Netflix: Änderung der AGB erlaubt Sperrung von Konten bei Nutzung eines VPN

8. April 2015 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Die Nutzung eines VPN ist immer dann praktisch, wenn man Inhalte konsumieren will, deren Rechte nicht für das Land vorliegen, indem man sich gerade aufhält. Also für den Nutzer praktisch, nicht für den Anbieter oder gar den Rechteinhaber. Netflix kennt dieses Problem, sieht die Nichtverfügbarkeit von Filmen und Serien als den Grund schlechthin für illegale Downloads. Aber Netflix geht trotzdem gegen VPN-Nutzer vor, auch wenn das Unternehmen dies bestreitet.

netflix guthabenkarte

Mit einer Änderung der AGB ist es Netflix nun sogar möglich, den Nutzer aus Netflix auszusperren. Reddit-Nutzer CrypticCraig entdeckte die Änderungen, die Netflix-Nutzern das Betrachten von Inhalten, die nicht für das eigene Land sind, untersagt. Es droht der Ausschluss von Netflix, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält:

Netflix_AGB

Das widerspricht ein wenig dem, was Netflix sonst propagiert, ist im Hinblick auf die Filmstudios aber auch verständlich. Diese räumen Rechte für Filme und Serien nur für einzelne Länder ein, möchten in jedem Land neue Verhandlungen. Dem muss sich Netflix beugen, will man weiterhin die Inhalte der Studios anbieten. Dass die Nutzung von VPNs nun in den AGB untersagt wird, ist nur eine weitere Absicherung. Interessant wird es, wie sehr Netflix dies durchsetzt.

Ich weiß, dass auch unter unseren Lesern einige Nutzer sind, die Netflix oder andere Videodienste per VPN konsumieren, um die Original-Inhalte schneller zu erhalten oder diese einfach im Original zu sehen. Würdet Ihr Euch von solchen AGB abschrecken lassen oder schaut Ihr trotzdem weiter, eventuell bis Ihr den Dienst nicht mehr nutzen könnt?


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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