Digitale Stromzähler: Smart Meter in Deutschland ab 2032 Pflicht

Bei einigen Haushalten sind digitale Stromzähler schon verbaut, in anderen werkeln noch Drehstromzähler, die einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Jetzt hat der Bundestag beschlossen, dass der Einbau digitaler Stromzähler (Smart Meter) beschleunigt werden soll. Denn die neueren Zähler sollen helfen, eine bessere Steuerung des Stromnetzes ermöglichen. Ebenfalls sollen sie auch für Kunden den Überblick über den Stromverbrauch erleichtern.

Der neue Gesetzesentwurf wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP der Union abgesegnet. Dagegen waren wiederum die AfD und die Linke. Resultat: Ab 2032 soll es in Deutschland nur noch digitale Stromzähler im Einsatz geben. Man versteht die digitalen Zähler auch als einen Teil der Digitalisierung der Energiewende. Vorteil der neuen Messgeräte: Sie übermitteln den Verbrauch automatisch an die Anbieter. Daraus lassen sich freilich auch detailliertere Daten zum Verbrauch bzw. Zeitpunkten mit Spitzen gewinnen. Das eröffnet Potenziale, das Stromnetz besser zu steuern.

Neben den Anbietern sollen aber eben auch die Kunden profitieren, da sie transparenter einsehen können, wann sie wie viel Strom verbrauchen – und zu welchem Preis. So können die Stromzähler nicht nur Daten an die Anbieter senden, sondern auch Daten empfangen – etwa den aktuellen Strompreis. Kann euch vielleicht weiterhelfen, wenn ihr z. B. nach dem besten Zeitpunkt sucht, um günstig euer E-Auto aufzuladen.

Denn: Ab 2025 soll es in Deutschland auch für alle Anbieter verpflichtend sein, dynamische Stromtarife anzubieten. Das sind Tarife, die keinen starren Preis anlegen. Stattdessen soll der Strompreis immer je nach Verfügbarkeit von Energie aus Wind und Sonne schwanken. Derzeit sind nur große Versorger verpflichtet, solche Tarife anzubieten – ab 2025 betrifft dies alle Anbieter.

Vorgesehen ist, dass Privatleute und kleine Verbraucher für intelligente Stromzähler im Übrigen nicht mehr als 20 Euro im Jahr zahlen müssen. Etwas teurer wird es jedoch für Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Das sind z. B. Wärmepumpen. Für jene fallen dann maximal 50 Euro im Jahr an.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

150 Kommentare

  1. Das mit den Preisen glaube ich noch nicht. Ich zahle heute für unser Smartmeter pro Jahr 130€. Die Kosten sind zudem nach Strombedarf gestaffelt und gerade ein E-Auto sorgt hier für höhere Kosten. Wie man da auf max. 20€ bzw. 50€ kommt kann ich nicht nachvollziehen oder zieht man uns heutige Smartmeter-Besitzer bis 2032 schön über den Tisch, um so die niedrigeren Kosten für alle ab 2032 zu finanzieren?

    • Der Rest kommt einfach auf den Preis pro kWh :^)

      Die Teile haben keinen Vorteil für Otto-Normalos. Auch heute weiß ich, dass Kühlschrank und Gefriertruhen dauerhaft am meisten Strom ziehen. Und danach die Extras in Form von Backofen, Spül- und Waschmaschine.
      Der Rest fällt nicht ins Gewicht und einen vernünftigen E-Wagen werde ich mir nicht leisten können – oder wollen.

      • Also meine Gefriertruhe benötigt ~1,5kWh in der Woche… (und nein, die ist nicht klein)

        • Wir haben zwei alte und große Truhen, die pro Tag 0,5 bis 1 kWh benötigen (jeweils). Dadurch, dass diese 24 Stunden am Tag laufen, brauchen sie natürlich mehr als mein Wasserkocher, der maximal 2 Stunden im Jahr läuft.
          Natürlich Luxus, aber man spart viel Zeit, wenn nicht jeden Tag frisch gekocht werden muss.

          Fernseher ist ebenfalls so gut wie nie an und ist an einer Steckdosenleiste mit Schalter.
          Der PC und der Monitor fressen noch viel Strom, wobei diese seit meinem M1-Macbook auch selten an sind.

          Ich denke nicht, dass ich durch eine Zählerwanze deutlich mehr sparen würde.

          • Vielleicht solltest du mal über neue Kühltruhen nachdenken?! Als ich das letzte mal meinen Kühl&Gefrierschrank in der Küche ersetzt habe, hatte das größere neue Gerät einen so viel geringeren Stromverbrauch, dass der Kühlschrank innerhalb seiner erwarteten Lebenszeit wesentlich mehr auf der Stromrechnung spart gegenüber dem alten, als er gekostet hat. Also hätte ich den alten weiter betrieben, hätte ich alle paar Jahre einen neuen bezahlt ohne einen neuen zu haben.

            • Ich hab über mehrere Monate ein Strommessgerät an meinen 30 Jahre alten Gefrierschrank rangehängt. Wenn ich die Kosten eines neuen Geräts (anständiges Markengerät, Liebherr – wie bisher auch) gegenrechne, dann komme ich auf 30-40 Jahre (mit 40 Cent/kWh gerechnet). –> total unrentabel… Ok, wenn ich ein billiges Gerät aus dem Discounter nehme, dann ist das natürlich was anderes, aber ob sowas dann auch 30 Jahre ohne eine einzige Reperatur durchläuft, wage ich zu bezweifeln – ich gebe sowas nicht mal 10 Jahre…

      • Naja eigentlich sind es Geschirrspüler und Waschmaschine die am meisten verbrauchen. Und es gibt Familien und Tage da laufen diese Geräte täglich gelegentlich zwei mal am Tag. Dem gegenüber sind Tiefkühlschrank und Kühlschrank geradezu vernachlässigbar.
        Aktuelle TV Geräte auch nicht zu vernachlässigen im Verbrauch.

    • Wenn du 130€ im Jahr für deinen Smart Meter bezahlst, hast du eine Verbrauch >10000 kWh. Gerade bei so hohen Verbräuchen rechnet sich der Smart Meter doch.

