Corona-Warn-App soll Dienstag veröffentlicht werden

Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur soll die Corona-Warn-App am Dienstag, dem 16. Juni veröffentlicht werden. Die DPA beruft sich dabei auf Informationen aus Regierungskreisen. Nutzer von Smartphones können freiwillig entscheiden, ob sie die Corona-Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden. Nach einem Bericht hieß es zuerst, dass die App Lücken habe, mittlerweile wurde das Ganze relativiert. In einem dpa-Interview wurde die gefundene Schwachstelle im Pseudozufallszahlengenerator für das TAN-System nicht erwähnt, und vorher ja bereits erwähnt, dass man noch daran arbeite, das System noch sicherer zu machen.

Mit der Anwendung sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie misst über Bluetooth, ob sich Anwender der App über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Dabei werden alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und diese Information in der App geteilt, werden die anderen Anwender informiert, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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83 Kommentare

  1. „Dabei werden alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und diese Information in der App geteilt“

    Ich dachte man muss es anstoßen, dass meine ID an den Server geschickt wird um Feedback zu bekommen, ob es jemand im Umkreis gab?

    • Du musst durch eine TAN bei einem positiven Test anstoßen, dass deine IDs auf den Server übertragen werden, ja. Deine IDs werden dennoch die ganze Zeit übertragen – aber nicht an einen zentralen Server, sondern an die Smartphones in deiner Nähe, die diese dann speichern. Stößt du dann die Übertragung an den Server an, können die Smartphones, die deine ID vorher gespeichert haben, diese abgleichen und sehen dadurch, dass du Kontakt hattest.

    • Nein, man muss anstoßen, dass die eigenen IDs an den Server geschickt werden, damit *andere* das Feedback kriegen, dass du als infizierter in ihrem Umkreis warst.

  2. Meine größte Sorge ist nicht mehr der Datenschutz bei der App, sondern wie viel Akku die zieht.

    • Vielleicht legen die Chinesen zu den Masken, die der Herr Gesundheitsminister bestellt hat, ja noch ein paar Powerbanks drauf 🙂

    • Christoph says:

      Meine Sorge ist ob es was bringen kann oder einfach eine „App als Lösung“. 15 min Kontakt und dann passt es. Wenige false positive wären schön, aber auch wenige false negativ.

      Bzgl Akku: denke das wird passen. Dein Bluetooth feuert doch eh ständig etwas raus und es ist von den Herstellern implementiert. Mehr als meine Apple Watch wird es nicht ziehen denke ich.

    • Meine größte Sorge ist die SPD… wenn dann die Freiwilligkeit zur Pflicht wird.

      • Ja, haha. Ein Gesetz gegen die Diskriminierung nach Nutzungsmustern wie es die Geünenyund die Linken gefordert haben wären eine gute Sache.

        … dass ich Mal eine dieser beiden Parteien Mal loben würde hätte ich nicht gedacht. ^^

    • Wenn man Bluetooth einschaltet, dann macht das Handy eigentlich alles schon, was die App macht. Also schauen, was für Bluetooth-Geräte um einen herum sind und ob eines dabei ist, was man kennt. Die App nimmt diese Infos und speichert sie in anonymisierterweise. Das dürfte also so gut wie keinen Akkuverbrauch bedeuten.
      Wenn man allerdings jetzt schon meint, dass Bluetooth ausgeschaltet gehört, wenn man es nicht nutzt, wird man natürlich psychologisch mit der App ein Problem haben, da man dann einen höheren Akkuverbrauch erwartet. Dabei ist der dank neuester Bluetooth-Technik defakto nicht vorhanden. Es gibt also keinen Grund, BT auszuschalten.

    • Es ist so geil. Scheiss auf Infizierte, kranke Leute, Pandemien…Hauptsache Handy ist geladen. Was für eine Gesellschaft…

      Und vor allem nutzt die App ja Bluetooth Low Energie. Das wird sich also kaum auswirken auf den Akku.

