Google Photos: Hunde, Babys, Selfies, Essen – so wird der Dienst genutzt

22. Oktober 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

artikel_googlephotosIm Mai wurde Google Photos veröffentlicht. Unbegrenzter Speicherplatz für Bilder und Videos, eine automatische Sortierung und ein paar Gimmicks wie das semiautomatische Erstellen von Animationen, sollten dafür sorgen, dass die Nutzer Google auch noch ihre Schnappschüsse anvertrauen. 5 Monate später blickt Google auf den DIenst und gibt ein paar interessante Einblicke in die Nutzung des noch jungen Dienstes. Dieser wird offensichtlich ganz gut angenommen, Google vermeldet bereits mehr als 100 Millionen aktive Nutzer.

Da die Bilder in der Cloud gespeichert werden, werden sie für die verschiedenen Funktionen auch analysiert. Hier entstehen dann die Einblicke, die Google nun teilt. Durchaus interessant, aber irgendwie auch creepy, was Google aus den hochgeladenen Bildern alles erkennen kann. Muss Google allerdings auch, denn bei Google Photos gibt es keine klassische Ordnerstruktur, vielmehr sucht man einfach nach den Bildern, die man gerade benötigt.

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Was die Nutzer am meisten fotografieren? In der Tat sind es andere Menschen, aber direkt danach folgen Bilder von Essen. Genau, was von vielen in Social Networks als nervig empfunden wird, ist mehr als nur ein Trend, nämlich das am zweit meisten fotografierte Objekt der Google Photos-Nutzer. Dazu tragen sicher auch ein Stück weit die meist fotografierten Veranstaltungen bei, bei Hochzeiten – dem Event mit den meisten Bildern – gibt es für gewöhnlich auch ansehnliches Essen.

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An zweiter Stelle der Events stehen Konzerte, auch das kennt jeder, statt sich die Künstler live anzusehen, wird durch das Smartphone-Display die Show genossen, um meist nicht gerade perfekte Bilder zu knipsen. Man hält schöne Momente eben gerne fest, auch wenn man den schönen Moment zu diesem Zeitpunkt dann gar nicht voll genießt. Weihnachten steht an dritter Stelle, Tanzen an vierter Stelle, Geburtstage nehmen die fünfte Position ein. Auf Platz sechs finden sich Bilder aus Clubs, hier verhält es sich wohl ähnlich wie mit Konzerten.

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Überraschend finde ich die Bilder von Tieren. Hier werden nicht etwa Katzen am meisten bei Google Photos gespeichert, sondern Hunde. Während der Hund an sich nicht gerade zu den populärsten Internetphänomenen gehört, kann man bei Google Photos auch nach bestimmten Rassen suchen, um die passenden Bilder zu finden.

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Bei fotografierten Dingen nennt Google nicht den ersten Platz, gibt aber Auskunft über das Objekt, das am zweit häufigsten vor die Linse kommt. Das Auto. Auch hier kann Google zwischen verschiedenen Fahrzeugen unterscheiden, will Cabrios oder Kombis problemlos erkennen und auf Wunsch anzeigen. Mich würde dennoch interessieren, welches „Ding“ am häufigsten gespeichert wird, alleine schon, weil Google es nicht nennt.

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Paris, die Stadt der Liebe, ist der meist gespeicherte Ort bei Google Photos, gefolgt von New York und Barcelona. Bilder, die zum Beispiel den Eiffelturm enthalten muss man nicht einmal geotaggen, um sie wieder zu finden, Google erledigt dies automatisch, erkennt dieses stählerne Bauwerk zuverlässig selbst. Die Frage ist, ob Google auch erkennt, wenn man eine der Nachbauten fotografiert.

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Wonach am meisten in Google Photos gesucht wird? Nach Erinnerungen. Konkreter sind es Babys, die gesucht werden. Im Gegensatz zu Deutschland kann man in den USA Babybilder auch mit Spitznamen labeln, damit man schnell auf diese zugreifen kann.

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Beliebt sind auch die Animationen. Hat man eine Reihe ähnlicher Bilder, kann Google Photos davon Animtionen erstellen, die dann als GIF zur Verfügung stehen. Ebenso kann man Collagen aus Bildern zu einem Anlass erstellen lassen. Alles sehr einfach und deshalb wohl auch so häufig genutzt. Von diesen Animationen und Collagen wurden bereits mehr 15 Millionen erstellt.

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Ein nützliches Feature von Google Photos ist das Sparen von Gerätespeicher. Lädt man Bilder zu Google Photos, wird auf dem gerät auf Wunsch nur noch eine kleinere Version gespeichert. Gerade bei Smartphones mit wenig Speicher kann dies sehr sinnvoll sein. Und die Funktion wird genutzt. So sparte Google Photos bisher 3720 TB Speicherplatz auf den Geräten. Nicht schlecht.

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Die Natur bietet faszinierende Bilder, der Himmel, Strände und Berge befinden sich alle in den Top 10 der meist fotografierten Dinge. Hier kann man mit dem Collagen-Feature noch einmal mehr aus den Bildern holen. Dazu wählt man einfach ein paar Bilder aus und sagt Google Photos dann, dass man daraus eine Collage erstellen möchte.

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Ein bisschen selbstverliebt sind Google Photos-Nutzer auch. Die Suche nach „me“ gehört zu den populärsten, alternativ kann man aber auch nach Selfie suchen, Google findet Euer Antlitz schon irgendwie.

Erkennt Ihr Euch in den Nutzungsmustern wieder? Ich in mehr Punkten als mir lieb ist, dabei nutze ich Google Photos nicht einmal für alle Bilder. Solltet Ihr Google Photos noch nicht nutzen, in den folgenden Artikeln findet Ihr alles, was Ihr für den Einstieg wissen müsst.

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 1

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 2

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 3

Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 4


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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