Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube: Mit gemeinsamer Datenbank gegen terroristische Inhalte

6. Dezember 2016 Kategorie: Social Network, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_facebookSoziale Medien werden bekanntlich nicht nur genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder sich über Neuigkeiten in der Welt zu informieren. Auch terroristische Inhalte finden sich vermehrt in den Nutzer verknüpfenden Angeboten. Aus diesem Grund haben sich nun Facebook, Microsoft, Twitter und YouTube zusammengeschlossen, um terroristischen Inhalten Einhalt zu gebieten. Sie sollen nicht mehr über die Netzwerke weiter verbreitet werden, technisch bedient man sich eines digitalen Fingerabdrucks, die in eine Datenbank mit „Hasses“ einfließen. Nicht ganz unbekannt, Microsoft geht so beispielsweise auch gegen die Verbreitung von Kinderpornographie vor.

Durch das Teilen dieser Informationen untereinander erhoffen sich die verschiedenen Netzwerke eine bessere Identifizierung der Inhalte und somit auch ein schnelleres Entfernen dieser. Inhalte, die terroristische Gewalt zeigen oder Terroristen rekrutieren möchten, sollen so nicht mehr auf den Plattformen landen. Inhalte werden dann für die Datenbank erfasst, wenn sie einmal gelöscht wurden, denn bekannt müssen die betroffenen Inhalte erst einmal sein. Taucht der gleiche Inhalt dann wieder an anderer Stelle auf, wird er automatisch entfernt.

Dass es sich bei diesem Vorgehen nicht etwa um Zensur handelt, wird von Facebook in diesem Beitrag erklärt. Auch wird weiterhin auf die Privatsphäre der Nutzer geachtet, sie sollen sich weiterhin frei und sicher auf den Plattformen äußern können. Und auch wenn die genutzte Datenbank zwischen den Unternehmen geteilt wird, wird jedes weiterhin seine eigenen Nutzungsbedingungen haben und auch durchsetzen.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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