Die Deutsche Telekom, Spotify und das nicht ganz so inklusive Streaming

Der Pascal hat uns angeschrieben. In seiner Mail geht es um die Deutsche Telekom, die als Bonbon den kompletten Traffic von Spotify nicht anrechnet, entsprechenden Vertrag vorausgesetzt. Wer 500 MB Traffic im Vertrag hat, der kann also 500 MB im Netz versurfen, dann aber dennoch unbegrenzt Musik hören. So jedenfalls die offizielle Aussage. Dennoch sollte man sein Volumen mehr als gut im Auge haben, wenn man tatsächlich dem verlockenden Angebot nachgeht, unterwegs dauerhaft zu streamen, anstatt den Offlinemodus zu nutzen.Spotify all offline

Pascal schreibt unter anderem in seiner Mail: Die Spotify-Flat der Telekom verspricht Streamen ohne Grenzen und ohne Anrechnung an das eigene Datenvolumen. Dies funktioniert auch. Eine gute Idee und ein Alleinstellungsmerkmal der Telekom, was sicherlich viele dazu bewegt, ihren Vertrag dort abzuschließen. Netzneutralität und die Diskussion dazu in der Presse hin oder her.

Allerdings werden die Cover, die Spotify bei jedem Songtitel lädt sowie bei der Ansicht der eigenen Playlist erscheinen auf das eigene Datenvolumen angerechnet. Da die Spotify-App in letzter Zeit sehr bilderlastig geworden ist, nimmt das Datenvolumen hier exponentiell zu. In  einem Support-Thread der Deutschen Telekom wird von bis zu 10 MB Traffic pro 30 Minuten Spotify gesprochen. Dies führt zu der absurden Situation, dass bei einigen Benutzern das eigene Datenvolumen von 300 MB bereits nach ein bis zwei Tagen Spotify-Streaming aufgebraucht ist und ein Speed-On-Pass gebucht werden muss, um normal surfen zu können. (übrigens nicht das erste Spotify-Problem)

Pascal weist in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag im Forum der Deutschen Telekom hin, der in den letzten Tagen an Fahrt aufgenommen hat. Bei Menschen, die einen ausreichend dimensionierten Vertrag haben, dürfte dies alles kein Problem darstellen, wer aber wenig surfte, aber frequenter Spotify-Nutzer ist, der wird unter Umständen nachbuchen müssen, was mit Extrakosten verbunden ist. Was sagen die AGB der Deutschen Telekom dazu? Die aktuelle Preisliste Zubuchoptionen Mobilfunk (Privatkunden) spricht unter Punkt 7.2 unter anderem davon:

„Der Kunde erhält mit der Option Music Streaming die Möglichkeit, beliebige Musikstücke aus dem Angebot von Spotify auszuwählen, mit Smartphone, Tablet-Computer oder PC in voller Länge anzuhören, Playlisten zu erstellen, zu verwalten, sowie für eine Offline-Nutzung zu synchronisieren. Das übertragene Datenvolumen im Netz der Telekom für die Nutzung von Music Streaming fließt bei Nutzung mit der Spotify-App nicht in die Berechnung des Datenvolumens (Bandbreitenbeschränkung für die Datennutzung) des zu Grunde liegenden Tarifes ein. Wird Music Streaming nicht mit der Spotify-App genutzt, sondern z.B. über die Spotify Client-Software für PCs, wird das Datenvolumen bei der Berechnung der Bandbreitenbeschränkung mitgerechnet. Die Telekom stellt die Spotify-App für verschieden Betriebssysteme den Kunden kostenlos im Internet zum Herunterladen zur Verfügung.“

Man liest hier also nichts davon, dass noch Traffic verbraucht wird, sofern unterwegs Spotify gestreamt wird. Interessant, dass die Deutsche Telekom dies nicht einfach auf Infoseiten oder den AGB transparent darstellt, in Österreich wird dies zum Beispiel gemacht. Hier ist auch Spotify mit 3Österreich in einem Boot und gleich auf der Startseite werden die Cover erwähnt. Ist das die Transparenz gegenüber Kunden, die man versprochen hat, Deutsche Telekom?

