iPhone X ausprobiert: Der Zukunft einfach mal hallo gesagt

25. November 2017 Kategorie: Apple, iOS, Mobile, geschrieben von:

„An iPod, a phone and an internet communicator“ – Als Steve Jobs am 7. Januar 2007 das erste iPhone mit diesen Worten vorgestellt hat, ahnte noch keiner, was Apple damit auslösen würde. Nokia war klarer Marktführer und smart wurde es mit Symbian und Palm OS auch bereits. Apple präsentierte ein iPhone mit fertigen Apps, ein Nachrüsten dieser war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgesehen.

Aber Apple machte mit dem iPhone etwas, das andere Hersteller bis dahin nicht beachtet haben. Statt „form follows function“ gab es plötzlich ein Smartphone, dass sich super einfach bedienen ließ, einen Touchscreen in einer bis dahin nicht dagewesenen Größe und ein Homebutton, der für viele Jahre zur zentralen Steuereinheit des iPhone werden sollte. Und dann war da natürlich ein Steve Jobs, der mit seinem Verkaufsgeschick wohl so ziemlich alles an den Mann gebracht hätte.

So war es auch möglich, dass ein Handy mit Vertrag plötzlich 600 Dollar kostet. Apropos Vertrag, auch da hat Apple glücklicherweise die Oberhand behalten. War es sonst üblich, dass Netzbetreiber die Software anpassen dürfen, gab es dies bei Apple nicht. Zudem wurde das erste iPhone exklusiv über bestimmte Netzbetreiber angeboten.

Für mich – seinerzeit stets mit dem neuesten Symbian-Smartphone unterwegs und eifrig am Apps nutzen – war das erste iPhone völlig uninteressant. Das hat sich jedoch sehr schnell geändert, nämlich mit der Einführung des App Stores am 11. Juli 2008 und dem iPhone 3G.

Das iPhone 3G mit seinem unverschämt teuren Telekom-Vertrag war mein erstes iPhone und es zeigte jedem anderen „Smartphone“ hier im Haus, wer der Chef im Ring ist. Dieser edle Gesamteindruck, der durch das nahezu perfekte Zusammenspiel von Hard- und Software entsteht, den bekam kein anderer hin.

Zeitsprung – September 2017: Apple stellt das iPhone 8 und iPhone 8 Plus vor. Tolle Smartphones, unseren Test dazu konntet Ihr bereits lesen. Und da war noch etwas. „Sag der Zukunft hallo.“ – Die Zukunft heißt in diesem Fall iPhone X. Will man der Zukunft hallo sagen, muss man sich von der Vergangenheit verabschieden – was Apple mit dem iPhone X eindrucksvoll gelingt.

Dachte man letztes Jahr noch, Apple sei mutig, den 3,5 mm Kopfhöreranschluss zu entfernen, wird es mit dem iPhone X noch eine ganze Ecke radikaler – es gibt nämlich keinen Homebutton mehr – das Merkmal des iPhone schlechthin, einfach weg. Seine Funktion übernehmen Bediengesten und Face ID. Dazu aber später mehr.

Das iPhone ist mein täglicher Begleiter, quasi die digitale Konstante in meinem Leben. Ich mag das Zusammenspiel zwischen iOS und macOS sehr. Das kann man schnell als Fanboyism abtun. Mit dieser Unterstellung kann ich gut leben, wer nicht ganz so primitiv denkt und Vorzüge integrierter Systeme zu schätzen weiß, wird das sicher verstehen..

Und ganz wichtig: Nur weil das Zusammenspiel für mich passt, heißt das nicht, dass es für jeden passt. Da muss man eben immer schauen: Was brauche ich, was mache ich und wie lässt es sich mit meinen favorisierten Geräten und Systemen realisieren. Apple-Nutzer gehen da sicher einen Weg, der nicht so holprig ist.

Aber kommen wir endlich zum iPhone X, um dieses geht es schließlich in diesem Beitrag. Bei keinem iPhone war ich im Vorfeld skeptischer, was aus dieser Skepsis wurde lest Ihr in den folgenden Zeilen.

Optik und Haptik

Es gibt kaum einen subjektiveren Punkt als Optik und Haptik bei einem Smartphone. Der eine mag es kantig, der andere rund und generell ist das Anfassgefühl eher zweitrangig, denn in den meisten Fällen verschwindet das Smartphone in einer Hülle. Ich bin kein Hüllenmensch, für mich ist dieser Punkt wichtig, das Smartphone muss mir „out of the box“ gefallen.

Das schaffen mittlerweile einige Hersteller, in Sachen Verarbeitung hat die Konkurrenz in den letzten Jahren sehr stark aufgeholt. Und dennoch spielt das iPhone X in einer anderen Liga. Glas – Stahl – Glas, so ist der grundsätzliche Aufbau des iPhone X.

