DHL: Ab heute gelten wieder die alten Preise für Privatkundenpakete und -päckchen

Nicht einmal ein halbes Jahr konnten sie sich halten, die zum 1. Januar dieses Jahres von DHL eingeführten erhöhten Preise für Pakete und Päckchen von Privatkunden. Die Bundesnetzagentur drohte mit einer Klage, nachdem aus allen Richtungen Beschwerden über die Preiserhöhung eintrudelten. DHL musste letztendlich einknicken, um keinen langanhaltenden Rechtsstreit auszulösen und teilte mit, dass ab heute, dem 1. Mai 2020, ganz offiziell wieder die „alten“ Preise bei Paketen, Päckchen und Zusatzleistungen für Privatkunden gelten würden. Diese sehen wie folgt aus:

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Was ich allerdings immer noch nicht nachvollziehen kann ist, dass man in der Filiale keine kleinen Pakete mehr bis 2kg abgeben kann bzw. dann gleich die 5kg Variante bezahlen muss. Das halte ich aus Sicht des Verbraucherschutzes für eine echte Schweinerei. Nicht jeder hat und nicht immer hat man die Möglichkeit, das Ganze online zu machen und/oder einen Drucker zur Verfügung und hier werden die Leute einfach um ihr Geld gebracht!

    • Stefan Kobert says:

      Ich halte die Aussage nicht für stichhaltig. Es gibt genügend Dinge, die nur online verfügbar sind (ebooks, Spiele etc.), da müsste man deine Aussage ja auch drauf anwenden.

      • Nein, ein Buch kann ich auch dinglich auf Papier kaufen. Ein kleines päckchen kann ich nicht einfach selber zum zielort transportieren. Nicht jede(r) kann oder will alles online machen. Es muß auch weiterhin dinglich, per Mensch-mensch -interaktion Bargeld usw. als Alternative geben. Notfalls eben gesetzlich vorgeschrieben. Wer will soll alles digital machen können ,, ja aber kein zwang zum Besitz oder zur nutzung von Smartphone, computer und Co. Wer will soll wie in den 60er jahren handeln , kaufen und leben dürfen. Das ist Freiheit .

    • Sebastian says:

      Das finde ich auch Problematisch gerade wenn man sieht dass das 5KG Paket einen Unterschied von 1,50 zwischen Filiale und Online-Frankierung hat.

      Durch den Wegfall der Drucker an vielen Packstationen ist vielerorts hier die letzte Möglichkeit weggefallen die Online gekauften Marken schnell auch ohne eigenen Drucker anzufertigen.

    • Du brauchst keinen Drucker. Per Mail bekommt du eine Bestätigung mit QR-Code auf dein Smartphone ….diesen zeigst du einfach in der Filiale vor. Versandschein drucken die dann aus.

      • Sebastian says:

        Das ist mir sehr wohl bewusst nur wo ist dann der Nutzen für mich oder DHL?
        Ich stehe wieder in der Filiale und „halte den Betrieb auf“ für den Ausdruck und die Annahme des Paketes.

        Hier sollte man dann umso mehr die Frage stellen ob dann abweichende Preise irgendwie sinnvoll zu rechtfertigen sind? Denn der Aufwand bleibt für die Filiale dann der selbe als wenn ich dort mein Label ausfülle und es abgebe.

        Online Paketscheine ohne eigenen Drucker haben nun mal nur mit der Packstation sinn ergeben. Und seitdem die Drucker da nach und nach verschwinden halte ich das Modell für die Zukunft sehr fraglich.

        • Roschach says:

          Packstation. Ohne schlage. Auch mit QR. Dort kann man nicht nur Sachen abholen sondern auch abgeben.

          • Nicht mehr ohne weiteres. In meinem Stadteil sind alle Packstationen mittlerweile ohne Belegdruckfunktion. Würde mir gerne den Gang zur Post sparen.

      • 01010101001 says:

        Das gilt übrigens nicht für alle Filialen oder Paketannahmestellen. Musste ich zuletzt bitter erfahren, da sowas online nicht erfragbar war welche Stelle nun QR-Codes annimmt, musste ich in dieser Gegend einige Stellen abklappern.

        • Die meisten können das, wenn sie zumindest die Strichcode-Handscanner haben.
          Dazu gibt es in der Software einen Link zu einer Website, dort wird die Zahlenbuchstabenkombi eingetippt, was wieder als Strichcode ausgedruckt werden kann.
          Mit diesem kommt dann dein „Online-„Paketschein.
          Umständlich, aber es geht!