      • Natürlich wird der Akku nicht plötzlich nur noch halb so lange halten, aber dennoch ist es wieder ein zusätzlicher Verbraucher. Das summiert sich eben, und die Akkulaufzeit von Smartphones ist ja ohnehin nicht überragend.

      • Onkel Wanja says:

        Meine Mitmenschen sind mir eigentlich egal. Viele von ihnen ruinieren bewusst ihre Gesundheit durch falsche Ernährung, wenig Bewegung und Drogen. Diese bilden dann zusammen mit den alten Menschen, deren Zeit eh bald abläuft, die Gruppe der Gefährdeten. Die Natur lässt sich aber auch mit dieser App nicht übertölpeln. Das was dem Untergang geweiht ist, wird verschwinden. So ist eben das Leben. Auch wenn ich meine Lebensqualität für die Gefährdeten opfern würde, könnte das schlussendlich den Lauf der Dinge nicht aufhalten.

    • Genauso fast nichts wie die BT Verbindung zu meines Fitness-Band, das fast 24 Stunden die Verbindung hält.

  3. Ich würde mich sehr freuen*, wenn auch diejenigen, die hier in der Umfrage kürzlich angekündigt haben, die App nicht zu nutzen, es wenigstens einmal versuchen und idealerweise auch so lange dabei bleiben, bis die ersten Bugs (die es bei einer völlig neuen App zwangsläufig geben wird) behoben sind. Der Anwendungsfall ist einfach zu wichtig, als aus falsch verstandener Grundsatzhaltung untätig zu bleiben.
    Drei wichtige Datenschutzgrundlagen sind erfüllt: Open Source, dezentrale Datenspeicherung und freiwillige Übermittlung von Daten. Alle drei sind Dinge, die der durchschnittliche Smartphone-Nutzer von den meisten seiner Apps nicht erwarten kann.
    *PS: Nein, ich bin nicht vom Entwickler bezahlt, sondern möchte einfach gerne möglichst gerne wieder mit euch auf Konzerte gehen. 🙂

    • Wir aber nicht mit Dir. Die App kommt viel zu spät und dieses Geeiere um das Ding kotzt mich nur noch an. Konsequenz draus: für mich keine app.

      • Einige der Leute, bei denen die Nase aus der Maske rausguckt, tragen die bestimmt auch nur so, weil sie sich über die Maskenpflicht ärgern. Ich denke, man sollte die Sache etwas rationaler betrachten.

        • Rational wäre es, eine Nase-Mund-Maske so zu tragen, dass sie über der Nase und dem Mund ist. Warum die Nase oft offen liegt, kann man an einem Beispiel einer Kassiererin in den USA sehen. Die wurde gefragt, warum sie ihre Maske in der Mitte aufgeschnitten hatte, sodass Mund und Nase unbedeckt sind. Die Antwort war, man sei doch nur verpflichtet eine Maske zu tragen und mit dem Loch sei das Atmen eben angenehmer.

          So viel zu rational. Dazu fehlt wohl noch das Merkmal „Intelligenz“.

      • Nur weil es länger gedauert hat, drauf verzichten? Was eine unsinnige Konsequenz, sorry.

        Man hat bei der APP genau 1 Versuch einen erfolgreichen Start hinzubekommen. Verhunzt man den, ist die App eine Totgeburt. Daher lieber 3-4 Wochen länger entwickeln und von Anfang an eine fehlerfreie und funktionsfähige App haben.

      • Onkel Wanja says:

        Gute Entscheidung.

    • Ja genial! Ich möchte die App aus Überzeugung nicht nutzen. Niemals nie auf gar keinen Fall.
      Das Problem an der Sache ist aber; ich bin neugierig, richtig neugierig und probiere immer wieder gerne neue Hard,- Software und Gimmicks aus. 🙂

    • Ich stimme dir zu.
      Leider sind die Chancen nicht so gewaltig – wer von den meisten hier Kommentierenden ist fähig durchzuhalten und zu warten, bis die Bugs behoben sind?