Kein Aluminiumgehäuse mehr, das macht sich auch beim Gewicht bemerkbar. Das iPhone X bringt 174 Gramm auf die Waage, im Verhältnis zur Größe „ein ordentliches Pfund“. Finde ich nicht unangenehm, ein Leichtgewicht ist das Gerät aber nicht.

Auf der Vorderseite ist das iPhone X sehr markant, zumindest, wenn das Display aktiviert ist. Es nimmt fast die komplette Front ein, ein gleichmäßiger Rahmen umfasst das Gerät. Es gibt oben und unten keine Balken, die nicht vom Display eingenommen werden.

Aber das Display hat eine Aussparung, liebevoll „Notch“ (Einkerbung) genannt. Diese Einkerbung beinhaltet die Sensoren, die für Face ID nötig sind, ebenso die Frontkamera und den Lautsprecher. Apple versucht nicht, diese Aussparung zu verstecken, im Gegenteil, auf Produkt-Piktogrammen wird die Einkerbung hervorgehoben, wie es sonst mit dem Homebutton der Fall war.

Ob man sich an dieser Aussparung stört oder nicht, scheint sehr individuell zu sein. Manche müssen sich erst daran gewöhnen, andere kommen wiederum überhaupt nicht drauf klar. Ich selbst hatte mich zu keinem Zeitpunkt daran gestört, weder im Vorfeld, noch während der Nutzung. Dazu beim Punkt Display noch einmal mehr.

An den Seiten finden sich Buttons, links die für Lautstärke und Stummschalten, rechts der Powerbutton, der auch für Siri, für die Bestätigung von Face ID bei Einkäufen, für Screenshots oder auch einfach zum Ausschalten des iPhone X genutzt wird. Toller Druckpunkt bei allen Buttons, alles andere wäre auch lächerlich.

Die Rückseite ist unspektakulär und wird nur durch die Kamera unterbrochen. Durch den Einsatz von Glas auf der Rückseite gibt es keinen weichen Übergang von Gehäuse zu Kamera, wie es beim iPhone 7 noch der Fall ist. Eine klare Kante, die das Herausragen der Cam des iPhone X sogar betont.

Liegt das iPhone auf dem Tisch, merkt man die Erhöhung der Cam schon, auch wackelt das iPhone, wenn man es auf dem Tisch liegend bedient. Ein Thema, das sich erledigt, wenn man eine Hülle nutzt, dann ist die herausragende (durchaus im doppelten Sinn) Kamera auch kein Übersteher mehr.

Die allgemeine Verarbeitung des iPhone X ist auf einem extrem hohen Niveau. Die Übergänge zwischen Glas und Rahmen sind nur wahrnehmbar, wenn man nach ihnen sucht. Es fühlt sich an wie aus einem Guss, das Gewicht trägt hier durchaus einen Teil zum Wertigkeitsgefühl bei.

Spannende Sache, denn steigerungsfähig ist da nicht mehr viel. Gefällt mir ausgesprochen gut. Die Größe des Gerätes ist für mich der Sweet Spot. Ich mag eher kleinere Smartphones, genutzt habe ich seit dem iPhone 6 aber das Plus-Modell. Ich war mit der Größe nie wirklich zufrieden, habe mich aber mit ihr arrangiert.

Das iPhone X ist minimal breiter als das kleine Modell des iPhone 8, dafür ein Stück länger, das liegt am Displayformat von 19,5:9. Von der Displaygröße (5,8 Zoll) sollte man sich aber nicht täuschen lassen, dazu beim Punkt Display dann noch einmal mehr. Die Geräteabmessungen betragen 70,9 x 143,6 x 7,7 mm – genau mein Ding.

Optik und Haptik des iPhone X sind für mich das aktuelle Nonplusultra im Bereich der Smartphones, auch wenn die Abstände zu anderen Herstellern nicht mehr so gravierend sind wie vor ein paar Jahren noch.

Das Display

So viel neu beim Display, man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Kommen wir gleich noch einmal zur Diagonalen von 5,8 Zoll. Durch das Format von 19,5:9 kann man die Displaygröße nicht mit einem 16:9-Display vergleichen. Was man in der Länge hinzugewinnt, verliert man in der Breite, insgesamt gibt es aber mehr Inhalt auf dem Display zu sehen, gerade bei den typischen mobilen Anwendungen.

Erstmals setzt Apple in einem Smartphone auf ein OLED-Display, die „Super Retina“-Auflösung beträgt dabei 2436 x 1125 Pixel bei 458 ppi. Keine QHD-Auflösung wie man sie bei anderen Herstellern findet, aber auch keine Auflösung, die einem die Tränen in die Augen treiben würde.

Das Display ist außerdem HDR-fähig, unterstützt außerdem den P3-Farbraum. Auch True Tone, bekannt vom iPad und dem iPhone 8 / Plus, wird unterstützt. Das Display passt bei aktiviertem True Tone die Farben an das Umgebungslicht an, sodass man immer ein korrektes Bild, unabhängig vom Umgebungslicht angeboten bekommt.

