Synology mit Private- und Business-Cloud in Deutschland, neuer Router 2017

28. September 2016 Kategorie: Hardware, Software & Co, geschrieben von: Gastautor

Artikel_SynologyAm gestrigen Dienstag lud Synology seine ambitionierten Anwender und Partner zum jährlich stattfinden Synology Launch-Event, Ausgabe 2017, in das Düsseldorfer Congress Center ein um seine neuen Entwicklungen und Produkte vorzustellen. Nach der Begrüßung durch Synology CEO Derren Lu, der für dieses Event aus Taiwan angereist war, verkündete dieser einige Kennzahlen und Informationen zum Unternehmen und zur Entwicklung Synologys in den vergangenen Jahren. Besonders erfreut zeigte sich Lu darüber, dass mittlerweile rund vier Millionen Synology-NAS Systeme verkauft wurden. Die Anzahl aktiver Systeme liegt, gemessen an den Downloadzahlen der DSM 6-Version, bei aktuell mindestens drei Millionen.

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Die erste Neuvorstellung des Tages war die Synology RS4017xs+, die, als erste 16-Bay NAS, eine Lücke im Synology-Portfolio schließen soll. Das Storage-System ist ausgestattet mit einer Intel Xeon D-1541 8-Kern CPU und verfügt in der Standard-Ausstattung über 16 GB RAM, die sich auf bis zu 64 GB RAM erweitern lassen. Weiterhin bietet die 3 HE-Box zwei eingebaute 10 Gbase-T Ports die für ordentliche Performance bei der Anbindung an das Netzwerk sorgen dürften.

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Bereits auf der Cebit im März dieses Jahres durfte ich Synologys zweite Neuvorstellung, das All-Flash-Storage System FS3017 bestaunen, das dem Anwender 24 Bays für schnelle S-ATA- und SAS-SSDs bietet. Das neue Flagschiff-Modell ist ausgestattet mit zwei Intel XEON E5-2620, Sechskernprozessoren und 64 GB Arbeitsspeicher, der auf bis zu 512 GB erweitert werden kann.

Das System, welches sich, technisch wie preislich, an professionelle Anwender richtet, verfügt über zwei eingebaute 10 Gbase-T Ports, die durch zusätzliche Einsteckkarten erweitert werden können. Seinen Anspruch auf Geschwindigkeit und Performance unterstreicht Synology durch „RDMA für iSCSI“, welches einen ordentlichen Leistungsschub z.B. im Storage-Betrieb für eine Virtualisierungslösung bieten dürfte.

Sowohl zum Preis als auch zur Verfügbarkeit der neuen Systeme konnte Synology keine Angaben machen. Bei einem Besuch am All-Flash-Storage Stand konnte man jedoch erfahren, dass für die neue FS3017 durchaus auch ein Preis im fünfstelligen Bereich denkbar sein könnte.

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Auch im Networking Segment, in dem sich Synology seit ungefähr einem Jahr bewegt, hat sich etwas getan. Auf dem Event wurde der neue Router RT2600ac noch einmal vorgestellt (erste Ankündigung im Juni 2016). Das Gerät, welches sich auch an Büros und geschäftliche Nutzer richtet, verfügt über einen schnellen Dual-Core Prozessor der mit 1,7 GHz getaktet wird. Der Router arbeitet dadurch besonders flott und ermöglicht unter anderem eine, von Synology neu eingebaute Möglichkeit, Datenströme nach Anwendungen zu priorisieren.

Der WLAN-Teil des RT2600ac, der 4×4 MU-MIMO unterstützt, überträgt kumuliert 2600 Mbit/s (brutto) über die beiden Funkmodule (802.11 b/g/n und 802.11 a/n/ac).

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Der RT2600ac verfügt neben einem USB 3.0 Port an der Seite, einem USB 2.0 Port an der Rückseite, einem SD-Card Slot und dem WAN-Port über vier Gigabit LAN Ports wobei sich der erste LAN-Port als weiterer WAN-Port konfigurieren lässt, beispielsweise um ein Load-Balancing über zwei getrennte Internet-Uplinks zu ermöglichen.

Als Veröffentlichungstermin für den Router nannte Synology das Ende des zweiten Quartals 2017, zum Preis ist aktuell noch nichts bekannt.

Für reges Interesse sorgte die Ankündigung der Synology Cloud C2 – ein Ergänzung der Private Cloud um eine Synology-eigene Public Cloud mit Serverstandort Deutschland.
 Durch diese Synergie wird es zukünftig privaten und geschäftlichen Anwendern möglich sein, ihre Daten sicher und nach AES256 vorabverschlüsselt in ein Frankfurter Rechenzentrum zu übertragen, welches sich laut Synology gerade im Aufbau befindet.

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„C2 Backup“ soll in einer Personal- und einer Businessvariante angeboten werden. Während in der Personal-Variante Speichergrößen von 100 GB und 1 TB angedacht sind, spricht man in der Business-Variante von „1 TB und mehr“. Eine Besonderheit die das C2 Backup Business bietet ist die Versionierung von max. 65535 Versionen in einem 10 Jahre-Konzept. Bei der Personal-Version ist hier ein 30 Tage-Konzept mit einer 7x täglichen und 4x wöchentlichen Versionierung vorgesehen.

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Neben der „C2 Backup“ genannten Sicherungsfunktionalität steht mit „C2 Site Recovery“ ein Offsite-Schutz für Synology-NAS Systeme zur Verfügung. Durch C2 Site Recovery werden stündlich Wiederherstellungspunkte erstellt die einen Schutz des vollen Systems, also der Daten, der Anwendungen und des DSM, bieten und eine schnelle Wiederherstellung des produktiven Betriebs via „1-Klick“ ermöglichen. Genauere Informationen zu Modellen und Tarifen sind aktuell leider noch nicht bekannt.

Neben den Ausstellungen der hauseigenen Produkte und Dienste (Desaster Recovery, Produktivitäts-Tools, DSM, SRM), zeigten auch die Synology-Partner ABUS Security, Seagate, Kingston, Bluewalker und Tandberg ihre aktuellen Produkte dem interessierten Publikum.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Matthias Kurz, der auch auf seinem Linux-Blog Call a Tux veröffentlicht wurde. Matthias ist via Twitter unter @mazzomaz erreichbar.



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