Digitale Stromzähler: Smart Meter in Deutschland ab 2032 Pflicht

Bei einigen Haushalten sind digitale Stromzähler schon verbaut, in anderen werkeln noch Drehstromzähler, die einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Jetzt hat der Bundestag beschlossen, dass der Einbau digitaler Stromzähler (Smart Meter) beschleunigt werden soll. Denn die neueren Zähler sollen helfen, eine bessere Steuerung des Stromnetzes ermöglichen. Ebenfalls sollen sie auch für Kunden den Überblick über den Stromverbrauch erleichtern.

Der neue Gesetzesentwurf wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP der Union abgesegnet. Dagegen waren wiederum die AfD und die Linke. Resultat: Ab 2032 soll es in Deutschland nur noch digitale Stromzähler im Einsatz geben. Man versteht die digitalen Zähler auch als einen Teil der Digitalisierung der Energiewende. Vorteil der neuen Messgeräte: Sie übermitteln den Verbrauch automatisch an die Anbieter. Daraus lassen sich freilich auch detailliertere Daten zum Verbrauch bzw. Zeitpunkten mit Spitzen gewinnen. Das eröffnet Potenziale, das Stromnetz besser zu steuern.

Neben den Anbietern sollen aber eben auch die Kunden profitieren, da sie transparenter einsehen können, wann sie wie viel Strom verbrauchen – und zu welchem Preis. So können die Stromzähler nicht nur Daten an die Anbieter senden, sondern auch Daten empfangen – etwa den aktuellen Strompreis. Kann euch vielleicht weiterhelfen, wenn ihr z. B. nach dem besten Zeitpunkt sucht, um günstig euer E-Auto aufzuladen.

Denn: Ab 2025 soll es in Deutschland auch für alle Anbieter verpflichtend sein, dynamische Stromtarife anzubieten. Das sind Tarife, die keinen starren Preis anlegen. Stattdessen soll der Strompreis immer je nach Verfügbarkeit von Energie aus Wind und Sonne schwanken. Derzeit sind nur große Versorger verpflichtet, solche Tarife anzubieten – ab 2025 betrifft dies alle Anbieter.

Vorgesehen ist, dass Privatleute und kleine Verbraucher für intelligente Stromzähler im Übrigen nicht mehr als 20 Euro im Jahr zahlen müssen. Etwas teurer wird es jedoch für Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Das sind z. B. Wärmepumpen. Für jene fallen dann maximal 50 Euro im Jahr an.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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150 Kommentare

  1. Witzig, habe erst vor einem Monat wegen Solaranlage einen neuen Digitaler Stromzähler (Zweirichtungszähler) eingebaut bekommen (nicht smart!) Auf meine Nachfrage, warum kein smarter Zähler, da diese doch schon verbaut wurden, war die Aussage des Technikers, dass diese derzeit wieder zurückgebaut und ausgetauscht werden müssen in Nicht-smarte-Zähler aufgrund von Datenschutzthemen.
    Dieses Land steht echt für maximale Verwirrung und Planlosigkeit!

    • Bernd Moft says:

      Moderne Messeinrichtungen sind bei PV-Anlagen ab 7 kW Nennleistung gesetzlich vorgeschrieben. Bei Neuanlagen zwischen 1 und 7 kW obliegt es dem Messstellenbetreiber, ob er ein intelligentes Messsystem einbaut oder nicht.
      Das mit dem Datenschutz würde ich als Falschaussage des Technikers werten.

    • Witzig, bei mir wurde auch ein neuer Eingebaut und auf meine Frage warum keine intelligente Messeinrichtung, meinte der Handwerker, dass es die erst ab 10000 kWh Verbrauch gibt.

      Tipp: ein Handwerker ist nicht unbedingt eine zuverlässige Quelle. Kann, muss aber nicht. Gesetzestexte hingegen sind eine zuverlässige Quelle.

  2. Der Austausch auf digitale Zähler wurde doch 2000 schon beschlossen, Übergang bis 2032. Jetzt wurde also die „intelligente“ Messeinrichtung beschlossen, auch bis 2032. D.h. der Austausch der bereits getauschten Zähler muss noch mal von vorne beginnen. Wissen die überhaupt, was sie tun?

