Ultrabook HP Envy 14 Spectre: die ersten 1000 Worte

7. April 2012 Kategorie: Hardware, Mobile, Windows, geschrieben von: caschy

Ich habe mal wieder ein Ultrabook in die Hände bekommen. Es ist von Hewlett Packard und der Text, den ich gerade schreibe, entsteht auf eben diesem Gerät. Und dass ich den initialen meiner Texte auf dem HP Envy Spectre schreibe, will schon etwas heißen, denn es gab oftmals Geräte, die musste ich nur anschauen und anpacken, um gleich die Lust zu verlieren.

Dicke und schwere Notebooks nerven mich mittlerweile. Ebenso billig verarbeitete Plastikbomber. Warum? Weil ich schon so ziemlich alles in der Hand hatte und weiss, was für mich gut ist. Ein Notebook oder Rechner ist mein Arbeitsmittel. Mein Spaßmittel. Mein mobiler Begleiter. Da will ich keinen Schrott und möglichst keine Kompromisse eingehen.

Ich habe schon über Ultrabooks an dieser Stelle berichtet. Einige Zeit ist vergangen und es sind neue Geräte auf dem Markt gekommen. Mehr noch: 2012 und 2013 wird das Jahr der Ultrabooks – der ultramobilen und leichten Flundern. Zum Glück! Nun sitze ich hier also mit dem HP Envy Spectre 14, welches in den zweifelhaften Genuss kommt, eines meiner Langzeit-Ultrabook zu werden.

Wo fange ich an? Mit dem Innenleben? Mit dem Lieferumfang? Mit dem Feeling? Der Haptik? Der Optik? Mit dem was mich nervt? Mit dem, was ich gut finde? Egal, ich fange einfach mal an. Auspacken. Wow. Ein Sleeve dabei. Macht nicht jeder – macht was her. Netzteil. Mit getrenntem Kabel vom Notebook zum Netzteil. Warum entzieht sich meiner Kenntnis. Zusätzlicher USB-Anschluss am Netzteil. Großartig.

Nicht so toll: dieses alte “Stecker-in-das-Gerät”-Spiel. Warum nicht endlich mal ein Magnet? Noch dabei: eine Erklärbärpappe, die alles anzeigt, was so am Gerät ist. Jedes Knöpfchen wird erklärt. Finde ich großartig. So die ersten Highlights? Beats Audiosystem. Das ist nicht nur ein Marketing-Gag, die Lautsprecher und die damit verbundene Software können was. Satter Sound. Mehr als andere Notebooks dieser Klasse.

Beleuchtete Chiclet-Tastatur. Inklusive Annäherungssensor. Bist du weg, dimmt die Tastaturbeleuchtung runter, gehst du an das Gerät ran, dann wird wider beleuchtet. Touchpad? Ausreichend groß, ohne Abtrennung zwischen linker und rechter Maustaste. Wie immer gebe ich den Tipp, das Scrollen der Zeilen auf die minimale Stufe zu stellen – für flüßiges Gescrolle auf Webseiten & Co.

Dünner, leichter und schneller als andere Ultrabooks? Nein. Mit 1,8 Kilo wohl nicht das Leichtgewicht der Ultrabooks und mehr als einen Intel Core i5 findet man auch in anderen Geräten. Was  hat das HP Envy Spectre 14 denn so zu bieten? Auf jeden Fall etwas in Sachen Verarbeitung.

Dünner Rahmen. So passen 14 Zoll in ein 13 Zoll-Chassis. 1600 x 900 Pixel in der Auflösung (HD+ Radiance Display). Ganz großes Kino. Wer, wie ich, bislang auf 1440 x 900 gearbeitet hat, dann auf die übliche Auflösung von 1366 x 768 switcht, der kann fast durchdrehen. Das nervt, das ist ärgerlich. Kommt bei Spectre zum Glück nicht vor, ich liebe die Auflösung. Das Display ist glossy. Sieht auf den Bildern spiegelnder aus, als es ist. Das Schicksal vieler Notebooks. Im Consumer-Bereich findet man nur noch sehr selten matte Displays.

