Google Photos: Ein Blick hinein – Teil 3

14. Juni 2015 Kategorie: Google, geschrieben von:

Google-Fotos

Der dritte Teil mit dem Blick in Google Photos. Was kann der Dienst, was nicht? Was kann man zur bequemeren Nutzung alles beachten? In Teil 1 ging es um die Einleitung zum Dienst mit dem Blick in die Oberfläche, der in Teil 2 dann weitergeführt wurde. Während in Teil 1 und 2 die Weboberfläche von Google Photos größtenteils abgefrühstückt sein sollte, soll nun ein Blick in die Apps folgen, denn es gibt Dinge, die sollte man auch hier beachten – und es gibt Funktionen, die man nur über die App realisieren kann.

animation

Und hier will ich dann schon einmal vorgreifen und in die Sonderfunktionen der Apps gehen. Wir hatten in Teil 2 die Weboberfläche und den Bereich Filme und Geschichten im Fokus. Das, was Google euch in Sachen Bilder, Collagen und Co nicht selbst erstellt, das kann in der App erstellt werden. Hierzu schauen wir uns erst einmal die iOS-App von Google Photos und den Bereich Sammlungen an. Hier finden sich eure Alben, aber ihr könnt auch neue Dinge erstellen, drückt dafür einfach auf das Plus-Zeichen. Hier kann man sich beispielsweise eine eigene Animation erstellen. Bis zu 50 Fotos kann man hinzufügen, Google erstellt eine Animation, die ihr im Anschluss speichern könnt.

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Auf die gleiche Weise ist es natürlich möglich, Filme zu erstellen. Hier bieten sich viele Möglichkeiten an. So kann man auch hier bis zu 50 Fotos oder Videos aussuchen. Diese werden automatisch mit Musik unterlegt. Diese Musik kann von euch geändert werden. Es stehen eine Vielzahl von Tracks nach Genre zur Verfügung, die ihr euch aussuchen könnt. Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit, die Reihenfolge der Bilder anzupassen. Hierfür müsst ihr einfach nur per Drag & Drop im Filmeditor die Reihenfolge der einzelnen Bilder nach eurem Gusto anpassen.

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Der Film kann natürlich von euch benannt werden und im Anschluss geteilt werden. Eure Filme finden im Bereich „Filme“ unterhalb der Sammlungen Platz und wer es kreativer mag, der findet eine Vielzahl an Filtern vor, die die Bilder aufwerten und so dem Film vielleicht einen völlig neuen Eindruck verleihen. Filme können selbstverständlich auch exportiert werden, sodass ihr diese auf alle möglichen Arten teilen und verschicken könnt. Filme können natürlich auf Wunsch auch über Google Fotos oder etwaige Alben geteilt werden.

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Neben Animationen und Filmen lassen sich auch Geschichten erstellen. Mindestens 5 Fotos / Videos sind für eine Geschichte notwendig. Hier kann man noch etwas kreativ werden, bei einer Geschichte handelt es sich quasi um ein digitales Fotobuch. Ihr könnt hier Inhalt und Titel bestimmen, zudem jedem einzelnem Element eine Beschreibung geben. Ebenfalls werden Orte automatisiert mit einbezogen, quasi die Reiseroute.

geschichte

Hat man alles durchlaufen, dann kann man auch hier das Sharing anwerfen und den Link zu einer Geschichte teilen. In der Ansicht der App könnt ihr zu jeder Zeit noch einzelne Elemente zu einer Geschichte hinzufügen. Geteilte Geschichten lassen sich in jedem Browser betrachten, bei der Erstellung sollte man hier vielleicht auf logische Zusammenhänge achten, dies macht mit den eingeblendeten Maps und den Terminen wirklich Spaß, gerade nach dem Urlaub kann man sich so ein tolles Fotobuch im Stile einer selbstablaufenden Geschichte basteln.