      • Korrekt, aber wie sollte sich sich ein SmartMeter bei mir rechnen? Die dynamischen Tarife, die mir hier zur Verfügung stehen sind völlig überteuert und da ich eine komplette Hausautomation mit Verbrauchsmessungen etc. habe, brauche ich kein Smart Meter, welches mir irgendwas rudimentäres über meinen Verbrauch sagt.
        Zudem ist der Begriff „Smart Meter“ so oder so ein Witz und besser wäre „Dumb Meter“. Unseres kann gerade mal den Gesamtverbrauch, Wochenverbrauch und den Momentanverbrauch für eingehend und ausgehend anzeigen und das nicht mal für die einzelnen Phasen, weil dies durch unseren tollen Netzbetreiber Avacon nicht vorgesehen ist.
        Und wenn man sich dann auf der Zunge zergehen lässt, das man im Jahr 2023 solch ein Dumb Meter erst einmal per Taschenlampensignal freischalten muss und so ein Mist auch noch pro Jahr 130€ kostet, dann weiß man, wo wir in Deutschland bezüglich aktueller Technik stehen. Die Anbieter freuen sich natürlich, dass sie ihren antiquierten Mist für teuer Geld dem Kunden aufs Auge drücken dürfen.

    • 20€ ist der Preis für eine mME, verbraucht man über 6.000kWh/a kriegt man ein iMS für 100€ (je nach Verbrauch teurer).
      Sind die die gesetzlichen Höchstsummen die natürlich gerne verlangt werden.

  2. Dynamische Stromtarife. Das heisst, es wird teuer. So kann man in der Mittagszeit oder zur besten TV Primetime so richtig abzocken.
    Was für ein Spaß.
    Hoffentlich kann ich dann zumindest Minutengenau meine aktuellen Strompreis per App abfragen.

    • Ja, und wennes dann günstig wird und daher alle Strom bspw. fürs Laden des E-Autos nutzen wollen, dann wird der Ladestrom gedrosselt. Das entsprechende Gesetz wurde ja ebenfalls auf den Weg gebracht.

    • Sekundengenau wäre besser

      Da kann ich mir als Kunde besser eine Kreuzfahrt mit icl. gönnen als dieses Wirwarr

    • also dann praktisch wie früher mit dem Zweitarifzähler für den Nachtstrom.

      Alles schonmal dagewesen

    • In der Mittagszeit ist der Strom doch fast am günstigsten, wegen Solarpaneele. Günstiger wird es nur nachts, wenn es kaum Nachfrage gibt.

    • wenn man endlich erlauen würde, dass man heimische Stromspreicher auch mit „Graustrom“ aus dem Netz direkt laden dürfte, würde die Welt sofort ganz anders aussehen. Dann puffert man sich zur Mittagszeit die 5-6kwh vor und hat dann am Abend den günstigen Strom im Sack.

      • Benefiziert says:

        Weißt du, warum das verboten ist? Ich habe einen dynamischen Stromvertrag. Mit diesem könnte ich heute Nachmittag für 18 Cent inkl. Abgaben und Steuern den Speicher laden und heute Abend, wenn der Preis bei 33 Cent liegt, wieder entladen. Damit würde ich doch zur Netzstabilität beitragen und den EE Strom zwischenspeichern – was uns ja in Deutschland sonst eher schlecht gelingt.

      • Bernd Moft says:

        Warum sollte das verboten sein? Ob ich Kaffeemaschine, Wasserkocher oder ne Powerstation/Powerbank anschließe ist doch egal?!

        • Benefiziert says:

          Wenn es so wäre, würde ich es auch nicht verstehen. Allerdings lese ich immer wieder, dass das verboten ist. Einen Gesetzestext dazu habe ich auch noch nicht gefunden. Es ist auch möglich, dass sich dieses „Verbot“ nur darauf bezieht, dass die Anlage dann die Einstufung als EEG-Anlage verlieren würde und keine Förderung mehr bekommt. Hier wäre das Argument, dass man dann möglicherweise Graustrom lädt und dies im Sinne des EEG wohl eher nicht gewollt ist. Aber vielleicht kennt sich da hier jemand besser aus

    • Jetzt im Moment lädt mein Auto für 13,2 Cent die Stunde, heute Abend um acht wären es 29,4 Cent, dank Tibber und dem digitalen Stromzähler.

  3. Wat?
    Wieso kostet das Geld? WTF

    Ich habe seit unserer PV Anlage einen digitalen Stromzähler, der aber nicht wirklich smart ist.
    Über einen IR Lesekopf kann ich die Daten abgreifen und nutzen aber nicht direkt via Handy.

    Habe ich nun einen smarten digitalen Stromzähler, der hier gemeint ist oder muss meiner auch getauscht werden?

    • TierParkToni says:

      Deiner hat keinen echten Daten‘-Rück-Kanal zum Netzbetreiber – der „smarte‘ hat einen LAN-Anschluss UND ein eigenes Modem (wird vom Netzversorger gestellt, will aber auch gezahlt werden)..
      Also auch Austausch für deinen „digitalen“ Zähler

      • Richtig. Bei mir wurden auch nach Umbau digitale verbaut. Die haben die erwähnte IR-Schnittstelle aber sind nicht smart im Sinne von bidirektionaler Kommunikation…
        Stattdessen kann man ja ganz fortschlich mit einer Taschenlampe oder dem Handy Morsezeichen erzeugen, um die einzelnen Funktionen anzusteuern. Wegen Datenschutz musste ich beim Netzbetreiber pro Zähler eine PIN anfordern… Ich habe dauerhaft den aktuellen Verbrauch eingeblendet, ist für mich am sinnvollsten. Und ob jemand im Vorbeigehen (der natürlich Zugang zum Zählerschrank braucht erstmal) sehen kann, was ich gerade verbrauche, ist mir recht egal 😉

        • Bernd Moft says:

          „Smart“ wird eine moderne Messeinrichtung erst in Verbindung mit einem Smartmetergateway.
          Diese Kombination wird dann als „intelligentes Messsystem“ bezeichnet.
          Wenn dein Zähler mit Taschenlampe „bedient“ wird und mittels 4stelliger PIN zusätzliche Infos anzeigt, dann hast du per Definition eine moderne Messeinrichtung, welche auch eine LMN-Schnittstelle zur bidirektionalen Kommunikation besitzt. Dort wird bei Bedarf das Smartmetergateway angeschlossen und diese Schnittstelle liegt hinter einer Plombe.

      • D.h. man muss sogar dafür sorgen, dass ein Netzwerkkabel FÜR den Netzbetreiber verfügbar gemacht wird?
        Oder nutzen die ihr Stromnetz für die Übertragung und die LAN Schnittstelle ist nur für den Privatgebrauch?

        • I.d.R. wir das Stromnetz (Powerlinecommunication) für die Kommunikation zum Netzbetreiber genutzt.

          • Hallo J0hn, „I.d.R. wir das Stromnetz (Powerlinecommunication) für die Kommunikation zum Netzbetreiber genutzt.“ herrlich – es ist seit langem bekannt daß Powerline-Kommunikation zu massiven Funkstörungen in den Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereichen und bei neueren Geräten auch im niedrigen UKW-Bereich führt. Damit werden u. a. der internationale Kurzwellenrundfunk und die Funkamateure massiv gestört. Danke für ein paar S-Stufen mehr Störnebel auf dem KW-Empfänger!