Was kann man eigentlich bei Spotify zu diesem Thema lesen – weiss der Musikdienst davon, dass Traffic für den Kunden anfallen kann? Die Support-Seite spricht zumindest nicht davon: „Dank dieser Partnerschaft wird Spotify das Datenvolumen nicht belasten. Deine Musik ist so dein ständiger Begleiter ohne jede Datenbeschränkung.“

Long story short: Behaltet diese, nicht einmal neue Tatsache auf jeden Fall im Hinterkopf. Die Deutsche Telekom sollte das Ganze vielleicht etwas transparenter kommunizieren, dann gibt es auch keine unglücklichen Nutzer. Beim Freibier will keiner für kleines Geld auch noch die Pappbecher bezahlen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

42 Kommentare

  1. Das Herunterladen der Lieder für den Offlinemodus ist ebenfalls nicht inklusive…

  2. Gut zu wissen, war wirklich am überlegen diese Option mit dazu zu buchen. So bringt es mir allerdings nichts

  3. hhlaufnews says:

    Also, ich lege mich mal fest: Die Handhabe wird keinen Bestand haben, falls jemand dagegen vorgehen sollte. Die Vereinbarung zwischen Telekom und Kunden wäre dahingehend auszulegen, was „Nutzung von Music Streaming“ genau ist. Eine objektive Auslegung dieser Klausel kann nur zum Ergebnis haben, dass „Nutzung von Music Streaming“ alles inkludiert, was hierfür notwendig ist – sonst ist der in der Tat sinnlos (Rechtssprech: „unangemessene Benachteiligung der anderen Partei“ iSv § 307 BGB). Die Telekom wird da eine technische Lösung für finden, sobald sich nur genug Leute darüber aufregen. Dass Offline-Synchronisation nicht enthalten ist, ist in meinen Augen aber eindeutig.

  4. deadbeatcat says:

    Was ist denn eigentlich dran so verlockend „unterwegs dauerhaft zu streamen, anstatt den Offlinemodus zu nutzen“? Setzt das nicht dem Akku so sehr zu, dass er nach kurzer Zeit leer ist? Wenn ich sehe was so manche Geräte beim Surfen in 3G so verbrauchen ohne Streaming, kann ich mir nichts anderes vorstellen.

  5. student86 says:

    Ich hatte auch schon mal bei der Telekom angerufen, weil ich das Gefühl hatte, dass Spotify trotzdem Daten frisst. Allerdings bekam ich keine anständige Antwort, sondern nur ein „nein, eigentlich passiert das nicht“.

  6. Vielleicht sollte einer der Betroffenen mal der Verbraucherzentrale schreiben. Die haben ja inzwischen quasi ein Abo auf Telekomabmahnungen. Auf anderem Wege passiert da sicher nix.

  7. Peter Marder says:

    Ich lege mich auch einmal fest. Im oben zitierten Text ist der folgende Passus zu finden:

    Das übertragene Datenvolumen im Netz der Telekom für die Nutzung von Music Streaming fließt bei Nutzung mit der Spotify-App nicht in die Berechnung des Datenvolumens (Bandbreitenbeschränkung für die Datennutzung) des zu Grunde liegenden Tarifes ein.

    Hierbei ist besonders das Music Streaming interessant. Denn die reine Musik wird nicht auf das inkludierte Volumen angerechnet. Ist ein Cover Musik? Nein. Sind es sonstige Daten? Ja! Was also hier passiert ist eigentlich nur ein logischer Schritt.

    Ob das ganze rechtlich betrachtet bestand hat ist fraglich, denn auf hoher See und vor Gericht ist man bekanntlich in Gottes Hand. Und wäre es nicht so, dann gäbe es etliche anders lautende Urteile gerade im IT-Bereich.

  8. Das ist schon irgendwie Haarspalterei. Der Löwenanteil vom traffic wird nicht angerechnet. Von dem mehrvebrauch durch die Cover merke ich im Alltag gar nichts. Selbst wenn das Volumen aufgebraucht ist funktioniert Spotify noch ohne Probleme und selbst die Cover laden noch in ganz passabeler Zeit. Und das alles ohne Mehrkosten. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

    Außerdem bietet die Telekom diesen Dienst schon lange an, bevor die Cover überhaupt ein Thema waren. Man muss den Laden ja nicht immer schlecht reden.