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Hier ist ein bisschen Ausprobieren angesagt, damit ihr da für euch tolle Ergebnisse erzielt, verkehrt oder kaputt kann man nichts machen – und ein Editieren ist hinterher problemlos immer möglich. Und denkt daran: alle eure erstellten Inhalte sind getrennt und übersichtlich in den Sammlungen auffindbar. Selbstverständlich sind auch Collagen möglich, hier könnt ihr 2-9 Elemente wählen, um diese in einer Collage zu verewigen.

collage

Auch Collagen haben „Bildrechte“. Können also einmal als Original gespeichert werden, aber auch hier gibt es Bildbearbeitungsmöglichkeiten, man kann die Collage beschneiden, einen Filter drauf legen oder beispielsweise die Helligkeit anpassen. Hier auch machbar: die Möglichkeit, Original der Collage nebst von euch bearbeiteter Kopie zu speichern. Über das Infofeld habt ihr auch hier die Option, eine Beschreibung in der Collage festzulegen, ein weiterer Menüpunkt gibt euch die Möglichkeit, eine Collage in einem Album zu speichern.  Collagen sind anders als Filme und Geschichten zu bewerten, sie findet man nicht in den Sammlungen separat vor, sondern in der normalen Bilderübersicht.

Jetzt kennt ihr also die Grundfunktionen der iOS-App, doch Android-Nutzer brauchen keine Sorge haben, Google hat die App mit den identischen Fähigkeiten auf beiden Plattformen ausgestattet – lediglich das Sharing von Elementen in andere Apps ist unter Android weiterhin besser gelöst – aber dies ist bekanntlich ein iOS-Problem und nicht Sache der App.

sichern

Doch kommen wir einmal zur Bildverwaltung innerhalb der Apps, denn hier gibt es einiges zu beachten. Wichtig zu wissen ist für euch: in den Einstellungen der App könnt ihr festlegen, ob die von euch geschossenen Fotos und Videos automatisch bei Google online gespeichert werden dürfen oder nicht. Entscheidet ihr euch zur Nutzung des Onlinespeichers, so könnt ihr noch festlegen, ob Bilder nur im WLAN hochgeladen werden dürfen, oder ob auch das Mobilfunknetz genutzt werden darf.

Letzteres solltet ihr nicht machen, wenn euer Tarif übersichtlich gestrickt ist und ihr nicht so viel Volumen habt. Wäre ja schade, das komplette Volumen durch Bild-Uploads zu verballern – um dann den Rest des Monats gedrosselt unterwegs zu sein. Und was gedrosselt heißt, das wissen wir alle: man ist quasi offline. Was Google nett gelöst hat: in den Einstellungen für die Uploads kann man getrennt regeln, ob man Bilder via Mobilfunk hochladen möchte oder auch die Videos.

Beachtet auf jeden Fall auch einmal die Symbole in euren Bildern. Findet ihr rechts unten ein durchgestrichenes Cloud-Symbol, so befindet sich das Bild nur lokal auf eurem Smartphone, nicht aber in der Cloud. Dies kann an nicht aktivierter oder gerade stattfindender Synchronisation liegen. Sind Fotos in der Cloud, so haben sie gar kein Symbol.

löschen

Google Photos lässt sich auch als einzelner Bildbetrachter nutzen, beachtet hier auch auf jeden Fall: wenn ihr Bilder löscht, dann löscht ihr diese nicht nur aus der Cloud, im Falle eines Löschvorganges aus der Google Photos-App wird euer System euch darauf hinweisen, dass das Bild überall verschwindet – also aus der Cloud und damit aus der Ansicht der Geräte, die mit der Cloud verbunden sind – und auch vom Gerät. iOS warnt hier euch noch einmal, weist also darauf hin, dass lokale Fotos gelöscht werden. Wollt ihr Platz auf eurem Smartphone schaffen, dann löscht nach erfolgreichem Google Photos-Upload eure Fotos nicht über die Google-App, sondern nutzt eine lokal vorliegende, im Falle von iOS vielleicht die Foto-App, bei Android gibt es zig Galerie-Apps wie QuickPic und andere.

Weiter geht es mit Teil 4 meines Blickes in Google Photos hier. (Ab 14. Juni, 18:00 Uhr)

 


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Über den Autor:

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