Netflix: Änderung der AGB erlaubt Sperrung von Konten bei Nutzung eines VPN

Die Nutzung eines VPN ist immer dann praktisch, wenn man Inhalte konsumieren will, deren Rechte nicht für das Land vorliegen, indem man sich gerade aufhält. Also für den Nutzer praktisch, nicht für den Anbieter oder gar den Rechteinhaber. Netflix kennt dieses Problem, sieht die Nichtverfügbarkeit von Filmen und Serien als den Grund schlechthin für illegale Downloads. Aber Netflix geht trotzdem gegen VPN-Nutzer vor, auch wenn das Unternehmen dies bestreitet.

netflix guthabenkarte

Mit einer Änderung der AGB ist es Netflix nun sogar möglich, den Nutzer aus Netflix auszusperren. Reddit-Nutzer CrypticCraig entdeckte die Änderungen, die Netflix-Nutzern das Betrachten von Inhalten, die nicht für das eigene Land sind, untersagt. Es droht der Ausschluss von Netflix, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält:

Netflix_AGB

Das widerspricht ein wenig dem, was Netflix sonst propagiert, ist im Hinblick auf die Filmstudios aber auch verständlich. Diese räumen Rechte für Filme und Serien nur für einzelne Länder ein, möchten in jedem Land neue Verhandlungen. Dem muss sich Netflix beugen, will man weiterhin die Inhalte der Studios anbieten. Dass die Nutzung von VPNs nun in den AGB untersagt wird, ist nur eine weitere Absicherung. Interessant wird es, wie sehr Netflix dies durchsetzt.

Ich weiß, dass auch unter unseren Lesern einige Nutzer sind, die Netflix oder andere Videodienste per VPN konsumieren, um die Original-Inhalte schneller zu erhalten oder diese einfach im Original zu sehen. Würdet Ihr Euch von solchen AGB abschrecken lassen oder schaut Ihr trotzdem weiter, eventuell bis Ihr den Dienst nicht mehr nutzen könnt?

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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33 Kommentare

  1. @ Penultino

    Dir steht es doch frei, jederzeit in die sozialistischen Menscheitsparadiese Namens Venezuela, Kuba, Nordkorea oder Simbabwe zu übersiedeln. Dann musst Du dich nicht mehr mit den widerlichen Annehmlichkeiten der Kapitalistenschweine wie frisches Klopapier, Strom aus der Steckdose, Netflix, Internet, Smartphones und Co herumärgern. Dort gehört bekannntlich allen Menschen alles und da kannst Du hemmunglos gratis genießen. Halt wie im Paradies. Ansonsten, hör schlicht auf anderen Menschen vorzuschreiben bzw. zu diktieren wie sie zu leben haben.

    Abgesehen davon, weißt Du woran mich Deine Wortwahl und Geist erinnern? An Faschistenschweine. Die reden in der Regel auch von Menschen als Schweinen, Klauen Dinge die nicht Ihnen gehören und wollen nur das Beste, am besten mit Gewalt. Links blinken um Rechts zu überholen. Extremisten wie Dich braucht keiner, sie sind eher eine Gefahr für ihre Umwelt.

  2. @Penultimo
    Ganz so extrem sehe ich das zwar nicht, aber ich sehe auch nicht ein, weshalb gute Schauspieler Hunderttausende bis Millionen von Dollar/Euros pro Film oder Folge verdienen müssen.
    Klar sind die gut in dem was sie machen, aber das sind halt andere in weniger beachteten Bereichen auch.
    Wenn die Ausgabenseite der Filmbranche nicht so hoch wäre, wäre auch der Druck für hohe Einnahmen geringer.

  3. @Thalon
    Das ist in vielen Seiten der Unterhaltungsbranche so. Ich krieg die Kretze, wenn ich mir die Gehälter von Fußballspielern ansehe. Oder wenn jemand für 40Mio. im Fußballerischen Menschenhandel herumgetauscht wird.
    Und andere Menschen arbeiten für nen Mindestlohn, obgleich ihr Aufgabe bei weiterem relevanter ist. 🙁

  4. Ich verstehe nicht ganz, wo da jetzt die Neuigkeit sein soll!?
    Dass ein Dienst Accounts sperren kann, wenn man gegen die AGB verstößt, ist doch das Normalste von der Welt.
    Das steht mit Sicherheit bei so ziemlich jedem Anbieter in den AGB.
    Und der Abschnitt darüber sagt auch nix über ein VPN-Verbot, da steht nur, dass Geolocation eingesetzt wird, von einer Umgehung ist keine Rede.