  9. Das die Cover, die Spotify bei jedem Songtitel lädt sowie bei der Ansicht der eigenen Playlist erscheinen auf das eigene Datenvolumen angerechnet werden ist quasi eine Frechheit – um ehrlich zu sein ist mir das bis dato aber auch nicht wirklich aufgefallen. Mir wurde nur von der Telekom bestätigt, dass der komplette Traffic von Spotify nicht mein Datenvolumen belastet.

  10. hansikraus says:

    @Heiko…
    Also wenn ich komplette Lieder für eine spätere offline-Nutzung herunterlade wird mir das vom Standard Volumen nicht abgezogen

  11. Komisch, dass euch das schon jetzt auffällt. Ich dachte so was wäre jedem klar. Das Problem ist hierbei, dass Spotify die Covers selber nicht anbietet, sondern die von einem externen Dienst geladen werden. Sptofiy bzw. die Telekom nutzen die Netzwerkadresse um den Stream erlauben zu können, die greift aber dann nicht über, wenn Spotify auf andere Bilderdatenbanken zugreifen.

    Heißt so viel: Spotify selber müsste alle Cover vorrätig haben, oder die Telekom müsste den Dienst auch nochmal einbinden.

  12. Anstatt mein Geld in einen teuren Telefkom Vertrag zu stecken, nutze ich das selbe Netz bei Congstar für schmale 20€ im Monat und hab 3 GB frei. Das reicht dicke für alle meine Musikstreamingwünsche und dazu ein Googe All Inclusive Account. Fertig 🙂

  13. @Radi, Spotify könnte alternativ auch die Anfragen über ihre eigenen Server routen. Kostet nix außer ein bißchen Rechenleistung und Bandbreite.

  14. @Mario, selbstverständlich könnten Sie das. Aber eine einfachere Methode wäre die, dass man einfach ausstellen kann, ob man möchte, dass Cover geladen werden sollen. Denn bedenke: Spotify hat ein paar Millionen Nutzer. Da kommt schon einiges an Rechenleistung zusammen. Das Problem ist nicht die Hardware, sondern der dadurch verursachte Stromverbrauch. Und der ist gewaltig. Es wäre wirtschaftlich gesehen nicht profitabel noch die Covers vorrätig zu haben.

  15. Also bei meinem Telekom Vertrag wird das nicht berechnet, sonst müsste ich schon längst gedrosselt sein 😉

    Übrigens zu Congstar: Du hast trotz D-Netz ein schlechteres Netz, also auch Sprachqualität, Geschwindigkeit usw.. Habe selber beides in Verwendung.

  16. Meiner bescheidenen Meinung nach ist der der lesen kann klar im Vorteil. Lest euch einfach mal auch die Fußnoten durch. Dann gibts kein böses erwachen. Oder denkt ihr vielleicht Provider hätten etwas zu verschenken? Genau wie Base mit WhatsApp oder Vodafone mit seinem ‚jedes Jahr ein neues ‚Smartphone‘. Wenn ich mir über die Konsequenzen dieser Angebote nicht 100%ig klar bin, buche ich so etwas nicht. Scheinbar ist die Gier nach noch mehr inklusiv Kontent aber doch stärker als das angebrachte Misstrauen. Selbst schuld!

  17. @Radi – ja, das wäre noch simpler irgendwie 😉
    @LuLu – mag sein, aber es ist das beste Netz was ich je hatte (Vodafone beruflich, privat bisher immer E-Netz) und ich bin nicht bereit die nötigen Aufpreise zu zahlen um das gleiche von der Telekon direkt zu bekommen. Das ist dann gefühlt für 10% Mehrleistung 50% Aufpreis, nee danke. Und mein Vertrag ist monatlich kündbar, wenn jetzt jemand ne Alternative kennt, kann ich direkt wechseln. Fühl mich im Moment da sehr wohl. Und dazu kommt noch, dass ich es eher für ein Bauchgefühl halte. Oder hast du mal direkt gemessen? Sollte ja bei Geschwindigkeit wenn du beides hast kein Problem sein.