    • Genau das ist auch mein erster Gedanke. Es gibt ja schon viele Digitale Stromzähler, nur die meisten haben weder LAN noch WLAN. Ich lese mein Zähler mit ein Powerfox aus. Man muss sich mal vorstellen, das jetzige Digitale Zähler mit einer Infrarotschnitstelle ausgestattet sind. Um mehr Daten zu bekommen muss man mit einer Taschenlampe einen Code morsen. Willkommen in Jahr 2023 in Deutschland.

      • Es gibt Leseköpfe, die auch eine Diode zum Senden haben. Da muss man nicht mit der Taschenlampe morsen. Und da hat man schon bewusst auf eine Infrarotschnittstelle gesetzt.

  4. Das wird zur Stromrationierung verwendet werden.

    • Erhelle uns, wie das funktionieren soll… Oder geht da nur die Phantasie mit dir durch?

      • Fernabschaltung gibt es heute schon, insb. für Wärmepumpen/Ladestationen.
        In BW(?) sind jüngst eine ganze Reihe Verbraucher so abgeschaltet worden, „um das Netz zu stabilisieren“.

        Und bis 2032 wird noch viel CO2 ausgestossen, die heutige Entwicklung extrapoliert hat bis dann jeder sein persönliches CO2-Konto und wenn das aufgebraucht ist wird es nix mehr geben.
        Wie schrieb doch Sandra Detzler (Landesvors. GRÜNE BW, MdB) am 21.11.2021 in einem Gastbeitrag in der WELT? „Wo wir Grünen an die Schalthebel der Macht kommen, werden wir nicht mehr verhandeln“.

        • Ein Welt-Leser der Angst hat… 😀
          Schon blöd, dass der Klimawandel inzwischen auch bei euch angekommen ist, oder?
          Das CO2-Konto haben wir doch schon lange, wurde übrigens von der großen Koalition beschlossen. Unsere CO2-Restmenge haben die festgeschrieben. Deswegen ist es ja auch egal, dass im Moment die Kohlekraftwerke laufen – das beschleunigt nur deren zwangsweise Abschaltung, ändert aber nichts mehr an der Gesamtmenge CO2 die sie ausstoßen. Und eure Ölheizungen werdet ihr zwar nicht rausreißen müssen, aber ihr werdet CO2-Zertifikate irgendwoher bekommen müssen und die werden schweineteuer werden, wenn kaum noch welche übrig sind…

        • Hallo RA , tja „Wie schrieb doch Sandra Detzler (Landesvors. GRÜNE BW, MdB) am 21.11.2021 in einem Gastbeitrag in der WELT? „Wo wir Grünen an die Schalthebel der Macht kommen, werden wir nicht mehr verhandeln“.“ dann muß man so wählen daß sie nicht an die Macht kommen. sitzen ist das neue Rauchen – sind dann die Grünen die neue Form der Diktatur? Grünhemden statt Blauhemden? Öko-Werkhöfe für Jugendliche die immer noch mit Verbrenner fahren wollen? Oder gar ein Schießbefehl wenn sich Leute aus dem grünen einflußbereich durch Flucht entfernen wollen?

          • „dann muß man so wählen daß sie nicht an die Macht kommen“ 😀
            Ihnen ist bewusst, dass das „Schwefelpartei wählen!“ bedeutet*? Kann man wollen, muss aber nicht unbedingt eine sinnvolle Entscheidung sein.

            Im Übrigen wird es die Zukunft weisen, inwiefern eine Partei, deren einer Vorsitzender im Gespräch mit Richard David Precht zu chinesischen Verhältnisse „wollen wir das? Ja!“ sagt, deren BW-Ministerpräsident Altmaoist ist, deren BW-LaVo Äusserungen wie in der Welt macht, eine Diktatur errichten wird.
            Mir wird es nicht weh tun (ich lebe _weit_ ‚grüner‘ als der Durchschnitt) und für den Rest der Welt wird es hoffentlich eine Warnung sein (Polen will gerade 20 neue Atomkraftwerke bauen).

            * denn selbst die CDU träumt ganz offen von Koalition mit Grünen und eine Stimme für Splitterparteien ist eine verlorene Stimme (fällt unter den Tisch)

    • Warum sollte das erst dann gehen? Also mal rein logisch? 😉

      • Weil man heute bestenfalls blockweise den Strom abstellen kann („Brownout“), feiner granuliert geht das erst mit Fernschalteinrichtungen (und gehen wir ruhig davon aus, dass Solche als „Zusatznutzen“ im Smartmeter mit verbaut sein werden).

        • Bernd Moft says:

          Moderne Messeinrichtungen mit Schaltfunktion gibt es aktuell keine und werden meiner Meinung nach auch nicht kommen. Viel zu teuer und technisch schwierig umsetzbar. Anders sieht es da bei Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen aus. Da wird aber auch nicht im Zähler geschalten werden, sondern an anderer Stelle.

          • doch es gibt Prepaid Anbieter, Da kann dann der Zähler abgeschaltet werden wenn das Guthaben aufgebraucht ist.

          • Was soll da so teuer und aufwendig sein? Sobald eine bidirektionale Kommunikation stattfindet ist der Einbau eines zusätzlichen Relais/Schütz für ein paar Euro kein Problem. Ein Steruerkontakt reicht und verbrauchst du zu viel, zur falschen Tageszeit oder bezahlst du die Stromrechnung nicht – zack, der Strom wird aus der Ferne abgeschaltet.

  5. Komisch Unternehmen bekommen 10 Jahre Zeit die Technik um zu stellen. Private Haushalte dürfen in einem halben Jahr keine Ölheizung mehr einbauen. Was hier abgeht ist nicht mehr normal.

    • Umstellen und Einbauen ist halt schon ein Unterschied 😉

    • Das keine Ölheizung mehr verbaut werden dürfen ist schon lange klar. Bereits vor der letzten Bundestagswahl. Es wurde lediglich vorgeschoben. Und abgesehen davon, warum sollte man jetzt noch eine Ölheizung verbauen? Es gibt wesentlich wirtschaftlichere Alternativen. Öl wird tendenziell immer teuerer werden.

      • Öl ist die günstigste _zuverlässige_ Heizung.
        Gas oder Strom (WP) kann jederzeit ausfallen, Fernwärme im Grunde auch, aber der volle Öltank bringt Einen (zusammen mit einem Dieselaggregat oder PV + Speicher) sicher über den Winter.

        • …und zerstört die Welt, so dass in einigen Jahrzehnten niemand mehr darüber nachdenken braucht, ob er über den Winter kommt, weil niemand mehr da ist.
          Du kannst auch mit einem Haufen Uran im Keller heizen, die Zerfallswärme macht es kuschelig. Ist ein etwas genauso intelligentes Verhalten wie der Betrieb einer Ölheizung.