    • dass man in der Filiale keine kleinen Pakete mehr bis 2kg abgeben kann

      Das konntest du nie. Das kleinste Paket in der Filiale war immer das bis 5 kg. Das „Paket bis 2 kg“ mit Online-Frankierung, jetzt „Paket S“, wurde am 01.07.2011 eingeführt und hatte niemals einen Filialpreis.

      Verwechselst du das eventuell mit einem Päckchen? Die gibt es nach wie vor.

    • elknipso says:

      Das sind halt unterschiedlich kalkulierte Produkte. Und es wird sicher in die Kalkulation mit eingeflossen sein, dass DHL so wenig wie möglich Kunden haben will welche die Abfertigung verzögern indem sie erst in der Filiale das Paket fertig machen.

    • Diese handbeschriebenen DHL-Scheine in den Filialen sind doch nun wirklich von gestern. Und die Lösungen mt QR-Code und Packstation/Zusteller/Filiale oder dem Drucker zuhause sind doch gegeben. Hier auf dem Lande ist DHL mit Abgabe beim täglich erscheinenden Zusteller wirklich ideal.

      Drucker zuhause kosten bei HP mit diesem Tinten-Abo einmalig 50€ und man kann danach 15 Seiten/Monat kostenlos drucken. Alternativ holt man sich irgendwas anderes.

  2. Mann kann auch mit der app ein ticket kaufen und an der packstation ausdrucken lassen…. Und heutzutage hat ja jeder einen wlan drucker zuhause oder? 🙂

    • Sebastian says:

      Das Problem ist nur das immer mehr Packstationen keinen entsprechenden Drucker mehr haben. Entweder weil dieser nach Defekt dauerhaft ausgebaut wurde, dieser bei manchen Modellen abgeschaltet wurde oder die ganz neuen Stationen diesen auch nicht vorgesehen haben.

      Das heißt entweder muss man dann den Fahrer abfangen (nahezu unmöglich und für die Fahrer eine zusätzliche Last) oder man muss sich dann wieder in der Filiale anstellen um sein online gekauftes Label ausdrucken zu lassen (was den nutzen für DHL hinfällig macht).

      Und mir sind genug Haushalte bekannt die inzwischen keinen Drucker mehr haben. Wofür auch noch? Fast alle Tickets vom Kino bis zum Museum gibt es inzwischen Online, für Rezepte gibt es das Smartphone / Tablet und selbst Briefe kann man Notfalls einfach online versenden lassen.

      • man muss sich dann wieder in der Filiale anstellen um sein online gekauftes Label ausdrucken zu lassen (was den nutzen für DHL hinfällig macht)

        Du beschwerst dich also grade drüber, dass dir die Filiale das Etikett — das du eigentlich selbst ausdrucken sollst — für dich ausdruckt und weder etwas dafür verlangt noch auf einen Filialpreis besteht, obwohl du eine Filiale und deren Mitarbeiter in Anspruch nimmst? Okay, kann man vermutlich auch so sehen.

        • Sebastian says:

          Ich beschwere mich über den Schwachsinn des Preisunterschiedes in dem Konstrukt das zunehmend so endet wie die reguläre Paketaufgabe vorher. Von mir aus können Sie auch Online den Preis der Filiale nehmen aber hier sollte der selbe Preis gelten. Denn wie bereits richtig erkannt wird hier die selbe Leistung erbracht und somit entsteht auch für DHL kein unterschied der den immensen Preisunterschied rechtfertigt.

          Wer den Zettel selbst ausdruckt (zu Hause oder wo noch möglich an der Packstation) und es dann an der Packstation oder an einer Paketbox aufgibt der sollte einen Preisvorteil haben aber der darf meines Empfindens nach auch keine 1+ Euro betragen.

          Es geht hier dann eben um die Benachteiligung von Menschen die wirtschaftlich bedingt oder auch aufgrund des Wohnortes keine andere Option haben.
          Daher:
          selbe Leistung -> selber Preis (von mir aus auch der höhere)
          nachvollziehbare Ersparnis (wie Kundenreduktion in der Filiale) -> kleiner Rabatt aber auch keine 1-2 Euro Differenz

          • Denn wie bereits richtig erkannt wird hier die selbe Leistung erbracht

            Vorausgeschickt: Es ist schlechter Stil, jemandem etwas in den Mund zu legen, speziell zu Corona-Zeiten.

            Es wird eben nicht „dieselbe Leistung“ erbracht. Die Filiale druckt das Etikett für dich aus, aber zuvor hast du schon selbst Leistungen erbracht, die die Filiale oder der Prozess dahinter nicht mehr erledigen muss:

            Du hast dich selbst über die Produkte beraten und hast ein Produkt gewählt.

            Du hast Absender und Empfänger in optimaler Form erfasst. Die Adresse wurde bei der Erfassung schon formal bestätigt und befindet sich in perfekter Form auf dem Paket (und ist nicht irgendwie auf den Karton gemalt, was später dann forensisch untersucht werden muss.)