  18. Ich kann keine Unterschiede bzgl. der Netzqualität zwischen Congstar und original Telekom Business feststellen.

  19. Viel richtiges und interessantes ist schon gesagt worden:
    -Telekom muss dies natürlich ordentlich kommunizieren, es gibt ja technische Gründe – siehe @Radi
    -Spotify sollte natürlich eine Option zum Nicht-DL d. Cover in der App einbauen, ich denke mal die Kooperation mit Telekom ist nicht die einzige so dass es anderswo ähnliche Probleme gibt

    Wichtiger Punkt für mich dabei: solche Dinge (was genau ist Streaming, was zählt beim Musikstreaming genau zum Inklusivvolumen usw.) müssen eindeutig gesetzlich geregelt sein/werden – ich befürchte dieses ist bisher nicht der Fall

    Noch ein Tipp: bei solchen Problemen lieber direkt über forum.telekom.de oder facebook.com/telekomhilft fragen und recherchieren – Telefonsupport ist nach meinen Erfahrungen nur die unterste Stufe und taugt nur für Standardprobleme. Die Leute dort haben ja meisst keine Telekom/IT-relevante Berufsausbildung, welche ja im Normalfall 2-3Jahre dauern müsste. Dies sollte man beim Telefonsupport immer im Hinterkopf behalten.

  20. Miese kleine dreckige Scheißvereine, gut das ich nicht mehr über Spotify streame.

  21. Wahrscheinlich hat Spotify die Server (IP-Adressen) geändert, von denen die Cover geladen werden und diese IPs sind bei der Telekom (noch) nicht auf die Whitelist gekommen. Zumindest lief das schon vor ca. 5 Jahren bei vybemobile so ab. Es sei denn, es ist tatsächlich so gewollt…

  22. Kann man Spotify nicht im Hintergrund laufen lassen, so dass keine Bilder angezeigt/heruntergeladen werden müssen?

  23. Der o. g. Satz ‚..für die Nutzung von Music Streaming fließt bei Nutzung mit der Spotify-App ..‘ legt nahe, dass es hier keinerlei Ausnahmen gibt. Das bedeutet, meiner Meinung nach, das die Berechnung des Datenvolumens für Cover o. ä. rechtlich nicht haltbar ist. Da könnte man dann über eine Strafanzeige wegen des Verdachts des bandenmäßigen Betruges nachdenken.

    ABER in den AGB steht auch noch ‚..Die Telekom stellt die Spotify-App für verschieden Betriebssysteme den Kunden kostenlos im Internet zum Herunterladen zur Verfügung…‘. Diese Regelung gilt also nur für die App, die die Telekom zur Verfügung stellt. NICHT für die App die Spotify selbst in den App-Stores bereitstellt. Also, rein kleinkariert, mit der Juristenbrille betrachtet (IANAL!!) Hat die Telekom überhaupt eine solche App? Der Kunden, der 9,95 im Monat zahlt, hat einen Anspruch auf diese App. Im Umkehrschluss stellt sich mir die Frage, ob die Telekom berechtigt ist, diese 9,95 im Monat zu kassieren, wenn sie die App nicht bereitstellt bzw. bereitstellen kann.

  24. @Richard: Wieso? Das Cover hat halt nichts mit der Musik zutun, die gestreamt wird. Wahrscheinlich wird das Cover sogar von einem anderen Server geladen. Eigentlich ist die Formulierung in den AGB unmissverständlich. Nur, und wirklich nur das Musik-Streaming und wirklich nur über die Spotify-App auf dem Handy ist vom Traffic ausgeschlossen. Genau das lese ich aus dieser Formulierung heraus. Nicht das herunterladen (was ja kein Streaming ist) und eben auch nicht das Nutzen des Handys als mobiles Modem um Spotify am PC zu betreiben.

    Ansonsten liegt es hier an Spotify, wenn sie so einen Deal mit der Telekom (und auch anderen Anbietern im Ausland z.B.) eingehen, dass sie solche Optionen wie Cover optional machen. Ich kann nicht die App aufblähen und zusätzliches Datenvolumen durch Hochauflösende Cover verbraten ohne das man es deaktivieren kann.

    Genau aus dem Grund fliegen solche Apps bei mir halt auch wieder runter.

  25. Meiner Meinung nach beste Methode:
    Man kauft sich die Musik. Die hat man dann auch noch wenn Spotify keinen Bock mehr hat und die Pforten schließt. Und natürlich immer offline zur Verfügung.

  26. „Da die Spotify-App in letzter Zeit sehr bilderlastig geworden ist, nimmt das Datenvolumen hier exponentiell zu.“

    -> Falsch. Linear, nicht exponentiell 😉

  27. @Andy: Das war auch mein Gedanke. Exponentielles Wachstum des Datenvolumen wäre sehr sehr schlecht.

