Amazon Echo Auto vorgestellt: Ortsabhängige Routinen, 8 Mikrofone, arbeitet mit Waze und Apple Maps zusammen

Puh, was eine Vorstellung, die Amazon da heute abgeliefert hat. Neben zahlreichen Gadgets für den heimischen Einsatz wurde allerdings auch an die mobile Kundschaft gedacht, die tagtäglich mit dem Auto unterwegs ist und dennoch auch unterwegs auf den Komfort von Alexa nicht verzichten möchte. Dafür gibt es schon bald den Echo Auto.

Hierbei handelt es sich um ein kleines Gerät für euer Fahrzeug, dass Alexa für unterwegs mitbringt und trotz seines kleinen Gehäuses sage und schreibe acht Mikrofone in sich beherbergt. Diese sind natürlich dazu da, um jedes eurer Kommandos entgegenzunehmen und euch mit Alexas Diensten zur Verfügung zu stehen. Platziert wird der Echo Auto auf eurer vorderen Ablage und bietet dem Nutzer unter anderem standortabhängige Routinen.

So könnt ihr beispielsweise direkt über Alexa die heimische Beleuchtung einschalten lassen, wenn ihr mit dem Auto die Auffahrt hinauf fahrt oder unterwegs einfach nach dem nächstgelegenen Starbucks fragen, damit Alexa euch erzählt, wo sich dieser befindet und wann der Laden die Türen öffnet. Und siehe da: „Alexa, give me directions to that Starbucks!“ und schon werden euch die entsprechenden Informationen auf das per Bluetooth verbundene Smartphone übermittelt. Vorerst funktioniert Echo Auto nur zusammen mit Waze und Apple Maps. Unterwegs nutzt Echo Auto dann die ganze Zeit die Netzverbindung eures Smartphones, was natürlich hin und wieder zu Problemen bei schlechter Netzabdeckung führen kann.

Ebenso soll der Echo Auto Hörbücher abspielen können oder aber Anrufe initiieren lassen. Als Betriebssystem agiert hierbei Amazons FreeRTOS. Vorerst soll der Echo Auto nur über Einladungen zu bekommen sein und dann noch knappe 25 Dollar kosten. Der spätere Verkaufspreis wird dann allerdings bei 50 Dollar angepeilt, die ersten Auslieferungen beginnen für Personen mit Einladungen gegen Ende dieses Jahres.

Alexa Auto will be available by invite. We will start shipping to invitees later this year.

via CNET 

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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20 Kommentare

  1. Das klingt recht überflüssig für mich. Im Auto habe ich sowieso das Smartphone gekoppelt. Da kann doch dann auch Alexa darüber laufen, oder? Wurde mir mal als Teil von einer Amazon App (glaube Amazon Music) angeboten.

    • Trotz der vielen Kommentare, die das Teil offensichtlich nützlich finden, habe ich es noch nicht verstanden. Es hat ja wohl jeder sowieso sein Smartphone mit dem Auto gekoppelt, um telefonieren zu können. Wozu dann dieser Echo? Mein Smartphone hat sich Mikrophone und versteht mich gut während dem Fahren. Was kann dieses Gerät zusätzlich?

      • Per Sprache deine gewünschte Playlist, Song, Album starten zum Beispiel

        • Das geht doch schon längst nur mit dem Smartphone.

          • Natürlich geht das nur haben nicht alle Autos Bluetooth und nicht alle Smartphones die Klinke. Echo Auto hat eine feste Position, wird mit dem AUX Kabel verbunden und fertig, in diesem Fall entfällt das ständige ein- und ausstöpseln aber jeder wie er möchte

          • @Martin Deger:

            > Das geht doch schon längst nur mit dem Smartphone.

            kannst Du mir einen Tipp geben, wie man das macht? Habe zwar die Alexa-App auf meinem Handy installiert; die reagiert allerdings nicht auf Zuruf, sondern nur auf ‚Knopfdruck‘, was ich verständlicherweise beim Autofahren vermeiden möchte.

            Und im Google-Assistant lässt sich bei mir Amazon nicht als Musikdienst auswählen.

            Danke im Voraus & Grüße … Peter

            • Alexa geht tatsächlich nur durch langes Drücken des Home-Buttons (wenn man Alexa als Default-Assistent eingerichtet hat), und nicht durch Zuruf.

