wie gewohnt das Display des Saugers. Dort wird nun nicht nur das Saugprogramm angezeigt, sondern auch die Größe der eingesaugten Partikel.

Wie das geht? Dyson hat einen akustischen Piezo-Sensor verbaut, der die Partikel am Eingang des Behälters vorbeifliegen „hört“ und auf Basis der Geräusche die Anzahl und die Größe des Staubes ermittelt. Die Recheneinheit des Saugers sammelt die Daten und sorgt für die entsprechende Darstellung in einem Balkendiagramm. Zugegeben ist ganz fancy und informativ, wenn man den Sauger neu zu Hause hat. Aber auf lange Sicht gesehen, würde ich persönlich bezweifeln, dass man da ständig drauf schaut. Irgendwann saugt man eben nur noch und hängt das Ding in die Ladestation. Für Freunde der Zahlen ist das aber ein schöner Nachweis, dass man auch etwas aufgesaugt hat.

Dyson-typisch habe ich an der Saugleistung nichts zu kritisieren. Die ist nach wie vor super, stellt sich automatisch auf Basis des Untergrunds und der Verunreinigung um und reicht für alles, was bei uns im Haushalt (3 Kinder, 2 Katzen) anfällt. Dyson gibt die Ausdauer des Akkus mit 60 Minuten an, das habe ich in meinem Test nicht geschafft, ist jedoch auch im Eco-Modus gemessen, der für Teppiche etc. nicht wirklich ausreichend ist. Im Mittel kommt man irgendwo zwischen 40 und 50 Minuten raus, was in Ordnung und in etwa auf dem Niveau des V11 liegt. Der Akku ist übrigens wechselbar, das Zubehör des v11 und v10 kann hier verwendet werden.

Was bleibt zum Dyson v15 Detect also zu sagen? Tolles Gerät mit einer Menge Technik, für die man bei Dyson wieder die Innovationskurbel angeleiert hat. Werden Massen Wert auf diese Funktionen legen? Daran würde ich zweifeln wollen, denn ab und an muss es schnell gehen, Sauger in die Hand und Go. Da blickt man nicht noch auf einen Laser oder schaut sich Diagramme an. Kommt der Preis dazu, der bei 700 Euro liegt, werden solche Funktionen für viele noch weniger relevant, so cool und verspielt sie auch sind. Wer aber genau das sucht, wird das nötige Geld sicher über den Ladentisch schieben.

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24 Kommentare

  1. Und immernoch ohne eine Einrastfunktion für den Einschalter? Unergonomisch für die Finger das ständig Drücken müssen

    • Ernsthaft? Vielleicht ist ja meine Hand zu groß, aber den Griff muss man doch eh mit der ganzen Hand umfassen. Und der Einschalter ist ja nun echt leichtgängig und ergonomisch gut angepasst. Oder möchtest Du staubsaugen und dabei ausgerechnet den Zeigefinger abspreizen?

      • Armin Gieps says:

        alle Tests, die ich gelesen und gesehen haben, endeten im Fazit der Damenwelt, den Knopf dauern drücken zu müssen, sei lästig und unangenehm.
        Bei einer Freundin das Ding ausprobiert und ich war froh, nach fast eine Stunde, der Akku war leer, nicht weiterhin permanent drücken zu müssen. Als Kerl schließe ich mich dem Fazit der Damen an, nicht tauglich.

        • Okay, ich bin ein „Kerl“, aber ich habe damit noch nie Probleme gehabt. Dass es anstrengend sein kann, dieses Gerät samt schwerem Akku eine Stunde in der Hand zu halten – da gehe ich mit. Aber der Einschalter ist so leichtgängig und wird ohne zusätzlichen Kraftaufwand einfach mitgedrückt, wenn man das Gerät in der Hand hält. Dass man sich über so etwas beklagen kann, ist mir einfach nicht nachvollziehbar.

          • Es ging eben einfacher mit Einrastfunktion, ich will vielleicht den Sauger auch mal anderst halten als genau in dieser vorgegebenen Position

  2. Wenn ich Dyson lese, denke ich an Brexit und Singapur. Als Konsument stimme ich auch immer mit meinem Geldbeutel ab und daher vermeide ich den Kauf von Dyson Produkten. Jemand, der massiv den Brexit unterstützt hat, bekommt keinen Euro von mir. Die aktuellen Bosch-Sauger bieten übrigens ein ebenfalls tolles Produkt, so dass ich hier keine Einbußen machen muss.