  28. Kann man das Laden der Cover bzw. alles andere was auf das eigene Volumen angerechnet wird abstellen? Wenn nein, hat die Telekom ein Problem. Da steht das Streaming über die App wird auf das Volumen nicht angerechnet. Das heist für mich: Wenn ich die App zum streamen benutze verbrauche ich kein Volumen. Das wird durch die Werbeaussagen auch noch bestätigt. Diese Unterscheidung kann dem Kunden nicht zugemutet werden. Erst rech nicht, wenn das Laden der cover nicht abstellbar ist.

  29. @Benny Ähh, wieso hat das Cover nichts mit der Musik zu tun? Was soll ich mit dem Cover ohne die Musik? Und wenn das Cover über die App, die mir von den T-Mobile für die Spotify-Option angeboten wird, heruntergeladen wird gehe ich als „normaler“ Verbraucher davon aus, dass alles was die App bietet dann auch in der Option enthalten ist. Es sei denn es ist explizit erwähnt.

  30. Ganz cleveres Marketing – wage ich mal zu behaupten. Erst is spotify nicht angerechnet, dann steigt das Datenvolumen für „drumherum“ so dermaßen an, dass auch das restliche Datenvolumen belastet wird und die Nutzer zwar verärgert, aber dennoch irgendwann zu speedon greifen und das dank Vertrag ganze 2 Jahre lang ertragen müssen. (und denkt dran Telekom-Kooperation != „spotify wird nicht angerechnet“, da kann etwas mehr an Rückkanal als Featureplanung zw. Telekom und Spotify laufen…)

    Aber ich wette, dass es nicht lange kommen wird bis die ersten Nutzer per Wireshark Spotify’s Image-Server finden und diese dann per Android-Hosts-Datei unschädlich machen können 🙂 Braucht aber wie immer nen Android mit Root.

  31. Ein Fall für den Verbraucherschutz, wie schon so richtig geschrieben wurde.

    Abgesehen davon, dass ich solche Modelle, die nach Datenart und -Quelle unterscheiden, bedenklich finde (Stichwort Netzneutralität), verstehe ich nicht, dass die Telekom sich hier so ins Knie schießt. Es ist doch klar, dass der Kunde/Verbraucher hier versteht, et könne unbesorgt mobil Musik hören, ohne dass das auf sein Datenvolumen angerechnet wird. Wer da jetzt kommt mit Nebendaten wie Cover usw, die man bei Gebrauch der App nicht vermeiden kann (!), verkaspert seine Kunden.

  32. @Benny: ‚bei Nutzung mit der Spotify-App‘ bedeutet, dass damit alles abgegolten ist, was die App an Daten bewegt. Also auch die Cover. Insbesondere, wenn sich die Cover-Bereitstellung, getrennt von allen andren Diensten, nicht einschränken oder verhindern lässt. Wenn die App beispielsweise ab heute auch eine Liveticker für die Fußball-WM beinhalten würde, dürfte die Telekom auch dafür kein Volumen abziehen. Und natürlich ist Streaming auch eine Form des Downloads, denn Download definiert sich als ‚Datentransfer von einem Server zu einem Client‘. Im Gegensatz zum Download ist Streaming nur nicht darauf ausgelegt, die Daten im Ergebnis dauerhaft auf dem Datenträger des Client vorzuhalten.

    So sehe ich es.

  33. Da die Cover zumindest bei mir immer wieder durch die App neu geladen werden, ist das quasi auch eine Art „Streaming“. Und etwas, das zu der Benutzung der App gehört. Und die Nutzung der App wird eindeutig in den AGB der Telekom vorausgesetzt, um diese Option „Music Streaming“ nutzen zu können. Man darf hier nicht den Namen der Option mit dem Inhalt der Option verwechseln.

    Es kann ja auch nicht sein, dass sich erstens nirgendwo ein Hinweis dazu findet und zweitens die Höhe des Zusatzvolumens für den Nutzer weder vorhersehbar noch in der Höhe kalkulierbar ist und dass man drittens nur per Firewall auf gerooteten oder gejailbreakten Geräten dieses Verhalten der App unterbinden kann (wenn man die Server gefunden hat).

  34. Die Cover müssen inkl sein. Der Kunde kann ja nicht wissen das diese Cover nicht von Spotify kommen. Wie will er das den erkennen?