  4. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann bekommt jeder Patient der auf Corona positiv getestet wurde, ein Ergebnis-Schreiben mit einem QR-Code, den er in der App einlesen und sich als „Infiziert“ verifizieren verifizieren lassen muss bzw. kann. Die Frage die ich mir dabei stelle: Werden die Leute das auch konsequent machen oder nicht? Es wird sicherlich auch sehr viele Menschen geben, die die App nutzen, aber bei einem positiven Ergebnis eventuell zögern oder die Reißlinie hinsichtlich der App ziehen – aus Angst der Stigmatisierung oder der Ausgrenzung. Auch wenn das alles anonym ist, aber die Kombination aus „Bluetooth-Nähe, Vermutung der Personen aus der Umgebung + gezieltes Nachfragen“ kann schon eine Identität auffliegen lassen. Ich erlebe es gerade mit Freunden aus Heinsberg, die großräumig ausgegrenzt und wie Pest-Kranke behandelt werden, wenn sie mir dem Auto-Kennzeichen „HS“ in andere Städte fahren bzw. dort parken.

    • Den QR-Code bekommst du bereits vorher schon und siehst dann später in der App dein Testergebnis. Also musst du das nicht erst machen, wenn du final dein positives Ergebnis kriegst.

      Deine Überlegung wegen der Ausgrenzung kann ich nicht ganz nachvollziehen: Deine direkten Bekannte, mit denen du dich gezielt getroffen hast, werden ja vermutlich sowieso mitkriegen, dass du in Quarantäne musst. Da hat die App gar keinen Einfluss drauf.
      Andere Personen, die zufällig in deiner Nähe waren und deswegen einem Risiko ausgesetzt waren, die du aber nicht weiter kennst, werden kaum Rückschlüsse ziehen können, wer es war. Und selbst wenn sie darauf kommen, dass es „der Typ der an der Kasse 5 Minuten hinter mir Stand“ gewesen sein muss, bringt sie das auch nicht weiter.

  5. Technische Frage: kann man Bluetooth LE auch unabhängig vom normalen Bluetooth aktivieren? Das normale Bluetooth habe ich nämlich meist aus.

    • Es gibt 4 Bluetooth-Modi:
      * BR (Basic Rate)
      * EDR (Enhanced Data Rate)
      * LE (Low Energy, seit 4.0)
      * AMP (Alternate MAC/PHY, Hookup per Bluetooth, Datenübertragung per Wifi, seit 5.0)

      Handys funken normalerweise im LE-Modus. Manche konnten damals auch EDR. Mit 4.0 LE wurde das aber überflüssig. Beacon-Funktionalität, mit dem sich die Entfernung von Geräten gut messen lässt, geht auch über LE: https://en.wikipedia.org/wiki/Bluetooth_low_energy_beacon
      Dabei sendet der Beacon einen Wert mit (Tx Power), der die Signalstärke bei ca. 1m Abstand darstellt.

  6. Kann jemand erklären, was daran 20 Mio kostet ?

    • Ich fürchte, dass der Preis eher weniger damit zu tun hat, was so etwas „kostet“. Schließlich „kostet“ es auch nicht plötzlich mehr, Atemschutzmasken herzustellen. Sprich: Der Anbieter verlangt, was er kann. Wenn man sich die öffentlichen Großaufträge in letzter Zeit anschaut, sollte man außerdem froh sein, wenn es bei diesen 20 Mio. bleibt…

    • Das ist das Corona-Hilfspaket für SAP und die Telekom. Die schwachsinnige App gab es umsonst dazu. Der Support während der Nutzungszeit kostet jährlich auch noch mal 2 bis 5 Millionen Euro.