          • Sie denken ohne Mass und Verstand:
            „Die Welt“ „zerstört“ sich völlig unabhängig von Deutschlands Energieverbrauch/CO2-Ausstoss. Während DE seinen Ausstoss über die Jahre immer weiter senkte verdoppelte sich der weltweite Ausstoss zwischen 1990 und 2020, Tendenz weiter stark steigend.

          • Für die Welt, respektive die Menschheit, ist es eh schon zu spät. Nicht die Erderwärmung, sondern die Überbevölkerung wird unser Ende sein. Fast 10 Milliarden Menschen werden 2050 diese Welt bevölkern. Immer mehr Menschen und immer knappere Resourcen werden zu Verteilungskriegen führen. Unsere Enkel werden nicht das Opfer des Klimas, sondern das eines thermonuklearen Schlagabtausches. Und das lässt sich nicht mehr verhindern, egal wie viele PV Anlagen und Wärmepumpen ihr aufstellt. Wir sind im Arsch. Für meinen Teil habe ich aufgegeben mich um das Klima zu kümmern und genieße stattdessen die Zeit die mir noch bleibt.

            • Genau auf dem Punkt gebracht wobei ich weniger auf den thermonuklearen Schlagabtausch tippe als auf die durch Überbevölkerung entstehende Verrohung der Gesellschaft und der Rückfall in alte vorzivilisatorische Muster. Survival of the fittest um Nahrung und Energie. Von daher einfach das Leben genießen und dass die nachfolgenden Generationen noch rechtzeitig erkennen, dass sie den Klimawandel nicht verhindern können und sich anpassen müssen – weniger Menschen, mehr fortschrittliche Technik. China hat schon den richtigen Weg eingeschlagen, kürzlich wurde es von Indien als bevölkerungsreichstes Land überholt.

        • Hallo RA , vor allem kann man Öl bevorraten – genau wie Holz oder Kohlen. Also einkaufen wenn es günstig ist. Gas kann man privat nicht zwischenspeichern. Muß also den momentanen Preis zahlen – wie bei der Fernwärme. Einen Speicher im eigenen haus zu haben für das Heizmaterial bedeutet aber das was heute auf neudeutsch „Resilienz“ , auf altbacken „Versorgungssicherheit“ genannt wird. Genau wie man früher angehalten wurde, sich bestimmte Lebensmittelvorräte anzulegen. Denkt man das auf Strom – auch für Heizung – weiter müsste sich jeder im haus einen Stromspeicher einrichten und z. B. Strom einspeisen wenn er güngstig ist und dann „aus dem Speicher “ leben wenn der aktuelle Preis hoch ist. Warum wird übrigens die _heimische_ Kohle so verdammt? Wir haben noch viel Steinkohle in der Erde. Und die muß nicht erst um die halbe Welt transportiert werden wie Flüssiggas – wenn man also CO2 als etwas wichtiges betrachtet: würde durch Verbrennung heimischer Kohle nicht, die Transportwege und verschiedenen Umwandlungen von Gas in flüssig und zurück – weniger CO 2 pro produzierter kalorie freigesettzt als beim LNG? Und wir müssten das nicht fremd einkaufen und könnten die eigene teils eingemottete Bergbau-industrie wiederbeleben. Die war einmal Garant des Aufschwungs in Deutschland und gehörte uns alleine. Auch ein teil von Resilienz“.

    • Da wäre wirklich nicht normal. Aber so wie du schreibst ist es ja nicht.

      • Doch genau SO ist es. Eigenheimbesitzer werdengezwungen, innerhalb kürzester Fristen auf eine Technologie umzusteigen, die in ihrer jetzigen Form keinerlei Vorteile bietet ausser teurer zu sein.
        Dazu ist diese Technologie in den Stückzahlen nicht verfügbar. Ganz abgesehen davon, dass wenn die WPs da wären, es viel zu wenige gibt, der diese einbauen können.

        Das Ganze ist noch nicht einmal mehr Wahnsinn, das ist eine Katastrohe.

        • Wolfenheimer says:

          Das Verbot zum Einbau neuer Ölheizungen wurde 2019 von der GroKo beschlossen und damals auf 2026 festgelegt. Die jetzige Regierung hat das nur um zwei Jahre vorgezogen. Kannst du mal darlegen wo das eine Katastrophe sein soll? (Also 2024 statt 2026).

        • Niemand wird zu gezwungen, innerhalb kürzester Zeit irgendwas zu wechsel. Man kann, selbst wenn die Ölheizung kaputtgeht, eine neue Ölheizung einbauen, wenn 65 % erneuerbare Energie eingesetzt wird. Ab 2045 dürfen keine Öl- und Gasheizungen mehr betrieben werden. Zu viel Bild gelesen?

        • Hör‘ doch mal auf hier Lügen zu verbreiten! Niemand muss „Umsteigen“. Nur neu eingebaute Anlagen sind betroffen. Und wenn deine alte Heizung kaputt geht, bist du dadurch sowieso „gezwungen“ auf eine neue umzusteigen. Und dir kann doch egal sein, wie der Kasten im Keller genau funktioniert, so lange er die Hütte warm macht.
          Das mit den Stückzahlen ist kompletter Humbug. Alleine Vaillant hat inzwischen die Produktionskapazitäten den deutschen Wärmepumpen-Markt komplett alleine zu sättigen. Aber weil Bosch in kürze ebenfalls alleine dazu in der Lage wäre, exportieren beide fröhlich in andere Länder. „Nicht verfügbar“ sind die Anlagen bei alten Säcken, die sich Heizungsbauer nennen und sich länger nicht fortgebildet haben, sondern nur die Kundenabzocke über die Jahre perfektioniert haben. Boomer-Klempner. Importiert werden auch noch Wärmepumpen.
          Sofort verfügbar bei diversen Händlern sind Luft-Luft-WP, Luft-Wasser-WP sowie alles Zubehör. Schau‘ selbst nach. Lieferzeiten von 5 Tagen. 7kW Luft-Wasser-WP für das Eigenheim unter 5000€ inklusive Spedition. Der Boomerklempner erzählt dir, dass das leider 6 Monate dauert und 100.000€ kostet, du lieber eine Ölheizung kaufen solltest… und du glaubst so einen Quatsch, weil es in dein Weltbild passt. Ich bin mir sicher, du wirst nicht die 10min Zeit investieren und selbst nachschauen, ob ich Recht habe. Dur wirst einfach sagen „NEIN! Das kann nicht sein. Der lügt!“ und fertig, deine Welt ist wieder in Ordnung weil du auf die Grünen schimpfen kannst.