    Damit die telekom damit durchkommt. Müsste die Telekom das klar Kommunizieren das Cover und Playlisten ausgenommen sind.

    Und selbst dann. Das wäre so wenn man sagt youtube ist inkls. Aber nur die Videos. Der Traffik der Seite selber (Text, Grafiken, Elemente, Scripte, der Werbung, Kommentare) und dergleichen werden angerechnet. Diese Sachen sind bestandteil von youtube. Egal woher die Daten kommen.

  35. @Tichy
    Bedenklich sind sie dann, wenn Pakete priorisiert werden. Das bestimmter Content kostenfrei ausgeliefert wird ist eine ältere Idee (Provider/Hotels/Kongresszentren/younameit liefern ihre eigenen Websiten schon immer frei Haus, manche auch den Wetterdienst, den Tourismusverein, die Wanderroutendatenbank, etc).

    Netzneutralität bezieht sich ausdrücklich darauf, dass alle Pakete gleich schnell unterwegs sind – nicht darauf, dass der Anschlussinhaber für ein Paket mehr bezahlt als für ein anderes. Mit Netzneutralität soll verhindert werden, dass die Telekom Spotify zur Kasse bittet weil der Magentariese grade schlecht drauf ist – nicht das Spotify den Datenverbrauch seiner Kunden subventioniert (hat eigentlich irgendjemand Netzneutralität geschrien, als es den Kindle auch mit WWAN gab?) – denn genau das ist dieser Tarif. ((Hier sehe ich auch nicht viel Erpressungspotenzial, denn wenn Spotifytraffic plötzlich teurer wäre als stinknormaler, würden selbst die Kunden in Scharen kündigen die kein einziges kB Spotifytraffic nutzen – und mit den IT-Affinen wohl das gesamte nähere Umfeld. (Seit mich der Support von Fujitsu-Siemens vor Jahren mal äußerst rüde behandelt hat, kommt bei den ~40 Leuten die mich fragen wenn Geld für Halbleitertechnik ausgegeben werden soll (oder das teure Silizium zickt) kein Fujitsu-Siemens mehr in die Tüte. Andere IT-Affine Leute werden sicherlich auch beim Hardwarekauf von Familie und Freunden zu Rate gezogen – nicht nur wenn die Hardware zickt).

    • Das ganze Schlamassel hätte vermieden werden können, wenn man das mit der Netzneutralität (und den Gedanken dahinter!) wirklich ernst nehmen würde.

      Besser wäre:

      Keine Bevorzugung von Spotify. Keine Extrawurst für sonst irgendwas. Sondern einfach nur eine ehrliche Flatrate. Oder wenigstens genug Volumen.

  36. Was nützt da Transparenz?
    Der Kunde zahlt doch an die Telekom für die Priorisierung der Spotify-Daten. Dazu zählen nun mal auch Cover der Songs.
    Ich würde mich auch verarscht fühlen. Gerade wenn man diese Option bucht, weil man sonst kaum Datenvolumen benötigt.

  37. @Andy K:
    Es geht dabei wohl auch weniger darum, dass die Cover irgendwann nicht mehr laden, weil das Volumen aufgebraucht ist, sondern eher darum, dass die Cover eben das übrige frei verfügbare Volumen aufbrauchen.

  38. Was für eine Möglichkeit hat man denn nun, um gegen die Telekom vorzugehen wenn das Datenvolumen durch Spotify belastet wurde?

  39. Ein kleiner Vogel zwitscherte mir, dass man dieses Blog aufmerksam liest. Mich würde es nicht wundern, wenn wir hier bald was hören.

  40. Wie sieht die Telekom das denn im Zusammenhang mit §45g TKG? http://dejure.org/gesetze/TKG/45g.html
    Wäre mal interessant zu wissen.

  41. hat sich eigentlich tatsächlich noch keiner mit Wireshark und co hingesetzt und versucht aus den Spotify-Daten irgendwie die Cover-CDN-Server rauszufischen?
    Dann wäre absolut nichts einfacher als das – Mit Standard-Android-Terminal-Tools einfach die eingehende Verbindung dieser blocken und gut ist.

    Da aber die Entdecken-Funktion, die ich hauptsächlich nutze angerechnet wird, wär es mir zu umständlich für jedes entdeckte Album erst mal ne temporäre Playlist anzulegen…

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.