OLED-Displays neigen dazu, Farben etwas übertrieben darzustellen, das gefällt der einen Nutzergruppe, der anderen nicht. Ich gehöre zu den Nichtgefallern, ich mochte die gut abgestimmten LC-Displays von Apple sehr, stellte aber auch fest, dass die OLED-Displays einen enormen Sprung hingelegt haben, was die Farbdarstellung angeht. Zwar immer noch recht knallig, aber nicht mehr so unnatürlich und vor allem oftmals heutzutage auch anpassbar.

True Tone ist eine Sache, an die man sich gewöhnen muss. Kommt man von einem „kalten“ Display und aktiviert diese Funktion, ist das schon erst einmal ungewohnt. Es wirkt sehr warm, weiß nicht wirklich weiß und überhaupt, ich habe es direkt wieder deaktiviert.

Kannste aber ja nicht machen, wenn du so ein Smartphone testest, also wohl oder übel wieder aktiviert. Was soll ich sagen, man gewöhnt sich daran. Weder empfinde ich das Display mittlerweile als zu warm, noch nehme ich irgendwelche Darstellunsgwechsel wahr. Im Prinzip dasselbe wie seinerzeit mit Nightshift. Erst einmal ungewohnt, dann aber völlig normal.

Die Einstellung lasse ich nun auch aktiviert, für mich passt die Darstellung. OLED-Displays haben gegenüber LC-Displays auch Nachteile. So ist es zum Beispiel immer noch natürlich, dass sich Bilder „einbrennen“ können. So etwas zeigt sich in der Regel aber erst nach einer gewissen Nutzungszeit und ist auch durchaus von der Nutzung selbst abhängig.

Auch die Blickwinkelstabilität ist bei OLED-Displays nicht so gut wie bei einem LCD. Eine bläuliche Verfärbung tritt auf, wenn der Betrachtungswinkel zu flach ist. Praktisch fällt dies während der Nutzung nicht auf.

Das Display hat auch zwei Öhrchen, sie entstehen durch die Aussparung für Face ID. Diese Öhrchen bringen den Vorteil, dass die Statusanzeige für Akku, Netz und WLAN eben keinen Platz von der eigentlichen Displayfläche mehr einnimmt. Folglich gibt es mehr Platz für Inhalte.

Dieser Platz wird aktuell noch sehr zögerlich genutzt, auch von Apple selbst. Man findet immer wieder Freiflächen, die sich eigentlich mit Inhalt füllen lassen würden. Das wird mit kommenden Updates hoffentlich noch besser, das Mehr an Display soll schließlich sinnvoll eingesetzt werden und nicht nur ein tolles Gesamtbild ergeben.

Insgesamt bin ich mit dem Display zufriedener als ich im Vorfeld gedacht hätte. Ob das auf Dauer so bleiben wird, muss sich noch zeigen. In Sachen Darstellung habe ich jedenfalls nichts zu bemängeln – was mich persönlich überrascht, ich war da echt skeptisch.

Face ID

Teil des Displays oder Display-Verdränger? Die Aussparung im Display beherbergt die Sensoren für Face ID. Courage – ein Wort, das man schon einmal von Apple hörte. Und Mut gehört wohl tatsächlich dazu, wenn man zwei bewährte Methoden auf einmal abschafft. Denn mit dem Verschwinden des Homebuttons verschwindet auch Touch ID, der so zuverlässig funktionierende Fingerabdruckscannner des iPhone.

Ich bin ein riesiger Fan von Touch ID. Ich weiß, es funktioniert nicht bei jedem problemlos und für die Nutzer, bei denen es öfter Probleme macht, ist das vielleicht auch nicht nachvollziehbar. Bei mir funktionierte Touch ID zu 99 Prozent ohne Problem. Klar, nasse Finger sind schlecht, selbst bei der aktuellen Generation von Touch ID, aber sonst? Schnell und zuverlässig.

Nun kommt Face ID, ein Scan des Gesichtes soll das Entsperren per Fingerabdruck ablösen. Ich war extrem skeptisch, hoffte im Vorfeld immer noch, dass Apple eine brauchbare Lösung für Fingerprint findet, die sich auch beim iPhone X nutzen lässt.

Mit brauchbar meine ich nicht so einen Krampf wie Fingerprint hinten oder gar auf dem Powerbutton. Das hätte nicht zu Apple gepasst. Tatsächlich wurde das iPhone X ohne Touch ID vorgestellt. Meine Skepsis wuchs sehr.

Face ID begrüßt einen direkt bei der Einrichtung des iPhone X. Zweimal das Gesicht scannen und schon geht es los. Face ID kann überall dort verwendet werden, wo auch Touch ID zum Einsatz kommt. Eine Anpassung seitens der App-Entwickler ist möglich, aber nicht nötig, iOS ersetzt in diesen Fällen einfach Touch ID durch Face ID.