            Und du hast schon bezahlt. Das alleine macht für einen Betrieb einen nennenswerten Kostenfaktor aus und erspart nennenswert Zeit am Schalter.

            Nein, es ist eben nicht die selbe Leistung. Auch wenn du in dieselbe Filiale reingehst und derselbe Mitarbeiter mit dir zu tun hat.

            Und was den „immensen Preisunterschied zwischen Online und Filiale“ betrifft: Wirklich? Das kleinste Päckchen hat gar keinen, das größte Paket auch nicht, und dazwischen liegt der Extremfall bei €1,50. Wenn das wirklich den Unterschied ausmacht, solltest du vielleicht eher Fotos vom Inhalt des Pakets an den Empfänger senden. Das kostet gar nichts und geht komplett online.

            • Sebastian says:

              Theoretisch lässt sich da bestimmt ein Grund finden wer aber mal in der Realität beobachtet wie viele (gerade kleinere) Filialen mit dem Ausdrucken dieser Etiketten überfordert sind bezweifle ich hier doch sehr den zeitlichen nutzen. Selbst hier im größten Postamt dauert die Abfertigung mit dem Druck oft wesentlich länger.

              Und ihre Worte zu Beginn gelten dann auch umgekehrt 😉 Ich habe wohl ausdrücklich betont das es mir hier NICHT um den höheren Preis geht sondern um einen angemessenen Abstand. Bei 50-75 Cent bin ich dabei… das die 1,50 aber ausgerechnet beim häufigsten Privat-Produkt anfallen ist ja kein Zufall, meinen Sie nicht?
              Wäre es dann also nicht fairer die Kostendifferenz auf alle Paketarten zu verteilen, denn Ihre genannten Vorteile gelten doch dann für alle Sendungen.

              Eine Preiserhöhung für Online Pakete würde mich dabei (obwohl ich die häufig nutze) nicht stören da keiner dieser Preise bis heute sicherstellt das angemessene Qualität geliefert wird oder anständige Löhne bezahlt werden.

              • DHL/Post verwendet für eigene Filialen andere Geräte als für ihre Externen im Einzelhandel. Teils gibts da auch noch Unterschiede im Jahrgang sodass verschiedene Generationen der Geräte auch unterschiedliches können.

                Zum Beispiel ist es einer offiziellen Postfiliale möglich, den QR-Code sofort auf selbstklebendes Papier zu drucken.
                Einer Einzelhandelsfiliale ist das nicht möglich, auch nicht über die offizielle Software. Es gibt einen Link zu einem Webportal, dort natürlich anmelden, dort Scannen und dann öffnet sich die Software automatisch (wenn korrekt konfiguriert) und druckt einen Strichcode. Diesen kann dann der Externe zu einem Selbstklebenden ausdrucken. Also wenn er einen dieser Drucker hat, wenns doof läuft hat er nur den Thermodrucker.

                Hab mich da mal durchgekämpft mit unserem Schuhladen =)

                Und noch was zum Nicht-Filial-Preis des 2kg Pakets: ist absichtlich ein Online-Produkt, damit man es mit den Mitbewerbern mithalten kann. Bei der Post läuft im Gegensatz zum Rest noch viel über „Schalterverkauf“ und kaum über Online. Kaum ein altes Mütterchen kommt Weihnachten auf die Idee einen Hermes oder DPD aufzusuchen.

    • 010101010101 says:

      Und wenn Magenta leer ist kann auch kein SW-Ausdruck erfolgen.

  3. Attila, nein.
    Der Drucker stirbt meistens mit dem tablet aus.
    Und Packstationen haben auch nicht mehr immer nen Drucker integriert.
    Aber die Lösung mit QR-Code ist nen guter Ersatz. Weiß nur nicht genau ob man auch mit QR-Code in der Filiale abgeben darf

  4. Da heute ja der erste Mai ist und ich hier bislang hauptsächlich Posts gelesen habe, die sich um das eigene Wohl drehen:
    wenn DHL den Mehrpreis tatsächlich zur Erhöhung des Lohns für ihre Mitarbeiter genutzt hätte fände ich die Erhöhung gerechtfertigt.
    Wahrscheinlich würde damit aber nur weiter die obere Leitungsebene reichlicher entlohnt und die Drecksarbeit machen weiterhin billig die schlecht bezahlten Mitarbeiter – oder noch billiger die SubSubSub-Unternehmen.

    • Wolfgang D. says:

      @Markus
      +1
      Fehlen nur noch die Lappen die nach einer Erstattung schreien, weil die ihr Paket noch zu den höheren Preisen verschickt haben.

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