Google, Facebook und Twitter löschen Bilder, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen

10. August 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Der Kampf gegen Kinderpornographie beschäftigt nicht nur die Justiz, auch Internetdienste sind involviert, spätestens dann, wenn sie solche Bilder hosten. In Zusammenarbeit mit der Internet Watch Foundation werden Google, Facebook und Twitter nun dafür sorgen, dass künftig weniger solches Material im Netz verfügbar ist. Dazu wird von der Internet Watch Foundation eine Liste mit bekannten Inhalten geteilt. Den betroffenen Bildern ist ein eindeutiger Hash-Code zugewiesen, die Internetfirmen können diese Bilder dann verbannen, einen Upload verhindern oder eben löschen.

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Für Google ist dieses Vorgehen nicht unbekannt. So werden zum Beispiel auch E-Mails nach derartigen Bildern gescannt und entsprechend an das National Center for Missing and Exploited Children gemeldet. Auch Microsoft scannt über einen digitalen Fingerabdruck nach solchen Inhalten und entfernt und meldet diese. Künftig dürfte sich die Zahl der gelöschten Bilder jedoch stark erhöhen, da die geteilte Liste das Unterfangen vereinfacht.

Es gibt aber auch kritische Stimmen, diese bemängeln hauptsächlich, dass die Liste nur die Bilder im normalen Netz entfernt, nicht aber im Dark Net, wo der größte Teil des Tausches solcher Bilder stattfindet. Immerhin sorgt die Liste auch dafür, dass man nicht zufällig über solche Bilder stolpert, da sie direkt geblockt werden. The Independent geht davon aus, dass die drei großen Firmen Google, Facebook und Twitter Millionen Bilder entfernen werden, die sexuellen Missbrauch an Kindern zeigen.

Ein Eingriff in das freie Internet? Auf jeden Fall, aber einer, der von normal denkenden Menschen wohl eher begrüßt wird.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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