Android Malware befällt Fire TV und stellt sich ziemlich auffällig an


Es macht wieder einmal eine Android-Malware die Runde, die vor allem bei Nutzern mit FireTV-Geräten Ärger verursacht. Allerdings durchaus selbstverschuldet, die Malware kommt nämlich per Sideload auf die Geräte. Unklar ist, über welche App genau, es soll sich aber um solche handeln, die das Anschauen von Inhalten ohne Bezahlung (man möchte fast Raubkopien schreiben, aber man kennt ja seine Kommentatoren) ermöglichen.

Einen Befall mit der als Abwandlung von ADB.miner bekannten Malware wird der Nutzer recht schnell feststellen, durch die Malware wird ein FireTV oder auch FireTV Stick quasi unbrauchbar. Der Grund: Die Malware schürft nach Kryptowährungen und beansprucht dabei die komplette Leistung der Streaminggeräte. Die App zeigt sich zudem als „Test“ in der App-Übersicht und zeigt einem weißen Bildschirm mit einem Testrobo an, wenn sie aktiv ist.

Also eigentlich ziemlich dumm, da es der Nutzer so ziemlich schnell merkt und Maßnahmen ergreifen wird. Diese Maßnahmen können Deinstallation von Apps oder auch Werksreset (wohl die empfohlene Vorgehensweise) heißen, um die Malware wieder loszuwerden. Genaueres gibt es in diesem Post bei den XDA Developers.

Möchte man gar nicht erst befallen werden, gibt es ebenfalls eine sehr einfach Lösung. Sowohl ADB-Debugging als auch die Installation von Apps aus fremden Quellen im System untersagen und schon ist man sicher. Wobei ADB-Debugging hier der entscheidende Punkt zu sein scheint, allein die Installation über fremde Quellen reicht noch nicht aus.

Als weitere Alternative nennt AFTVNews die Installation einer modifizierten Malware. Das wiederum kann bequem über die Downloader-App erfolgen, Details dazu gibt es unten in diesem Beitrag. Da ich aber davon ausgehe, dass Ihr erst gar keine Apps nutzt, die Euch Inhalte erschleichen, werdet Ihr wohl auch nicht von der Malware betroffen sein, oder?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Raubkopien ist schon das richtige Wort…

    • Biff Tannen says:

      Nein, ist es nicht. Und jeder der sich, ein bisschen mit dem Begriff auseinandersetzt, versteht das auch.
      @Sascha Ostermaier, meinst du das im Ernst oder wolltest du nur (mit einem billigen Trick) eine Diskussion herbeiführen, die kaum etwas mit dem Artikel zu tu hat?

      • Sascha Ostermaier says:

        Ich halte den erschlichenen Zugang zu Inhalten für eine Raubkopie, ja. Und jeden, der das nutzt, für einen asozialen Mitmenschen, der anderen mit seinem Handeln schadet. Ich glaube aber wiederum nicht daran, dass diejenigen Nutzer den Content-Erstellern schaden, zumindest nicht in dem Maß, wie es die Industrie immer gerne darstellt. Das ist Quatsch. Wie man diese Begrifflichkeiten nun genau definiert, ist mir in dem Fall egal (siehe Comment von poiuz).

        • Biff Tannen says:

          Mir geht es nicht um „richtig“ oder „falsch“, denn illegale Kopien sind nun mal Diebstahl.

          Diebstahl und Raub werden aber zu Recht verschieden definiert. Menschen grundlos als Gewalttäter zu brandmarken, halte ich für asozial…

          • Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache mit Zueignungsabsicht. Immateriellen Gütern fehlt es an der Sacheigenschaft, somit ist auch kein Diebstahl möglich. Wenn schon „klugscheißen“, dann richtig.

            Im Übrigen ist das kein juristisches Seminar. Räuber sind in der Umgangssprache Leute die aus purem Eigennutz und durchaus mit Planung und Aufwand („kriminelle Energie“) Dinge nehmen die ihnen nicht gehören, ohne Einverständnis dessen dem sie gehören, ohne dafür zu bezahlen und verdammt aggressiv werden können wenn man sie damit konfrontiert, „erwischt“.