          • Hallo Harry, „bei alten Säcken, “ – genau das zeichnet einen respektvollen Ton und Umgang aus: Menschen die viele jahre Berufserffahrung auf dem Buckel haben und mit ihrer Hände und Hirne Arbeit vielen menschen ein warmes Zuhause bereitet haben pauschal als „alte Säcke“ bezeichnen. Blöde und platte Diskriminierung von Menschen die mit ihrer Arbeit zu unserer Behaglichkeit und unserem Wohlstand beigeetragen haben. vielleicht findet sich jemand, der mal etwas zu Deinem Anstand beiträgt? mal einen Knigge lesen?

    • Die Namensgebung ist extrem verwirrend, daher:
      Moderne Messeinrichtungen, das sind die Teile mit IR Schnittstelle und digitaler Anzeige aber ohne Rückkanal.
      Intelligentes Messsystem, das sind die mit Rückkanal, die mehr kosten.
      Alle anderen Begriffe verwirren nur.

      • Bernd Moft says:

        Jein.
        Moderne Messeinrichtungen werden durch die Verbindung mit einem Smartmetergateway zum intelligenten Messsystem. Der Zähler ist also grundsätzlich fähig, bidirektional zu kommunizieren. Allerdings liegt diese Schnittstelle hinter einer Plombe.

  6. Warum soll ich denn für einen smarten Stromzähler zahlen? Ich muss ihn einbauen und dafür soll ich schon wieder zahlen? Und Vorteile werde ich bestimmt nicht haben. Eher die Erzeuger…

  7. Ja ich bin gegen diese Zwangsüberwachung!!! Danke schön liebe grünen.
    Glaube ich kauf mir jetzt erst mal ein schönes schmutziges Diesel Strom-Aggregat.
    Und Melde dann meine StromZähler komplett ab. Ihr Grünen wollt es so!

    • Ich gehe auf eine „Insel-Solar-Anlage“ mit Akkupuffer. Für TV, Router und Notebook, Smartphone, Tablet aufladen oder sonstige Kleingeräte und etwas Licht reicht das allemal.
      Netzstrom ist dann nur für Großverbraucher wie Waschmaschine, Kühlschrank, Herd und Backofen. Ja und vielleicht mal ein E-Auto.
      Meinen eigenen (nicht verbauchten) Solarstrom wieder einspeisen ist „viel zu kompliziert“.

    • Was für ein trotziger und kleingeistiger Kommentar. ‍♂️

      • Wieso? Ich mache das genauso … wieso soll ich für 9 Cent einspeisen und für 32 Cent wieder zurückkaufen ?? Alles was ich selber verbrauchen kann, verbrauchen ich halt auch, entweder direkt oder aus dem Akku.
        Auch dadurch entlaste ich das Netz. Dafür brauche ich keinen Zähler, der mir sagt, wieviel ich gerade verbrauche. Das weiß ich auch so.

    • Ich mache mich komplett zum Horst WEIL DIE GRÜNEN ES SO WOLLEN!!!!1elf.
      Flori, Sauerstoff. Ganz ruhig atmen. Dann wird alles gut.
      Und weniger Springer Presse lesen, ist gut für den Blutdruck 😀

      • Sorry, werde hier nicht wie DU, jemand aus dem Petersilienlager persönlich Beleidigen.
        Ich kauf natürlich kein Diesel-Stromaggregat, sondern eins was Schweröl nutzen kann.
        Mich ärgern eben solche Fehlentscheidungen die in der Politik getroffen werden,
        Die keinem weiterhelfen. Vielleicht wandere ich auch in ein Nachbarland aus,
        wo es noch Politiker gibt die an Atomstrom festhalten! Und den Strompreis nicht durch Maßnahmen explodieren lassen, Vielleicht reicht ja Bayern aus.

        • Dann lass aber gut auf, dass du in kein Land auswanderst, wo die intelligenten Stromzähler bereits seit Jahren weit verbreitet und Standard sind. Ich mein ja nur, nicht, dass dich am Ende doch noch die grüne Welle einholt.

        • Es gibt Strom, der noch teurer ist als Atomstrom?
          Da würde ich an deiner Stelle aber mal genau nachrechnen.

          • Fun fact: In der Vollkostenrechnung ja, absolut.

            – EE:
            Strom, der nicht in der erforderlichen Menge da ist wenn man ihn braucht, ist deutlich teurer (Folgeschäden für den Verbraucher von „wegen Ausfall der Lebenserhaltungssysteme leider verstorben“ über „eingefrorene Heizung“ bis zu Peanuts wie „entgangener Gewinn“)
            Will man eine Energiesicherheit garantierende Speicherkapazität aufbauen wird EE wieder deutlich teurer als andere Energiearten

            – Gas, Öl, Kohle, Müllverbrennung:
            Wenn man Panikenden wie „Harry“ hier im Thread Glauben schenkt dann durch die Klimafolgen ebenfalls deutlich teurer, denn wir werden alle daran sterben.

            P.S. Philosophische/ethische Frage: Welchen Wert hat ein Menschenleben?
            Denn KKW haben die niedrigste Mortalität (Tote/TWh) *aller* Energiearten (und da sind Tchernobyl und Fukushima schon eingerechnet).
            https://www.forbes.com/sites/jamesconca/2012/06/10/energys-deathprint-a-price-always-paid/

        • „Vielleicht wandere ich auch in ein Nachbarland aus, wo es noch Politiker gibt die an Atomstrom festhalten!“
          Ich finde auch dass Uranstäbe ein echtes Stück Lebensqualität sind! Ich möchte unbedingt in einem Land leben wo ich die auch zuverlässig im Supermarkt kaufen kann!!!1!1

          • Liebe Grüsse von der besten Bundeskanzlerin aller Zeiten! „Angst ist ein schlechter Ratgeber.“.

  8. Die spannende verhängnis(!)volle Geschichte, die Marc Elsberg in seinem Roman „Blackout“ erzählt, beginnt damit, dass überall Smartmeter verbaut sind…

    • Ja, aber an der Stelle ist er etwas von der Realität abgewichen, denn die Smartmeter können dich nicht abschalten und damit auch keine koordinierten Lastsprünge provozieren.

      • Doch können sie. Sie sollen dem Energieversorger auch ein Lastmanagement ermöglichen, z.B. durch Abschalten der Wärmepumpe zu Spitzenlastzeiten.

    • Ich habe vor Kurzem ein Buch gelesen, in dem ein Junge einen Brief von einer Eule bekommt.

  9. Super! Also bekommt der Anbieter Minutengenau meinen Stromverbrauch und kann bei hohem Verbrauch den „aktuellen“ Preis verdreifachen! Diese Gerät muss ich auch noch bezahlen? Es wird immer besser in diesem Land!!!