Das Entsperren des iPhone X wird wohl der häufigste Einsatz von Face ID sein. Nein, es funktioniert (bei mir) nicht so zuverlässig wie Touch ID. Ja, Face ID ist der Hammer und definitiv die Zukunft in Smartphones – garantiert nicht nur bei Apple.

In der Regel funktioniert Face ID sowohl schnell als auch zuverlässig. Aber es gibt eben auch Momente, in denen es nicht klappt. Sei es, weil man nicht auf das Smartphone schaut oder extreme Lichtverhältnisse herrschen. Strahlt beispielsweise die Sonne seitlich auf den Sensor für Face ID, scheitert der Versuch. Rekonstruierbar, aber für mich nicht wild.

In der Tat versuche ich Face ID sogar gerade die extremen Lichtsituationen beizubringen. Durchaus erfolgreich. Denn jedes Mal, wenn Face ID nicht funktioniert und man – anstatt das iPhone anders zu halten, um Face ID doch noch auszulösen – den Code eingibt, wird das Gesicht neu gescannt. Face ID lernt also dazu.

So kommt es, dass bei gleicher Lichtsituation die Face-ID-Fails weniger werden. Klar, extremes Beispiel, aber so eine neue Technik muss man ja auch mal an ihre Grenzen bringen. In normalen Situationen funktioniert Face ID bei mir so gut, dass ich Touch ID keine Träne hinterher weine. Niemals hätte ich es gedacht, aber es fühlt sich viel natürlicher an.

Smartphone nehmen, nach oben wischen, fertig. Man ist im System, ohne aktiv etwas unternehmen zu müssen. Es ist nicht so, dass man das iPhone X dumm anstarren müsste oder den Arm großartig verrenken müsste. Face ID ist auch in natürlicher Haltung nötig. Nur etwas Abstand zum Smartphone sollte man wahren.

Praktisch ist Face ID auch im Browser, Logins lassen sich einfach per Gesicht bestätigen. Wobei das stimmt nicht, es ist kein explizites Bestätigen, die Logins tauchen einfach in den Feldern auf, wenn das Gesicht erkannt wurde.

Bestätigen muss man Zahlungen im App Store (und Apple Pay, aber das ist hier nicht verfügbar). Das passiert durch zweimaliges Drücken des Powerbuttons. Ebenfalls ein sehr flüssiger Vorgang, einen Nachteil zu Touch ID kann ich auch an dieser Stelle nicht finden.

In den Einstellungen kann man festlegen, ob Face ID auch darauf achten soll, ob der Nutzer gerade auf das Display schaut. Die Einstellung hatte ich durchgehend aktiviert. Das kann bei Nutzung von Sonnenbrillen Probleme machen.

Als Brillenträger (nicht Sonnenbrille) war ich aber auch an diesem Punkt sehr skeptisch. Unbegründet wie sich zeigt. It just works – und das ist nicht einfach so dahergesagt. Müsste man es krass formulieren, ich wurde vom „Face ID“-Skeptiker zum „Face ID“-Missionar – ich bin der Meinung, man sollte das unbedingt ausprobiert haben – und zwar bevor man sich eine Meinung darüber bildet.

Auf dem Tisch liegend funktioniert Face ID auch, allerdings kann es da durchaus sein, dass mal eben der Blick auf das iPhone nicht ausreicht. Interessanterweise verleiht der Kamerabuckel dem iPhone X eine leichte Schräglage, das kann im Zweifelsfall das Zünglein an der Waage sein, ob Face ID funktioniert oder nicht. Je besser der Aufnahmewinkel ist (je mehr Richtung 90 Grad zum Sensor geht), desto zuverlässiger wird die Erkennung.

Face ID in anderen Apple-Produkten wie Mac oder iPad? Bring it on, ich bin dabei, auf Touch ID kann ich unerwarteterweise gerne verzichten. Ansonsten gilt: Probleme mit Face ID auf dem iPhone X? Das könnte helfen.

Gestenbedienung

Der Homebutton ist Geschichte – 10 Jahre lang war er das Symbol schlechthin für das iPhone. Quasi oft kopiert, doch nie erreicht. Was zum Teufel, Apple, wie kannst Du den entfernen und durch eine Wischgeste ersetzen? Der nächste Punkt, der mich – Spoiler Alert: grundlos – über die Anschaffung eines iPhone X nachdenken ließ.

Der Homebutton ist nun ein Wisch nach oben auf dem Display. Noch bevor ich mit der Einrichtung des iPhone X so richtig fertig war, ertappte ich mich dabei, wie ich auf meinen iPhone 7 Plus versucht habe, zu wischen. Und dies künftig wohl auch bei jedem Android-Gerät erst einmal versuchen werde. Eine sehr flüssige Geste, die sich weder unnatürlich, noch zu aufwändig anfühlt.