  3. Die Statistik der eingesaugten Elementgrößen fasziniert genauso, wie sie den Kopf schütteln lässt. Dabei ist schon lange klar, dass beim Saugen nicht nur Grundfunktionen von Belang sind. Und wenn das künstlich generierte, akustische Geräusch des Einsaugens von Partikeln beim Nutzer positive Gefühle der Effektivität erzeugt, warum soll eine solche Statistik nicht eine ebensolche psychologische Funktion übernehmen?

    Was den Preis anbetrifft, für mich war das Saugen immer ein Graus. Und nachvollziehbar hätte man sagen können, dass ich einfach zu faul zum Putzen bin. Ich hasste jedoch lediglich den suboptimalen Vorgang, bei dem ich das Gefühl hatte, dass der alte Staubsauger alles hinten wieder rausschleudert. Zudem zog man ständig diesen schweren und trägen Wagen hinter sich her, der immer mal wieder hängen blieb oder im schlimmsten Fall sogar umkippte. Und natürlich war das Kabel immer zu kurz oder im falschen Raum eingesteckt, um im nächsten Raum noch zu Ende zu saugen. Dabei wurde das alles noch von diesem infernalischen Geräusch begleitet. Insofern ist der Preis für mich kein Thema, denn die Beseitigung der für mich nachteiligen Eigenschaften des Saugens werden für mich eindeutig aufgewogen. Klar könnte ich mir einen bei Stiftung Warentest prima getesteten Standardstaubsauger für einen Bruchteil des Geldes kaufen. Aber dann hätte ich am falschen Ende gespart. Und natürlich könnte ich auch einen Chinaböller kaufen. Aber irgendwie möchte ich auch den Hersteller belohnen, der das ganze Geschäft überhaupt erst aufgebaut hat. Zudem man sich hier auch nicht auf den Lorbeeren ausruht, sondern mit Innovationen wie der konischen Bürste, dem Omni-Glide oder dem Laser dafür sorgt, dass mir eine Sache heute Spaß macht, die ich früher gehasst habe.

  4. Ob es den Laser oder die Partikelanalyse braucht – naja. Aber dass der Akku nun wechselbar ist. toll. Die konische Düse. Ebenfalls toll. Ist jetzt der Schalter fixierbar oder muss ich den dauernd drücken?

  5. Laser zum Staubsaugen? Naja, wers braucht. Solange die Teile nicht besser saugen als ein Miele Bodensauger für 200 Euro im Angebot, kommt mir so ein Teil nicht ins Haus.

    • Pratiksch an dem Dyson gegenüber unseren früheren Miele-Bodensauger ist ganz klar die Handlichkeit und das er Akkubetrieben ist – alleien schon für die Treppe bei uns ein unbezahlbarer Pluspunkt.

      Allerdings bin ich mittlerweile mit dem Dyson nicht mehr zufrieden – unser V8 macht immer mehr Probleme, es liess die Saugleistung sehr stark nach, obwohl der akku in Ordnung ist. Filterreinigung usw. brachte nichts.
      Seit kurzem hat der ständige Aussetzer beim saugen, der geht immer an-aus-an-aus im 3Sek Intervall.

      Da hat der Miele für 120,- deutlich länger gehalten, von daher bin ich nicht mehr bereit, die Dyson-Preis zu zahlen, zumal es von Bosch auch sehr gute Akkusauger gibt, auf die meine Bosch-Akkus für Bohrmaschine und Akkuschrauber passen.

      Und ganz ehrlich, was soll der Laser zur Stauberkennung – das Teil soll den Staub wegsaugen und das schnell und gut – da brauch ich keine Erkennung und Statistik für.

      • An-aus, an-aus deutet auf eine beschädigte / blockierte Motorbürste hin. Wird gerne durch (viele) Tierhaare und/oder eingetrocknete Flüssigkeiten verursacht. Ich habe solche Haare auch schon direkt auf der Achse des Bürstenmotors gefunden – unter der eigentlich unbeschädigten Abdichtung. Leider muss man für eine Reparatur die Düse bis zur letzten Schraube zerlegen. Mein Erfolg der Mühe ist die Tatsache, dass mein V6 immer noch wie am ersten Tag saugt. Mittlerweile mit dem dritten Akku, denn die sterben auch ganz gerne.

