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Amazon startet „Climate Pledge Friendly“ auch in Deutschland

Im Rahmen der Klimadebatte – die leider durch Corona-Diskussionen abgelöst wurde – schön zu beobachten: Viele große Unternehmen kommunizieren ihre Bemühungen in Sachen des Umweltschutzes stärker. Das ist natürlich nicht zwingend Herzenssache der Unternehmen, sondern einfach auch dem jeweiligen Markt, der Stimmung in der Bevölkerung und somit dem aktuellen Zeitgeist geschuldet. Doch es soll hier keine Grundsatzdiskussion werden.

Amazon gab heute den Start von „Climate Pledge Friendly“ in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien bekannt. Das neue Programm soll dazu beitragen, Kunden das Entdecken und Einkaufen nachhaltigerer Produkte zu erleichtern. Zum Start des Programms können Kunden zunächst bei über 40.000 Produkten in Europa das „Climate Pledge Friendly“-Siegel sehen. Es kennzeichnet Produkte, die mit mindestens einer von 19 verschiedenen Nachhaltigkeitszertifizierungen versehen sind und dazu beitragen, eine natürliche Umwelt zu erhalten, indem zum Beispiel der CO2-Fußabdruck bei Kundenlieferung reduziert wird.

„Climate Pledge Friendly“ umfasse laut Amazon eine Auswahl an globalen Zertifizierungen. Auch die europäischen Zertifizierungen EU Ecolabel, Blauer Engel und das nordische Umweltzeichen Nordic Swan gehören zum Programm. Diese Zertifikate sollen Produkte kennzeichnen, die nachhaltig sind und eine Kreislaufwirtschaft unterstützen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Was hat Nachhaltigkeit mit CO2 zu tun? Weniger Plastikmüll zu produzieren, ist dringend notwendig, aber weniger CO2?! Ich habe noch keine CO2 Müllberge gesehen.

    • Du meinst, weil du es nicht siehst…? Echt jetzt?

      • Danke! Ich habe beim Kommentar meines Namensvetters gedacht, wie fasse ich meinen Eindruck am besten zusammen. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, caschy!

      • Naja der Hinweis ist dass hier etwas vermischt worden ist. Nachhaltigkeit beschreibt einen Umgang mit vorhandenen Ressourcen.
        CO2 Reduzierung ist aber etwas anderes. Finde nicht das der Kommentar hier eine Wertung gemacht hat.

        Beides ist wichtig. Schade das man hier auch nur noch sofort angefeindet wird.

      • Heutzutage wird der Umweltschutz irgendwie mit Einsparung von co2 und veganismus gleichgesetzt.

        Aber über viele Dinge wird gar net gesprochen

        Die ganzen monoxide die z. B. Viel schädlicher sind. Oder viele anderen gase

        Mikroplastik und Künstliche Duftstoffe die vom klärwerk nicht aus dem Wasser gefiltert werden können.

        Oder viele Fabriken in Asien(wo unsere Produkte herkommen) die ganze Chemie einfach in den nächsten Fluss oder Meer kippen.

        Über Haustiere die mehr co2 im Jahr erzeugen als so manch ein suv oder Sportwagen spricht auch keiner.

        Apropro Autos. Der meiste gefährliche feinstaub entsteht aus dem Abrieb der Reifen und nicht aus den Abgasen. Aber über die Reifen macht sich keiner Gedanken, nur über gehypte Elektroautos.

        Viele beschränken sich einfach nur auf die co2 Emission. Damit ist ja auch Umweltschutz so einfach und unkompliziert.

        Aber ich finde die idee von dem Stiefel erstmal gut. Auf die Umsetzung kommt es dann an. Welche siegel alle dieses dachverbandsiegel bekommen.

      • Dir ist aber schon klar, dass bei Amazon die technischen Dienste (Streaming, Webseite, Unternehmenslösungen, Serverfarmen) mehr CO2 produzieren, als der Versand oder die Artikel?

        Und das nachhaltige Produktion gleichviel Energie braucht, wie konventionelle? Recycling selbst ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt und am Ende wird auch dieses Produkt weggeworfen.

        Berühmtes Beispiel Recyclingklopapier! Ungiftiger Rohstoff wird energieintensiv gesammelt, transportiert, verarbeitet etc.
        Normales Papier braucht weit wenuger Ressourcen. Und das zieht sich durch fast alle Produktionsfelder.

        Problem ist der Konsum, nicht die Art der Herstellung, die fällt immer an.

        Da kommt ja jetzt noch das Spielestreaming hinzu, wo nicht nur Energie für den Stream verblasen wird, sondern on Top pro Spieler massiv Energie für die Hardware draufkommt.

        Das siehst du anscheinend auch nicht. Auf der einen Seite hier moralisch erheben, auf der anderen Seite aber Tagebuchapps empfehlen, wo es Zettel und Stift auch getan hätten.