Gleiches gilt für den App-Switcher. Von unten nach oben ziehen, 0,5 Sekunden halten, dann tauchen die Karten auf. Klingt mega kompliziert, ist aber eine ganz einfache Sache. Statt nach oben zu wischen, zieht man den Daumen einfach von Mitte unten (oder unten links) an Mitte rechter Rand. Eine Bewegung, alle Karten da.

Total natürlich und total flüssiger Ablauf. Auch wieder so eine Sache, die man im Zweifelsfall ausprobiert haben sollte, bevor man über eine etwaige komische Bedienung meckert. Da nehme ich mich nicht aus. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit für einen schnellen App-Wechsel.

Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein dauerhaft eingeblendeter Balken. Wischt man über diesen, wechselt man zwischen den zuletzt genutzten Apps. Schneller als je zuvor, zumindest wenn man zwischen zwei bestimmten Apps hin und her springen möchte. Ich erkläre das kurz anhand eines Logins mit 2-Faktor-Authentifizierung.

Wir nehmen einfach mal an, die Authenticator-App (ich empfehle übrigens Authy, weil wegen Backup) befindet sich innerhalb der zuletzt genutzten Apps. Nun öffne ich Safari, mache meinen Login per Face ID (FTW!) und werde dann nach dem 2-Faktor-Code gefragt. Daraufhin wische ich unten auf dem Balken von links nach rechts, so oft bis Authy da ist.

Den Code kopiere ich, wisch erneut einmal (!) nach rechts und bin direkt wieder im Browser. Absolut toll, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat. Heißt nämlich: Hält man im App-Switcher einmal an, wird die gewählte App als zuletzt genutzt nach vorne geholt und man switcht einfach zurück in die vorherige.

Die Anzeige des Balkens unten ist nicht jedermanns Sache, aber wird man wohl mit leben müssen. Mich stört der Balken nicht weiter, zumal der Platz so weit unten eh nicht großartig von Apps genutzt wird.

Was mich allerdings richtig stört, ist der Zugriff auf das Kontrollzentrum. Nach rechts oben in die Ecke – von dort zieht man es herunter – ist es bei Einhandbedienung ein langer Weg für den Daumen. Ich nutze das Kontrollzentrum eigentlich recht häufig, diese Häufigkeit hat mit dem iPhone X bereits deutlich abgenommen.

Allerdings wüsste ich auch nicht, wie man beim iPhone X anders darauf zugreifen sollte, die Geste ist durch den fehlenden Homebutton belegt, das ist durchaus wichtiger als das Kontrollzentrum. Mal sehen, ob Apple da noch einmal nachlegt, ich finde die aktuelle Lösung semi-gut. Auf das Kontrollzentrum bezogen, nicht den Homebutton.

Alles in allem ist Apple aber mit der Gestenbedienung einen guten Schritt gegangen. Es wirkt alles durchdacht und man hat es innerhalb kürzester Zeit auch verinnerlicht. Gerade das ist das Tolle an dieser Sache, man muss nicht wirklich neu lernen, wie man das iPhone bedient, obwohl es doch ganz anders ist.

Die Kamera

An dieser Stelle lasse ich einfach Caschy zu Wort kommen, er hat die Kamera bereits auf Herz und Nieren geprüft. Von meiner Seite dazu: Noch einmal eine Steigerung zu iPhone 7 Plus, OIS in der Telelinse ist super und der neue Porträtmodus, der auch mit der Frontcam funktioniert, macht Spaß, man merkt ihm aber seinen Beta-Status noch an.

Kamera-Part von Caschy:

Für mich gilt: Die beste Kamera ist die, die griff- und sofort einsatzbereit ist. Deshalb verzichte ich seit langer Zeit auf separate Kameras. Das Smartphone ist mein Begleiter und ich bin mittlerweile gerne bereit, mehr Geld für eine sehr gute Kamera auszugeben. Viele Smartphones haben gute Kameras, weniger sehr gute, mit denen ich zufrieden bin. Aber Apple darf sich nicht ausruhen. Man hat viel Boden verloren, was Apple mit Hardware macht, schaffen andere vielleicht durch eine gute AI.

Das Pixel 2 von Google ist dabei ein sehr gutes Beispiel. Das macht mit einer Linse einfach fantastische Fotos und ich persönlich finde den Front-Portät-Modus da auch fast gelungener.

Fast aber nur, denn zwar schafft Google das bessere Herausrechnen des Porträts, lässt dafür auf der anderen Seite das Gesicht etwas plastisch und blasser wirken. Schwer zu erklären, das muss man vielleicht einmal für sich selber gesehen und ein paar Mal ausprobiert haben.

Pixel Selfie Porträt:

iPhone X Selfie Porträt:

 

Für 99 Prozent meiner Fotos – und ich mache viele – reicht mir die Standardkamera von iOS, für alles weitere greife ich zu diversen Apps, an denen ich mich versuche. Camera+, ProCam, Slow Shutter oder auch ProCamera habe ich installiert. Zu denen greift man vielleicht, wenn man in der Dunkelheit fotografiert.