      • Von Miele gibt es auch einen „Handsauger“, der Triflex HX1. Der ist auch nicht gerade günstig aber nach dem Vergleich mit verschiedenen Dyson würde ich ihn für nichts eintauschen. Der Miele hat natürlich einen austauschbaren Akku.

    • Beim Miele kommt dazu, dass die leise sind.
      Dyson ist ja meiner Erfahrung nach wie ein startender Düsenjet

      • Armin Gieps says:

        Es gab mal einen Sauger von Elektrolux, der hatte eine geschickte Abluftführung, wodurch der Schall ausgelöscht wurde (Phasenverschiebung). Hat sich damals nicht verkauft, weil die Menschen die Rückmeldung gaben der sauge ja gar nicht, man hörte nix.
        Meine Mutter war der gleichen Meinung, sie ist bei ihrem Brüll-Vorwerk geblieben und ich hab das Geld für’s Geschenk gespart.
        Ein paar Jahre später wurden dann Klappergeräusch-Soundboards eingebaut, damit es klinge, als sauge man etwas ein. Die Rohre waren zuvor innen mit Kunststoff verkleidet und das Saugen leiser, aber auch hier beschwerten sich die Kunden, der sauge nix.

  6. Das Gerät ist bestimmt gut und in Ordnung, aber sorry 700 € für einen Staubsauger ist eine Ansage. Ich bin der festen Überzeugung, dass die durchschnitts UserInnen mit günstigereren Staubsaugern auch zufrieden sind.

  7. Was man bei Dyson auch mitkauft ist ein hervorragender Service. Ich hatte mit meinem Lüfter ein kleines Problem. Zack hotline, total freundlich, sachkundig, gab Tipps. Nächsten Tag angerufen, Tipps haben nichts gebracht. Lüfter zu Dyson geschickt und innerhalb von 3 Tagen einen neuen gehabt.

  8. „Herausgekommen ist ein grüner Laser … Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut und man erkennt Partikel, die man ansonsten hätte liegen lassen.“

    Ernsthaft???
    Früher™ hat man einfach einen ganzen Raum gesaugt und er war sauber. Heute lasert man für 700€ den Staub an und saugt dann den ganzen Raum sauber. ¯\_(ツ)_/¯
    Was ist passiert? Seid ihr gelangweilt? Ich verstehe es nicht! … Ja schon klar Staubsaugen ist jetzt Lifestyle. Genau!

    • Vielleicht saugen die Dyson-Hipster ja tatsächlich nur da, wo sichtbar Dreck liegt. 🙂 Ist ja auch durchaus nachvollziehbafr, bei maximal 12 bis 15 Minuten Saugzeit im Turbomodus.

  9. Aus den Leser Kommentaren geht hervor: somit immer noch keine einfache Einrastfunktion für einen High Tech Sauger.

    Ein nach-wie-vor pott hässlich Äußerliches Gehäuse, für Starwars Fans. Man muss seine Wand mit Dübeln immer noch beschädigen, damit man den Dyson Starwars Sauger aufladen kann.
    Das Gewicht gleicht immer noch einer Hantel, da der Sauger sich nicht nach unten verlagern lässt.
    Laut der Bebilderung scheint Dyson eine ganze Armada an Zubehörteilen inklusive des Kaufpreises mitzuliefern. Man braucht zum verstauen der ganzen Teile inzwischen einen separaten Schrank dafür. Schön, wenn man weiß, wofür die ganzen Teile überhaupt nützlich sein sollen ?!
    Man scheint den Gegenwind der Konkurrenz immer mehr zu spüren.
    Da bevorzuge ich Hersteller der Marken AEG und Miele, im Hochpreissektor.

    Saugroboter von Dyson sind bekanntlich „grandios“ gescheitert. Deren Luftreiniger werden inzwischen ebenfalls eher stiefmütterlich vermarktet, seitdem man ihnen auch noch alles mögliche wie Luftbefeuchtung, Ventilator versucht hat zu implementieren. Auch dort, hat die Konkurrenz längst aufgeholt.

  10. Dyson lässt sich sein geschicktes Marketing fürstlich bezahlen. Funzt aber nicht in allen Bereichen,die Waschmaschinen sind
    fort,der Fön für 500€ nur für Hartgesottene.Die Sauger haben ihre Fanboys,jedem das seine.
    Akkustaubsauger brauch ich nicht,egal welche Marke.

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