Satte Anschlüsse.  USB 2.0. USB 3.0 LAN, HDMI, Mini DisplayPort. Kartenleser. Reicht zumindest mir. Bietet mehr als ein Macook Air und so manches andere Ultrabook., denn da muss meist LAN per Adapter nachgerüstet werden. Akkulaufzeit? 9 Stunden schreit man selbstsicher heraus. Kann man erreichen. Wenn man nichts macht. Im normalen Bereich kommt man sicherlich auf 6 Stunden, ich sitze im Wohnzimmer und schreibe.

Gedämpfte Helligkeit. Das Display lässt sich so hell anstellen, dass es fast in den Augen weh tut. Mir reicht hier gerade beim Schreiben die minimale Stufe. Da kommt man im Schreibmodus auf 7 Stunden. Der Lüfter? Im Schreibmodus angenehm leise, kaum hörbar, unter Last aber ein Nerver. So empfinde ich es zumindest. Ist aber Jammern auf hohem Niveau, ich bin sonst das ultraleise MacBook Air gewöhnt.

Highlights? Display aus kratzfestem Gorilla Glass. Ebenso die Handballenauflage und der Deckel. Und der Deckel nervt mich. Der sieht nämlich aus, wie ein iPhone von hinten. er glänzt, er ist schwarz und damit ein Fingerabdruckmagnet. Hätte man besser machen können, besser machen müssen.

Aufkleber auf dem Gerät? Fehlanzeige! Vorinstallierte Software? Jau, wie immer. ABER: das Recoverysystem hat tolle Optionen. Wiederherstellung inklusive dem ganzen Kram oder nur das nackte System mit den Treibern. Hab ich natürlich genutzt.

Der erste Eindruck ist gut, gar überragend, wenn ich mir die bisher getesteten Gegenparts anschaue. ist natürlich nur meine subjektive Meinung. Das Toshiba 830 und das Acer S3 kamen in Sachen Haptik und Qualität nicht heran, das ASUS UX 31 fiel bei mir aufgrund spitzer Ecken durch und das Lenovo U300S, mein bisheriger Favorit, hat eine geringe Auflösung. Und eben jene ist ein Killer-Kriterium für mich.  Trotz alledem darf nicht vergessen werden bei all einer Vergleicherei: sowohl das Acer-, als auch das Toshiba-Ultrabook sind preislich natürlich bedeutend günstiger.

Auch in Sachen Performance muss ich logischerweise noch testen, denn meine bisherigen Arbeiten fordern so ein Gerät natürlich in keiner Weise. Windows 7 mit 64 Bit, 128 GB SSD, 4 GB RAM und eben Intels Core i5 mit 2 x 1,60 GHz (Turboboost 2 x 2.30 GHz) sind für mehr als die bloße Schreiberei geschaffen. Trotz alledem: für Zocker a la Skyrim und Co sind die Ultrabooks mit Intels HD-Grafik nichts, dürften trotz allem aber schon viele Spiele schaffen.

Das sind sie also, die ersten Worte zum Hewlett Spectre 14 Eny. Abschließend noch einmal die technischen Details des Ultrabooks:

Prozessor: Intel Core i5 (2467M 2 x 1,60 GHz)
RAM: 4 GB DDR3 , 1333 MHz
Display: 14″ 1600 x 900 WXGA++, glänzend, LED Backlight
Grafik: Intel HD 3000
Festplatte: 128 GB SSD
Schnittstellen: Mini Display Port, 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, LAN ( Gigabit) WLAN (a/g/n – also 300 MBit), HD-Webcam
Keyboard: beleuchtet
Audio: Beats Audiosystem
System: Windows 7, 64 Bit

Waaaaas? So viele nette Worte? Ok, was mir nicht gefällt: der schwarze glänzende Deckel. Das Gewicht. Man soll zwar Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber bei einem Preis von 1399 Euro, denn das kostet das Spectre 14 momentan, bekomme ich eine ASUS UX 31 Ultrabook mit Core i7 und 256 GB SSD. Dann bleiben sogar noch 120 Euro übrig. Oder ein Macbook Air mit fast identischer Ausstattung in Sachen RAM & Prozessor – und auch da bleiben 150 Euro über.

Disclaimer: das Gerät wurde mir zu Testzwecken von HP Deutschland (Facebook-Seite von HP) zur Verfügung gestellt. Die Teststellung beeinflusst weder Texte, noch Fazit. Sollte bei mir bekannt sein.


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