Nischig, aber vielleicht nicht unbedingt völlig ausgeschlossen. Man muss sich eingrooven und da haben manche Kamera-Apps unter Android schon Vorteile – hier werfe ich mal die Kamera-App von Huawei oder HTC ins Rennen.

Die haben den Pro-Modus direkt dabei und erlauben mir das Justieren von ISO und Belichtungszeit einen Ticken besser.  Schaut euch also auch mal Kamera-Apps an, wenn ihr in die Dunkelheit geht. Vielleicht holt ihr euch ja auch ein Stativ und macht mal Langzeitbelichtungen. Ich habe dafür übrigens einen Shoulder Pod und ein Manfrotto MTPIXI-B PIXI Tischstativ.

Doch zurück zur Kamera des iPhone X, auch wenn ich mir sicher bin, dass sich keiner ein iPhone X ausschließlich wegen der Kamera kauft. Ich selber bin sehr zufrieden mit ihr, mache nicht nur Fotos, sondern auch Videos. Ich habe hier in den Beitrag mal Fotos eingefügt.

Mir macht die Kamera einfach einen Ticken mehr Freude und das hat nicht nur damit zu tun, dass man jetzt auch Slow Motion in 1080p bei 240 fps aufnehmen kann. Das ist oft nur ein Detail für Menschen, die auch den Rahmen eines Gerätes so kontrovers diskutieren oder professioneller Video damit aufnehmen.

Schon mal beim Nutzer gehört, dass der sich einen Kopf darüber macht? Der weiss, dass seine Cam Slow Motion kann, das war es. Frames? 240? Was? Genau. Einfach mal ausprobieren, macht Laune.

Porträtfotos sind auch schon wie beim iPhone 8 / Plus wirklich großartig, wenn aber ich auch der Meinung bin, dass der Punkt „Bühnenbeleuchtung“ & „Bühnenbeleuchtung monochrom“ durchaus noch verbessert werden darf. Da bekomme ich weiterhin nur wenig gute Shots heraus.

Wie bereits erwähnt: Mittlerweile ist es schwer, in der Oberklasse direkt zu vergleichen. Nur für die Kamera wird keiner ein iPhone X kaufen. Sehr gute Kameras in Smartphones bekommt man bereits für die Hälfte des Preises. Wer aber zu eine iPhone X greift, der bekommt eine fantastische Kamera, die mir nur wenig Grund zum meckern gibt.

iOS 11

iOS 11 ist ein wichtiger Bestandteil des iPhone X. iOS 11 liefert Funktionen, die nur auf dem iPhone X zu finden sind. Wie zum Beispiel das komplette, langgezogene UI. Ich erwähnte eingangs schon, dass da durchaus noch Luft nach oben ist, was an der vielen Luft im System liegt. Ein 19,5:9-Display bringt mir nichts, wenn ich genauso viel angezeigt bekommen wie auf einem 16:9-Display, nur eben gestreckter.

Das ist nicht überall der Fall, es gibt durchaus auch Apps, die das größere Display bereits gut nutzen. Das ist so ein Ding – wie damals, als es von 3,5 auf 4 Zoll ging und das Seitenverhältnis geändert wurde. Man kann guter Dinge sein, dass diese Umstellung sehr flott vonstatten geht.

iOS 11 hat auch Animojis im Gepäck. Eine Spielerei? Nicht unbedingt. Animojis nutzen die TrueDepth-Kamera des iPhone X, um die Gesichszüge des Nutzers zu tracken und diese dann auf das Animoji zu legen. Klar, hauptsächlich ein Spaßprodukt, aber auch technisch beeindruckend, kein Vergleich zu Apps, wo sich dann vielleicht mal ein Mund zu dem bewegt, was man gerade sagt.

Zur Auswahl stehen 12 Animojis, die man direkt über iMessage nutzen kann. Leider sind sie bisher nur auf dem iPhone X verfügbar, aber sie machen durchaus Spaß, nicht nur für Animoji-Karaoke. Man muss bei solchen Dingen auch einmal an die jüngeren Nutzer denken, mit solchen „Spielereien“ kann man die Jugend durchaus abholen.

Siri kann bekanntlich nicht mehr über den Homebutton aufgerufen werden. Das funktioniert nun, neben der Möglichkeit hands-free „Hey Siri“ zu sagen, ebenfalls über den Powerbutton. Ein langer Druck (auch bei deaktiviertem Display) und die Dame steht zur Verfügung. Leider immer noch mit sehr vielen Ausreden, warum sie denn gerade wieder nicht helfen konnte, wenn man eine Frage stellt.

Aktuell nutze ich iOS 11.1.2 auf dem iPhone X, meiner Meinung nach ist das schon überraschend ausgereift. Ich hatte keine groben Aussetzer oder Fehlverhalten. Luft nach oben ist immer und man kann gespannt sein, was sich Apple noch so einfallen lässt, vor allem direkt auf das iPhone X bezogen.