  3. Daa habe ich dann also einen weiteren „Spion“ im Haus. Der beobachtet mich indirekt bis ins Bad, wann das Licht dort angeht, wann die Lüftung, die Waschmaschine , wann ich koche – nein nicht im Bad, da bin ich ja in der Küche – und wann ich im Schlafzimmer das Licht lösche , oder noch Radio höre oder meinen vibra… Verzeihung, das gehört wohl nicht hier hin – aber warum soll ich es nicht schreiben – wann ich was auflade weiß mein Stromanbieter ja dann auch dann könnt auch Ihr das wissen. Privatsphäre wird nämlich im Namen der Ökologie nichts mehr wert. In der heutigen Zeit hängen eben viele Abläufe mit dem Stromverbrauch unmittelbar zusammen und wer dessen Verlauf und die Brennstellen kennt, wo es abgezwackt wird, weiß wie ich wann wo lebe. Erinneert sich noch jemand an alte Spielshows im Fernsehen, wo man die Leute aufforderte das Licht anzuschalten – und damit eine Art Abstimmung für einen Show-Kandidaten erzielte – an den Verbrauchskurven im Kraftwerk wurde dan ermittelt für welchen Kandidaten der höchste Verbrauch vomm Publikum generiert wurde … jetzt neu und digital. Und dann ständig wechselnde Preise, keine Verläßlichkeit mehr sondern ein Tarifdjungel wie bei der Bahn: ein und dieselbe Entfernung zurückzulegen kann je nach Tages-, jahres- oder Sternenzeit unterschiedlich viel kosten. Was der Fahrgastverband ProBahn zu Recht als kundenunfreundlich anprangert, soll nun bei der Stromrechnung Alltag Werden? Wer soll da noch durchblicken? Beim Telefon wurde das abgeschafft, alles flat „weil einfach einfach einfach ist“ – gilt nun nicht mehr alles im Namen der Ökologie? Und schließlich: Verbrauch planen – Waschen wenn es billig ist – aber halt: da ist die Tafel mit der hausordnung im Treppenhaus : die verbietet das Wäschewaschen und -trocknen nach 22:00 und vor 8:00 Uhr also während der billigen Nachtstunden .. also: alles unausgegorener Mist einzig zu Lasten der VerbraucherInnen. Nutznießende: diejenigen die sich „Öko“ auf die Fahnen ihrer Symbolpolitik schreiben und natürlich die anbieter die es jetzt machen wie die Bahn: ein Preiswirrwar und einen Tarifdjungel errichten in dem sich die Verbrauchenden verirren sollen, damit der Reibach um so größer wird. Ja ich hätte auch gegen dieses Gesetz gestimmt, und ich bin kein Parteigänger und auch kein Wähler der Linken oder der AfD, letzterer schon gar nicht. Es tut mir leid das diese rassistische und antisemitische Partei in Sachen Öko.hysterie sehr nahe an meinen Ansichten ist. Wählen werde ich sie dennoch nicht . Abeer einverstanden mit deser Verkomplizierung der Energieversorgung in meinen vier Wänden muß ich auch nicht sein.

    • Nein, das kann das gemeine Smartmeter nicht.
      Es erfasst den Gesamtverbrauch der angeschlosenen Verbraucher, daraus lässt sich keinesfalls das individuelle Gerät (Licht im Bad vs. im Wohnzimmer) ableiten, bestenfalls kann man aus dem Verbrauchsrhytmus ableiten, ob das WaMa, Herd oder Kühlschrank sind.

    • Bernd Moft says:

      Ohje. So viel Meinung und so wenig Ahnung. Kann verstehen, dass aufgrund der öffentlichen Darstellung eventuell Verwirrung herrscht, aber das ist schon ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Kein Stromzähler kann und will dich ausspionieren.