  10. Denkt einfach dran, wenn ihr das nächste mal euer Kreuzchen setzen müsst!

    • Und? Wo? Einfach die Klimakatastrophe leugnen und ein weiter so? Nach mir die Sintflut? Früher war ja alles besser, früher hatten wir auch einen Kaiser?

    • Richtig, denn umgesetzt wird hier eine EU- Richtlinie aus 2009.
      Ach verdammt, wer war da nochmal in der Regierung? Und welche Partei hat diese EU-Richtlinie mitgetragen? Ich kann mich so schwer erinnern.

  11. Hmm… Ich glaube hier sollte etwas mehr differenziert werden. Digitaler Stromzähler ist doch nicht automatisch ein Smart Meter!

    Ich finde es aber auch total daneben, dass ich dann für den Stromzähler was bezahlen soll. Das erschließt sich mir überhaupt nicht. Das ist doch einfach eine weitere Einnahmequelle für die Energieversorger.

    • Dein Energieversorger hat mit dem Zähler oder Smart Meter erstmal nix zu tun. Dies ist Sache des Messstellenbetreiber. Die sind jetzt gerade flott, was die Umrüstung angeht, u.a. deswegen gibt es das neue Gesetzt, damit der Ausbau beschleunigt wird.

      • Ich habe noch kein Objekt gesehen, bei dem Messstellenbetreiber und Energieversorger nicht rechtsidentisch waren.

        • Seit man den Energieversorger frei wählen kann, kommt das doch häufig vor. Ich habe meinen Energieversorger schon vor Jahren gewechselt. Netzbetreiber und Messstellenbetreiber sind häufig identisch. Wenn mir die vom lokalen Messstellenbetreiber angebotenen Zähler nicht genügen, kann ich zu einem anderen Betreiber wechseln. Dies machen z. B. Leute, die ihren Solarstrom selbst vermarkten und dafür einen Einspeisezähler mit höherer zeitlicher Auflösung benötigen.

          • Ich komme nicht aus der Energiewirtschaft, habe mich da u.U. ungenau oder falsch ausgedrückt:
            Mit „Energieversorger“ meine ich den örtlichen Netzbetreiber (oft ist es eine Tochterfirma der Stadtwerke), eben die Entität, die den Kunden tatsächlich mit Energie versorgt. Da habe ich noch nie erlebt, dass sie nicht auch Messstellenbetreiber ist, denn es ist ihre Schnittstelle zum Endabnehmer und zur Abrechnungsdatenerfassung.

            Der Stromanbieter, bei dem ich kaufe, steht dann auf einem anderen Blatt – der ist eine rein buchhalterische/abrechnungstechnische Nummer und hat mit der Energieversorgung technisch nichts zu tun. Selbst wenn der Strom „aus einer Hand“ (z.B. örtl. Standtwerke) kommt ist es idR eine rechtlich selbständige Firma.

    • Der Stromzähler ist ein technisches Gerät, das zunächst mal jemand herstellen muss. Das kostet Geld. Und dieses Geld muss jemand bezahlen. Und das ist natürlich der Endabnehmer des Stroms. Ob das nun Bestandteil irgendwelcher Entgelte/Gebühren ist, monatliche Mietpauschale, Aufschlag auf die kWh – das ist egal. Letzten Endes wird der Endabnehmer das Gerät bezahlen.
      Ein Wasserzähler beispielsweise kostet auch Geld. Ebenso ein Gaszähler. Auch diese Kosten werden letztlich auf den Verbraucher umgelegt. Ganz simpel.

  12. Gibt’s da auch einheitliche lokale Schnittstellen zum weiterverarbeiten der Daten in der lokalen Energie und Wärme Lösung?

    • Bernd Moft says:

      Was wird denn benätigt?
      Moderne Messeinrichtungen besitzen eine unidirektionale, optische „INFO“-Schnittstelle. Dort fällt ein SML-Protokoll raus.

  13. Diese Scheißdinger sind ein Datenschutz-GAU und sie haben eine Rücklaufsperre. Einspeisen mit Balkonkraftwerk geht zwar, aber den Strom muss man dann verschenken.

    Wenn der Gesetzgeber wie in anderen Ländern auch vorschreiben würde, dass eingespeister Strom von verbrauchten Strom 1:1 abgezogen werden müsste, wäre das ja ok (Zweirichtungszähler). Aber nö, der Gesetzgeber pinkelt den Bürgern nochmal zusätzlich richtig ans Bein mit der Idee, variable Preise einzuführen. Was Strom billig ist und wann teuer ist dabei ja klar. Wenn die eigene PV-Anlage läuft, wird gekaufter Strom billig sein. Abends teuer.

    Beispiel:
    Ihr kauft Euch ein ein Balkonkraftwerk und meldet es brav an. Dann bekommt Ihr so ein Smartmeter eingebaut. Ihr produziert bei Sonne Strom, den ihr tagsüber aber nur im geringen Umfang verbrauchen könnt. Das Meiste speist Ihr ins Netz ein und bekommt dafür keinen Cent. Abends hingegen zahlt Ihr den hohen Tarif, denn das Balkonkraftwerk arbeitet nicht bei Dunkelheit und zu der Zeit wird Strom künftig besonders teuer sein.

    Euer Nachbar hingegen hat kein Balkonkraftwerk und investiert auch absichtlich nicht, denn er bekommt tagsüber ja billigen Strom, ein Balkonkraftwerk rechnet sich kaum für ihn. Und abends zahlen eh alle den hohen Tarif.

    Ergo: Es entstehen Fehlanreize, die private PV-Anlagen unattraktiver machen. Nur wenn man die eingespeisten kW/h von seinem eigenen Verbrauch abziehen kann, lohnt es sich wieder.

    • Du verwechselt einen digitalen Zähler mit einem Smart Meter. Für ein BKW brauchst du keinen Smart Meter.

      • Ja, momentan gibts da noch nen Unterschied, aber sowohl digitale Zähler als neuerdings auch Smartmeter gibts nach 2032 ja keine mehr.

    • „Ihr produziert bei Sonne Strom, den ihr tagsüber aber nur im geringen Umfang verbrauchen könnt.“

      Nö, ich habe tagsüber Gefrierschrank, Router, Kühlschrank, Telefon und Alexas immer laufen, dazu Geschirrspüler, Waschmaschine, TV punktuell.

      Die verbrauchen die max. 600 Watt locker. Also werde ich voraussichtlich keine kwh verschenken.

  14. Jan Heweliusz says:

    Ich sehe das ganze ebenfalls mit gemischten Gefühlen.
    Es bringt mir überhaupt nichts zu wissen wieviel Strom ich im Moment verbrauche.
    Wenn ich kochen muss oder Wäsche waschen, dann schaue ich nicht ob der Strom günstig ist.
    Wäsche wird gewaschen wenn ich von der Arbeit kommt, also abends wenn der Strom dann vermutlich am teuersten ist.
    Das ganze wird auf Abzocke der Kunden hinauslaufen, finanziert vom Kunden selber.