            Daher spricht man schon zurecht von Raubkopien.

            • Biff Tannen says:

              Und wie kann man dann ohne Sacheigenschaft rauben?

            • Raub oder Räuber ist das völlig falsche Wort, es bezeichnet auch in der Umgangssprache immer ein gewaltsames Delikt oder einen Gewalttäter. Aber Leistungserschleicher klingt halt nicht so schön brutal, wenn man als Rechteverwerter die Aberquadrillionen entgangener Einnahmen beklagt…

              • Sehe ich ähnlich. Ein Schwarzfahrer, der ohne Ticket in den Bus einsteigt, ist auch kein Räuber. Er hatte keine gewaltsamen Absichten. Ähnlich verhält es sich mit dem Streamen von Filmen ohne Bezahlung. Man tut niemandem Gewalt an, man erschleicht sich eine Dienstleistung. Genau wie der Busfahrer ohne Ticket. Beides prinzipiell das gleiche, beides keine Räuber.

            • Schwuppps says:

              Können wir das juristische Seminar noch um Mundraub (-diebsahl?) erweitern

              ;-{}

              • Klar. Ist ganz einfach: Es gibt keinen Straftatbestand „Mundraub“. Das hält sich im Volksglauben, juristisch macht es keinen Unterschied ob man Lebensmittel oder z.B. einen Hammer stiehlt. Es kommt auch prinzipiell nicht auf den Wert der gestohlenen Sache an.

    • Und schon geht das MIMIMI der illegalen streaming..
      oh Entschuldigung…

      Der ich verstehe nicht, was daran falsch sein soll, digitale, beliebig reproduzierbare, Güter, Neuland, was Scheren mich das Eigentum und die Arbeit anderer, ich richte keinen Schaden an, Verbrechen ohne Opfer aber Paragraph so und so sagt… Bla bla bla

      Fraktion wieder los.

      Ich fand der Passus zu den üblichen Verdächtigen schon amüsant

  2. Hpkoopmann says:

    Ich verstehe die Leute nicht, die sich solche Apps installieren. Es sind Raubkopien und damit schlicht Diebstahl.
    Wir haben heute, im Vergleich zu früher, so faire Angebote (Netflix, Prime, Sky Ticket etc.) auch zu einem echt angemessenen Preis. Wer schon so alt ist: Vergleicht das doch mal zu damals in der Videothek….
    Da sind die heutigen Streaming Angebote doch ein Paradies und die Inhalte sind qualitativ echt gut.

    Also… Dafür kann man ruhig bezahlen, ich finde den Preis angemessen (was beim Sky Abo nicht der Fall ist).

    • @Hpkoopmann – da bin ich absolut bei Dir! Die Mehrheit sieht das wohl anders, wie sonst ist zu erklären, dass der Großteil <10€ p. M. für digitale Abos zahlt (s. aktuelle Umfrage). Verstehen kann ich das auch nicht…

    • Kann ich nur zustimmen. Ich kenn noch die „DivX“ Jahre (und früher) zur Genüge. Da gab es schlicht keine legalen Möglichkeiten um einen Film von Platte anzuschauen. Naja, Aufnahme von Fernsehsendungen vielleicht noch (VDR ftw). Heute: Netflix für echt wenig Geld sofort und immer verfügbar. Mir bricht auch kein Zacken aus der Krone wenn ich mal bei Amazon nen Film ausleihe.

      Früher war immer der Standard-Satz:“Gibt ja keine legalen, einfachen(!) Alternativen“. Stimmte, heute ist das Paradies da welches wir uns früher herbei gesehnt haben. Und wer immer noch sparen will, holt sich Netflix mit drei Freunden für 3,50€ im Monat. Da fange ich doch nicht an mit irgendwelche Sideload-Apps mit Malware und Risiko der Abmahnung an.

  3. § 249
    Raub
    (1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

    Gewalt? Person? Bewegliche Sache?

    Eine Urheberechtsverletzung ist kein Raub.

  4. Vielleicht ist es rechtlich gesehen keine „Raub“, aber der Begriff ist dennoch richtig. Im Duden steht dazu folgendes.