      • Hallo RA und Bernd, danke, wenn, wie Ihr sagt , nur eine sumarische Auslesung meines Verbrauchs erfolgt und keine Analyse wann wo welches Gerät genutzt wurde, ist zumindest eine meiner Bedenken ausgeräumt. Das ändert aber nichts an meinen Einwendungen gegen flexible Tarife – denn wie gesagt, das schlechte Beispiel Tarifdjungel der Deutschen Bahn, der ÖPNV-Tarifverbünde -da versucht man gerade mit dem 49-Euro-ticket den richtigen Weg zu gehen und verwirrende Tarifstrukturen abzubauen – sind negativ-Beispiele – und das soll jetzt beim Stromverbrauch kommen ? Ich will einen voraussehbaren und im Voraus feststehenden Betrag pro kWh. Viele ältere menschen dürften überrfordert sein mit diesen ständig, ja vielleicht sogar stündlich wechselnden Preisen. Ich bin noch nicht ganz so alt und fühle mich überfordert z. B. mit Bahnfahrkarten und dem warum und wiso das nicht mehr berechenbar ist:Strecke soundsovile km, Zugattung A, B, oder C, ist gleich preis in Euro? Mitnichten. Der Fahrgastverband ProBahn kritisiert ddiesen Irrsinn seit der Bahnreform mit Recht – und nun soll dieses Tarifwirrwarr für etwas viel alltäglicheres als eine Bahnfahrt eingeführt weerden? Kommt dann demnächst auch der „Minutenpreis“ für ein cbm Wasser? Wird es teurer wenn es regnet? Nein alles zu kompliziert . Auf die Unmöglichkeit im MFH sein Verhalten beim Betrieb energiehungriger Geräte – die meist auch laut sind – zu beliebigen Tageszeiten zu betreiben, habe ich ja auch verwiesen. Nein das ist keine Lösung der ich zustimmen könnte. Ich will ein möglichst einfaches leben in meinem Alltag in welchem Kosten planbar sind. Und nicht mit nem Rechenschieber im Kopf rumlaufen.

        • Wie fast immer kostet Bequemlichkeit Geld: Ihr „möglichst einfaches leben in meinem Alltag in welchem Kosten planbar sind“ bekommen Sie mit einem Festtarif, die es weiterhin geben wird, solange wir freie Marktwirtschaft haben.
          Dann kann man eben nicht sparen, indem man mit grösseren Verbräuchen in Randzeiten ausweicht, dafür muss man nicht auf die Uhrzeit schauen.

          In manchen Bereichen (Telefon-/Internettarife z.B.) geht es mir ähnlich, da zahle ich lieber ein bisschen mehr und kann dafür meine Gespräche bzw. Onlinezeit ohne im Hinterkopf tickende Uhr geniessen.

          • Hallo RA, „Wie fast immer kostet Bequemlichkeit Geld: “ das hat doch nicht nur mit Bequemlichkeit zu tun – belohnt mit Sparmöglichkeiten weerden also die fitten, digital Natives, die sich mit solchen „smarten“ Lösungen auskennen und auseinandersetzen können? Die Leute die in Wohnsituationen leben wo sie sich aussuchen könnnen, wann sie waschen, trocknen , staubsaugen? Das hat doch auch eine merkliche _soziale_ Schieflage: die Menschen die eben nicht in der lage sind, sich wegen Wohnsituation, vorbildung, Alter oder geistiger Flexibilität hier immer und immer den neuesten Anforderungen anzupassen, werden bestraft. Und das sind oft Menschen die eh schon am Ende der sozialen Schichtung leben. Altes Prinzip undozialer Politik: weer hat dem werden neue Möglichkeiten eröffnet, wer nicht hat der kriegt die Mehrkosten aufgebürdet? Egal ob Anschaffung von e-Autos , neuester Heiztechnik oder PV auf dem eigenen Dach – wo bleiben die Menschen die im Mehrfamilienhaus in der Stadt auf Etage wohnen ? Wo ältere Leute die kaum begreifen wie man einen Fahrkartenautomat bedient? Das hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun, solche Denke ist geprägt von sozialer Ignoranz. Wie heißt es in der bibel: „Was Du dem schwächsten unter Deinen Mitmenschen tust, hast du mir getan.“ Vieles der schönen neuen Öko-Welt ist für die schwächsten der Gesellschafft nicht zahlbar, nicht umsetzbar und oft auch nicht nachvollziehbar.

            • Doch, es hat primär mit Bequemlichkeit zu tun, anders ist es nur bei Lernbehinderten.