        Ich weiß, es ist ein Technikblog, aber das ändert ja nichts.

        • Ob das gestreamte Spiel jetzt mehr oder weniger Energie verbraucht wie ein leistungsfähiger Gaming PC beim Spieler daheim weiß ich nicht. Natürlich sollte das Ziel sein effizient mit Ressource umzugehen. Das heißt aber eben nicht nur eine absolute Minimierung anzustreben sondern auch die Erzeugung der Energie möglichst effizient und umweltfreundlich zu gestalten.

          Dafür sollte man aber noch beachten, dass Windkraft, Wasser und Solar alleine nicht ausreichen um unser Stromnetz stabil zu halten.

    • Seit den 1960/1970er Jahren wird geforscht, untersucht und gewarnt – von Seite der Wissenschaft: Mensch -> CO2-Steigerung -> Klima-Erwärmung -> ganz schlecht!

      Klima != Wetter (nur falls jemand sagt: „aber in xyz ist sogar Frost“)

      Und jetzt, 2020, wo es (vermutlich?) schon zu spät ist eine Katastrophe abzuwenden und wir nun wirklich, nachdrücklich reagieren müssen und Konzepte finden sollten um damit umzugehen ohne als Gesellschaft oder gar als Spezies unterzugehen, wird das weiterhin nicht auf breiter Ebene ernst genommen… Es wird immer noch ignoriert, geleugnet, „Aber wir wollen auch am Wohlstand teilhaben“ (haben aber nur Geld für Kohlekraftwerke ohne Filter) und jetzt auch HIER? „Weil man keine CO2 Müllberge SIEHT“? ALTER!

      Man kann die sehr wohl „sehen“ – sprich messen – und wer ein klein wenig die Augen aufmacht, sieht die direkten und indirekten Folgen davon – Zunehmende Überschwemmungen, Gletscher schmelzen im Rekordtempo, Permafrost fängt an zu tauen (was eine Kettenreaktion auslösen wird), Futterweiden werfen zunehmend weniger ab und Tiere stehen früher auf kahlen Weiden, Stürme nehmen zu was zu mehr Bruch in Wäldern führt was zu mehr Erosion führt was zu mehr Überschwemmungen…

      Boah ey…

      JEDE Maßnahme das zu bremsen ist gut – und ja, viele grüne Aufkleber werden am Ende „Ablasszahlungen“ in irgendwelche Zertifikate sein und ob das alles wirklich weiterhilft darf man zumindest hinterfragen.

      Vermeidung ist der richtige Weg:
      – Dinge mal nutzen statt sie ständig zu ersetzen
      – schauen WAS man kauft und ob es Alternativen gibt (Plastik meiden; wobei das nicht immer offensichtlich so simpel ist – eine Baumwoll-Tasche ist schädlicher als eine Plastiktüte, wenn man sie nicht wirklich SEHR HÄUFIG UND LANGE statt neuer Plastiktüten verwendet… also nicht jeden zweiten Einkauf einen neuen Stoffbeutel kaufen …)
      – weniger konsumieren (da hat die Wirtschaft auch noch keine Antwort drauf … naja, außer Preise erhöhen natürlich)
      – weniger fahren (egal womit – weniger immer gut)

      … wo sind die Baldrian? …

    • Thomas Höllriegl says:

      War das jetzt Sarkasmus? CO2 ist nicht sichtbar aber messbar. Und wäre es Müll, ja, dann wären es Berge.

  2. Der erwähnte CO2-Fußabdruck bei Kundenlieferung wird von Amazon an anderer Stelle unnötig erhöht: die seit einiger Zeit immer häufiger stattfindende Auslieferung durch den Amazon-eigenen Lieferdienst führt, zumindest hier bei uns auf dem Land, zu vielen extra Fahrten, die vermieden werden könnten, wenn die Waren per DHL geliefert würden.
    Dies hat m.E. auch für manche Kunden weitere Nachteile: während ich bei DHL ungefähr weiß, wann die Lieferung erfolgt und mich ggf. danach richten kann, ist dies beim Amazon-Lieferdienst sehr unterschiedlich. Auch kam es schon mal vor, dass diese 2 Mal an einem Tag hier aufgekreuzt sind. Das bedeutet dann ggf. auch unnötige Unterbrechungen. Wenn ich nicht zu Hause bin, kann ich die Päckchen oft beim Nachbarn abholen da es mir bisher nicht gelungen ist, dauerhaft für alle Lieferungen einen Ablageort einzutragen so wie wir dies mit den anderen Lieferdiensten vereinbart haben.