    Raubkopie
    Substantiv, feminin – widerrechtliche Reproduktion eines Films, eines Videos oder eines anderen urheberrechtlich geschützten Daten- oder Tonträgers

    • Rrrrrrrrichtig!

      @Sascha Ostermaier
      Lustig wäre doch wenn die Sticks einfach dauerhaft unbrauchbar werden. Mal schauen wie oft man das dann macht!

      Wie der ein oder andere nun dazu sagt ist doch egal. Raubkopie hat sich Umgangssprachlich durchgesetzt (würde ich jetzt behaupten) und wird für die meisten das richtige Wort sein zumindest was diese Art von Fall betrifft.

      Frage mich allerdings… warum regt man sich darüber auf ob „rechtlich“ der richtige Terminus gewählt wurde? *grübel*

    • Raubkopie ist ein Propagandabegriff der Industrie, den ich niemals benutzen würde. Illegal ja, aber es wird niemand bestohlen oder gar beraubt.

      Analog zum Schwarzfahren nenne ich es daher eine Schwarzkopie. Das versteht auch jeder und trifft die Sache besser.

  5. Angesichts der ganzen Polemik hier gegen die Installation von „Apps aus anderen Quellen!.
    Man kann damit sehr viele Sachen machen, ohne irgendwas mit „Raubkopien“ oder sonstwas zu wollen.
    Z.B. Kann man so eine vernünftige Youtube -App installieren, nachdem Amazon und Google hier ihre Kunden gehörig in den Hintern treten. Dazu kann man z.B. Kodi für völlig legale Aktivitäten nutzen. Wenn man kurz nachdenkt, merkt man ja welche Plugins etwas bieten, was sie nicht bieten sollten. Aber als Musik, Video und Foto-Verwaltung ist Kodi bedeutend besser als die Amazon apps.
    Für all das braucht man die Installation von Apps aus fremden Quellen. Das Pauschal mit der Begründung „Raubkopie“ abzutun ist m.E reichlich kurzsichtig.

    • @comfreak:
      „Angesichts der ganzen Polemik hier gegen die Installation von „Apps aus anderen Quellen!“
      Ich würde es eher scheinheilig nennen, so lange bei fast jedem Artikel über bestimmte Apps (im speziellen Google), der abschließende Satz lautet:
      „und wer nicht so lange warten will, bis die App im Playstore erscheint, kann sie bei Apkmirror jetzt schon sideloaden“…
      😀

  6. um auf einem zb. Samsung Tablet/Telefon den Amazon Appstore installieren möchte kann man gar nicht anders als unbekannte Herkunft einschalten.
    Andererseits wer einen Miner mit Vollauslastung programmiert muss wohl auch ein Vollpfosten sein.

  7. Ich höre da eine gewisse Abneigung gegenüber einem Teil der Leserschaft heraus und das vorab, ohne einen Kommentar wirklich abgewartet und gelesen zu haben. Das ist unhöflich und arrogant.
    Ich habe von diesem Autor aber auch nichts anderes erwartet.
    Ist das deine Rolle hier, um Diskussionen und Klicks anzuheizen, oder bist du wirklich so ein unsympathischer Mensch?
    Naja, wir werden es nie erfahren.

    Mit einem Adblocker war ich auf jeden Fall schon immer hier unterwegs, habe jedoch einige nette Beiträge von Caschy etc. gerne mal geteilt. Das unterlasse ich in Zukunft auch.

    • Lies deinen Kommentar besser noch mal selbst. Merkst‘ selbst, nech? 😉

    • sunworker says:

      Nun wenn man sich die Kommentare hier so durchschaut, dann hatte Sascha eine sehr präzise Ahnung was da so kommt. Halt ein paar Korinthenkacker und einige die den Diebstahl verharmlosen wollen.

      Aber warum nicht gleich Raubkopierer schreiben, das wäre doch ehrlicher?

      Das Ganze sorgt für Action und Klicks -das bedeutet ja letztendlich auch Kohle. Warum auch nicht? Hauptsache es nimmt nicht Ausmasse an wie bei Mobilegeeks.

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