              Je nach Affinität zu IT und eigenem Intellekt/Auffassungsgabe ist der eigene Aufwand höher oder niedriger, denn wie seinerzeit bei der Öffnung des Telefonmarkts wird es wohl ein vielfältiges Angebot geben und recht wahrscheinlich Tarifwirrwarr herrschen und man muss sich darüber einen (groben) Überblick verschaffen. Aber die Vergleichsportale werden sich dessen annehmen und wenn man das Paretoprinzip anwendet ist deren Tarifvorschlag regelmässig die günstigste Lösung.
              Anders als am Telefonmarkt kann man den Stromanbieter aber nicht ‚minütlich‘ wechseln und so muss man sich nach Auswahl eines Anbieters zum Sparen nur noch in dessen Tarifstruktur einlesen und sein Verhalten daran anpassen.

              Wohlhabendere Technikaffine automatisieren das, was der ‚einfache Mensch‘ eben von Hand machen muss, ich sehe aber die Herausforderung manueller Anpassung nicht: Bei den Telefontarifen schafften es die Meisten.

              „waschen, trocknen , staubsaugen“ darf man 12+ Stunden (mindestens 8 – 20 Uhr) am Tag, und insb. über den Mittag sollte der Strom günstig sein.

              Im Übrigen bin ich als Konservativer der falsche Adressat für solche Beschwerden.

              • Hallo RA, „Wohlhabendere Technikaffine automatisieren das, was der ‚einfache Mensch‘ eben von Hand machen muss, “ ja wenn Du Dich als Konservativen siehst mögen Dir solche Sätze leicht über die Lippen gehen. Mir zugegeben nicht , ich sehe mich als „klassischen Sozialdemokraten“ – nicht die die heut mit den Grünen klüngeln oder gar mit Schröder den Sozialstaat schleiften. „„waschen, trocknen , staubsaugen“ darf man 12+ Stunden (mindestens 8 – 20 Uhr) am Tag, und . über den Mittag sollte der Strom günstig sein.“ Oh bei uns im haus ist eine Mittagspause geregelt – von wegen Mittags ist der Strom am günstigsten … Ich schätze Deine Beiträge als durchdacht und gut argumentativ untermauert. Leider scheinst Du aber von der Lebenswirklichkeit der wirklich am unteren Ende der sozialen Schichtung lebenden Menschen wenig Ahnung zu haben. Und ihnen dann einfach zuzurufen: „wenn ihr nicht alle Feinheiten der smarten Technologie nutzen könnt oder wollt, ist das eueer Problem – dann zahlt eben drauf“ läßt mich schon ein wenig die Faust in derr Tasche ballen.

                • Das mit dem Sozialdemokraten (Verräter an der Sache der Arbeiterklasse in Tradition seit 1914!)* hätten Sie nicht schreiben sollen…

                  Doch, ich kenne die Lebenswirklichkeit der Armen recht gut, denn vor Corona beriet/schulte ich Hartzer in rudimentärer Haushaltsführung/Finanzplanung (Spoiler: Ja, von H-IV kann man OK leben, wenn man sich organisiert!).

                  Das mit dem „Draufzahlen“ Einiger wird es bei jeder Entwicklung und jedem Thema geben – der Glaube an völlige Gleichstellung (Ergebnisgleichheit statt Rechts- und Chancengleichheit) ist absurd und tödlich** für eine Gesellschaft. Nicht umsonst endeten 100% aller je versuchten Sozialismen in Desaster und Tyrannei gegen das eigene Volk.
                  Ich wende deshalb gerne das Paretoprinzip an: Wenn „Benachteiligte“ mit wenig Aufwand ~80% des Maximalen (was ‚Normale‘ mit weit höherem Aufwand erreichen) erreichen können ist das in meiner Welt OK.

                  Mittagsverbote betreffen idR 12-13 Uhr, max bis 14 Uhr. Auch davor und danach ist der Strom günstig. Vom gemeinen Hartzer darf man erwarten, dass er seinen Tag entsprechend einteilt, der prekär Beschäftigte kann es leider nicht (da könnte ein Stromspeicher helfen, der muss aber auch erst bezahlt sein). Sonderfälle müssten halt abgefedert werden.