  5. @erhier: Die Neuigkeit ist offenbar die AGB-Änderung. Ansonsten stimme ich dir da voll und ganz zu. Wie du schon sagtest: Von Umgehung ist dort nirgends die Rede. Allerdings steht da halt, dass wir nur das schauen dürfen, was für unser Land lizenziert ist. Und dass sie sie halt die Herkunft prüfen.

    Und die zweite Änderung steht ja nicht nur in Zusammenhang mit 6C. Dass Accountsperrungen drohen können, wenn jemand sich nicht an die AGB hält, ist ja sonst auch keine Überraschung. Daraus jetzt natürlich zu machen, dass uns die Account-Löschung bei der VPN-Nutzung droht, klingt aber halt bedrohlicher.

    Warum überhaupt der Link zur englischen Variante der AGB? Steht doch auch alles unter 5c und 5h auf Deutsch. Ich zitiere mal:

    „Sie dürfen die Filme und Serien auf dem Netflix-Dienst in erster Linie in dem Land ansehen, in welchem Sie Ihr Konto erstellt haben, und nur in geografischen Regionen, in welchen wir unseren Dienst anbieten und für welche wir solche Filme und Serien lizenziert haben“

    Woher soll der Endverbraucher denn wissen, welche Serie in welchem Land lizenziert ist (klar, fehlt dann in Deutschland… trotzdem). In den USA wird der Dienst angeboten, also dürfte ich dort auch Netflix nutzen. Habe meinen Account zwar in Deutschland angelegt, aber da steht ja auch nur „in erster Linie“ und nicht „ausschließlich“ o. ä.; und von einer Umgebung mit VPN & Co. – kein Wort.

    Zudem steht unter 5h auch „beenden oder einschränken“ – ist also nicht mal gesagt, dass sofort die Sperrung droht.

  6. @dnaa
    Ein Skandal. Es ist mal wieder schön zu beobachten, wie man als Kritiker des Kapitalismus sofort Kommunist geschimpft wird. Hirn kehre ein, bitte.

  7. Filmstudios müssen umdenken um ILLEGALITÄT zu unterbinden. Indem Filmrechte weltweit in einer Weltweitvernetzung / Globalisierung lizenziert werden macht dies auf jedenfall Sinn…

    Ich kenn viele Nutzer die JETZT nach SOWAS lieber zu Movie2K & Co wechseln. Ich selber werde das nich tun. VPN war mir eh zu anstrengend

  8. @seankoellewood
    Stimmt, VPN ist anstrengend. Die DNS-Lösungen sind da viel eleganter (Set-and-forget) und meist billiger.

  9. Globalen Markt wollen die nur zum produzieren,oder ?
    Überall derselbe schrott… Soziale Ungerechtigkeiten ausnutzen beim Herstellen und dann „exklusivlizenzen“ für Länder bei Spielen und Filmen ?

    F.. U… Dann halt illegal und über zig wege, die nicht herauszubekommen sind.

    Ich zahl gern. Aber ich zahl nicht WUCHERpreise. Dagegen gibt e sogar Sitte und Moral im Gesetz, und ich wette KEIN Richter würde Netflix für diese AGB recht geben.

  10. Die Nutzung eines VPN ist immer dann praktisch, wenn man sich in einem öffentlichen oder unverschlüsselten Netz bewegt.

  11. @Penultimo

    Die filmbranche will natürlich für ihre Arbeit bezahlt werden. Willst du das nicht?

    Das Problem ist nur das in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche gehaltsgefüge vorhanden sind.

    Da gibt es jetzt 2 Möglichkeiten.

    1. wir machen überall die selben Preise. Der deutsche Michel freut sich und der Inder oder philipine schaut in die Röhre.

    2. wie machen unterschiedliche Preise. Jeder kann es bezahlen und alle sind glücklich

  12. @FlyingT
    Der Kommentar macht für mich keinen Sinn.
    Es gibt ja jetzt schon Erfahrungen wieviel insgesamt für einen Film lukriert wird über Streaming-Dienste.
    Wenn man den Preis insgesamt etwas höher ansetzt ist es ein Win-Win.

    Momentan sieht es ja so aus, dass viele Filme nur in den Ländern angeboten werden, die die meisten User haben.
    Auch verständlich.. Wenige User –> Ankauf unwirtschaftlich –> wenig Angebot –> wenige User

    Das Gehaltsgefüge spielt hier auf der Content-Anbieter-Seite eine geringere Rolle, als für den Streaming-Dienst, oder?
    Und offenbar sind momentan die Preise selbst für Deutschland zu hoch.

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