Die deutsche Hauptstadt der Ladepunkte ist München

München ist weiterhin die „Hauptstadt der Ladepunkte“, wie das Ladesäulenregister des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) ausweist. Allein 1.185 öffentliche Ladepunkte stehen in der Hauptstadt von Bayern. Dort gab es auch ein erhebliches Wachstum in den letzten Monaten, das allerdings in ganz Deutschland zu verzeichnen ist.

So existieren laut BDEW bundesweit mittlerweile 27.730 Ladepunkte, was einen Zuwachs um 60 % innerhalb eines Jahres enthält. Dass in München besonders viele Ladepunkte vorhanden sind, wundert mich nicht: Die Stadt zählt zu den teuersten Deutschlands und entsprechend ist dort auch das Durchschnittseinkommen hoch. Dort sitzen dann also auch mehr potenzielle Käufer von E-Fahrzeugen als beispielsweise im nordischen und wirtschaftlich schwächeren Kiel.

Auf dem zweiten Platz rangiert Hamburg im Ranking des Ladesäulenregisters (hier im Web erreichbar). In Hamburg stehen 1.096 Ladepunkte. Es folgt auf dem dritten Platz dann Berlin mit 1.052 Ladepunkten. Danach gibt es einen erheblichen Abstand zum vierten Platz – Stuttgart mit 432 Ladepunkten. Alle weiteren Platzierungen könnt ihr auch der obigen Grafik entnehmen.

Schaut man nun auf die Bundesländer, dann liegt Bayern insgesamt vorne – mit 6.353 Ladepunkten. Es folgt Baden-Württemberg mit 4.950 Ladepunkten. Dort wurde in nur einem Jahr ein Zuwachs von 80 % erreicht. Anschließend platziert sich auf Platz 3 Nordrhein-Westfalen mit 4.476 Ladepunkten. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen Niedersachsen (2.501 LP) und Hessen (1.866 LP). Der Anteil der Schnelllader liegt aktuell deutschlandweit bei rund 14 Prozent.

Aufgrund der neuen Richtlinien für Tankstellen dürfte die Zahl der öffentlichen Ladepunkte sicherlich bald erheblich wachsen – darüber hatte Felix ja kürzlich gebloggt. Weiterhin sei es wichtig, mehr E-Fahrzeuge in den Markt zu bringen, so der BDEW. Man sollte aber eben nicht vergessen, dass der Kunde die Fahrzeuge auch bezahlen können muss – und im Verhältnis sind reine E-Autos eben immer noch oft teurer als die altmodischen Verbrenner.

Aktuell seien laut dem Verband in Deutschland etwa 280.000 E-Autos und Plug-in-Hybride gemeldet. Die rund 27.700 öffentlichen Ladepunkte reichen für etwa 440.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge. Mal sehen, wie sich das ganze Thema noch weiter entwickelt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. „München (…) zählt zu den teuersten Deutschlands und entsprechend ist dort auch das Durchschnittseinkommen hoch.“

    Das ist zwar nicht ganz von der Hand zu weisen, allerdings hat München auch erheblich mehr Einwohner als andere Städte … und einen Autohersteller im Stadtzentrum. Rechnet man auf die Einwohnerzahl um, hat München mit 8 Ladesäulen pro 100.000 Einwohnern gar nicht mehr sooooooooooooooooo viele mehr als Stuttgart mit 6,7. Von wegen „erheblicher Abstand“, Stuttgart liegt da noch vor Hamburg (5,67). Und das wirtschaftlich ach so schwache Kiel liegt mit 2,4 beinahe gleichauf mit Berlin (2,8).

    • interessante Gegenüberstellung. Da hat man gliech einen anderen Blick auf die Verhältnisse. Noch besser wäre aber die Aussage, wieviele Ladestation je gemeldetes E-Auto verfügbar ist, oder?

    • Wobei in Kiel die meisten mit bekannten Ladestationen dauerbesetzt sind durch einen Carsharingdienst, ob das dessen eigene sind, muss ich mal schauen, aber die werden wohl mitgezählt. Denn ansonsten gibt es Ladestationen eigentlich nur als PR Maßnahme von einigen großen Supermärkten.

      Gerade Kiel hat was Mobilität angeht, keinen Plan. Man macht den Autofahrern das Auto madig, wo es nur geht (die Einkaufsmeile der Innenstadt hat man dadurch schon zerstört), auf der anderen Seite hat man überwiegend miserable Fahrradwege und die viel beworbene Veloroute (quasi Fahrradautobahn) ist allenfalls für Studenten, die zur Uni wollen, von Nutzen. Der ÖPNV ist keines Kommentars würdig, der ist sauteuer, mies getaktet und Fahrkomfort ist verboten!

  2. Der Ort mit den meisten Ladepunkten je Einwohner ist wohl Emskirchen-Altschauerberg:
    https://www.rwcharching.de/

  3. Naja, alles uninteressant solange man niemals eine Elektrifizierung für Autos in der Tiefgarage durchbringt. Ramersdorf-Perlach und Glasfaser ist hier sowieso noch ein Fremdwort… ebenso ordentlicher Mobilfunkdurchsatz. Und das mit den Durchschnittseinkommen hilft hier keinem… solange es kaum bezahlbare Familienwhg. gibt und die Immobilienpreise das 3-4 fache ist i.V. mit den angeblich so tollen und sehr viel höheren Nettoeinkommen… München ist aktuell dermaßen Misswirtschaft da braucht hier keiner Stolz sein. Viel Angeberei und ledig superleicht bis arm…. Vernünftige Mittelschicht wird beschleunigt verdrängt und das weit aus dem Speckgürtek hinaus. Das ist meine persönliche Wahrnehmung in den letzten 20 Jahren.

    • Muss dir bei den Immobilienpreisen und Mieten zustimmen. Bei Glasfaser hat sich in den letzten 10 Jahren, zumindest innerhalb des Rings, allerdings einiges getan und auch als Aldi Talk Kunde habe ich in der Stadt nie Probleme mit Mobilfunkdurchsatz.

  4. Richard Rosner says:

    Ein Schelm der da böses denkt, bei langjähriger Besetzung des Bundesverkehrsministeriums mit CSU Politikern…

  5. Ein ehemaliger Kollege ist vor ein paar Jahren nach München gezogen. Da wird man angesichts des Gehalts schnell neidisch, bis man die Miet- und Immobilienpreise sieht. Er hat jetzt mit Frau und Kind neu gebaut, 20 km vor München, für das Geld hätte er hier in Norddeutschland ein vergleichbares Haus in bester Wohnlage bekommen.

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