                  * Kurt Tucholsky drückte es in „Die Weltbühne“ vom 19. Juli 1932(Nr. 29, Seite 98) so aus:
                  „Es ist ein Unglück, dass die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 „Reformistische Partei“ oder „Partei des kleineren Übels“ oder „Hier können Familien Kaffee kochen“ oder so etwas – vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.“

                  ** er belohnt die Faulen bzw. bestraft die Fleissigen, motiviert/erzieht also zu Nichtstun

                  • Hallo RA, entschuldige, das mit Deiner Beratungstätigkeit konnte ich natürlich nicht ahnen, daher war meine Äußerung, du hättest woohl keine Anhnung von den Problemen derer , die an unteren Ende der sozialen Stufenleiter stehen, unangebracht. Zum Pareto-Prinzip: Achtzig Prozent – davon werden viele nichts sehen, die eben nicht so anpassungsfähig sind – selbst ich als Mensch der etwass bildung geniessen durfte, fühle mich überfordert. von der Komplexität , vor allem aber dem Tempo. Lernen braucht Zeit. Lebensgewohnheiten ändern auch. Und dann alles auf einmal – Heizen ander als gewohnt, mobil sein anders als gewohnt , Strom, Wasser usw. nutzen – anders als gewohnt – dann kommen da noch die Leute die meinen man solle anders essen und beim einkauf auf Fair Trade achten … nein ich muß ehrlich sagen: das will ich mir alles nicht mehr antun. Ich bin 60 plus und werde versuchen die mir verbleibenden statistisch zugesprochenen Lebensjahre so gut und so gewohnt wie möglich zu verbringen. Und durchaus überlegen wie ich dann z. B. so wähle daß nicht alles so schnell umgeworfen wird. wie gesagt AfD fällt für mich dabei weg weg. obwohl ich leider von einigen Menschen weiß, die wie ich eher der „Willy-Brandt-SPD anhängen sich inzwischen aus Enttäuschung haben verleiten lassen ihr Kreuz dort zu machen.

                    • „Pareto-Prinzip“
                      Sie haben nicht verstehend gelesen (19:33 Uhr): Wer ein Vergleichsportal nutzt (oder nutzen lässt) sollte sogar weit über 80% liegen (Erfahrung aus den Stromanbietervergleichen).

                      „Lernen braucht Zeit. […] Fair Trade achten“
                      a) Sie sind u.U. emotional aufgewühlt, aber das ist unsaubere Rhetorik. Thema sind hier Smartmeter und ob sie Arme unangemessen benachteiligen. Das auf einmal auf allgemeine Überforderung (die gerade Arme übrigens oft trifft – deshalb seinerzeit die Beratung) ‚aufzubohren‘ ist keine Diskussionsgrundlage.
                      Da Sie von sich persönlich sprachen darf ich raten, eben die jeweiligen Vergleichsportale zu nutzen (sinnvollerweise Mehrere parallel, damit kommen sie sicher deutlich über 90% des Erreichbaren).
                      b) Es ist Ihnen natürlich unbenommen, sich nicht anzupassen und den Preis dafür zu zahlen (die Klimasekte wird jaulen, aber das muss sie (Andreas) nicht stören).

                      „wie gesagt AfD fällt für mich dabei weg“
                      Nein, das sagten Sie nicht – im Gegenteil schlugen sie, zu Ende gedacht, genau das in ihrem Kommentar von vorgestern 17:21 Uhr vor (vgl. meine Antwort von gestern, 09:42 Uhr). 😉
                      Meine persönliche Meinung dazu: Es mag gut sein, dass Wahl der AfD ‚den Teufel (Grüne) mit dem Beelzebub (AfD) auszutreiben‘ bedeutet, das wissen wir aber frühestens nachdem sie Regierungsverantwortung bekamen. Die Propaganda ihrer politischen Gegner kann man dafür aber nicht als Massstab/Indikator nehmen – das sollten wir spätestens aus der Hetze gegen Die LINKE anlässlich ihres Einzugs in den Thüringischen Landtag vs. ihrer tatsächlichen Politik gelernt haben.
                      Sie sind aber ein schönes Beispiel für die Wirkung von Propaganda.