    • Kein Abzocke, sondern Anreiz für eine bessere Netzauslastung. Den bisherigen Stiefel „ich mach was ich will wann ich will“ weiter durchzuziehen ist einfach keine besonders schlaue Lösung für das Stromnetz. Deshalb macht es auch Sinn, die Waschmaschine dann laufen zu lassen, wenn mittags gerade besonders viel PV-Strom im Netz ist. Neueren Maschinen kann man genau sagen, wann sie mit dem Waschen loslegen sollen. Und bestimmt auch einigen anderen Haushaltsgeräten.

  15. Ich frag mich wann es den ersten Erpressungstrojaner für „smarte Stromzähler“ gibt. Geprüft wird die Firmware garantiert nicht, auch dann nicht wenn die Daten dann ins Herstellungsland China abfließen. Später alles schön auf Ding-Dong zu lesen. 🙂

    • Smarte Stromzähler werden geprüft vom BSI.

    • Da die meisten Kunden den wohl kaum ins eigene (W)LAN lassen werden, bzw es im Keller eh nicht funktioniert, werden die wohl meistens über Stromnetz kommunizieren. Ist also ein eigenes Netzt, worauf erstmal nur der Stromversorger zugriff hat.

  16. Bei uns wurden die Wasser und Heizungszähler auf Funk umgestellt. Kostet jährlich natürlich auch Geld, dann bald noch den Stromzähler bezahlen.

    • Bei uns auch.

      Aber glaubst Du, die Heizungsableser, die bisher einmal jährlich zum Ablesen kamen, wurden nicht bezahlt?

    • Ach ja, den Stromzähler bezahlst Du natürlich auch schon, Es gibt eine Gebühr für den Messstellenbetreiber, das ist in der Strom-Grundgebühr mit enthalten oder was glaubst Du, warum man die bezahlt (und nicht nur den reinen Preis pro KWh)

  17. Also ich wäre froh wenn ich schon einen smarten hätte – habe einen digitalen und im Januar auf einen Stunden-basieren Tarif umgestellt – und es war ganz schön ein hick Hack bis der Leser, der den Verbrauch ausliest und hochlädt, funktioniert hat.

    Effekt ist: seit Januar verstehe ich VIEL besser was ich eigentlich verbrauche -und zahle im gewichteten Mittel ca 24ct.

    Mal ganz davon abgesehen dass es Spaß macht und sich gut anfühlt netzdienlich zu verbrauchen.
    Also: nicht jeden Unfug glauben, denn die üblichen Untergangspropheten raushauen, die Welt geht nicht unter davon dass man seinen Verbrauch besser versteht.

    • Ja, das kann ich bestätigen.
      Seit ich meinen „digitalen“ habe (aber ohne Smartfunktion), greife ich die Daten über eine eigene Umsetzung ebenfalls ab (VZlogger, IR USB Lesekopf und HomeAssistant/Volkszähler).
      Aber hier landet nichts in der Cloud, ich bin Herr über die Daten.

      Wenn man aber sieht, wie der Verbrauch „aussieht“ geht man schon anders mit dem Stromverbrauch um.
      Was auch ein riesen Vorteil ist, dass man erkennen kann, wenn ein defektes elektrisches Gerät am Netz ist.
      Z.B. hat unser Haus einen Grundverbrauch von etwa 150Wh in der Nacht.
      Wenn dieser Wert nun auf lange Zeit oder ununterbrochen deutlich höher ist, dann stimmt was nicht.
      Tatsächlich war das auch der Grund, warum ich mich damit beschäftigt habe.
      Ich hatte trotz PV Anlage in einem Jahr eine erhebliche Nachzahlung, weil der Stromverbrauch sehr hoch war.
      Schuld war eine defekte Abwasserpumpe, wo der Propeller festsitzte und nicht mehr abpumpte. D.h. die Pumpe hat sehr lange 700-800 wH verbraucht und durch das umgebene Wasser wurde diese gekühlt und deshalb haben wir soweit erstmal nichts gemerkt. Ging etwa 3 Monate so …
      Das erkennt man dann natürlich und kann auf die Suche gehen.

    • Benefiziert says:

      Vielen Dank – das ist auch meine Erfahrung. Ich verlagere einige Großverbraucher in die günstigen Zeiten und mein Durchschnittsstrompreis sinkt deutlich. Ich schließe mein E-Auto an die Wallbox und die App entscheidet, wann der Akku – entsprechend der nächsten Abfahrtzeit – voll geladen wird. Das geht vollständig ohne mein Zutun. Meine Spülmaschine hat ein Programm, das die Maschine startet, wenn vorher eingestellte günstige Stromzeiten erreicht sind. Bei Waschmaschine und Trockner geht das ähnlich.

      • Hallo Benefiziert, „Meine Spülmaschine hat ein Programm, das die Maschine startet, wenn vorher eingestellte günstige Stromzeiten erreicht sind. Bei Waschmaschine und Trockner geht das ähnlich.“ bist Du Eigenheimbesitzer? Dann kann man das vielleicht machen – bei einem freistehenden Einzelhaus. In Reihenhaussiedlungen, aber vor allem im Mehrfamilienhaus, dürfte das Illusion bleiben: Geräte automatisch schalten lassen, wenn der Stromtarif günstig ist – denn da hängt eine Hausordnung im Treppenhaus bzw. wurde mit dem Mietvertrag übergeben: Sperrzeiten für dinge wie Staubsaugen, Wäschewaschen, Trockner- und Spülmaschinennutzung – schon mal was von Rücksicht auf die Mitbewohnenden gehört? Damit ist diese „smarte“ Nutzung von Elektrogeräten denen vorbehalten die sich das Leben im einzel-einfamlienhaus leisten können. Kreti und Pleti in der Plattenbausiedlung sind darauf angewiesen ihre Wäsche und ihr Geschirr zu waschen und den Teppich zu saugen wenn es die Gemeinschaftsordnung zuläßt. Merkst Du was – hier ist eine erhebliche soziale Schieflage wie bei all diesen Öko-Projekten. eine sinnhafte Umsetzung ist nur für wenige einkommensstarke Schichten leist- und umsetzbar. Allle anderen zahlen drauf.

        • @Andreas
          Selbst wenn man davon ausginge dass all das zutreffen würde was du schreibst, würde das nicht im Geringsten etwas daran ändern, dass eine intelligentere Auslastung der Stromnetze eine gute Idee ist. Auch wenn bestimmte Zeiten als Ruhezeiten vom potentiellen Nutzungszeitraum ausgenommen sind bleiben immer noch etwa 16 Stunden pro Tag übrig, innerhalb derer die entsprechenden Geräte laufen können. Das ist ein echt großes Fenster.

