Chrome OS: Linux-Applikationen können bald in Containern ausgeführt werden

Chrome OS ist nach wie vor ein Nischen-Betriebssystem aber für solche Anwender nützlich, die vor allem auf Cloud-Anwendungen setzen oder nicht das nötige Kleingeld für potentere Laptops haben oder aufbringen wollen. Obwohl Chrome OS auf Linux aufsetzt (Gentoo Linux), ist es bisher nicht möglich, traditionelle Linux-Programme auf den Notebooks laufen zu lassen. Es gibt zwar eine Lösung über das Crouton-Skript, aber das ist für viele Nutzer etwas zu frickelig.

Ein neuer Commit im Chromium Gerrit mit dem Namen „New device policy to allow Linux VMs on Chrome OS“ deutet nun an, dass sich an dieser Stelle etwas tun wird. Der Code fügt ein Menü hinzu, dass IT Administratoren die Möglichkeit gibt, die Funktion an- oder auszuschalten. Aktiviert sollte das Feature Nutzer befähigen, Linux-Programme in einem VM-Container laufen zu lassen.

Damit würden Anwender endlich auch Programme wie GIMP, LibreOffice oder sogar Steam-Titel auf ihren ChromeBooks ausführen können. Ob es über Wine auch möglich wäre, Windows-Programme laufen zu lassen, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Eine Zeile in dem Commit deutet an, dass das Feature wohl in Chrome OS 66 aktiviert werden kann, das Release wird für Ende April erwartet. Genauere Details dazu könnten wir auf der Google I/O von 8. bis 10. Mai bekommen. Spätestens dann werden wir etwas schlauer sein.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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7 Kommentare

  1. Cool, jetzt noch eine vernünftige Android App Unterstützung und ein vernünftiges Gerät, das auch in Deutschland erhältlich ist, und das Teil mit ChromeOS ist so was von gekauft!!

  2. Eventuell hängt das auch damit zusammen, das Google ja eigtl. Android Studio verfügbar machen wollen auf Chromebooks. Find ich spannend.

  3. Chrome OS Geräte sind vor allem Geräte für Nutzer die neue Wege gehen wollen. Am Geld liegt es sicherlich nicht. Wir wissen, was der geneigte Nutzer für das abgebildete Gerät hinblättern muss. Ich z. B. hatte 1999 die Vorstellung, dass es nur ein Eingabe-/Ausgabe-Gerät braucht, während alles Andere nicht lokal liegen, installiert, administriert, gewartet oder aktualisiert werden muss. Dadurch kam ich im späten 2012 auf Chrome OS. Es eröffnete diesen Horizont und entwickelt sich seither. Persönlich sehe ich sogar sehr skeptisch auf diese Entwicklung, da Android Apps, oder auch Linux in Containern, doch wieder zu lokalen Anwendungen führen, statt WebApps, SaaS oder PWAs den Vorzug zu geben.

  4. Chromebooks sind ideale Geräte zum surfen auf der Couch. Bin mit meinem ebenfalls sehr zufrieden, tut was es soll und man hat null Wartungsaufwand damit.

  5. Schade, Ich hatte hier auf eine docker Unterstützung gehofft :/

  6. Doch, ist bekannt und möglich mit dem kommerziellen Wine-Ableger:
    https://www.codeweavers.com/products/crossover-chromeos

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