Sound

Apple und Sound in Geräten, es ist in der Regel große Liebe, vor allem bei MacBook Pro, iPad und eben iPhone. Für die jeweilige Gerätegröße gibt es in der Regel überdurchschnittlich guten Sound, der eigentlich nur von Geräten übertroffen wird, die darauf fokussiert sind.

Auch das iPhone X liefert wieder sehr guten Sound. Stereo-Lautsprecher (Hörmuschel und unten) sind vorhanden, die Lautstärke für ein Gerät mit diesem Volumen ist recht hoch möglich. Allerdings kommt es mir so vor, als würden die Lautsprecher bei hohen Lautstärken stärker nachlassen als beispielsweise beim iPhone 7 Plus.

Auf jeden Fall klingt es anders, nach einem Hörversuch auf beiden Modellen mit sehr unterschiedlicher Musik könnte ich aber keinen Favoriten ausmachen. Das iPhone X ist insgesamt ein Stück lauter, eventuell kommt es mir deshalb bei hoher Lautstärke bei mancher Musik unausgewogener vor.

Dennoch, für eine Raumbeschallung reicht das nicht aus, da muss man sich mit zusätzlichen Boxen behelfen. Ausgelegt ist so ein Smartphone aber für eine Raumbeschallung auch nicht. Ich bewerte den Sound mal neutral, da es keine wirkliche, für mich wahrnehmbare, Steigerung gibt.

Akku

Wie lange hält den so ein Akku? Das kommt natürlich darauf an, was man mit dem iPhone X anstellt. Wer von einem Plus-Modell kommt, muss eine kürzere Laufzeit hinnehmen, das ist einfach so. Aber das iPhone X ist auch eine ganze Ecke kleiner als ein iPhone 8 Plus.

Insofern sollte man es eher mit dem kleinen Modell vergleichen, rein von der Größe ist da mehr Ähnlichkeit gegeben. Da hält der Akku länger durch. Eine konkrete Angabe, dass ein Akku X Stunden durchhält, kann man nicht machen. Zu viele Nutzungsfaktoren spielen da eine Rolle.

Wie hell ist das Display eingestellt, befindet sich das iPhone permanent auf Netzsuche, wird es hauptsächlich im WLAN genutzt, welche Apps haben die Hintergrundaktualisierung aktiviert – es gibt so viele Aspekte, die sich auf die Akkulaufzeit auswirken, da kann man nicht sagen, dass der Akku 8 Stunden durchhält.

Wer beispielsweise Pokémon GO mit hellem Display spielt, wird nach zwei Stunden wieder an eine Steckdose müssen, wer nur ein bisschen WhatsApp nutzt, kommt vielleicht auch zwei Tage hin. Ich kann nur sagen, dass ich eine kürzere Laufzeit als bei meinem iPhone 7 Plus habe, diese aber nicht so kurz ist, dass ich deswegen in Panik verfallen müsste.

Apple liefert seit diesem Jahr auch die Möglichkeit mit, das iPhone per kabellos zu laden. Das funktioniert natürlich, ist aber sehr langsam (was sich wiederum positiv auf die Akkugesundheit auswirken kann, da weniger Wärme entsteht). Mit iOS 11.2 wird das kabellose Laden dann noch einmal angepasst, mit 7,5 Watt kann man das iPhone dann betanken.

Ich bin nach wie vor kein großer Freund von kabellosem Laden, dazu habe ich mein Smartphone wahrscheinlich zu oft in der Hand. Aber es funktioniert, warum sollte es auch nicht. Etwas überrascht bin ich ja, dass Apple auf den Qi-Standard setzt, aber das liegt vermutlich daran, dass gerade öffentliche Stellen wie Cafés schon seit einigen Jahren dafür sorgen, dass man solche Ladestationen auch zur Verfügung hat.

Ebenfalls neu ist das schnelle Aufladen. Wird man nicht bemerken, wenn man das mitgelieferte Original-Netzteil verwendet, denn man benötigt mehr Leistung als die 5 Watt des mitgelieferten Steckers. Ein iPad-Netzteil reicht bereits aus, um fast die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen, das hatten wir bereits thematisiert.

Auch die Beibehaltung des Lightning-Anschlusses mag komisch anmuten, setzt Apple doch auch beim MacBook Pro bereits auf USB-C. Allerdings gibt es eben auch unendlich viel Zubehör mit Lightning-Stecker, gerade auch noch neu im Audiobereich, so sehr möchte man seine Kunden dann wohl doch nicht mit einem Zubehörneukauf strapazieren.

Zurück zum Akku, hier bleibt abschließend eigentlich nur zu sagen: Wer bisher keine Probleme mit der Laufzeit seines iPhone hatte, wird auch künftig keine haben. Die neuen Lademethoden sind nett, kommen aber auch super spät, das darf man eigentlich nicht mehr loben.