              Mein Google Assistant ruft Amazon Music auf („Spiele We are the Champions von Queen in Amazon Music“). Heute scheint es aber nicht zu klappen… Google erkennt Titel und Band, und Amazon Music öffnet sich, aber nichts wird abgespielt.

              Der Echo Auto scheint also in der Praxis tatsächlich nützlich zu sein, obwohl mir das ganze eher ein Softwareproblem sein zu scheint. Müsste eigentlich doch auch nur mit Smartphone funktionieren!

  2. Einfach einen echo dot ins Auto nehmen sollte da auch ausreichen; wie von Martin Deger beschrieben via smart phone Steuerung betreiben…cave streaming Kosten 🙂

    • Unschön beim Dot ist, dass der doch eine Weile braucht, um zu starten. Gerade im Auto möchte ich das aber auch gleich nutzen können. Gibt es Infos dazu, wie das bei diesem Gerät aussieht?

  3. Ich bin über ein Jahr mit dem Dot im Auto unterwegs gewesen, klar klappt es, dauert aber eine gefühlte Ewigkeit bis der Dot einsatzbereit ist. Alexa Auto ist sofort startklar, dient als Freisprecheinrichtung, ist kleiner und hat eine Magnethalterung

  4. Christoph Beerhalter says:

    Sobald der Echo Auto mit Google Maps und auch als Mikrofon für Google GBoard kompatibel ist, kann ich mir das echt gut vorstellen. Vor allem die 8 Mikrofone überzeugen mich (Fenster auf, Klimamanlage an etc.)

  5. Darauf habe ich gewartet. Über den Dot ist zu umständlich. Würde ihn für Musik nutzen. Mal sehen wann er in Deutschland erhältlich ist.

  6. In der Überschrift gerade „Wanze“ statt „Waze“ gelesen…

    • Die NSA wird Freudentänze machen, über die Vielfalt an Wanzen, die Amazon auf den Markt wirft. Noch nie war das Abhören so einfach. Wer glaubt dass er nichts zu verbergen hat, sollte mal seinen Verlauf prüfen, mir wurde das erste Mal schlecht, seit dem benutzt bei uns eigentlich niemand mehr die Echos, Neuanschaffungen sind auch nicht mehr geplant. Jeder wie er will nur sollte einem bewusst sein, dass man teilweise seine Privatsphäre aufgibt.

      Mir mangelt es bei Amazon an einem Sicherheitskonzept, das wirksam die Daten der Nutzer schützt, anscheinend will man das garnicht.

      Ich werde nicht müde darauf hinzuweisen, weil es echt erschreckend ist was diese Echos alles aufzeichnen.

      • Schwätz doch nicht! Inzwischen ist es ja EU-Vorschrift, dass Neuwagen mit SIM, GPS und Mobilfunk ausgerüstet werden, um autonom zB den Rettungswagen nach Unfall holen zu können. Und immer mehr Fahrzeuge haben eh schon connected services (zB für die dynamische Routenplanung), haben Mikrofone (für die Freisprechanalge) etc. Da braucht deine NSA nicht Amazon.

        Und das die Echos „alles aufzeichnen“ ist schlicht Blödsinn. Selbst bei den letzthin gehackten Echos mussten die Macher zugeben, dass es ein extrem hartes Stück Arbeit war, inkl. Lötarbeiten an einem Echo, um das Sicherheitskonzept zu überlisten.

        Dass Amazon mit den Sätzen nach der Aktivierung natürlich arbeitet und das auch auswertet, ist klar. Und dass weniger Daten immer bessere Daten sind, ist auch klar. Weiß man halt vorher.
        Wer also mit dem Ruf „Alexa, Ficken!“ per Routine seine Lampen dimmt und auf rot stellt, Rolladen runterfährt, die Heizung hochdreht und die Playlist Kuschelrock XXI anwirft, der muss sich nicht wundern, wenn ihm Amazon demnächst den smarten Vibrator oder vernetzten Womanizer anbietet. (Wer nach 5 Minuten wieder „Alexa, Licht an“ ruft, dem bietet Amazon vielleicht was anderes an … .)

  7. Alternativ soll es ab Oktober in Deutschland auch den Roav Viva von Anker geben (https://www.anker.com/store/roav-viva/R5141113).

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