      • Was für ein Schwachsinn. Falls (!) Du Bilanzen lesen kannst, wird doch spaßeshalber mal einen Blick in die letzten veröffentlichten Zahlen der beiden Unternehmen. Corona-Hilfspaket… omg…

      • Was für ein Schwachsinn. Falls (!) Du Bilanzen lesen kannst, wirf doch spaßeshalber mal einen Blick in die letzten veröffentlichten Zahlen der beiden Unternehmen. Corona-Hilfspaket… omg…

      • wie kommst du bitte auf 2-5mio im Jahr?
        nur allein die Nebenkosten(2 Hotlines der Terrorkom) kommen schon auf 2-3 mio im Monat!

        Pokemon Go 2.0 Made in Germany wenn man es richtig anstellt!

    • Entwicklung, Entwicklungsgeschwindigkeit (manpower), Testing und Testumgebung, Infrastruktur und IT, Server und Wartung, Anbindung an bestehende Systeme bei den Laboren, später evtl. Audits … da kommen sicher noch ein paar Posten drauf, die ich jetzt spontan nicht auf dem Schirm hatte.

    • – Entwicklerkosten: Da weder SAP noch Telekom das vermutlich in den Sand setzen wollen, werden sie erfahrene Leute drangesetzt haben => Höhere Tagessätze
      – Betrieb: Die Anwendung sauber, ausfallsicher laufen zu lassen bei der gewünschten Zugriffshäufigkeit ist nicht ganz billig. Auch hier werden weder SAP noch Telekom sich Blöße geben wollen und lieber auf Nummer sicher gegangen sein

      Und vermutlich last but not lease – Aufschlag, weil es kaum Alternativen gibt.

  7. Ah, Mr.T wieder mit dem nächsten fachlich dummen Kommentar inkl falschen Infos. Nur um dich noch mehr auf die Palme zu bringen: die Kosten fallen monatlich an, nicht jährlich. Viel Spaß beim ärgern.

    • Sorry @Mr.C, ich kann einfach nicht sachlich über diesen Blödsinn diskutieren. Soll doch die Bundesregierung immer weitere Schulden machen. – Mir egal. Ohne Corona, das mir persönlich wie ein Phantom vorkommt, hätte man Steuersenkungen im großen Stil machen müssen und es wär aufgeflogen das man die Bürger über Gebühr belastet hat und anstatt in marode Infrastruktur zu investieren die Kohle der Bürger irgendwo deponiert hat. Das Thema „Schuldenbremse“ interessiert niemand mehr. Durch die Pandemie konnte die Regierung ihre Fehlentscheidung diesbezüglich revidieren ohne es zugeben zu müssen. Lasst euch weiter von Angie, Olaf, dem dicken Peter und all ihren Freunden verarschen.

  8. Endlich! An meinem Geburtstag! Kein Witz! ☺

  9. FAZ: Digitale Nachverfolgung:
    Eine Katastrophe namens Corona-App
    von Morten Freidel -aktualisiert 14.6.20
    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/eine-katastrophe-namens-corona-app-16813703.html

  10. Tagesspiegel 14.6.20 – 9:..
    Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus durch Sendemasten haben Dorfbewohner in Peru acht Techniker eines Internetunternehmens festgesetzt. Die Techniker seien in der mehr als 500 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima gelegenen Provinz Acobamba mehrere Tage lang festgehalten worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Sie seien erst nach einem Treffen zwischen den Dorfbewohnern und eigens angereisten Vertretern des Transportministeriums, der Regionalregierung und des Internetunternehmens Gilat wieder freigelassen worden. Bei den Festgesetzten handelte es sich um Instandhaltungsteam. Die Dorfbewohner verlangten, dass die Techniker alle existierenden Masten in der Region abschalten. Sie begründeten dies mit Befürchtungen, dass die Gilat-Angestellten an den Sendemasten 5G-Technologie installierten. Diese Technologie sei nach Überzeugung der Dorfbewohner für die Verbreitung von Corona verantwortlich, berichtete die Polizei.

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