Leistung

Apple verbaut im iPhone X den A11 Bionic SoC, ein unglaublich performanter Prozessor, der die Konkurrenz ganz weit links liegen lässt. Das merkt man heute vielleicht noch nicht, die meisten High-End-Smartphones lassen sich flüssig nutzen, das wird man aber in zwei oder drei Jahren merken, wenn der A11 Bionic immer noch dafür sorgt, dass sich ein iPhone X aus 2017 noch gut nutzen lässt.

Hier spielt natürlich auch wieder das System eine große Rolle. Bei Apple kommt alles aus einer Hand, ist perfekt aufeinander abgestimmt. So benötigt man auch keine 8 GB RAM im iPhone X, 3 GB lässt Apple gerade einmal springen. Aber das ist wie bei dem ganzen Benchmarkzeugs, die Theorie sagt eben nichts über die Praxis aus.

Das iPhone X erledigt alle Aufgaben geschmeidig, zügig und zuverlässig. Wie es auch schon die Vorgänger taten. Und die Nachfolger tun werden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang – passt eigentlich sowohl unter den Punkt iOS 11 als auch unter Leistung: AR-Apps funktionieren mit dem iPhone X besser als mit dem iPhone 7 Plus (hatte nur das als Vergleich). Das macht Spaß, aber so richtige Killeranwendungen fehlen dennoch. Mal ganz nützliche Dinge dabei, aber nichts, was man nun permanent und dauerhaft nutzen würde.

Sonstiges

Was gibt es sonst noch so zum iPhone X zu erzählen? Es kann auch telefonieren, wohl der Aspekt, der am wenigsten zukunftsweisend ist. Extra für Euch habe ich an meinen Freieinheiten genagt und die Telefonie ausprobiert. Man mag es kaum glauben, aber der gegenüber hört einen und man selbst hört auch. In guter Qualität sogar, wobei das auch wieder eine netzabhängige Sache ist.

Das iPhone X ist auch gegen Wasser und Staub geschützt, kommt mit IP67-Zertifizierung. Sollte man dennoch nicht herausfordern, denn trotz des Schutzes, der sich im Laufe der Zeit auch abnutzt, sind Feuchtigkeitsschäden kein Garantiefall.

Vorne Glas, hinten Glas, kann man das überhaupt ohne Hülle nutzen? Kommt drauf an wie tollpatschig man ist. Fallenlassern sei eine Hülle empfohlen, auch wenn man so nichts mehr von dem starken Anfassgefühl mitbekommt. Fällt das iPhone X runter, sieht es wohl schlecht aus, dessen sollte man sich bewusst sein. Caschy beispielsweise ist mittlerweile mit Hüllen unterwegs, auch beim iPhone X.  Nach einer Silikonhülle kommt nun das Leder-Pendant von Apple zum Einsatz. Lag bei ihm einfach daran, dass ihm die weiße Silikonhülle zu viele Fussel anzog.

Fazit

Ihr habt bis hierher durchgehalten? Stark! Was soll ich sagen, ich war selten bei einem Smartphone so skeptisch wie beim iPhone X. Denn es ist eben nicht nur eine kleinere Weiterentwicklung des iPhone, wie man sie die letzten Jahre immer gesehen hat.

Face ID und Gestenbedienung sind ein Game Changer. Das Display ist toll. Die Haptik des iPhone X sticht alle anderen aus. Die Kamera ist noch einmal besser als beim iPhone 8 Plus. Es ist wirklich so, dass für mich der einzige Störfaktor das Aufrufen des Kontrollzentrums ist.

Das hätte ich in dieser Form nicht erwartet. Nach all den Jahren iPhone-Nutzung stellt sich ja auch eine gewisse Neuerungsmüdigkeit ein. Ja, kleine Verbesserungen, keine großen Sprünge. Das iPhone X ist ein größerer Sprung als ich vermutet hätte. Klar, es ist immer noch ein iPhone, aber es ist eben ein völlig neues iPhone, dazu eines, das sehr viel Spaß macht.

Bleibt noch die Sache mit dem Preis. Man muss sich so ein iPhone X leisten können und wollen, das ist ganz klar. Von einem überzogenen Preis zu sprechen, ist Quatsch. Vielleicht sollte man es einfach anders betrachten. Als Luxusgegenstand. Kauft sich auch nicht jeder und ist auch nicht so gedacht.

Wer sich das nicht leisten will oder kann, der hat auf dem Smartphone-Markt eine unglaubliche Auswahl in jeder Preisklasse. Wer sich den Luxus aber gönnen mag, der findet mit dem iPhone X in der Tat ein Gerät, das ihm viel Freude bereiten wird, dessen bin ich mir sicher.

Ich bin sehr froh, dass ich meine Skepsis einfach Skepsis habe sein lassen und mich für das iPhone X entschieden habe. Mal sehen, was Apple nächstes Jahr bringt, aber ich denke, ich werde wohl eher wieder in einen 2-Jahres-Upgrade-Rhythmus wechseln.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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