    • Das ist wohl Ortsabhängig. DHL kommt bei mir auch jeden Tag zu anderen Zeiten, vermutlich weil es jeden Tag ein anderer Fahrer ist. Mir persönlich ist da Amazon Logistics mittlerweile sogar lieber, von den Fahrern her nimmt es sich nix und bei Amazon Logistics bekomme ich wenigstens ca. 30-60 min vorher die Benachrichtigung und kann sehen wann der Fahrer ankommt.

      • Bei DHL kann man mittlerweile auch auf einer Karte sehen, wo sie sich befinden und wie lange es noch dauert. Ich würde mir wünschen dass man bei der Bestellung einen bevorzugten Lieferdienst auswählen kann, ggf. auch, ob die Bestellung dringend ist oder ob man z.B. die Bestellungen einer Woche bündeln möchte, Der Nutzen davon würde wohl auch nicht so sehr hoch sein da die Lieferungen oft aus unterschiedlichen Lagern erfolgen.

    • Amazon Logistics hat bei mir dazu geführt nicht mehr auf Pakadoo zu setzen. Denn die Postannahmestelle bei mir auf der Arbeit macht um 17:00 zu und Amazon Logistics kam jedes mal schön um 17:30 um festzustellen, dass die Zustellung nicht möglich ist. Nach dem dritten erfolglosen Versuch wurde die Ware retouniert. Das ging ein paar mal so. Mit DHL lief alles immer top.

    • Sehe ich genauso. Intelligente Logistik endet für mich dort, wo „Amazon-Tagelöhner“ (nicht abfällig gemeint) mit Klein- und Teillieferungen durch die Gegend fahren, zu Zeiten wo der Besteller oft nicht zu Hause ist.
      Ich bevorzuge derzeit DHL mit Lieferort Filiale bzw. Packstation, da geht der Fahrer nur einmal mit der Sackkarre hin…

  3. Torge Budzorski says:

    Juhu. Ein neues Zertifikat, welches mir zuverlässig anzeigt, wo ich nicht kaufen soll.

  4. Es gab früher mal eine Bewertung für Karton-Größen. Wurde abgeschafft. Seit Monaten stapelt sich hier immer mehr Müll weil Amazon nicht in der Lage ist Waren bedarfsgerecht zu verpacken. Viel zu große und teilweise überflüssige Umkartons weil die Ware an sich bereits gut geschützt ist. Es gibt auch bei Prime-Days und auch generell keine Option (oder sie wird ignoriert) Waren zu kaufen aber zurückzuhalten weil man denmächst noch weiteres Bestellt und ähnlich wie bei der eingestellten Pantrybox zu sammeln. So kommt jeder Mist nochmal einzeln verpackt an. (Ja ich bin mir bewusst dass es nicht für alles ein großes Zentrallager gibt und die Sachen oftmals aus unterschiedlichen Ecken kommen).

    Auch ein munteres Gewürfel der Zusteller, DHL, Post, eigener Lieferdienst. Teilweise 3 Fahrer am Tag für eine Bestellung.

    Ich bin wirklich kein Grüner, aber ich hasse Verschwendung.

  5. Dieses Angebot kann sich Amazon meiner bescheidenen Meinung nach in die Haare schmieren. Es gäbe in deren Logistik ausreichend Potential, Klima- und Umweltschutz zu betreiben. Ich kaufe gerne bei Amazon, da es für mich erhebliche Vorteile bringt, aber das schlechte Gewissen schlägt immer deutlicher an. Irgendwann ist der Bogen überspannt, da helfen dann solche Placebos auch nicht mehr.

  6. Ohjeee, GOTT SEI DANK wurde die Greta und Luisa Debatte die den verheerenden ökofaschistischen Umbau unserer Gesellschaft vorantreiben von der Coronadebatte überlagert. LEIDER hat die CO2 Debatte alle anderen Umweltschutzgedanken gegen Null gefahren! Und nein, die Erde verglüht nicht in 10 Jahren!

    • Auch wenn mir die Art und Weise wie die „Greta und Luisa Debatte“ geführt und zelebriert wird nicht immer unbedingt gefällt ist sie dennoch gut, da sie Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema schafft. Sie dürfte aber auf jeden Fall mit einer differenzierteren Betrachtungsweise geführt werden.

    • Du solltest dir mal den Schaum aus dem Gesicht wischen, dann würdest du auch sehen, dass an allen Ecken und Enden die verschiedensten Maßnahmen umgesetzt werden im Bereich Umweltschutz.
      Das kann ich ja sogar hier in der Großstadt bei einem kurzen Spaziergang sehen, nicht nur an den neuen Blühstreifen.
      Aber dass das alles für die Katz‘ ist, wenn wir nicht die Klimakatstrophe abwenden, das ist etwas was du wahrscheinlich niemals verstehen wirst, oder?

  7. Screensaver says:

    Früher gab es Umweltschutz, heute nur noch Klimaschutz. So als ob nur noch das relevant wäre.

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