                  • Hallo RA,

                    ich empfinde das Einbringen persönlicher Eindrücke nicht als „aufbohren“ sondern nur als Teil einer ehrlichen diskussionskultur, in der jemand nicht nur sagt was er für unterstützenswert hält oder nicht , sondern auch warum, und zwar nicht nur der „akademischen“ warums sondern auch der persönlichen. Hier diskutieeren nämlich menschen und nicht bots , und da gibt es immer beide Ebenen, die sachliche und die persönliche. Mehr wollte ich mit meinem eindruck von vielen Dingen überfordert zu sein nicht ausdrücken. Und nein, ich habe nie gesagt es wäre richtig AfD zu wählen. Ich sagte diese Partei ist in ihrer haltung zu vielen maßnahmen die mit dem Label „Klimapolitik“ jetzt angedacht sind meiner meinung sehr nahe sagte aber im gleichen Satz daß ich sie dennoch wegen ihrer antisemitischen und rassistischen Politik nie wählen würde. Nur um das nochmal klarzustellen.

  4. Sind da die Jahreszahlen durcheinander geraten? Ab 2025 müssen variable Tarife angeboten werden, aber erst ab 2032 müssen die passenden Zähler verbaut sein? Und was wenn ich mit 2025 für einen variablen Tarif einscheide? Muss mein Versorger dann ganz schnell meinen Zähler wechseln, damit ich den Tarif wechseln kann? Oder müssen zwar die Versorger solche Tarife anbieten, aber nicht jedem Kunden ermöglichen, sie auch zu nutzen?

    • IdR veranlasst der (neue) Stromanbieter den Zählertausch. Die Kostenverteilung hängt (Stand heute) von Vertrag/Vertragspartner ab.
      Der Netz-/Messstellenbetreiber ist mW (noch) nicht gesetzlich verpflichtet der Aufforderung zur Umrüstung Seitens des Stromanbieters nachzukommen, aber ich habe noch nicht von dahingehenden Herausforderungen (Weigerung) gelesen.

  5. Bisher fand ich die Qualität der Kommentare in diesem Blog verhältnismäßig gut. Bei Corona-Themen war z. T. die Funktion gesperrt. Leider entwickelt es sich zunehmend in Richtung BILD-Niveau. Schön wäre es, wenn häufiger die Quellen für die eigenen Behauptungen angegeben würden. Das könnte die Diskussion versachlichen.

  6. Man muss sich das mal überlegen: Weil der Stromversorger jederzeit wissen will, wieviel Strom man zu Hause verbraucht, sagt der Gesetzgeber: OK, dann gibts ne Überwachungsmaschine im Haus des Bürgers und der Bürger muss dich noch dafür bezahlen!

    • Der Gesetzgeber trägt Verantwortung für die Versorgungssicherheit bzgl. der Grundbedürfnisse.
      Da man das Stromnetz seiner stabilen (grundlastfähigen) Lieferanten zunehmend beraubt muss man es anderweitig stabilisieren. Dazu sind Smartmeter (und in naher Zukunft sicher auch Fernschalter) taugliche und notwendige Mittel.

      Es ist wie so oft, wenn die Politik in die Märkte eingreift: Ein Eingriff (hier: Energiewende*) zieht Verwerfungen nach sich, die weitere Eingriffe zwingend erforderlich machen.

      * lassen Sie uns deren Sinn bzw. Notwendigkeit (ja/nein/warum/…) bitte nicht an dieser Stelle diskutieren

  7. Das Problem wird nur sein das wenn eine gewisse andere Partei wieder an die Regierung kommt, die Preise von moderaten 20 Euro auf die vorherigen 100 Euro pro Jahr steigen werden….
    Ansonsten eine gute Entscheidung, in Zukunft werden wir alle mehr Strom und weniger Fossilebrennstoffe benötigen.

  8. Hier hat der lokale Netzbetreiber erst kürzlich die Zähler auf digital umgestellt (schön in den Wohnungen und nicht mehr im Keller!). Aber sind keine Smartmeter.

    Netzbetreiber: „Politik denkt sich täglich was neues aus, Chance ist gering, daß es in den nächsten 10 Jahren einen Zwang geben wird ,falls doch wird es viele Klagen geben.“. Dem stimme ich zu. 2032 halte ich für extrem unwahrscheinlich im Technikland Deutschland.

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