Instagram und YouTube als Paradies für Drogenhändler?

8. November 2013 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

Dunkle Hinterhöfe, schlecht ausgeleuchtete Gassen, zwielichtige Gestalten, das sind die Orte an denen man den Handel mit Drogen vermutet. Dass dem nicht so sein muss, hat BBC mit seiner Social Media-Serie #BBCtrending aufgedeckt. Gerade die anonymen Netzwerke wie Instagram und YouTube scheinen sich zum Handel mit illegalen Substanzen oder Waffen sehr gut zu eignen.

Instagram_Drogen

So werden auf Instagram ganz unverblümt Bilder von Pillen, Gras und Pilzen gepostet, mit der Aufforderung, seine Bestellung aufzugeben. Die Details des Handels werden dann über anonyme Messenger wie Kik oder auch WhatsApp abgewickelt. Etwas ähnliches ist bei YouTube zu beobachten, auch wenn sich die Angebote dort in die Kommentare verlagern (dürfte sich mit Google+-Zwang wohl erledigen).

Darauf aufmerksam gemacht, unterbindet Instagram die Suche nach bestimmten Worten, die auf einen solchen Handel hinweisen. Instagram sucht Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen – und der Handel mit Drogen ist ein klarer Verstoß – nicht aktiv, sondern reagiert nur auf Nutzermeldungen. So wie eben auch Facebook vorgeht.

Interessanterweise ist dieses Phänomen zum Beispiel nicht auf Tumblr zu finden, wo zwar sehr wohl Bilder von illegalen Substanzen gepostet werden, aber nicht der Handel angeboten wird. Twitter findet in dem Bericht von BBC gar keine Erwähnung, weder positiv, noch negativ. Wäre sicher auch ein ungünstiger Zeitpunkt, so einen Tag nach dem Börsenstart des Kurznachrichtendienstes.

Wie die sozialen Netzwerke solche Nutzungsverstöße künftig unterbinden wollen, ist unbekannt. Ein Sperren von Suchbegriffen wird wohl nicht des Rätsels Lösung sein, zu schnell würden Ausweichbegriffe die Runde machen und im Prinzip gar nichts ändern.

Das Problem bezieht sich allerdings nicht nur auf Drogen. Auch der unkontrollierte Handel mit Waffen wurde bereits beobachtet. In Deutschland wird dies wohl weniger ein Problem sein, in anderen Ländern könnte ein solch aufblühender Social-Network-Schwarzmarkt aber durchaus eine Gefahr darstellen. Wie auch immer, lasst die Finger von Drogen und Waffen, egal wo sie Euch angeboten werden.


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Quelle: BBC |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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