        • Also jetzt komm mal wieder runter, niemand hat Dich kritisiert, weil Du die genannten Praktiken bei dir nicht umsetzen kannst.

          Wenn die, die es aber sehr wohl können ihren Verbrauch netzdienlich verlagern, ist DIR sehr wohlAUCH geholfen, weil es das Netz insgesamt entlastet und über gleichmäßigere Verteilung CO2 reduziert. Was irgendwie ja der Haupt-Sinn der ganzen Sache ist.
          Also: nur weil eine Lösung nicht für alle Welt GLEICH funktioniert, ist sie deswegen nicht schlecht.

          So, und: es gibt in DE ca -2mio EFH + 3 mio DHH, das ist schon mal eine ganze Menge. Wenn die alle das verlagern was geht, dann nutzt uns das ALLEN schon mal ORDENTLICH was.

          Und ja, die Sache mit der Waschmaschine geht in Mietwohnungen oder nachts nicht – aber Spülmaschinen sind nun wirklich heute nicht mehr laut und nicht von Nachbarn hörbar, das geht sehr wohl.
          Für einen normalen Haushalt in einer Wohnung machen ca 1/3 die Waschmaschine aus, etwas unter 1/3 die SpüMa und 1/3 der Rest – wenn man also die spüMa verschiebt, kann man bei zumindest 1/3 was gewinnen.

        • Und zu behaupten „aber anderen zahlen drauf“ ist ja wohl auch Blödsinn.
          Wenn 1/3 der Haushalte zur Haupt-x
          Zeit nicht mehr wäscht, sinkt der Verbrauch und damit die Preise FÜR ALLE.

  18. Ich traue den Dingern nicht und das kann ich ganz einfach erklären. Vor Jahren haben wir im Bad eine elektrische Fussbodenheizung einbauen lassen und am Jahresende kam die Nachzahlung, seit dem wird genau Buch geführt, alles immer ok. Dann kam der Smartmeter und der Verbrauch ist gestiegen, gering aber zum alten Zähler gestiegen. Wir liegen jetzt im Schnitt so bei 350KW im Monat. Was aber kein Mensch erklären kann ist der Monat Mai, dort liegen wir seit dem Smartmeter bei exakt 90KW. Jahr für Jahr. Kein besonderer Monat wie jeder andere auch

    • Bernd Moft says:

      Mehrverbrauch kann ja verschiedene Ursachen haben.
      Der alte Zähler war eventuell defekt. Bei Ferraris-Zählern verharzt im Alter gerne mal das Öl, dann dreht er langsamer. Unterschiede in der Ablesung (zum Beispiel Selbstablesung, Ablesung durch EVU, Schätzung…) führen häufig für den Kunden zu „unerklärlichen“ Verbräuchen. Am Ende sind sie aber zu 99% nachvollziehbar.
      Ihr EVU hilft Ihnen sicherlich gern bei der Klärung, ansonsten haben Sie auch die Möglichkeit der Befundprüfung. Die würde ich allerdings erst in Anspruch nehmen, wenn sich der Mehrverbrauch nicht durch oben erwähnte Dinge erklären lässt und wirklich relevant erscheint.

  19. Was ich mich frage, wie werden diese zukünftigen flexiblen Tarife gestaltet sein und wie vergleichbar? Schon heute ist es mit Arbeitspreis und Grundgebühr ne Rechnerei. Aber wenn wie früher beim Telefon der Strom mal X kostet, aber mittags Y, aber nur wenns nicht regnet, wie soll man da nen Tarif vergleichen? Bis zu 50 Cent (aber von welcher Richtung?). Kriegen wir dann alle Spot Markt Anbieter?

    Denke auch, dass es im Prinzip teurer werden wird. Erst recht mit altverbrauchern. Nen Kühlschrank kühlt halt, wenn ihm danach ist. Hätten wir alle Smartgeräte, würde es ja den Stromverbrauch ja nur nivilieren. Die würden ja dann alle probieren, dann Strom zu ziehen wenns günstig ist, aber wenn dann alle anfangen, wird ja die Menge auch nur endlich sein und der Preis steigt dann wieder?

    • Wieso zuküntig, die Anbieter gibt es schon (Tibber z.B.). Spotmarkt+Aufschlg von x%. Das x ist fest vereinbart. Plus Grundgebühr und Steuern und Umlagen natürlich.

  20. Die nächste Stromverteuerung durch die Hintertür.
    Bei den Entscheidungen aus Berlin kannste nur noch kotzen.

    Und wer mal so ein Smartmeter mit Taschenlampenblinksteuerung gesehen hat, lacht sich eh schlapp.
    Da ist in jedem Lego Modell mehr Technik verbaut.

    • offensichtlich hast du nie einen gesehen und verstehst auch sonst nicht viel von der Materie.

      Wo kommen denn plötzlich diese ganzen komischen Leser hier. Gibt es eine Telegramm Gruppe für Deutschland Hat er, die Links zu Beiträgen teilt damit so viel Stuss wie möglich gepostet wird?

      Es tut beim Lesen echt weh.

      @Caschy, vielleicht könnt ihr wieder bei derlei Artikeln die Kommentarfunktion abschalten.

      • @arg
        Null Substanz (Fakten, Argumente) in Ihrem Beitrag, nur Beschimpfung und Herabwürdigung.
        Wenn Beiträge nicht veröffentlicht werden sollten, dann Solche wie Ihrer, die Null zu Thema beitragen, aber das Klima des Diskurses vergiften.

      • Fritz Mukula says:

        Niemand zwingt Dich die Kommentare zu lesen und darauf zu antworten erst recht nicht. Scroll einfach nächstes Mal maximal bis zum Info-Kästchen über den Autor und belass es dabei. Danke.

    • Keine Bange, die 20 € für den Zähler werden Sie neben der sonstigen Teuerung (auch der Stromtarife) kaum bemerken. Das Smartmeter gibt aber wenigstens die Chance, dieser Teuerung ansatzweise auszuweichen.

      „Smartmeter mit Taschenlampenblinksteuerung“ bieten die volle Funktionalität eines Gerätes mit Display und Tastatur, ohne unnötige Kosten und Ressourcenverbrauch zu verursachen.
      Der Profi wie der Interessierte benötigt genau eine (1) Lese-/Schreib-/Auswerteeinheit für egal-wie-viele dieser Smartmeter, zudem kann man dort weit mehr/bessere Funktionen vorhalten.

    • Die Geräte die man mit Taschenlampe anblinken kann sind KEINE „Smart Meter“, sondern lediglich digitale Zähler.
      Ohne Rückkanal.

      Mir scheint Sie haben nicht wirklich Ahnung vom Thema.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.